… wäre ich ganz bestimmt verloren gegangen! Danger Dan
Solche Entscheidungen habe ich nicht nur einmal in meinen Leben getroffen.
Und sie haben sich – ausnahmslos – als nützlich erwiesen. 🙂 Hab irre viel gelernt. Über mich. Über Menschen. Über Dinge. Über die Welt. Ich bin selten „davon“-gelaufen, – eher immer irgendwo „hin“. 🙂
Ljósaskil ist die isländische Version von Meanderings und die Version, die auf unserem kommenden Album Pendúll erscheinen wird. Am 2. Oktober starten wir eine Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung unserer Zwillingsalben Pendúll & Blik.Übrigens.
Jon Bear (Ragnars Bruder) hat den Vulkan seit dem Ausbruch im März im Auge behalten und einige atemberaubende Momente eingefangen, die auf seinem YouTube-Kanal zu bewundern sind: https://www.youtube.com/c/JonBear Video shot and edited by Jon Bear. Lizenz
Ljósaskil, is the icelandic version of Meanderings, and is the version that will appear on our upcoming album Pendúll. On October 2nd we’ll be launching a crowdfunding campaign to finance our twin albums Pendúll & Blik.By the way.
Jon Bear (Ragnar’s brother) has been keeping an eye on the volcano ever since the eruption started in March, and has captured some stunning moments that are available for admiration on his youtube channel: https://www.youtube.com/c/JonBear Video shot and edited by Jon Bear.
„Nur wer ein Auge dafür hat, sieht etwas Schönes und Gutes, in jedem Wetter, er findet Schnee, brennende Sonne, Sturm und ruhiges Wetter schön, hat alle Jahreszeiten gern und ist im Grunde damit zufrieden, daß die Dinge so sind wie sie sind.“ ―Vincent van Gogh
Es ist schon eine Weile her, dass ich den Beitrag unterhalb des Bildes verfasst habe: 2016. Ich stand unter dem akuten (Ein)Druck der Behörden, die zuständig sind für die Fürsorge/ Finanzierung/ Beschäftigung meines schwerbehinderten Sohnes. Und mir kam damals die Begegnung mit dem Kunstwerk „Der arme Bürokrat“ in Reykjavík in den Sinn.
Nun ist durch die Pandemie eine Situation eingetreten, in der wir vor allem als Soloselbstständige extrem viel mit Ämtern zu tun haben, um die wir bislang einen großen Bogen machen konnten. Nun haben sie uns. Und ich, die ich glaubte, ich sei ämtertechnisch mit reichlich Wassern gewaschen, stehe mitunter fassungs – und ratlos mit Schreiben in der Hand, die vor allem Warnungen beinhalten. Mitwirkungspflicht, Offenlegung, Sanktionsandrohungen. Und je nach Tagesform reagieren mein Hirn und mein Herz auf die Anschreiben, VorSCHLÄGE, die Empfehlungen und Aufforderungen mit einem beherzten „Wow! Stoff für ein abendfüllendes Kabarettprogramm“ oder sie sind im anderem Falle gekränkt, gedemütigt, demotiviert, fühlen sich falsch gesehen. Manchmal staunen Herz und Hirn auch: Eine gute Geschichte für Monitor. Oder sie empfinden Mitleid mit den Recruitern, die sich dann mit mir beschäftigen müssten. Mit der, zur Bewerbung genötigten, die so GAR NICHTS von dem kann, was ich da machen soll. Ich lerne und lerne und lerne und lerne.
Positives, Antreibendes, Ermutigendes, Entwürdigendes, Belastendes, Ermächtigendes: immer mit dem Zusatz: für mich. Wie das für andere ist, kann ich nicht sagen. Ich stelle mir aber vor, dass auf Nachfrage eine Menge Geschichten zusammenkämen. 🙂 Von beiden Seiten. 🙂
Óþekkti Embættismaðurinn
„Ein Bürokrat einmal aus einer ganz anderen Sicht“ – die Skulptur von Magnús Tómasson aus dem Jahr 1973 wurde ursprünglich mit Bedacht in einem Hinterhof versteckt, denn durch diesen Standort sollte die versteckte, weltfremde Existenz der Bürokraten dargestellt werden, die sich in ihrem kleinen isolierten Eck des Universums verstecken. Inzwischen steht sie direkt am Stadtsee Tjörnin neben dem Rathaus. Der Felsblock ist nicht nur eine Metapher für die Last des Alltages, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf die gesichtslosen Beamten, die für die meisten Menschen nur als Rädchen im Getriebe in Erscheinung treten, aber nie als Mensch…“
Ja ja, und weil sie so „unsichtbar“ scheinen, müssen sie wohl auch die Menschen, mit denen sie meist per Post tun haben, über deren Schicksal sie entscheiden, auch als unsichtbar behandeln. Mitleid habe ich mit diesen Bürokraten nicht, das gebe ich zu. Schon eine abstruse Welt. Ein paar Textbausteine aneinanderreihen zu müssen und zu hoffen, dass sich die Betroffenen davon beeindrucken lassen – sich ihren Urteilen fügen. In der Regel bekommen sie ja nicht mit, welche Lasten sie den „Kunden“ aufbürden, welche „Klötze“ sie verursachen.
Ich habe in den letzten 37 Jahren häufig(er) mit Sachbearbeiter:innen zu tun (gelinde gesagt) – und durfte feststellen: Sie haben eine Meinung und auch Gefühle. Und sie sind es nicht gewohnt, freundlich angesprochen zu werden. Sie wissen sogar, dass ihre Textbausteinkompositionen eher als Drohung als als Information empfunden wird. Und sie sind weisungsgebunden. Darauf berufen sie sich.
Und trotzdem: Ich wünsche einfach nur so vielen Menschen, wie es eben geht, dass sie solchen Staatsangestellten nie existenziell ausgeliefert sind.
Heute werden viele Kerzen aufstellen in dem Hamburger Viertel, in dem ich wohne. Ich kann das nur virtuell tun. Bin gerade nicht Zuhause. Es werden Stellen erleuchtet, an denen die Stolpersteine in den Boden eingelassen sind. Auch, wenn es äußerlich nicht klirrt. Innerlich klirrt es immer wieder – nicht nur in dieser Nacht. Noch mehr, noch häufiger seit ich 2008 in Jamaica, Long Island so viele der Holocaust- Überlebenden kennengelernt habe. Mehr dazu
„Ich bin aus einem bestimmten Grund hier. Ich bin nicht hier, um es den Menschen angenehm zu machen oder um gemocht zu werden. Mein Ziel ist es, Liebe zu erkennen und zu erforschen. Das bedeutet, das Ungesagte zu ergründen. In der Welt. Und in mir.“ Brenè Brown
„Man kann einem Menschen alles nehmen, bis auf eine Sache: die letzte der menschlichen Freiheiten – die eigene Haltung in jeder beliebigen Situation zu haben, seinen eigenen Weg zu wählen.“ Viktor E. Frankl
Heute vor zehn Jahren habe ich mich bei WordPress registriert. WP gratulierte mir bereits. Die Idee zu bloggen kam mir, nachdem ich einen Workshop bei Sam Abell gemacht hatte. Ansich hatte ich vor, mich schlau zu machen, wie ich ein Buch erstelle. Einen Ratgeber für neugierige Kreuzfahrtgäste zum Thema Urlaubsfotografie. Ein Begleitwerk zu meinen Fotoworkshops. Doch der Markt ist voll von Ratgebern. Irgendwann sagte Sam zu mir: „Ulla, I see you teaching these people. They don`t wonna read something about right or wrong in photography – they want to have YOU and YOUR attitude. So I have a title: What would Ulla say?“ Das hat lange gewirkt. Das wirkt noch immer. Die Idee mit dem Ratgeber habe ich verworfen. Mich anstelle dessen für das Bloggen entschieden. Seit drei Jahren gibt es die Fotoworkshops auf den großen Kreuzfahrtschiffen nicht mehr. Den Blog aber gibt es immer noch. Und es bereitet mir noch immer Freude. Meine Art mich zuzumuten. 🙂 Habt Dank für Eure Treue und den Dialog mit Euch.
„Begegnung ist, wenn meine größte Freude darin besteht, zu sehen, wie Du aufleuchtest, dadurch, dass ich da bin. Und Du siehst, dass ich aufleuchte, dadurch, dass Du da bist!“ nach Ivan Illich
Einer lieben Freundin habe ich sie zu verdanken. Meine erste Reise in die Antarktis. Meinen Flirt mit Vulkan und Nebel, Hurricane und Pinguin, Seelöwe und Wal, Albatros und spanischem Forscher. Und mit Schlaf, Ruhe, netzfreier Zone, bestem Essen, Seekrankheit, Rundumversorgung und gehaltvollen Begegnungen, Spaß, gutem Wein und Zeit für mich.
Ich weiß gar nicht, wie ich dafür danken soll. Doch die Zeit wird kommen. Da bin ich mir sicher. Allen, die das möglich gemacht haben, danke ich von Herzen. Die, die mich haben fahren lassen, obwohl Wichtiges zu erledigen gewesen wäre, die mich vertreten, die den Flug möglich gemacht, die es mir gegönnt, mich auf dem Weg hin oder zurück beherbergt, mich auf dem Laufenden gehalten und sich mit mir gefreut haben.
Sie haben dafür gesorgt, dass ich das neue Jahr gesünder, ausgeschlafener, heiterer und unbelasteter starten kann, als das in vielen Jahren zuvor möglich war. DANKE!!!!
Selten habe ich so viele deutsche Touristen identifiziert. Ich habe brav meinen Mund gehalten. Und wenn, habe ich mich auf Englisch verständigt. Sind geflüchtet in Richtung Norden. Es ist halt Ferienzeit – gefühlt überall auf der Welt. Und alle reisen nach Californien. ALLE. Erst in den Redwoods war Ruhe. Ansosten war alles verstopft mit Sightseeingjunkies, Beweisfotomachern, Selfiequeens, SUVfahrern.
Und ich freue mich immer wieder, welch Trüffelente bzgl. Hotels ich an meiner Seite habe. 🙂
Als ich nachfragte, ob dieses Hotel schon mal als Filmlocation gedient hat, erklärte sich mit der Antwort auch das Konterfei von James Dean an der Hauswand des gerade wieder eröffneten Zimmertrakts. Auch Marilyn Monroe, Al Capone und weitere sollen dort genächtigt haben. Sehr feines Haus, mitten im Wald. Schlechtes Netz, also richtig Ruhe. Eulen nachts und andere Waldgeräusche waren das Einzige, was wir vernehmen konnten, während der Mond fast gefüllt zwischen den Bäumen hindurch strahlte.
Ein Traum im Nebel am Abend: Die Brandung war die ganze Nacht zu hören. Morgens weckten uns die Möwen und kommentierten die ersten Versuche der Fischer. King Salmon – darauf gingen sie. Als Amateuer darf ein Fischer nur zwei King Salmon pro Person fangen. Die Eimer sind voll – und der stolze Fischer hat plötzlich viele Freunde. 🙂
Point Arena, CA
Das erste Hotel für uns in Oregon lag spuckweit entfernt von den brennenden Wäldern. Am Rogue River. Die Sonne war im Qualm der Feuer glühend rot verschwunden und abends stand der Vollmond über der Schleuse. Und wir im Garten des Hotels umzingelt und begehrt von Mosquitos. Trotz grandioser Hitze brannte im Garten ein Gasfeuer – um die Mücken von den Menschen abzulenken.
Tatsächlich hat Gary Grant in dem Zimmer Nr.4 genächtigt. Und Walt Disney ist zum Fischen her gekommen.
Als wir die Ente im Frühstücksraum entdeckten, wussten wir: wir waren einem Ruf gefolgt 🙂
Der Wagen war schon von Zuhause aus gebucht. Lucky me. Allerdings gab es den gebuchten schon nicht mehr – und ich bekam ein Upgrade – auf einen Siebensitzer. Wir waren nur drei Personen. Und ich sah vor der Tür des Autovermieters vier traurig dreinschauende Gäste, die offensichtlich leer ausgegangen waren. Also fragte ich sie – und: Ja, sie wollten mit. 🙂 Sie haben das Auto bezahlt, wir den Sprit und ich bin gefahren. ALLES GUT. Auch die Stimmung blieb es. Den ganzen Tag, die gemeinsame Tour.
Wieder so ein wunderbares Stück Erde. Wir entschieden gen Bottle Cove zu fahren.
Und haben es nicht bereut.
Leider fehlen mir entscheidende Bilder. Nach denen muss ich zunächst mal fahnden. 😦
Später mehr. 🙂
Übrigens: Auf der Suche nach einem Kaffee wurde wir erst nach 150 km fündig. Wir waren zwar an dem einzigen Cafe in der Bucht, aber das wurde just zum Verkauf hergerichtet. Danach war uns gerade nicht so. 🙂 Zwischendurch haben wir dann eine Tankstelle „überfallen“ und uns Cola und Chips reingehauen. 🙂 Da gab es dann auch Augentropfen. 🙂
Gar nicht so leicht, diese Anreise. Hatte ein bisschen Angst. War zuletzt hier mit meinem besten Freund. Als er noch lebte. Und wir seine Bucketlist abgearbeitet haben.
Glücklicherweise sah alles anders aus. Fast alles.
Heutzutage inmitten einer Großbaustelle gab es noch das kleine Cafe, in dem wir uns vor zwei Jahren einen Kaffee gegönnt haben. Das war aber auch so ziemlich das einzige, außer den historischen Stätten, versteht sich. Aber immerhin.
Am Hafen gab es das Halifax Jazzfestival for free für alle. Selbst die Kindergartengruppen waren zu Besuch. DAS hat in mir die Frage aufgeworfen, ob das in Deutschland stattfinden könnte. 🙂
Der Tag allein war dann schön. Heiß. Lang. Viel gelaufen. Genossen. Noch mal Klaus Tschüss gesagt. Very special.
Z.B.: Ich werde das erste Mal in meinem Leben als Gast auf einem Kreuzfahrtschiff sein – und nicht als Expertin mit Gaststatus. Und ich werde mir einen Traum erfüllen. Immer schon wollte ich den St. Lorenzstrom erkunden. Die Ostküste Canadas besser kennenlernen als bislang. Und nun steige ich tatsächlich am sechsten Juli in Montreal auf das Schiff und werde mich vierzehn Tage den St. Lorenzstrom auf -und abschippern lassen. Ich bin so gespannt. Und neugierig. Auf die Strecke. Auf mich als Gast auf einem Kutter. Auf diese Zeit.
Ich bin da nicht allein. Das habe ich schon verstanden 🙂 Die Herausforderung dieses Sommers. 🙂 Ich werde – natürlich – berichten.
„Wer reisen will, muss zunächst Liebe für Land und Leute mitbringen, zumindest keine Voreingenommenheit. Er muss guten Willen haben, das Gute zu finden anstatt es durch Vergleiche tot zu machen.“ Theodor Fontane
„Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr.“ Jean Paul
Ich habe vor knapp zwei Wochen in Alaska diese Wölfin adoptiert. Deshka- für ein Jahr. Als sich die Chance bot, MUSSTE ich zugreifen. Nicht nur, dass ich seit den neunziger Jahren die Wolfsfrau immer wieder lese. Irgendwas habe ich mit diesem Tier. Es macht mich stark. Ich vertraue seiner Energie.
Ich habe lange hin-und herüberlegt, ob ich das Feedback zu meiner Arbeit veröffentlichen soll, das mich sooooo sehr freut. Und stolz stimmt.
Hier ist es:
“I forgot to mention earlier about one of the guest speakers onboard the Christmas Market cruise .. …that I escorted. We had a German woman by the name of Ulla… that was just fantastic. The subject of photography can quickly become boring, especially if you’re not a photography buff like me, but she pulled you in with images demonstrating the effect she was lecturing and gave individual attention without losing the crowd. By the end of the cruise, she had a band of merry amateur photographers trying all kinds of different approaches and having lots of fun putting her lectures into practical application in port. She participated in the shore excursions and was more than willing to talk with anyone to answer questions. Bottom line, she made quite an impact on the satisfaction level of the passengers that grew and grew with every lecture we were fortunate enough to attend. No issues with communication,…. She’s a definite keeper!!!”
Thanx to Judy for that. Danke an meinen Supervisor, dass er mir das weiter geleitet hat.
UNFASSBAR! Danke an alle, die bis dato mit angeschoben, am Laufen gehalten, gezaubert, gesprochen, gepostet, geteilt, berichtet, gespendet, gesungen, geredet, gefragt, empfohlen, hinter den Kulissen an Fäden gezogen, verzichtet, versorgt, organsiert, geplant, gespart, was auch immer haben!
Ab jetzt können alle, die wollen, noch Teil des Gelingens werden!!!!
Inzwischen brauchen wir, um die 26.000 € zu bekommen, „nur“ noch 7500 €
Es ist nicht ganz so einfach wieder daheim zu landen. Leichter gemacht haben es mir die Überraschungen, die ich überall fand.
Im Kühlschrank eine Kiste mit süßen, salzigen und minzigen Köstlichkeiten, auf der Ablage im Flur ein wohl sortierter Stapel Post, der Nachbar gab mit ein Päckchen. Eine Pensonärin aus meinem Fotokurs auf dem Fluss bedankte sich mit zwei Gläsern selbstgeimkertem Honig dafür, dass sie mit ihrem Handy wieder fotografieren konnte. Ich hatte nicht aufgegeben, den Fehler zu finden – und ihn zu guter Letzt auch noch behoben. Unbezahlbar, so ein Dank!
Vielen Dank an all die guten Geister in meinem Leben! 🙂