Istauchnichtimmerschön

Ganz SIMPEL.

Ich hätte den ganzen Film über heulen können, bei jeder Freude, Wut, Verzweiflung, jeder Suche, jedem Verstehen, jeder Verstrickung, jeder Umarmung, jeder Rückversicherung, jeder Liebeserklärung, jeder Zugewandheit, jeder Ablehnung, jedem Unverstädnis,jeder Ein – und auch Absicht, jeder Träne.

Eun wunderbarer Film, die Schauspieler grandios -besonders amüsant: Annette Frier – spielt mal eben `ne Nutte. „Mit Titten, die waren nicht billig.“ Und Monsieur Hase Hase….  wie mich das erinnert! Und das Abhauen, und die Hilfe von den zufälligen Bekannten beim Suchen. Und die gemeinsame Freude beim Wiederfinden. Und das „Beting“   „Hallo Herr Tesus. Sag Mama…..“

Wenn jemand mal wissen möchte, wie sich das anfühlt, einzige(r) direkte(r) Verwandte(r) eines sogenannten geistig behinderten Menschen zu sein, wie arg man sich verrennen und verstricken kann – in sich selbst, in der Liebe, mit anderen – und was für Arschlöcher Väter sein können: Unbedingt anschauen!

 

Die Zuschauer waren offensichtlich vorwiegend Pädagogen, Sozialarbeiter oder Angehörige. DEN Film aber sollten sich auch andere ansehen als die, die beruflich damit zu tun haben.

So liebenswert, so grausam, so heiter, so gefährlich, so grenzwertig, so herzlich.

Have fun!  🙂

Simpel (2017)

 

Noch suche ich nach der Filmmusik.

 

Verdächtige Freiheiten oder frei verdächtigt…

FREIHEIT – welch ein Wort in den letzten Wochen, Monaten, Jahren.

Ich habe noch nie geglaubt, dass es eine Freiheit VON Einflüssen gibt. Doch habe ich mein Leben lang dafür gekämpft, frei FÜR etwas Neues oder Besonderes sein zu können.  Trotz oder wegen aller (un)bewussten Risiken, die ich dafür eingegangen bin, vermute ich, ist mir dabei mehr Gutes widerfahren, als ich je hätte wünschen können. Unvorstellbares ist mir zuteil geworden – in vielerlei Hinsicht.

Wenn ich mir allerdings die staatlich oder wirtschaftlich verordnete Neugier vor Augen führe, der ich mich ausliefere, wenn ich meine Bankgeschäfte, meine Einkäufe ( auch ohne Netz) und meine Korrespondenz, meine internationale Kommunikation erledige… ——-

Ich mag gerade das gerade gar nicht ausweiten. Ich könnte es eh nicht besser formulieren, als ich ich in den letzten Tagen besonders gut  und auf den Punkt gebracht von Ranga Yogheshwar gelesen und gehört habe. 

DUCK YOUMir stellt sich erneut die Frage, wer sich diese Art von Beobachtung der Nutzung von Menschen empfundener Freiräume ausgedacht hat. Wahrscheinlich waren es Männer, die mit  Fortschritt Macht erlangen wollten. So wie m.E. auch, diesem Motiv geschuldet, ein Großteil der Umweltzerstörung auf ihre Kappe geht. Heute jedoch beschränkte ich das nicht mehr auf Männer. Wenn ich unserer Kanzlerin lausche, mischte sie im Wettbewerb um die „Datensammlerei“ auch sehr gerne, am liebsten ganz vorn, mit. #märchenstunde #pressekonferenz

Kennt Ihr den Film „Kitchen Stories“(2003). Lange als Comedy geschätzt, kommen mir heute seltsame Assoziationen:

In diesem Werk werden klare Regeln für die „Beobachtung menschlichen Verhaltens zum Zwecke der Erhebung notwendiger Daten“ aufgeführt.

„The Scientific Rules of Survival          Wissenschaftliche Regeln des Überlebens
1. Build trust with your subject             1. Bau Vertrauen zu Deinem Protagonisten auf
2. Collect Data unobtrusively                 2. Sammle die Daten unauffällig
3. Observe without interference            3. Beobachte ohne zu stören
4. Never become friends                       4. Werdet nie Freunde

Der englischsprachige Trailer

Der etwas andere deutschsprachige:

Daran halten sich beauftragte Datensammler offensichtlich bis heute.

Wer hat schon Zeit?

Manche lassen sich gefühlt ewig Zeit. Andere behaupten, sie hätten keine, und manchmal kostet etwas dieselbe. Mitunter weiß ich, wie andere die Zeit nutzen. Das schafft mir dann welche. Ich schenke mir ab und zu von dem wertvollen Gut, indem ich mir Zeit nehme. 🙂

und er saß auch noch genau unter dieser uhr  #kayrayinakuyeri  (c) uk2012
Akuyeri (c) uk 2012

Nach 17 Tagen  auf der AIDAcara  durch den Norden von Kiel nach Spitzbergen und zurück:  Gefühlt raste erst nach der Hälfte die Zeit – die auf dem Schiff. Fast durchgehend war es hell – vor allem oberhalb des Polarkreises. Gespickt war sie mit besonderen Aus- und Ansichten. Eine  Erkenntnis ist besonders hängen geblieben, bunt und besinnlich dargeboten von Kay Ray.

http://youtu.be/bTe7Rrfvwbo

NUR DIE ZEIT HAT ZEIT!

Zeit geht wohl auch noch ins Land, bevor wir ihn bei Markus Lanz sehen können.

Merkenswert:   Am 25.07.12  wird es soweit sein. Rock  den Lanz, Kay Ray!