Von Zeit zu Zeit

 

IMG_20191205_220523-01.jpeg
„Von Zeit zu Zeit begegnen wir der Wahrheit, ohne ihr gewachsen zu sein.“  Manfred J.

Danke für alles!

Lebenszeit

IMG_20191115_134632-01.jpeg

Brüder Grimm
Kinder- und Hausmärchen, große Ausgabe, Band 2, 1857

Die Lebenszeit

Als Gott die Welt geschaffen hatte und allen Creaturen ihre Lebenszeit bestimmen wollte, kam der Esel und fragte ‚Herr, wie lange soll ich leben?‘ ‚Dreißig Jahre,‘ antwortete Gott, ‚ist dir das recht?‘ ‚Ach Herr,‘ erwiederte der Esel, ‚das ist eine lange Zeit. Bedenke mein mühseliges Dasein: von Morgen bis in die Nacht schwere Lasten tragen, Kornsäcke in die Mühle schleppen, damit andere das Brot essen, mit nichts als mit Schlägen und Fußtritten ermuntert und auf gefrischt zu werden! erlaß mir einen Theil der langen Zeit.‘ Da erbarmte sich Gott und schenkte ihm achtzehn Jahre. Der Esel gieng getröstet weg und der Hund erschien. ‚Wie lange willst du leben?‘ sprach Gott zu ihm, ‚dem Esel sind dreißig Jahre zu viel, du aber wirst damit zufrieden sein.‘ ‚Herr,‘ antwortete der Hund, ‚ist das dein Wille? bedenke was ich laufen muß, das halten meine Füße so lange nicht aus; und habe ich erst die Stimme zum Bellen verloren und die Zähne zum Beißen, was bleibt mir übrig als aus einer Ecke in die andere zu laufen und zu knurren?‘ Gott sah daß er recht hatte und erließ ihm zwölf Jahre. Darauf kam der Affe. ‚Du willst wohl gerne dreißig Jahre leben?‘ sprach der Herr zu ihm, ‚du brauchst nicht zu arbeiten, wie der Esel und der Hund, und bist immer guter Dinge.‘ ‚Ach Herr,‘ antwortete er, ‚das sieht so aus, ist aber anders. Wenns Hirsenbrei regnet, habe ich keinen Löffel. Ich soll immer lustige Streiche machen, Gesichter schneiden damit die Leute lachen, und wenn sie mir einen Apfel reichen und ich beiße hinein, so ist er sauer. Wie oft steckt die Traurigkeit hinter dem Spaß! Dreißig Jahre halte ich das nicht aus.‘ Gott war gnädig und schenkte ihm zehn Jahre.
Endlich erschien der Mensch, war freudig, gesund und frisch und bat Gott ihm seine Zeit zu bestimmen. ‚Dreißig Jahre sollst du leben,‘ sprach der Herr, ‚ist dir das genug?‘ ‚Welch eine kurze Zeit!‘ rief der Mensch, ‚wenn ich mein Haus gebaut habe, und das Feuer auf meinem eigenen Herde brennt: wenn ich Bäume gepflanzt habe, die blühen und Früchte tragen, und ich meines Lebens froh zu werden gedenke, so soll ich sterben! o Herr, verlängere meine Zeit.‘ ‚Ich will dir die achtzehn Jahre des Esels zulegen‘ sagte Gott. ‚Das ist nicht genug‘ erwiederte der Mensch. ‚Du sollst auch die zwölf Jahre des Hundes haben.‘ ‚Immer noch zu wenig.‘ ‚Wohlan,‘ sagte Gott, ich will dir noch die zehn Jahre des Affen geben, aber mehr erhältst du nicht.‘ Der Mensch gieng fort, war aber nicht zufrieden gestellt.
Also lebt der Mensch siebenzig Jahr. Die ersten dreißig sind seine menschlichen Jahre, die gehen schnell dahin; da ist er gesund heiter, arbeitet mit Lust und freut sich seines Daseins. Hierauf folgen die achtzehn Jahre des Esels, da wird ihm eine Last nach der andern aufgelegt: er muß das Korn tragen, das andere nährt, und Schläge und Tritte sind der Lohn seiner treuen Dienste. Dann kommen die zwölf Jahre des Hundes, da liegt er in den Ecken, knurrt und hat keine Zähne mehr zum Beißen. Und wenn diese Zeit vorüber ist, so machen die zehn Jahre des Affen den Beschluß. Da ist der Mensch schwachköpfig und närrisch, treibt alberne Dinge und wird ein Spott der Kinder.

Jacob Grimm (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859)

Wie sie es wohl heute schrieben? Dieses  Märchen? Die Gebrüder Grimm?

I still cry sometimes…

WhatsApp Image 2019-12-02 at 14.55.21
„Wahrheit ist eine Fackel, die durch den Nebel leuchtet, ohne ihn zu vertreiben.“ – Claude Adrien Helvétius, Über den Geist

 

Sag was

IMG_20191125_103649_800.jpg
„Die Menschheit ist ein Buch, das immer wieder von neuem aufgelegt wird, ohne die Aussicht, jemals ein Bestseller zu werden.“
William Faulkner

Nothing

IMG_20191122_135945_660.jpg
„Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt!“
Albert Einstein

Bring back

IMG_20181116_161216_313.jpg

Vorwärts

IMG_20191125_215001_599.jpg
Die Menschheit ist zu weit vorwärts gegangen, um sich zurückzuwenden und bewegt sich zu rasch, um anzuhalten.
Winston Churchill

Ärger

IMG_20191124_125113-01.jpeg
„Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer.“
Aristoteles

 

Daddy

IMG_20191022_150943-01.jpeg
You`re so far away

Ich vermute, ich kann niemals so alt werden, dass ich meinen Vater nicht mehr vermisse.

 

Brückentag

IMG_20191115_115109_011.jpg
Whatever makes you happy………….

 

Thankful

IMG_20191123_185411_675-01.jpeg
Manchmal kann man die Vergangenheit mit den Sinnen festhalten: Die eine riecht nach wohltuender Erinnerung, die andere stinkt zum Himmel.
Ernst R. Hauschka

Besser ist das…

IMG_20191029_155340-01.jpeg

„Jemand hat mal gefragt, warum ich gerne draußen filme und nicht im Studio. Ich habe geantwortet: „Im Studio sucht jeder nach einem Stuhl, wo er sich hinsetzen kann. Draußen arbeiten alle.“
©Clint Eastwood

Schatten und so…

IMG_20191106_110011-01.jpeg
Misstraue deinem Urteil, sobald du darin den Schatten eines persönlichen Motivs entdecken kannst.
Marie von Ebner-Eschenbach

An manchen Tagen

IMG_20191115_134632-01.jpeg
Das einzige, was das Leben erträglich macht,
ist die ständige, unerträgliche Gewissheit,
nicht zu wissen, was als nächstes kommt.
Gertrud le Fort

Femme Fatale

IMG_20191105_175133-01.jpeg
©
„Ich glaube, ein Mann will von einer Frau das gleiche wie eine Frau von einem Mann: Respekt.“
Clint Eastwood

Last Minute

IMG_20191110_151847-01.jpeg
„Ich wäre gerne manchmal weniger von allem und trotzdem genug.“

 

Das kann Kunst

quickgrid_2019113142540726.png

Diese Version des Stückes „Melissa“, gespielt von der Komponistin selbst, hat mich zu Tränen gerührt. Sie weckt in mir all die Liebe und die Leidenschaft. Und Kampfgeist. Danke Dale! 🙂

Das habe ich (ein)gesehen :-)

dover von der promenade aus
Dover 2019  (c) Ulla Keienburg 2019

Zeit mit mir

IMG_20191022_141418-01.jpeg
„Wir können noch so müde, erschöpft und emotional verstört sein: wenn wir  ersteinmal eine Weile Zeit mit uns allein verbracht haben, stellen wir fest, dass genau das unserem Körper und unserer Seele Energie, Kraft und Stärke zuführt.“ nach Charles Stanley

Können

IMG_20191022_141939-01.jpeg
„Zwischen Können und Tun liegt ein Meer und auf seinem Grunde gar oft die gescheiterte Willenskraft.“
Marie von Ebner-Eschenbach

Es braucht Geduld

cof
„…wozu lebt man, wenn der Wind hinter unserm Schuh schon die letzte Spur von uns wegträgt?“
Stefan Zweig

…. um das herauszufinden.

 

 

Looking behind

cof
Thorin: Where did you go, if I may ask?
Gandalf: To look ahead.
Thorin: And what brought you back?
Gandalf: Looking behind.

Die Sprache der Leute

cof
Wer auf andere Leute wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden.
Kurt Tucholsky

Die Sprache der Menschen, auf die ich wirken soll, ist mir bis zur ersten Begegnung mit ihnen ein Rätsel. Vielleicht ist das nützlich. So bleibe ich beweglich. Zumindest innerlich.  🙂 Und offen –  den Menschen gegenüber.

Räume des Nichtwissens

IMG_20191003_221445-01.jpeg
„Es gibt viele Menschen, die sich einbilden, was sie erfahren, verstünden sie auch.“
Johann Wolfgang von Goethe

 

Unlängst tummelten wir uns in „Räumen des Nichtwissens“. Bewusst. Besser gesagt,  befassten wir uns mit unserer Haltung zu dem Nicht -Wissen. Mit unserem Umgang damit. Meine Einsicht danach ist: Je mehr ich weiß, um so mehr muss ich glauben.

Fühlt sich schlüssig an.

Perspektivwechsel

IMG_20191003_182639-01.jpeg
„If you could see your whole life from start to finish, would you change things?“  aus „Arrival“

 

 

Think

IMG_20191016_153512-01.jpeg
„Denk falsch, wenn du magst, aber denk um Gottes Willen für dich selber.“
Doris Lessing

So war das und so ist das

IMG_20191003_190839_742.jpg
„Kein Ende in Sicht auf Wegen voller Steine….“

Mein lieber Sohn – ja, das habe ich Dir versprochen.  Nichts hält mich auf. Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag!

Die kann sich sehen lassen

IMG_20190920_134332-01.jpeg
„Nicht der äußere Mensch, sondern der innere hat Spiegel nötig. Man kann sich nicht anders sehen als im Auge eines fremden Sehers.“
Jean Paul (1763 – 1825)

Ja, inzwischen KANN ich das. UNd will es auch. Denn es braucht schon Mut, sich in den oder durch die Augen anderer selbst zu sehen. Und zu erkennen. Davon wünsche ich jedem Menschen ein Portion. Vor allem von dem Mut. Denn es kann – je nach Maß der Güte, die Mensch so für sich aufbringt – sehr amüsant und lehrreich sein, wie viele verschiedene Facetten Mensch beherbergt!

 

Gefühlt: Komplett

WhatsApp Image 2019-10-11 at 16.40.47
„Dass der Mensch, der doch die Wahrheit so flieht, den Spiegel erfunden hat, ist die größte historische Merkwürdigkeit.“
Friedrich Hebbel

Eine Woche Sylt im Klappholtal. Ein wunderbarer Ort für Lehre, Leere und Lernen.  🙂 Durch die Jahreszeit mit ihren strengen Wetterkapriolen war es eine stetige Auseinandersetzung mit den „Naturgewalten“. Das Meer toste, der Wind blies – mal heftig, mal stürmisch, mal sanft (wenn das auch selten :-)), der Sand rutschte unter den Füßen her, die Wolken heulten mitunter kräftig, die Sonne konnte noch richtig wärmen, wenn sie mal durchkam.  Und der Regenbögen gab es viele. Sehr viele. Verschiedene. Mein persönlich wichtigstes Symbol für das „Sowohl als auch“. Wunderbar.

Im Sturm habe ich die Insel am Freitag wieder verlassen.  Die Überfahrt mit dem Autozug war wie ein Aufenthalt in der Autowaschanlange – nur ohne Seife oder Schaum. Es hat auch niemand das Auto anschließend trocken gepustet.

Heile bin ich Zuhause angekommen. Gottseidank.

 

 

 

Ich weiß

IMG_20190904_223323-01.jpeg
Wenn man einmal weiß, worauf alles ankommt, hört man auf, gesprächig zu sein.
Johann Wolfgang von Goethe