Gute Nacht

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Die Nacht verschluckt uns nicht. Sie lässt uns stolpern.
Sorbisches Sprichwort

An den erwachsenen Leser

hände clark
An den erwachsenen Leser
Ihr sagt: „Der Umgang mit Kindern ermüdet uns.“ Ihr habt recht.
Ihr sagt: „Denn wir müssen zu ihrer Begriffswelt heruntersteigen. Hinuntersteigen, uns herabneigen, beugen, kleiner machen.“ Ihr irrt Euch.
Nicht das ermüdet uns. Sondern, dass wir zu ihren Gefühlen emporklimmen müssen. Emporklimmen, uns ausstrecken, auf Zehenspitzen stellen, hinlangen.
Um nicht zu verletzen.
Janusz Korczak
1878-1942

 

 

Hundred Miles

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„Wenn mich jemand oder etwas zwingt, Abstand zu wahren, habe ich den Trost, dass sie, er oder es ihn gleichfalls wahrt.“ 🙂
  nach Jonathan Swift

Mut unterm Hut

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„Ich habe niemals dran gezweifelt, dass wir das überstehen. Augen zu und durch – wir kriegen das hin!“ U. Lindenberg

 

Habe mir endlich den Film von und über Udo Lindenberg gegönnt. Ein vergleichsweise leiser Film, der mir einen tiefen Blick in seine Entwicklung gönnt. In die Umgebung, die Seele der Eltern, der Begleiter und Begleiterinnen. Ich weiß von ihm schon soooooo lange, bin Fan seit „Hoch im Norden“, kann die meisten seiner Lieder mitsingen, mitunter auch auswendig. Und das tue ich auch, wenn ich mit meiner Jugendfreundin am Tresen sitze und wir als Krönung tiefer Gespräche die Musik auspacken – und mitträllern. Wie früher, sagten jetzt vielleicht andere. Bei uns heißt das eher: wie immer. 🙂 Danke Udo. Ja! Wir kriegen das hin.

 

Die liebe Zeit

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„Die Würde, die in der Bewegung eines Eisberges liegt, beruht darauf, dass nur ein Achtel von ihm über dem Wasser ist.“
Ernest Hemingway

Tanz der Magnetnadel

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„Nicht alle Wege führen zum Ziel.
Und wenn man erst einmal auf der anderen Seite des Globus angekommen ist,
kann man wenigstens sicher sein, dass man auf dem richtigen Weg ist.
Wer diese Gewissheit auf dem Herzen trägt, der bleibt kühl, wenn auch
die Magnetnadel des Lebens ab und zu tanzt.“
Roald Amundsen, 1872-1928, norwegischer Polarforscher

So oft habe ich selten geweint, weil mir der Anblick dieser majestätischen und besonderen Fels- und Eisformationen das Herz aufgerissen hat. Völlig egal ist es der Natur, wie gut wir das aushalten können. 🙂 Wunderbar. Sehnsucht rührt das „Ensemble“. Vor allem, weil dort das Licht so anders scheint.

Frozen

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„Ein jeder hat seine eigne Art, glücklich zu sein, und niemand darf verlangen, dass man es in der seinigen sein soll.“
Heinrich von Kleist

Unerwartet. Unglaublich. Ungeplant.

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Einer lieben Freundin habe ich sie zu verdanken. Meine erste Reise in die Antarktis. Meinen Flirt mit Vulkan und Nebel, Hurricane und Pinguin, Seelöwe und Wal, Albatros und spanischem Forscher. Und mit Schlaf, Ruhe, netzfreier Zone, bestem Essen, Seekrankheit, Rundumversorgung und gehaltvollen Begegnungen, Spaß, gutem Wein und Zeit für mich.

Ich weiß gar nicht, wie ich dafür danken soll. Doch die Zeit wird kommen. Da bin ich mir sicher. Allen, die das möglich gemacht haben, danke ich von Herzen. Die, die mich haben fahren lassen, obwohl Wichtiges zu erledigen gewesen wäre, die mich vertreten, die den Flug möglich gemacht, die es mir gegönnt, mich auf dem Weg hin oder zurück beherbergt, mich auf dem Laufenden gehalten und sich mit mir gefreut haben.

Sie haben dafür gesorgt, dass ich das neue Jahr gesünder, ausgeschlafener, heiterer und unbelasteter starten kann, als das in vielen Jahren zuvor möglich war.  DANKE!!!!

 

 

Nur für einen Tag

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we can be heroes just for one day. we can be us….   david bowie

So, jetzt aber!

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„Dies ist das Glück des Nomaden: Wer unterwegs ist, der verwurzelt sich mit jedem neuen Schritt. Er hat seinen Platz immer dort, wo er sich gerade befindet. Er frischt die Liebe auf, indem er sich bewegt.“
Drukpa Rinpoche

Zusätzlichen Raum und mehr Zeit will ich schaffen, um die Gefühle zu den Ereignissen der letzten Jahre zu würdigen, bevor ich sie in meinem Herzen einschließe. Endlich mir Zeit nehmen: Zu heilen, was zu heilen geht; zu trauern, wen und was es zu betrauern gibt; auszuruhen von dem, was mich so viel Kraft gekostet hat.

Ich  habe schon einige Vorboten der Wirkung solcher Räume und Zeiten kosten dürfen in den letzten zwei Wochen! So darf es weitergehen.

Positive Überraschungen – dafür hatte ich schon Platz gemacht. Wie? Indem ich einfach keine Pläne mehr gemacht habe für die Zeit bs zum Jahresende. Und völlig unerwartete und berührende Begegnungen und Einladungen, Ereignisse, Bescheide und Geschenke  sind mir zuteil geworden. Von und mit Freunden, Ämtern, Verwandten.

Dankbar beginne ich das neue Jahr. Mit einer Reise. Sehr spontan. Sehr aufregend. Sehr Urlaub. Einfach nur weg.

Euch wünsche ich Kraft und Neugier, nützliche Fragen an das Leben. Freunde, an die Ihr Euch wenden könnt, warum auch immer. Gute Literatur und schöne Bilder. Beweglichkeit und Gesundheit, Mut und Liebe. Zeit für das, was wichtig ist. Vielleicht sogar wichtiger als das, was Ihr gerade wichtig findet. Riskiert was. Singt. Sprecht miteinander. Tragt bei und mit – nicht nach.

 

In diesem Sinne: Ein gutes und gesundes und aufregendes neues Jahr 2020.

 

 

 

Sendeschluss für 2019

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(c) kriegundfreitag

Ich sage DANKE für 2019! Für alle und alles.

Wir lesen, hören und sehen uns in 2020! Kommt gut rüber!  🙂

https://youtu.be/bDaqc-P6eBA

 

Zwischen den Meeren

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Hier schweigt man gegen den Wind

Wörter feiern

weihnachten 2019

Friedfertige Weihnachten!

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„Ich habe immer gedacht, dass viele Probleme auf der Welt gelöst wären, wenn ein Raumschiff ankäme, und jeder mit einem Kopf und zwei Armen und zwei Beinen wäre dann dein Bruder! Es wäre egal, wo sie herkommen oder was sie glauben oder so. Das könnte gut für uns sein.“ Sigourney Weaver
„I’ve always thought that a lot of the problems in the world would be solved if a spaceship did arrive, then anyone with one head and two arms and two legs would be your brother! It wouldn’t matter where they were from or what they believed or anything. It might be good for us.“ Sigourney Weaver

Extra Mile

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Wie ein neues Leben
Und wenn die Nacht kommt
und der Rückblick zeigt,
dass alles Stückwerk war
und vieles ungetan geblieben ist,
was man vorhatte,
wenn so manches
tiefe Beschämung oder Reue weckt:
 dann alles nehmen,
 wie es ist,
es dem Leben überlassen.
So wird man ruhen können,
wirklich ruhen
und den neuen Tag
wie ein neues Leben beginnen.
Edith Stein

 

Geduld

vierter advent

 

Fluch

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„Wir müssen der nächsten Generation von Kindern vom ersten Tag an beibringen, dass sie für ihr Leben verantwortlich sind. Das größte Geschenk der Menschheit, auch ihr größter Fluch, ist die freie Wahl. Wir können unsere Entscheidungen aus Liebe oder aus Angst treffen.“ Elisabeth Kübler-Ross

 

Ein Wachmacher :-)

Müde

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„Alles in der Welt endet durch Zufall und Ermüdung.“
Heinrich Heine

Verdauen

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„Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.“ Winston Churchill

Haben wir vergessen,…

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… wer wir sind?

https://youtu.be/TyiuHa9m2d8

Bevor Du gehst

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Bevor du gehst

Bevor wir dich in deine neue Heimat geben
lass deinen Segen hier für das
was war und ist und einmal wird

Bevor wir dich in mütterliche Erde legen
und Engel dich zum Himmel heben
– an eine Hölle glaub ich nicht –
lass deine Liebe bleiben
für uns und mich und alle hier

Bevor du gehst berühr
mich einmal noch im Traum
denn ich muss sehn
ob es dir gut ergeht
dein Lächeln lebt

Bevor du gehst wohin dir niemand folgt
nimm all die Schätze mit
auf deine leise Reise

Was dir und mir als Glück erschien
das hebe auf, bewahre
bis wir uns wiedersehen
irgendwo und ganz gewiss

Catrina E. Schneider

 

Winterlicht

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https://youtu.be/KtBbyglq37E

Horizont

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„Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.“
Albert Schweitzer

Von Zeit zu Zeit

 

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„Von Zeit zu Zeit begegnen wir der Wahrheit, ohne ihr gewachsen zu sein.“  Manfred J.

Danke für alles!

Lebenszeit

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Brüder Grimm
Kinder- und Hausmärchen, große Ausgabe, Band 2, 1857

Die Lebenszeit

Als Gott die Welt geschaffen hatte und allen Creaturen ihre Lebenszeit bestimmen wollte, kam der Esel und fragte ‚Herr, wie lange soll ich leben?‘ ‚Dreißig Jahre,‘ antwortete Gott, ‚ist dir das recht?‘ ‚Ach Herr,‘ erwiederte der Esel, ‚das ist eine lange Zeit. Bedenke mein mühseliges Dasein: von Morgen bis in die Nacht schwere Lasten tragen, Kornsäcke in die Mühle schleppen, damit andere das Brot essen, mit nichts als mit Schlägen und Fußtritten ermuntert und auf gefrischt zu werden! erlaß mir einen Theil der langen Zeit.‘ Da erbarmte sich Gott und schenkte ihm achtzehn Jahre. Der Esel gieng getröstet weg und der Hund erschien. ‚Wie lange willst du leben?‘ sprach Gott zu ihm, ‚dem Esel sind dreißig Jahre zu viel, du aber wirst damit zufrieden sein.‘ ‚Herr,‘ antwortete der Hund, ‚ist das dein Wille? bedenke was ich laufen muß, das halten meine Füße so lange nicht aus; und habe ich erst die Stimme zum Bellen verloren und die Zähne zum Beißen, was bleibt mir übrig als aus einer Ecke in die andere zu laufen und zu knurren?‘ Gott sah daß er recht hatte und erließ ihm zwölf Jahre. Darauf kam der Affe. ‚Du willst wohl gerne dreißig Jahre leben?‘ sprach der Herr zu ihm, ‚du brauchst nicht zu arbeiten, wie der Esel und der Hund, und bist immer guter Dinge.‘ ‚Ach Herr,‘ antwortete er, ‚das sieht so aus, ist aber anders. Wenns Hirsenbrei regnet, habe ich keinen Löffel. Ich soll immer lustige Streiche machen, Gesichter schneiden damit die Leute lachen, und wenn sie mir einen Apfel reichen und ich beiße hinein, so ist er sauer. Wie oft steckt die Traurigkeit hinter dem Spaß! Dreißig Jahre halte ich das nicht aus.‘ Gott war gnädig und schenkte ihm zehn Jahre.
Endlich erschien der Mensch, war freudig, gesund und frisch und bat Gott ihm seine Zeit zu bestimmen. ‚Dreißig Jahre sollst du leben,‘ sprach der Herr, ‚ist dir das genug?‘ ‚Welch eine kurze Zeit!‘ rief der Mensch, ‚wenn ich mein Haus gebaut habe, und das Feuer auf meinem eigenen Herde brennt: wenn ich Bäume gepflanzt habe, die blühen und Früchte tragen, und ich meines Lebens froh zu werden gedenke, so soll ich sterben! o Herr, verlängere meine Zeit.‘ ‚Ich will dir die achtzehn Jahre des Esels zulegen‘ sagte Gott. ‚Das ist nicht genug‘ erwiederte der Mensch. ‚Du sollst auch die zwölf Jahre des Hundes haben.‘ ‚Immer noch zu wenig.‘ ‚Wohlan,‘ sagte Gott, ich will dir noch die zehn Jahre des Affen geben, aber mehr erhältst du nicht.‘ Der Mensch gieng fort, war aber nicht zufrieden gestellt.
Also lebt der Mensch siebenzig Jahr. Die ersten dreißig sind seine menschlichen Jahre, die gehen schnell dahin; da ist er gesund heiter, arbeitet mit Lust und freut sich seines Daseins. Hierauf folgen die achtzehn Jahre des Esels, da wird ihm eine Last nach der andern aufgelegt: er muß das Korn tragen, das andere nährt, und Schläge und Tritte sind der Lohn seiner treuen Dienste. Dann kommen die zwölf Jahre des Hundes, da liegt er in den Ecken, knurrt und hat keine Zähne mehr zum Beißen. Und wenn diese Zeit vorüber ist, so machen die zehn Jahre des Affen den Beschluß. Da ist der Mensch schwachköpfig und närrisch, treibt alberne Dinge und wird ein Spott der Kinder.

Jacob Grimm (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859)

Wie sie es wohl heute schrieben? Dieses  Märchen? Die Gebrüder Grimm?

I still cry sometimes…

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„Wahrheit ist eine Fackel, die durch den Nebel leuchtet, ohne ihn zu vertreiben.“ – Claude Adrien Helvétius, Über den Geist

 

Sag was

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„Die Menschheit ist ein Buch, das immer wieder von neuem aufgelegt wird, ohne die Aussicht, jemals ein Bestseller zu werden.“
William Faulkner

Nothing

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„Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt!“
Albert Einstein

Bring back

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