Könnt Ihr diesen Beitrag bitte teilen? Herzlichen Dank!
————————————————————————
Erinnert sich noch jemand an die Einführung der Pflegeversicherung? `92 oder so? Mich erinnert dieses Pflegestärkungsgeetz III an diese Zeiten. Da kamen nämlich die sogenannten“Geistig Behinderten“ GAR NICHT vor. Wir haben uns die demütigenden Einschätzungen der Gutachter (Ärzte vom medizinischen Dienst wohlgemerkt) reinziehen müssen. Sprüche wie: „Wie, der kann doch alleine essen, kann sich allein eine Hose anziehen, kann gehen. Was Sie hier machen ist keine Pflege, das ist Unterhaltung!“ Damals haben wir unendliche Widersprüche formuliert, geklagt – um wenigstens die Einschätzungen aus der HIlfe zur Pflege zu wahren. Ich darf mir das nicht wirklich vorstellen. Das ist so lange her. DA war ich noch jung, kraftvoll und einen Tacken aggressiver als jetzt. Wer hilft uns, gegen dieses Pflegestärkungsgesetz III anzugehen? Danke!!!! #TeilhabeStattAusgrenzung
Dieses Konzert ist der Beweis gewesen: Es gibt Bands und Musiker, die live um Welten besser sind als die Konservenversion ihres Schaffens. Es klingt noch so wunderbar nach. Ich bin sehr froh, dass ich zur rechten Zeit am rechten Ort war.
Es fühlt sich an, als habe ich alles richtig gemacht. Eine störungsfreie Fahrt nach Leipzig, ein spannendes Fußballspiel, ein ausgelassenes und herzerwärmendes Konzert, zwei Stunden am Gleis mit historischen Zügen des Leipziger Bahnhofs, die erste Etappe des Heimwegs im Tiefschlaf … und jetzt zum Sonnenaufgang auf ein erstes warmes Getränk am ZOB in Berlin. Noch klingen die Lieder. Meine Stimme ist arg strapaziert. Mehr klangvoll gegrölt als gesungen haben wir – durchgehend. Drei Stunden immerhin. 😉
Es ist ein Kuriosum. Vor allem Deutschland und Frankreich können historisch als die Länder betrachtet werden, die sich bei der Organisation der bürgerlichen Gesellschaft in hohem Maße verdient gemacht haben. Während die Revolution im Wesentlichen und mit Wucht in Frankreich zuhause war, konnten die Deutschen damit weniger anfangen. Dafür taten sie, besonders in Preußen das, […]
In Frankreich gibt es keine Schulpflicht, keine Anwesenheit in Schulgebäuden. Eltern werden dort weder verwarnt noch bestraft, wenn sie ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Vielleicht ist das der Grund, warum es so anmutende außerschulische Orte gibt, an denen Jungen und Mädchen sich messen und so gemeinsam lernen – unweigerlich.
Leidenschaft pur am Samstag Nachmittag
„Diese ganze monströse Maschine ist Jahr für Jahr in Tätigkeit, um den Willen zu zerstören, die Energie zu vermahlen udn die Lebenskraft des Kindes in Rauch aufgehen zu lssen. Um der Zukunft willen wird gering geachtet, was es heute erfreut, traurig macht, in Erstaunen versetzt, ärgert und interessiert. Für dieses Morgen, das es weder versteht, noch zu verstehen braucht, betrügt man es um viele Lebensjahre.“ * (Janusz Korczak) 1995
* (Janusz Korczak) 1995, Wie man ein Kind lieben soll 11. Auflage, Göttingen S. 45
….gefunden in einem äußert empfehlenswerten Buch zur inklusiven Lernkultur von André Frank Zimpel Einander helfen. Vandenhoek &Ruprecht
„Wer viel hat, dem wird gegeben; wer wenig hat, dem wird genommen. Fairer als dieses Matthäus Prinzip ist im Bildungssystem das Normalisierungsprinzip: Starke helfen Schwachen. Gibt es einen dritten Weg? JA. Den Hyperzyklus: Allen wird geholfen, alle helfen. Der Nobelpreisträger Manfred Eigen untersuchte ihn in Computersimulationen: Rot fördert Grün, Grün dafür Gelb, Gelb wieder Rot, etc.
Aber: Wird Hilfsbereitschaft nicht häufig ausgenutzt? Inklusive Lernkultur in der Praxis zeigt: Helfen stärkt die Helfenden in ihrem Selbstwertgefühl, Hilfen beim Lernen zu verkraften, kostet dagegen Kraft, manchmal mehr als das Helfen selbst.“
Auch wenn André Frank Zimpel sich aus der Sicht des „Förderschwerpunktes Geistige Entwicklung“ dem Thema nähert, ist die aufmerksame Lektüre eine Einladung, die eigene Haltung zu Lernen, Helfen, Lehren zu reflektieren, zu be – oder überdenken. Das eine oder andere AHA – Erlebnis inklusive.
Ich frage mich, wieso die Lektüre von André Frank Zimpel nicht eh Pflichtlektüre für ALLE Helfer und das gesamte dienende und bestimmende Bildungs- und Erziehungspersonal ist.