Ready for take off! Die roten Schuhe ziehe ich gleich aus , die Beine haben reichlich Platz. Wish me luck for a safe trip. NYS – seeya soon! #nys #united #learn #grow
„Denn wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann:
In den lärmenden dampfdunstigen Hafenstädten werden die großen Schiffe stöhnend verstummen und wie titanische Mammutkadaver wasserleichig träge gegen die toten vereinsamten Kaimauern schwanken, algen-, tang- und muschelüberwest den früher so schimmernden dröhnenden Leib, friedhöflich fischfaulig duftend, mürbe, siech, gestorben –
die Straßenbahnen werden wie sinnlose glanzlose glasäugige Käfige blöde verbeult und abgeblättert neben den verwirrten Stahlskeletten der Drähte und Gleise liegen, hinter morschen dachdurchlöcherten Schuppen, in verlorenen kraterzerrissenen Straßen –
eine schlammgraue dickbreiige bleierne Stille wird sich heranwälzen, gefräßig, wachsend, wird anwachsen in den Schulen und Universitäten und Schauspielhäusern, auf Sport- und Kinderspielplätzen, grausig und gierig, unaufhaltsam – der sonnige saftige Wein wird an den verfallenen Hängen verfaulen, der Reis wird in der verdorrten Erde vertrocknen, die Kartoffel wird auf den brachliegenden Äckern erfrieren und die Kühe werden ihre totsteifen Beine wie umgekippte Melkschemel in den Himmel strecken –
in den Instituten werden die genialen Erfindungen der großen Ärzte sauer werden, verrotten, pilzig verschimmeln –
in den Küchen, Kammern und Kellern, in den Kühlhäusern und Speichern werden die letzten Säcke Mehl, die letzten Gläser Erdbeeren, Kürbis und Kirschsaft verkommen – das Brot unter den umgestürzten Tischen und auf zersplitterten Tellern wird grün werden und die ausgelaufene Butter wird stinken wie Schmierseife, das Korn auf den Feldern wird neben verrosteten Pflügen hingesunken sein wie ein erschlagenes Heer und die qualmenden Ziegelschornsteine, die Essen und die Schlote der stampfenden Fabriken werden, vom ewigen Gras zugedeckt, zerbröckeln — zerbröckeln — zerbröckeln —
dann wird der letzte Mensch, mit zerfetzten Gedärmen und verpesteter Lunge, antwortlos und einsam unter der giftig glühenden Sonne und unter wankenden Gestirnen umherirren, einsam zwischen den unübersehbaren Massengräbern und den kalten Götzen der gigantischen betonklotzigen verödeten Städte, der letzte Mensch, dürr, wahnsinnig, lästernd, klagend – und seine furchtbare Klage: WARUM? wird ungehört in der Steppe verrinnen, durch die geborstenen Ruinen wehen, versickern im Schutt der Kirchen, gegen Hochbunker klatschen, in Blutlachen fallen, ungehört, antwortlos, letzter Tierschrei des letzten Tieres Mensch – all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht, vielleicht heute Nacht schon, vielleicht heute Nacht, wenn – wenn – wenn ihr nicht NEIN sagt.“
zitiert aus: Wolfgang Borchert, Das Gesamtwerk, Rowohlt 1986, Seite 318 ff
„Es ist schon so: Die Fragen sind es, aus denen entsteht, was bleibt.“ Erich Kästner
Mitten in der Woche. „Das Internet schüttelt den Kopf!“ höre ich gerade im Morgenmagazin. Über das Dreifarbengrau draußen wohl kaum. Über die FIFA wird gescherzt, geschimpft, gehöhnt. Wer wohl in Sachen „Fußball- WM Qatar“ welche Fragen wann an wen gestellt hat und wer welche zu welchem Zweck besser weggelassen hat… wäre vielleicht gut zu wissen… änderte aber nichts an der Wirkung. Gerade mal geschaut, ob der Baum vor meinem Fenster vielleicht schon ein paar Knopsen hat. Ich sollte geduldiger sein. #kopfschüttel ##freakshow#human
Meine Güte, war und ist das alles aufregend. Seit gestern hat Nzinga einen neuen Pass. Der bescheinigt ihr, dass sie in einer Sicherheitskontrolle am Flughafen immer piepen wird, wenn sie durch diese fahren oder laufen muss. Sie hat eine Menge Metall im Bein.
Als ich die Entlassungspapiere bekam, habe ich sie nur kurz überflogen. Es gab so viel zu bedenken und zu organisieren für den kommenden Montag. Sicher stellen musste ich nur, dass alle notwendigen Verordnungen zusammen sind, die zukünftigen Ärzte Bescheid wissen, was sie wo, wie und bis wann tun dürfen, können, sollen, müssen. Da die meisten stationären Rehaeinrichtungen über Weihnachten geschlossen haben, fiel die Wahl auf eine ambulante Reha. Ab Montag wird sie dort wochentäglich für drei Stunden behandelt und gefordert sein.
Letzte Minuten in der Lobby des Diakonie Klinikums, HH (c) Ute Schlemmer
Nachdem ich Nzinga und ihre Mutter samt Rollstuhl, Krücken, Gepäck und guten Wünschen bei der Gastfamilie abgeliefert hatte, habe ich mir gestern Abend die Zeit genommen, den OP – Bericht in Ruhe zu lesen. Alles, was noch kurz zuvor an Problemen entdeckt worden war – und schon allein hätte zur Amputaion führen können- war kein sooo großes Poblem. Doch waren sie offensichtlich konfrontiert mit welchen, mit denen sie gar nicht gerechnet hatten. Ohne ins Detail gehen zu müssen, kann ich nur sagen: Ich verneige mich vor dem Team rund um Prof. Dr. Bruns und bin NOCH glücklicher als je zuvor, dass Nzingas Bein noch da ist. Demut ist das einzige Wort, was mir dazu einfällt.
Noch bevor sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, haben sie die „Staples“ entfernt. Ich musste immer schmunzeln, wenn das Wort fiel, weil ich umgehend an Büromaterial dachte. 🙂 Die Schwestern, Pfleger, Ärzte und Physiotherapeuten, MTAs und RAs haben ihr Bestes gegeben – in allen Schichten. Einen herzlichen Dank auch an sie. Mehr als mit Kalorien in verschiedenen Darreichungsformen konnte ich sie auch nicht erfreuen. Als ich fragte, wie lange denn so eine große Dose Haribo Konfekt halte, lachte eine Schwester laut: Fünf Minuten. Ungefähr.
Zwei der rund 50 Klammern habe ich mir geben lassen. Nur mal so, als Erinnerung. Unfassbar, wie in so kurzer Zeit eine solch kapitale Wunde verheilen kann. Nzinga ist jung, kräftig, ansonsten gesund und offensichtlich sehr widerstandsfähig. Nun müssen Gefäße und Muskeln und Bänder und Gewebe aller Art wieder heilen – innen drin. Ihr Kreislauf wird wieder in Schwung kommen, und in spätestens vier Wochen darf sie ihr Bein mit dem neuen Innen“leben“ schon ein wenig belasten. Bis dahin wird sie wahrscheinlich gut trainierte Oberarme und Schultern haben. Krücken und Rollstuhl erforden nun mal den Einsatz dieser Muskeln. „Kontaktsport“ wird wohl so schnell nicht wieder möglich sein, sagt sie. Ein bisschen wehmütig klang das schon.
Nzingas „e-classroom“
Bis dahin kann sie aber eine Menge Denksport treiben. Das College, an dem sie ihren Bachelor macht, hat nämlich „e-classrooms“. Sie war nicht davon befreit, einen Teil ihrer Prüfungen während der Zeit im Krankenhaus und der Reha zu erarbeiten, schreiben und abzusenden. Nicht alle Hochschullehrer hatten sich darauf eingelassen, die anstehenden Prüfungen im Vorfeld erledigen zu lassen. Langeweile wird sie nicht haben, denke ich.
Mutter Akilah wird am Montag wieder nach Trinidad reisen. Dort warten auf sie ihr Projekt und der Rest der großen Familie sehnsüchtig. Nzinga wird zwar jetzt auf die physische Anwesenheit ihrer Mutter verzichten müssen, aber virtuell ( und spirituell sowieso) werden sie verbunden bleiben. Nzinga wird ja bis Schulbeginn am 20. Januar auch wieder daheim sein. Nun beginnt die Zeit, in der sie vielleicht noch mal Schnee erlebt, Weihnachten das erste Mal fern der Heimat feiern und das neue Jahr erstmalig in ihrem Leben in Deutschland starten wird. Sechs Stunden früher als in Trinidad. Heimweh hat sie, keine Frage. Hätte ich wahrscheinlich auch.
Samstag Nachmittag:
Ein Treffen in großer Runde: Hamburger mit Herz e.V, Gorden Isler und Anja Werner, Jörn und Sabine (Vater und Mutter der Gastfamilie), Nzinga, Akilah und auch meine Wenigkeit haben sich nach den aufregenden ersten dreieinhalb Wochen in Hamburg für eine Bestandsaufnahme getroffen, um zu resümmieren und auch zu checken, was für die kommenden Wochen notwendig ist. Es gab – wie immer – viele Fragen, auf die es NOCH keine Antwort gibt. Sicher aber auf die meisten am Montagmorgen, wenn Aufnahmeuntersuchung und Therapieplanung fertig sind.
Zwischendurch möchte ich den Hamburger(n) mit Herz e.V (Gorden, Anja, Beate, Maik) und der Gastfamilie (Sabine, Jörn und ihre Kinder) sowie allen Interessierten, Spendern und Spenderinnen danken, dass dieses Wunder möglich ist. Ohne Euch wäre gar nichts gegangen und ginge das auch jetzt nicht. Ich danke allen, die speziell mir in der Zeit zur Seite gestanden haben, geholfen, gesprochen, auch auf mich verzichtet, mich vermisst haben. JA, die hat es auch gegeben. 🙂
Das ist noch immer eine ausgesprochen aufregende Zeit, die schon begonnen hat, bevor wir als „Hamburger mit Herz e.V.“ dieses „Projekt: Nzinga kämpft um ihr Bein und gegen den Krebs“ übernommen haben.
Möge für Nzinga alles so gut weiter gehen. Es ist und bleibt für mich etwas ganz Besonderes, Teil DIESER unglaublichen Geschichte zu sein.
Bis ganz bald, Ihr Lieben. Sobald es etwas Berichtenswertes gibt, werdet Ihr es hier sehen und lesen. Versprochen..
Kolbe & Illenberger habe ich live gesehen im Onkel Pö`s. Damals bin ich noch einige hundert Kilometer gefahren, um mir das Erlebnis zu gönnen. Heute schmausen in der ehemaligen Musikkneipe Menschen „italienisches“ Essen 🙂
Und ich wohne inzwischen um die Ecke. Unfassbar, wie lange das her ist 🙂 Die LP habe ich sogar auch noch. 🙂
Und alles war wieder da, nachdem ich die ersten Töne gehört habe.
Schön ist die Frau, die kämpft – gefunden in Buenos Aires
Ich kann kein Spanisch. Als ich aber (damals) dieses „Bild“ an der Wand einer Kirche in Buenos Aires fand, musste ich das fotografieren. Erst, als ich die Übersetzung bekam, wusste ich um das „MUSS“ Gefühl. 🙂
Ja, hier kämpfen gerade eine Menge Frauen gemeinsam mit den Männern: um Geduld, um Gesundheit, um Chancen, um Kraft, um Geld, um Segen, um Glück. – und das alles mit Liebe und Freundschaft, offenen und klaren Worten, Wissen und Können, Durchhaltevermögen, Weitsicht und Übersicht, mit bester Absicht, Umsicht, Offenheit, Spenden, Umarmungen, Handreich(ung)en, Fragen, Antworten: Jede und jeder auf seine Weise.
a loooong day with a lot of news and challenges!
Gestern am späten Abend nach dem langen Tag fühlte ich mich überfordert: Ich postete bei Facebook:
„Wenn ich jetzt hier so allein hocke, und die Stille so laut schreit, wird mir klar: Es ist furchtbar real. Neben der Hoffnung die Unsicherheiten, neben dem Vertrauen die Anspannung, neben allem Fortschritt die Herausforderungen, ja, neben allem Optimismus auch die Angst. Wir haben heute beim Abendessen gemeinsam gebetet.“
Eine Freundin erinnerte mich via eines Kommentars an Dietrich Bonhoeffers “ Von guten Nächten wunderbar geborgen“. Und dann waren sie wieder alle da, die Erinnerungen an meine Wurzeln. Als Pfarrerskind habe ich das nicht nur einmal in meinem Leben vorgesungen bekommen oder es mit Chor oder Gemeinde gemeinsam gesungen. Und ich erinnere mich gerne an die Zuversicht und das Gefühl der Zu(sammen)gehörigkeit. DAS trägt.
Du bist schon gut behütet! schoss es mir durch den Kopf…. „Wenn von unserer Seite aus getan ist, was wir wussten und konnten, dürfen wir loslassen und wissen, dass Bonhoeffers Trost, von dem er in „Von guten Mächten“ schreibt, auch heute noch real ist.“ schreibt Mirjam. Ja, Mirjam: Danke. Alles ist da.
In Trinidad hat die Katholische Gemeinde eine spezielle Gebetszeit für Nzinga ausgerufen.
Schon bei den Vorbereitungen für die Voruntersuchungen stellte sich heraus: Die Herausforderungen sind komplexer als geahnt. Nzinga ist in den besten Händen. Das ist auch gut so, denn auch die Ergebnisse der Voruntersuchungen haben ein paar neue Hürden ergeben.
Das Krankenhaus hat für Nzinga eine junge Frau engagiert, die ihre Begleiterin sein wird durch die Wochen, die sie dort sein wird. Svenja absolviert gerade ihren Bundesfreiwilligendienst und freut sich. Auf Facebook sind sie schon verbunden. Sie spricht sehr gut Englisch – und sie haben schon miteinander verabredet, dass Nzinga mit ihr Deutsch lernen und Svenja ihr Englisch noch verbessern will. Vielleicht geht das auch – mal – ohne Tablet. (Ich bin halt eine doofe Erwachsene, die mitunter auch das analoge Gespräch bevorzugt. 🙂 ) Wobei die wichtigste Info gestern war: es gibt WIFI for free in der Klinik für stationäre Patienten.
Am Dienstag morgen ist es soweit: Sie wird im Krankenhaus aufgenommen. Mittwoch wird die OP sein.
Das Einzige was ich noch tun kann: Den Spendenfluss am Laufen halten, Menschen informieren, wenn ich nicht gerade mit Nzinga und Akilah (unterwegs) bin. Sie ruhen sich von den Strapazen der Reise und der zwei ersten Tage Klinikambulanzentour aus – und bereiten sich nun innerlich und äußerlich auf die OP vor. Sie wohnen bei einer wunderbaren Gastfamilie mit Blick in den Wald. „I feel like home!“ sagte Nzingas Mutter Akilah heute zu mir.
Dank an die vielen Hamburger mit Herz (e.V.) ( auch die virtuellen :-)), die gerade aktiv sind, laut und leise – um das alles möglich zu machen.
Wenn Ihr mögt, teilt bitte weiter den Link für das Spendenkonto. Es sind noch 6 % offen! 94 &% der bisherigen Bedarfe sind gedeckt. Erst nach der OP werden wissen, ob es reicht. Eins ist jetzt schon klar: Wir werden mehr Geld brauchen für Deutschland. In Trinidad kümmern sie sich um die Spenden für die Zeit nach Nzingas Rückkehr. Auch da werden sie so viel brauchen wie wir hier. Wen auch nicht mehr für die OP: Aber für die Physiotherapie, Medikamente, Reha, Renovierung der 300 Stufen, etc.
UNFASSBAR! Danke an alle, die bis dato mit angeschoben, am Laufen gehalten, gezaubert, gesprochen, gepostet, geteilt, berichtet, gespendet, gesungen, geredet, gefragt, empfohlen, hinter den Kulissen an Fäden gezogen, verzichtet, versorgt, organsiert, geplant, gespart, was auch immer haben!
Ab jetzt können alle, die wollen, noch Teil des Gelingens werden!!!!
Inzwischen brauchen wir, um die 26.000 € zu bekommen, „nur“ noch 7500 €
Ihr habt lange nichts „Neues“ von mir gehört, gelesen. Das hatte einen Grund.
Seit Anfang September bin ich damit befasst, für eine junge Frau aus Trinidad Hilfe zu finden. Sie hat Knochenkrebs am Oberschenkel und kann jetzt in Deutschland beinerhaltend operiert werden.
Inzwischen bin ich Botschafterin für Hamburger mit Herz e.V. und als ehrenamtliche Projektleiterin zuständg für Nzinga. Wir sammeln jetzt das notwendige Geld für die anstehenden Kosten.
Seit heute ist das Spendenkonto bei betterplace.org freigeschaltet.
Nzinga lebt in Trinidad. Sie wird am 3. November 21 Jahre alt.
Vor zwei Jahren wurde bei ihr ein „Osteosarkom“ am Oberschenkel diagnostiziert. Im Januar und Februar 2013 wurde sie mit einer Chemo behandelt. Seither ist viel Zeit ins Land gegangen. Im Juli 2014 kam es dann zu einer weiteren Untersuchung. Ihr wurde gesagt, das Bein müsse amputiert werden und sei nicht zu retten. In Hamburg hat sich ein Krankenhaus mit ihrem Fall befasst und für die deutschen Ärzte steht fest: das Bein kann erhalten werden.
Beatrice Thorne, eine deutsche Krankengymnastin, die in Trinidad lebt, stellte Kontakte nach Deutschland her. Dr. Caroline Grant vom Family Medical Centre in Port-of-Spain hat dann dafür gesorgt, dass alle für eine Diagnostik notwendigen Daten nach Deutschland kommen. Dropbox ließ grüßen! 🙂
Nun kämpfen alle gemeinsam mit Nzinga, ihrer Schwester Kemi und Mutter Akilah, um Spendengelder, gestalten Flugblätter und Plakate und organisieren Benefizveranstaltungen für Nzinga. Über die Frauen dieser Familie werde ich später noch mal berichten.
Nzingas Mutter, Akilah Jaramogi, habe ich vor drei Jahren in Port of Spain, Trinidad kennengelernt, und sie in ihrer Funktion als ehrenamtliche Direktorin der Umweltstiftung FACRP interviewt. Über Facebook blieben wir in Kontakt – und in diesem Sommer kam ihr Ruf aus Trinidad, ob ich helfen könne, einen Chirurgen zu finden, der das Bein und auch das Leben ihrer Tochter Nzinga retten kann. So machte ich mich mit Hilfe meines Netzwerkes auf die Suche nach den entsprechenden Spezialisten, Geld und anderen Helfern. In Trinidad sammeln sie, wir tun es hier. Helfen Sie bitte, Nzingas Bein und Leben zu retten.
Was wir bisher erreicht haben, und was wir noch brauchen, beschreibt Nzinga selbst in ihrem Aufruf.
(…) Ich bin Nzinga Jaramogi, 21 Jahre alt, studiere im zweiten Jahr Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (OHS) an der COSTAATT in Trinidad. Im November 2012 wurde bei mir ein Periosteal Osteosarkom diagnostiziert. Das ist ein maligner Tumor, der rund um den unteren Bereich meines rechten Oberschenkelknochens gewachsen ist. Eine Chemotherapie 2013 konnte ihm keinen Einhalt gebieten. Während man mir in Trinidad inzwischen nur noch mit der Amputation des Beines oberhalb des Tumors helfen kann, bekommen wir jetzt Hamburg eine Chance: Professor Dr. Bruns aus Hamburg möchte versuchen, den Tumor beinerhaltend zu entfernen und eine Tumor-Endoprothese zu implantieren. Mithilfe eines Kreises von Freunden versuchen wir nun die voraussichtlichen Kosten von mehr als 25tausend Euro zu „fundraisen“ – um mein Leben und mein Bein zu retten. Dann hätte ich die Chance, zielstrebig meinen Bachelor Abschluss zu verfolgen und ein Profi im Feld „Occupational Health and Safety“ zu werden.
Ich bin neben dem Studium auch noch aktiv in der NGO „Fondes Amandes Community Reforestation Project“. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit
Ich bin dankbar für die Freundschaft mit Ulla Keienburg von Hamburger mit Herz e.V. Sie gibt mir Hoffnung,
Eure Nzinga
Bitte spenden Sie! Helfen Sie mir, mein Leben und mein Bein zu retten!
Ich bin für jeden Betrag sehr dankbar! (….)
Seit heute ist das Spendenkonto bei betterplace.org freigeschaltet.
BITTE TEILT DIESEN BEITRAG IN EUREN NETZWERKEN! JEDER EURO HILFT! DIE ZEIT RENNT! DANKE!
Kemi, Nzingas Schwester, hat soeben den Song gepostet, der Zingy und sie alle durch die erste Krankenhauszeit gebracht hat.
Dazu schrieb sie:
„This song got Zingy through Chemo in 2012-2013
Awesome vid, the team at St. James medical was very generous. Thanks to all our friends and family who visited our in all the hospitals, POS Gen, Grande, Mt. Hope, St. Clair, West Shore, Princess Elisabeth and our Family Doctor, Dr. Grant who was most instrumental is raising the alarm that it was indeed cancer, while we thought she had a „swollen joints – water in the knee“. Was a long process of consultancy, we’re now on the next leg of the battle, Limb Salvage surgery. This will be done in Germany – Thanks to all our German friends and family who has been very instrumental in making this a speedy process. Special thanks to Bea, Ulla and the hard working team in Germany who are preparing for Zingy’s arrival. Much to be thankful for. (…) Thanks from the Jaramogi family.(…)“
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Ein herzliches Dankeschön schon mal an alle, die bisher OFFLINE mir zugehört, mir Tipps gegeben, mich getröstet, mir Mut gemacht, Fragen stellten, die ich mir noch gestellt hatte, an das Gelingen geglaubt, den Aufruf geteilt haben oder noch teilen werden und mir wie auch immer weiter geholfen haben. Wem immer noch was einfällt…… 🙂
Es ist nicht ganz so einfach wieder daheim zu landen. Leichter gemacht haben es mir die Überraschungen, die ich überall fand.
Im Kühlschrank eine Kiste mit süßen, salzigen und minzigen Köstlichkeiten, auf der Ablage im Flur ein wohl sortierter Stapel Post, der Nachbar gab mit ein Päckchen. Eine Pensonärin aus meinem Fotokurs auf dem Fluss bedankte sich mit zwei Gläsern selbstgeimkertem Honig dafür, dass sie mit ihrem Handy wieder fotografieren konnte. Ich hatte nicht aufgegeben, den Fehler zu finden – und ihn zu guter Letzt auch noch behoben. Unbezahlbar, so ein Dank!
Vielen Dank an all die guten Geister in meinem Leben! 🙂
Erst heute Morgen habe ich tatsächlich registriert, dass Freitag ist und nicht schon Samstag. So viel, wie in den letzten Tagen passiert ist, hätte gefühlt die Woche schon um sein müssen. In Eile habe ich gestern Abend noch ein paar Sachen erledigt, die ich unbedingt noch am Freitag geschafft haben sollte. Zwei Ereignisse jedoch habe ich noch auf Samstag geschoben.Ich bin nicht mal hellhörig geworden, als gestern Abend KEIN „the voice kids“ lief. Ich habe das einfach so hingenommen. Als ungeübte Fernsehguckerin gestand ich mir zu, das Programm einfach nicht zu kennen. Ich könnte mich über mich selbst kaputtlachen.
Als ich dann heute Morgen erwachte, gingen mir einige Gedanken durch den Kopf, die mehr als deutlich machten, dass es noch nicht SAMSTAG sein KANN.
Und da war es: DAS Geschenk!!!!! Ein ganzer Tag mehr! Und es ist ein richtig guter Tag geworden. Richtig gut.
Jetzt ist RUHE – innen und außen.
Es gibt so viel, über was ich mich heute aufrege(n könnte). Weil mir seit ein paar Tagen so Einiges die Sprache veschlägt, man mir Worte im Text und damit deren Sinn verdreht hat, Wasser aus unbekannter Quelle meinen Küchenboden aufquellen ließ (während ich nicht da war), Briefe an Behörden geschickt, (angeblich) nicht ankamen, u.v.m…. Ich will Euch nicht langweilen. Eine Wirkung: Ich ging ich auf die Suche nach Videos à la „Schleusenvideo“, wie es meine Freundin Katrn so gern nennt. Und?
Ich habe was gefunden – und das beruhigt mich fast so, als hätte ich selbst hergestellt. 🙂
Zurückkommen ist diesmal schwierig.
Ein Freund aus Berlin sagte dazu nur: „Wer Talent hat, muss trinken.“ 🙂