„Eine anständige Empörung weckt alle Kräfte des Menschen.“ R.W. Emerson
Oh ja, das kann ich auch gut. Und als ich heute dieses Kunstwerk entdeckte, konnte ich nicht widerstehen. So eine Tüte Empörung ist wie eine Tankstelle. Allerdings empöre ich mich nicht wahllos. Und manchmal über Sachen oder Aktionen, die kein anderer empörenswert findet. So ist wohl das Leben.
Wo auch immer ich bin: Meist bin ich Ausländerin. Meist bin ich Gast. Doch NIE bin ich einfach NUR irgendwo. #gedankenzumreisen
Drei Tage unterwegs. In NRW. Diesem Bundesland, das einst durch die Briten entstand – und dessen „marriage“ zweier Gegenden am letzten Wochenende ausgiebig in D`dorf gefeiert wurde. Erst als ich am Freitag Mittag diese Stadt zu verlassen versuchte, vernahm ich, dass sie ein paar Stunden später im Kern gesperrt werden sollte. Partyzone haben sie daraus gemacht. Es war so heiß und so voll auf den Straßen, dass ich mich auf die Landstraße verzogen habe. Ich mag sie ja, diese Gegend, in der um diese Zeit geerntet, geeggt, transportiert wird. Alles sieht so ordentlich aus, so reif, schon bunt. Die ersten Bäume verfärben sich, Sonnenblumen zum Selberpflücken haben Hochkonjunktur. Kartoffeln und Zwiebeln hätte ich schon selbst lesen können. Die zwei Stunden jedenfalls, die ich für die 33 km gebraucht habe, sind wie im Fluge vergangen. 🙂 Ich habe ab da für das Wochenende Nachtfahrten gewählt, um von A nach B zu kommen. Geht wunderbar. Was ich nicht leiden kann: LED und Halogenscheinwerfer an Autos. Vor allem, wenn sie die nicht richtig justiert haben. Doch bin ich heile und gut angekommen. Es waren auch um Mitternacht in Hamburg nur noch 28 Grad.
„Der unzufriedene Mensch findet keinen bequemen Stuhl.“ Benjamin Franklin
Ich bin sehr froh, dass ich an vielen Stellen der Welt einen bequemen Stuhl finde – und mich dort auch setzen darf. An den Tisch von Freunden. Habt Dank dafür.
„Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muß sie die Treppe hinunterboxen, Stufe für Stufe.“ Mark Twain
Ob ich es noch schaffe in diesem meinem Leben, meine Reaktion auf behördliche Vorgehen zu ändern, abzuschaffen?
Ich habe heute beim Landschaftverband dezent nachgefragt, ob denn vielleicht mal eine Entscheidung gefällt worden ist in Sachen „Widerspruch“. Oh, nein, das ging nicht, weil sie so viel zu tun hatten, so viele Eilsachen abgabeitet werden müssen.
Was ich tun müsse, dass es schneller geht, fragte ich, die nun seit Dezember 2015 auf eine Entscheidung wartet. Eine Unterlassungsklage sollte ich einreichen. Und wer die wohl bezahle, frage ich. Die muss dann der LVR bezahlen.
Ich hätte NUR die Arbeit damit.
Und dann fiel da noch einer dieser Sätze, die ich einfach nur hasse. „Das ist nicht mein Job. Das ist nicht mein Ressort. Das ist nicht meine Abteilung.“
Die hocken spuckweit voneinander entfernt, wahrscheinlich auf einem Flur. Und reden nicht miteinander?
Ist das unglaublich? Die gönnen einem die Butter auf dem Brot nicht, aber nehmen in Kauf, dass sie Prozesskosten und Gerichtsverfahren zahlen müssen?
Ich kann es nicht glauben.
Vielleicht sollte ich in Zukunft auch sagen: Oh, darüber sollten Sie mit einer anderen U. Keienburg besprechen? Ich weiß nicht, was die dazu sagen wird. Und auch nicht, was die Mutter dieses Namens, die Pädagogin dieses Namens, die Beraterin, die Therapeutin, die Journalistin dieses Namens dazu sagen wird. Versuchen Sie es doch mal, Frau Verwaltungsangestellte des Bereiches X, Frau Verwaltungsangestellte des Bereiches Y und Frau Verwaltungsangestellte des Bereiches Z.“
Wir sind…. ja, was eigentlich? Ich weiß es auch nicht. Eben ein „Fall“, eine „Akte“, ein „Kostenfaktor“, der durch beharrliche Demütigung und Beschränkung, Kontrolle und Gängelung ggf. ausgemerzt werden kann.
Ein letztes Mal.für diese Reise fahrend in den Morgen. Viene ist das nächste Ziel. Wenn auch nur zum Start eines Ausflugs nach Lyon. Ich werde an Bord bleiben. Genießen, was an den Ufern an Altem und Neuem sich zeigt. Weinberge, Mischwälder, Hausboote, Vögel, Häuser.
Packen steht auch an, gedanklich wie real. Jetut geht es doch wieder ganz so schnell. Wasser von oben habevichbin den letuten zwei Wochen nur abbekommen, wenn wir durch Schleusen gefshren sind. Sehr dankbar für solche Chancen, feine Begegnungen, neue (Er)Kenntnisse, so viel Vitamin D bereite ich mich mal auf den Sommer im Norden unseres Landes vor. Icb bin auf alles gefasst.