Mein 2021

Ich habe viele Wochen daran gearbeitet, einen aufschlussreichen Rückblick zu verfassen. Irgendwann war es so viel, dass ich mich gefragt habe, ob ich das von jemandem anderes lesen wollte: Ich läse das nicht. 🙂 Zu viel habe ich erlebt, durchgestanden, hinterfragt, hingenommen, dazugewonnen, (kennen) gelernt, verloren. Alles von „Was ist das denn für ein Scheiß? Braucht doch kein Mensch!“ bis „Wow. DAS hätte ich mir nicht mal zu erträumen gewagt. :-)“

Ich habe entschieden, es kurz zu machen. 🙂

Ich danke von Herzen meiner Familie, meinen Liebsten und den Menschen, die in diesem Jahr (mitunter auch wieder) mit mir, an mir, neben mir waren und sind. Von nah und fern.

Denen, die geblieben sind. Denen, die dazu gekommen sind.

Inspirierend, haltend, schützend, stärkend, tragend, erheiternd, bewegend seid Ihr. Sogar heilsam. 🙂 Gefühlt hätte ich dieses vergangene Jahr ohne Euch nicht so gut geschafft. Ich fühle mich reich beschenkt. In vielerlei Hinsicht.

Mein Jahresmotto 2022: YOU LEARN! – Andere Wege haben auch schöne Steine.

Möget Ihr Euch gut im neuen Jahr einfinden, wie auch immer Ihr da hinkommt! Möge es Euch reich machen an all dem, was Ihr gerne hättet. Und stark für das, mit dem Ihr nicht rechnet.

Hoffnung der anderen Art

„Unter den Lebenden aber werden wir uns nicht Lehrer aussuchen, die ihre Worte hastig hervorsprudeln, Gemeinplätze von sich geben und kleine Zirkel um sich bilden, sondern solche, die durch ihr Leben lehren, die, wenn sie gesagt haben, was man tun soll, auch mit der Tat die Echtheit ihres Wollens beweisen, die lehren, was man meiden soll und niemals bei Handlungen, die sie für verwerflich erklärt haben, zu ertappen sind.“
Lucius Annaeus Seneca

Ich war sehr nachdenklich in den letzten Tagen. Na gut: Nicht nur in den letzten Tagen. Ich bin es eigentlich immer. Tauben sitzen oberhalb der Wolke in der Spitze der entblätterten Birke. Durch den Nebel ist schon blauer Himmel sichtbar. Und ein paar weiße kleine Wolken. Der Einladung zu einem Spaziergang bin ich gefolgt und erfrischt zurück an meinem Schreibtisch.

Die Arbeitswelt fühlt sich für mich gerade ein bisschen so an, als säße ich in der Economy-Class eines Billigfliegers, Mittelsitz einer Dreierreihe, der Gast vor mir hat die Lehne nach hinten gestellt und der hinter mir rammt mir seine Knie in den Rücken. Und ich bekomme nicht mal den kleinen Tisch ausgeklappt, um etwas darauf abzustellen. Ich hoffe, dass es kein „Langstreckenflug“ ist. 🙂

Ich lausche:

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