Wo auch immer ich bin: Meist bin ich Ausländerin. Meist bin ich Gast. Doch NIE bin ich einfach NUR irgendwo. #gedankenzumreisen
Drei Tage unterwegs. In NRW. Diesem Bundesland, das einst durch die Briten entstand – und dessen „marriage“ zweier Gegenden am letzten Wochenende ausgiebig in D`dorf gefeiert wurde. Erst als ich am Freitag Mittag diese Stadt zu verlassen versuchte, vernahm ich, dass sie ein paar Stunden später im Kern gesperrt werden sollte. Partyzone haben sie daraus gemacht. Es war so heiß und so voll auf den Straßen, dass ich mich auf die Landstraße verzogen habe. Ich mag sie ja, diese Gegend, in der um diese Zeit geerntet, geeggt, transportiert wird. Alles sieht so ordentlich aus, so reif, schon bunt. Die ersten Bäume verfärben sich, Sonnenblumen zum Selberpflücken haben Hochkonjunktur. Kartoffeln und Zwiebeln hätte ich schon selbst lesen können. Die zwei Stunden jedenfalls, die ich für die 33 km gebraucht habe, sind wie im Fluge vergangen. 🙂 Ich habe ab da für das Wochenende Nachtfahrten gewählt, um von A nach B zu kommen. Geht wunderbar. Was ich nicht leiden kann: LED und Halogenscheinwerfer an Autos. Vor allem, wenn sie die nicht richtig justiert haben. Doch bin ich heile und gut angekommen. Es waren auch um Mitternacht in Hamburg nur noch 28 Grad.
Ein letztes Mal.für diese Reise fahrend in den Morgen. Viene ist das nächste Ziel. Wenn auch nur zum Start eines Ausflugs nach Lyon. Ich werde an Bord bleiben. Genießen, was an den Ufern an Altem und Neuem sich zeigt. Weinberge, Mischwälder, Hausboote, Vögel, Häuser.
Packen steht auch an, gedanklich wie real. Jetut geht es doch wieder ganz so schnell. Wasser von oben habevichbin den letuten zwei Wochen nur abbekommen, wenn wir durch Schleusen gefshren sind. Sehr dankbar für solche Chancen, feine Begegnungen, neue (Er)Kenntnisse, so viel Vitamin D bereite ich mich mal auf den Sommer im Norden unseres Landes vor. Icb bin auf alles gefasst.
Die Brücke hat eine außerordentliche Geschichte. Wieso mich das bislang nicht erreicht hatte, kann ich nicht sagen. Was Forschungen da hervorgebracht und Rechenkünstler zusammengreimt, was Meister des Digitalen für Modelle geschaffen und Kuratoren arrangiert haben, ist unfassbar spannend. Chapeau! Habe dort gerne meine letzten neunzig Minuten in Avignon verbracht.
Das Zentrum der Stadt wie leer gefegt. In der Basilika habe ich Menschen gefunden. Sie feuerten gerade Maria bei ihrer Fahrt gen Himmel an. Unermüdlich – singender, betender und lauschender Weise. Vor der Kirche hockte eine Gruppe Pfadfinder und studierten Karten. Mitten zwischen ihnen: Ein junger Mann mit Down- Syndrom. Selbstverständlich.
… kann wirklich was. Immer anders sieht er aus. Und mich rührt er, der Fluss und der Anblick dessen, durch das er fließt. Demut ist ein richtiges Wort dafür. Dankbar bin ich. Sehr.