Freundschaft(lich)

Fundstück

In der letzten Woche ist mir beim Aufräumen eine Buchhülle in die Hände gefallen. Diesen Einband habe ich viele Jahre genutzt – und bei einer der Umräumaktionen ist sie mir abhandengekommen. Die Buchhülle. Nicht die Freundschaft. 🙂

Immer noch liebe ich dieses Gedicht von Eva Strittmatter. Es mag alt sein – aber es ist aktuell. Für mich so wertvoll wie immer, seit ich es kenne. 🙂

Und ich kenne es schon lange. Sehr lange.

🙂

Freundschaft

„Freunde sind mir die, mit denen ich

Essen und trinken und reden kann.

Die mich in meiner Küche kennen,

Und denen ich sage: Komm setz dich ran.

(Keine Probleme und Komplikationen:

Wie füttert man den? Ist der Schnaps gut genug?)

Mit denen ich gemeinsam in den Jahren

Meine und ihre Lasten abtrug:

Krankheit der Kinder und Weltüberdruss.

Mit denen ich die Nächte zerrede.

Und doch kommt es nie zu einem Schluss.

Das kann auch über Fernen bestehen.

Auch wenn man sich lange Zeit nicht sieht:

Halten wir nur aneinander fest,

Was immer sonst auch mit uns geschieht.

Freundschaften sind wie Abenteuer,

An die man sein ganzes Leben setzt.

Versagt man oder wird man verraten,

Hat man sich mehr als die Haut verletzt.“

Eva Strittmatter

Danke, dass ich solche Freundinnen und Freunde habe!

In diesem Sinne wünscht Euch von Herzen
eine gute Adventszeit

Der Herr Rilke und die Dinge

Ohne Licht ist alles nichts

Das Küchendrama hat ein Ende.
JETZT kann ich wieder in anderen Dingen finden!

Da fällt mir nichts mehr (zu) ein

Neues Feinsinniges ist vorübergehend nicht abrufbar!

Grund? :

kunst1
Enthülliungen – die Erste

;

kunst2
Enthüllungen – die Zweite

kunst3
Enthüllungen – die Dritte

kunst 4
Entscheidung!

WARTEN?

WARTE!

WART.

WAR!

WA?

W

….

Da fällt mir doch glatt meine „Renoviermusik“ aus früheren Zeiten an. Die lief, wenn es um die groben Arbeiten ging: Tapeten runterreißen, wegschmeißen, Wände einhauen, Fußböden rausrupfen.

 

Wünscht mir Nerven und Glück! Vielleicht könnt Ihr aus der Ferne ein wenig warme Luft schicken, damit es schneller trocknet. Danke!

Kitchen Stories – Construction Area

Offensichtlich habe ich momentan eine selektive Wahrnehmung –  ausnahmeweise mal :-). Ein Wasserschaden in meiner Küche fordert, dass sie komplett ausgebaut, der Boden erneuert,  wieder eingebaut werde – UND mich fordert das heraus.

Aus der Küche einerseits, aber auch meine Nerven sind ein wenig angegriffen. Wer braucht das wirklich?

Na gut. Mache ich halt das Beste draus.

Ich erinnere mich plötzlich an den Film „Kitchen Stories“

Ein MUSS für alle, de gute Filme aus dem Norden lieben!

Am Wochenende bzgl. dessen eher zur Untätigkeit verbannt, schalte ich am Sonntag den Fernseher ein und bekomme direkt einen Beitrag über die Geschichte der Küche serviert. arte lässt grüßen.

Design.. die Geschichte der Küche.

http://www.arte.tv/guide/de/043168-000/design?autoplay=1

Unbedingt anschauen!
Ich konnte gar nicht wegsehen.  Und hatte direkt neue Ideen für meine Küche. Mal ab davon, dass ich mich aufgerufen fühle, mich vor allem mit dem Boden zu befassen, auf dem dann alles wieder stehen soll. Wäre der in meiner Küche so gewesen, wie ich es in dem Beitrag von der ersten Einbauküchen gesehen habe, wäre er nicht angeriffen von dem Wasser, das sich aus der Leitung einen anderen als den ihm zugedachten Weg gesucht hat.
Viel wichtiger aber: Die Küche eines Ausstellungshauses in Moskau wurde 1959 sogar zum Schauplatz einer Episode des kalten Krieges. Geradezu repräsentativ für das, was bis heute läuft. Brilliant. Auch reflektieren sie in dem Beitrag die Genese unseres heutigen Ordnungssinns (in der Küche). Die rotierende Küche des Niederländers Zeger Reyers „Rotating Kitchen“ hat mich amüsiert. Als ich auf vimeo die Kommentare las, musste ich schmunzeln. Die Kritiker sind wahrscheinlich nie bei Sturm auf einem Schiff unterwegs gewesen.

 

construction area
Construction Area 🙂

Ja, und mir ist auch die Idee gekommen, dass ich mal (wieder) meine Firma „von unten“ anschauen  könnte, bevor „eine unbemerkt verrottete Basis“ mich überrascht und mich zu größeren Umbauarbeiten zwingt. Erste Schritte habe ich bereits getan. Es bleibt spannend. 🙂

Wünscht mir Glück für meine Ideen!

… oder: Das sind Freunde!

Freundschaft

„Freunde sind mir die, mit denen ich

Essen und trinken und reden kann.

Die mich in meiner Küche kennen,

Und denen ich sage: Komm setz dich ran.

(Keine Probleme und Komplikationen:

Wie füttert man den? Ist der Schnaps gut genug?)

Mit denen ich gemeinsam in den Jahren

Meine und ihre Lasten abtrug:

Krankheit der Kinder und Weltüberdruss.

Mit denen ich die Nächte zerrede.

Und doch kommt es nie zu einem Schluss.

Das kann auch über Fernen bestehen.

Auch wenn man sich lange Zeit nicht sieht:

Halten wir nur aneinander fest,

Was immer sonst auch mit uns geschieht.

Freundschaften sind wie Abenteuer,

An die man sein ganzes Leben setzt.

Versagt man oder wird man verraten,

Hat man sich mehr als die Haut verletzt.“

Eva Strittmatter

Danke, dass ich solche Freunde habe!

In diesem Sinne wünscht Euch von Herzen

eine gute Woche

Ulla

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