Most of All

Parents honoring Moments
Einer dieser Momente, in denen ich so unendlich dankbar bin für das, was ich mit und von meinen Eltern lernen konnte. So verschieden sie waren, so sehr haben sie mit einer gemeinsamen sie (auch mit anderen) verbindenden Haltung gelebt:


„….
Aber vor allem
Er lehrte mich zu verzeihen
Wie man einen kühlen Kopf bewahrt
Wie man die liebt, die einem nahe sind
Und wenn ich weit in der Ferne bin
Und wenn es hart auf hart kommt
Daran zu denken, was zurückkommt
Wenn du deine Liebe verschenkst.

Ich habe die Stimme meiner Mutter schon lange nicht mehr gehört
Aber ihre Worte fallen immer aus meinem Mund
Mein Verstand und mein Geist sind manchmal im Zwiespalt
Und sie kämpfen wie der Norden und der Süden

Aber ich sorge mich immer noch genug, um die Last zu tragen
Der Schwere, an die mein Herz gebunden ist
Sie lehrte mich, stark zu sein und auf Wiedersehen zu sagen
Und dass Liebe für immer ist
Aber vor allem
Sie lehrte mich zu kämpfen
Wie man sich über die Linie bewegt
Zwischen dem Falschen und dem Richtigen
Und wenn ich in der Dunkelheit stehe
Und wenn es hart auf hart kommt
Daran zu denken, was zurückkommt
Wenn du deine Liebe verschenkst.“


“ BrandiCarlile in „Most of all“

Ein Bild ohne Autsch

kormoran vor energie„Diese doofen Srommasten wollen Sie doch dahinter nicht lassen, oder?“ sagt ein Mann zu mir, als er mich beim Fotografieren beobachtet. Ich schaue ihn nur etwas irrtiert an. Ich finde die nämlich gar nicht doof.  🙂   So habe ich nämlich mehr Geschichte im Bild und eher die implizite Aufforderung, zu fragen. Den „Stolperer“ vielleicht. Das ist natürlich nur meine Meinung. Es mag sein, dass der/die Techniker unter den Fotograf*innen das anders sehen. Mir erzählt es mehr – und ich habe kein Problem, mich an die Situation zu erinnern, wenn ich das Bild wieder ansehe.

Gestern fragte eine Kollegin im Netz, was uns das wichtigste „Kompositionsmittel“ sei, wenn wir eine Foto machen. Ganz ehrlich – wenn ich unterwegs bin, inspiriert mich die Situation.  Ich achte genau darauf, was mir den Impuls verpasst, die Kamera zu zücken. Und es gibt Situationen, die lassen sich nicht abbilden. Weder ist der Bug eines Schiffes auf dem Bild so nah zu fühlen, wie ich es erlebt habe,  und ein Foto während einer Vorbeireise kann selten die Weite und Tiefe einer Landschaft wiedergeben. Mitunter betrachte ich später Bilder und schaue, welche der „Kompositionsmittel“ – die ja auch nicht die Fotografie allein erfunden hat – ggf. dem BIld zu einem „Wow“ – Gefühl verhelfen. Dabei ist eines ganz sicher: Weniger ist mehr! Und da wir intuitiv auf Symmetrie oder Harmonie stehen, reagieren wir auch auf Linien im Bild, auf Hintergründe, Objekte, Subjekte, auf Beziehungen zwischen denselben- und  auch auf das, was zuviel ist oder was fehlt, z.B. an den Bildrändern.

Ich wage zu behaupten: Wer je begonnen, bewusst statt nur auf die Bildmitte auch auf das Geschehen am Bildrand zu achten, dem passiert kaum noch, dass Menschen Füße oder Hände oder Arme aus Versehen „amputiert“  werden oder Linien durch Kopf und Kragen wie ein Halsabschneider oder Kopfschuß wirken. (Ja, das tut weh – beim Hingucken, egal aus welcher Richtung sie kommen.)

Vielleicht kommt der Mann ja mal zum Workshop. 🙂 Who knows  🙂