Gute Aussichten – es geht auch ohne!!!

Seit Tagen schon klingt eine Erklärung meiner Vaters mir in den Ohren:

„Du kannst Dich nicht selbst entschuldigen. Du kannst um Entschuldigung bitten. Und hoffen, dass man sie dir gewährt!“

Es heißt also: „Entschuldige bitte!“ Oder besser noch: „Verzeihen Sie mir bitte!“

Ich hab keine Lust mehr auf Wulffs, Merkels, Röslers….

Es gibt so viel Schönes – gerade nachmittags zwischen Vier und Fünf…..

 

um halb fünf über malente

 

HERR WULFF!!! AUFWACHEN!!!

Reclam Hefte bergen wahre Schätze.
Ich bleibe mal bei Erich Kästner!
Mitternacht im Winter am Bahnhof


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Sozusagen in der Fremde

„Er saß in der großen Stadt Berlin

an einem kleinen Tisch.

Die Stadt war groß, auch ohne ihn.

Er war nicht nötig, wie es schien.

Und rund um ihn war Plüsch.

Die Leute saßen zum Greifen nah,

und er war doch allein.

Und in dem Spiegel, in den er sah,

saßen sie alle noch einmal da,

als müsse das so sein.

Der Saal war blass vor lauter Licht.

Es roch nach Parfüm und Gebäck.

Er blickte ernst von Gesicht zu Gesicht.

Was er da sah, gefiel ihm nicht.

Er schaute traurig weg.

Er strich das weiße Tischtuch glatt

und blickte in das Glas.

Fast hatte er das Leben satt.

Was sollte er in dieser Stadt,

in der er einsam saß?

Da stand er, in der Stadt Berlin,

und vor dem kleinen Tisch.

Keiner der Menschen kannte ihn.

Da fing er an, den Hut zu ziehen!

Not macht erfinderisch.“

(1932)

Erich Kästner

Kannte Erich Kästner etwa unseren momentanen Bundespräsidenten? 🙂