Zehn Jahre

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„Man kann einem Menschen alles nehmen, bis auf eine Sache: die letzte der menschlichen Freiheiten – die eigene Haltung in jeder beliebigen Situation zu haben, seinen eigenen Weg zu wählen.“ Viktor E. Frankl

 

Heute vor zehn Jahren habe ich mich bei WordPress registriert. WP gratulierte mir bereits. Die Idee zu bloggen kam mir, nachdem ich einen Workshop bei Sam Abell gemacht hatte. Ansich hatte ich vor, mich schlau zu machen, wie ich ein Buch erstelle. Einen Ratgeber für neugierige Kreuzfahrtgäste zum Thema Urlaubsfotografie. Ein Begleitwerk zu meinen Fotoworkshops. Doch der Markt ist voll von Ratgebern. Irgendwann sagte Sam zu mir: „Ulla, I see you teaching these people. They don`t wonna read something about right or wrong in photography – they want to have YOU and YOUR attitude. So I have a title: What would Ulla say?“ Das hat lange gewirkt. Das wirkt noch immer. Die Idee mit dem Ratgeber habe ich verworfen. Mich anstelle dessen für das Bloggen entschieden. Seit drei Jahren gibt es die Fotoworkshops auf den großen Kreuzfahrtschiffen nicht mehr. Den Blog aber gibt es immer noch. Und es bereitet mir noch immer Freude. Meine Art mich zuzumuten. Habt Dank für Eure Treue und den Dialog mit Euch.

Full impact – Über die Begegnung mit Sam Abell

Inzwischen ist es schon sieben Jahre her…..

und immer noch wirksam…..img_1570klein

über Full impact – Über die Begegnung mit Sam Abell

Full impact – Über die Begegnung mit Sam Abell

Als ich heute meine Bücher für die anstehende Reise zusammen suchte, meine Kamera und Zubehör vorbereitete, fiel mein Blick wieder auf das Buch: The Life of a Photograph von Sam Abell.

Zweieinhalb Jahre ist es her, dass ich an einem Workshop teilnahm, in dem ich mehr über Fotografie lernte als je zuvor. Es waren nicht „Technik“ und „Tricks“  als vielmehr die unschlagbare Motivation und der „Inner attitude“ des Sam Abell, die mich aufrüttelten.

Als ich während des Workshops damals meine Zweifel an meinem geplanten Foto-„Ratgeber“ äußerte, meine Ängste formulierte, dass der eine oder andere Fachmann der Fotografie das nicht „richtig“ finden könne, was ich da schreibe, ging er kurz in sich.

Als Ergebnis: Der Titel des Buches könnte sein: „What would Ulla say?“ In dem Moment legte sich ein Schalter um. Ich gebe zu: Selten habe ich mich so „empowered“, so bestärkt gefühlt wie durch diese Begegnung. Ich habe zwar nie dieses Buch gemacht – doch seither blogge ich. Und ich habe mich ermutigt gefühlt, MEINEN Blick auf die Welt, Gedanken und Emotionen in den Aufnahmen sichtbar zu machen. Auf der letzten Reise sagte mir eine Teilnehmerin der Fotoworkshops, ich habe ihr „den Zahn gezogen“, perfekt sein zu müssen, technisch einwandfreie Fotos produzieren zu müssen. Sie fühle sich befreit und habe wieder Lust zu experimentieren, sei wieder bei sich angekommen. Dafür sei sie dankbar. DAS Gefühl kenne ich gut. Ebenso „befreit“ fühlte ich mich durch den Dialog mit Sam Abell. Danke dafür.

Wenn ich heute über Bildkomposition nachdenke, dann höre ich auch immer noch mal seine Stimme, seine Hinweise, erinnere seine Passion für das, was er tut.

Wenn das mal nicht das Wichtigste ist, was ein Mensch haben muss, wenn er etwas gut machen will: Leidenschaft.

Für die, die Englisch verstehen, teile ich gerne den Vortrag und auch das Interview. Beides von National Geographics produziert. Sein Buch und seinen Vortrag  finde ich persönlich brilliant. Und wer das Interview genau anhört (und mich ein wenig kennt), wird wissen, wieso es mich so (be)rührt. Viel Freude damit!

 

 

 

Es war schon mal…

…ganz schön Herbst. Als wir am Sonntag durch die Lande fuhren, wurde mir plötzlich klar, dass ich in meiner Begeisterung  für die ersten zwei Indian Summers in NYS  ganz schön viele Bilder gemacht hatte. Plante ich also, über den Herbst zu erzählen: Die könnte ich glatt zücken – wieder verwenden – zweitnutzen – wiederholen…  Und so lehnte ich mich einfach zurück und genoss.

Indian Summer

Für dieses Foto hat mir mein Lehrer Sam Abell großes Lob ausgesprochen. Das hat sich angefühlt wie ein Ritterschlag. Thanx again for that. That was one of the kicks for the next steps  .-)

Sam Abell – The Next Step

Lectures
Sam Abells besonderer Blick auf die Welt hat mich schon lange fasziniert, gerührt. Unlängst ergab sich die Möglichkeit, an einem seiner Workshops teilzunehmen. Diese Chance habe ich genutzt. Mit Erfolg! Selten habe ich so gerührt, gestärkt, erstaunt und klar die nächsten Schritte vor mir gesehen wie nach diesen zwei Tagen. Awesome! 🙂

Ich habe Sam Abell den Caspar David Friedrich der Fotografie getauft. Er arbeitet mit Schichten: Backlayer, Expression, Gesture – fotografiert meistens mit der 35 mm – Linse. Und auf seinen Bildern ist immer Leben – die Stilleben „atmen“ und seine Aufnahmen von Chaos haben „Ruhe“. Er hat Geduld!

Vielschichtigkeit und Komplexität faszinieren mich eh – und ich lauschte gern den Entstehungsgeschichten seiner Bilder. Er ist in seinen Szenen. „Involvement“ nennt er das. Er ist einfach so – involviert, präzise, herzlich, gedankenvoll, wach, aufmerksam, respektvoll.

I am deeply grateful for this experience!

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