
Sieht Raupen selbst im Sauerkraut.“
Wilhelm Busch
Ich finde heute einfach keine Musik, die mich rührt.

Welcome to my Reality!

Ich finde heute einfach keine Musik, die mich rührt.







Zwei Wochen war ich auf Tour. Und ich durfte mal wieder feststellen, dass ich „im Ring“ tatsächlich gut funktioniere. 🙂 Und dass es gar einige Ringe gibt, in denen ich mich mitunter auch selbst gefordert habe. 🙂


Ich werde mich jetzt mal wieder eine Weile dem gemeinsamen Sehen und Entdecken hingeben. 🙂





„Mit Dir kann man nur gewinnen“
„Keine Tricks, einfaches Geschick“
„Du deckst die Welt so gut zu“
„Schieres Gefallen“
„Beteuert und befreit“

Heute stolperte ich über eine Dame, von der ich bislang noch nie etwas gehört hatte.
„Hanna“ Melzer – die in einer Gegend aktiv war, in der ich viel Zeit meines Lebens verbracht habe. Zumindest meines jungen Lebens. 🙂 Brennend interessiert hätte mich, ob meine Großmutter diese Frau gekannt hat. Vielleicht finde ich es ja noch raus. Auch, wenn sie schon seit 35 Jahre nicht mehr lebt.

Perrefort, Maria, Johanna Melzer, Version 1.0,
in: frauen/ruhr/geschichte, 10. 06. 2010,
https://www.frauenruhrgeschichte.de/biografien/johanna-melzer/
Nutzungsbedingungen für diesen Artikel
Copyright © 2019 frauen/ruhr/geschichte und Autor_in.
Johanna „Hanna“ Melzer gehörte dem kommunistischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus an. Ihre Politisierung wurzelte in einem tiefen Gerechtigkeitssinn und in der Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben mit Arbeit und Brot. Die Hagener Staatsrechtlerin Li Fischer-Eckert kam 1913 in ihrer beispielhaften Analyse der wirtschaftlichen und sozialen Stellung der Frauen im Industrierevier zu dem Schluss:„Überhaupt trat mir das Bedürfnis nach Gerechtigkeit in auffälliger Weise häufig entgegen. Die Leute haben ein Gefühl der durch keine höhere Notwendigkeit gerechtfertigten Zurücksetzung und Benachteiligung ihres Daseins, das sie, glaube ich, viel tiefer quält, als das Hungerleiden, als die materielle Not.“ weiterlesen
…
Am 28. Februar 1949 formulierte Hanna Melzer im Landtag den Antrag, eine Unterschriftensammlung gegen den Einsatz von Atombomben zu fordern. Sie schlug folgenden Gesetzestext vor: „Der Landtag von Nordrhein-Westfalen begrüßt die Sammlung von Unterschriften aller Frauen, welche die Vernichtung vorhandener und das Verbot der Herstellung neuer Atombomben, ferner die Einsetzung einer internationalen Kontrollkommission zur Überwachung und Durchführung dieses Verbots fordern.“ Sie erläuterte diesen Antrag in der Landtagssitzung vom 13. April 1949 u.a. mit den Worten: Die Militärstrategen diskutieren die Frage, ob die Atomwaffe kriegsentscheidend sei oder nicht. Aber eines ist sicher: Die Atomwaffe ist die furchtbarste Angriffswaffe. Wegen dieses Engagements gegen die Re-Militarisierung hatte sich Hanna Melzer 1952 erneut einem Gerichtsverfahren zu stellen.
Perrefort, Maria, Links liegengelassen. Das rote Herringen, hrsg. Von Maria Perrefort im Auftrag des Hammer Geschichtsvereins e.V., [Hamm], o.J.

„Ich bin nicht ich. Ich bin jene, die an meiner Seite geht, ohne dass ich sie erblicke, die ich oft besuche, und die ich oft vergesse. Jene, die ruhig schweigt, wenn ich spreche, die sanftmütig verzeiht, wenn ich hasse, die umherschweift, wo ich nicht bin, die aufrecht bleiben wird, wenn ich sterbe.“
frei nach Juan Ramón Jiménez Der große spanische Dichter erhielt 1956 den Nobelpreis für Literatur.

Der Himmel riss auf, die Sonne leuchtete uns für diesen sagenhaften Moment der Einfahrt in den Nordfjord. Es ist“ schon“ drei Wochen her. Und ich bin noch gleichermaßen berührt. Inzwischen bin ich mir sicher, dass kein Bild wiedergeben kann, was diese Gegend mit ihren unfassbaren Phänomenen bei mir bewirkt. Wenn ich es nur zulasse. Vorträge zu halten über diese Wirkung ist schwer, wenn auch gefragt. Einlassen muss ich mich – auf die Formationen von Felsen, die Fjorde, auf die Wucht der Wasser, die Ruhe und das Aufgebrachtsein gleichermaßen, auf die Bräuche und Rituale der Norweger, auf Jahreszeiten, auf deren Wetter, deren Lichter, die Wiesen, den Schnee, die Gletscher, die Serpentinen, die Tunnel, die Baumgrenze, auf Trolle, mystische Wesen. Und auf die Wirkung der Kombination aus allem – und nicht zuletzt auf die Begegnung mit den Menschen. Wenn ich welche antreffe. 🙂
Freue mich auf das nächste Jahr. Ich werde insgesamt 65 Tage lang an Norwegens Westküste entlang- wasserseitig – unterwegs sein. 2020: I´ll do it Norway. 🙂

Highly recommended. Eine liebevolle Regiearbeit. Eine beeindruckende Dokumentation verschiedener ( auch menschlicher) Krisen. Ein Film, für den Mensch ins dunkle Kino MUSS!!!!!!!!!!!!



Für Klaus. Du bleibst. Deine Stille füllt den Raum. Doch Dein Platz bleibt immer leer.

Gedicht von Mario de Andrade (San Paolo 1893-1945) Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler.
Einer der Gründer der brasilianischen Moderne.
________________________
*Meine Seele hat es eilig.*
Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.
Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst sie mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, begann es, sie wirklich zu genießen.
Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.
Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen , die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.
Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süssigkeiten in der Packung.
Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind.
Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.
Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen.
Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.
Es ist das, was das Leben lebenswert macht.
Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren.
Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.
Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.
Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.
Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.“
Danke an MEG.
In den Kommentaren zu Megs Post kam die Überlegung auf, einen anderen Terminus als den der „Eile“ zu finden. Ich für mich formulierte es wohl so: „Meine Seele drängt es“


Das lässt sich wunderbar auf einem Kreuzfahrtschiff üben!!!
Es geht das Gerücht, dass es seit 2010 den 13. Oktober als Tag gibt, an dem Menschen feiern, wenn ihnen was missglückt, sie an etwas gescheitert, sie eine Dummheit begangen haben, ihnen ein Missgechick passiert ist. Nein, nicht das Missgeschick ansich wird gefeiert – sondern die Lehre, die es für das Leben gebracht hat. 🙂 Großartige Idee in unseren leistungsorientierten Zeiten. 🙂


Ich machte so gerne lieben Freunden Mut, wenigstens Brücken zu sich selbst zu bauen. Ich habe da auf jeden Fall gute Erfahrungen mit gemacht. 🙂
To whom it may concern. 🙂

Zweifel erlaube ich mir. Immer wieder. Solange sie mich ermutigen und inspirieren. Und ich nehme sie als Indikator – und frage mich dann: Um was geht es eigentlich? 🙂 Manchmal denke ich zu viel – und bringe mich wiederholt an meine Grenzen. Erfahrungswert: Es geht immer weiter. Vorwärts. Vorteil des Älterwerdens: Ich erkenne es relativ schnell und schmunzele mitunter darüber.
Solche Momente gibt es halt. Und sie gehen vorbei.
