Da gab es auch nur Tränen…

Jetzt hätte ich gern für eine Weile meine Ruhe vor Ämtern, Richtern, Beamten, Gutachtern, Amtsschimmeln, Rechtsstuten, ….  die Liste der Menschen ist lang, die ich gerade nicht über mein Leben und meine Zeit bestimmen lassen möchte.

Ich habe heute einen all- in- one Widerspruch mit anhängiger Beschwerde fertiggestellt.  Gegen diese Entscheidungen und die Vorgehen der Krankenkasse/Pflegekasse im Zuge der Überleitung von der Pflegestufe in den Pflegegrad für meinen Sohn, den ich gesetzlich vertrete. Da war alles schief gelaufen. Geschrieben habe ich daran schon länger. Und recherchiert. Und Hilfen habe ich bekommen. In Form von Anrufen, Ermutigungsmails, whatsapp Nachrichten, Korrekturlesen, mich Aushalten, wenn ich so aufgebracht und angespannt bin. Danke dafür.  🙂

Das Abstruse daran: ALLE Beteiligten auf der „ANDEREN“ der „gegnerischen“ Seite sind festangestellte Mitarbeiter irgendwelcher Lobbyvereine wie Krankenkassen, MDK, Pflegeversicherung, Gutachter, Verbände, Gerichte, Anwälte, Berater – alle bekommen Geld für die Maßnahmen, die sie betreiben, die sie beauftragen, Gesetze, die sie verabschieden, etc…. Nur die Betroffenen nicht! Die machen das entweder selbst oder ihre gesetzlichen Vertreter sind gefragt. Die Betroffenen und deren Vertreter*nnen MÜSSEN Fristen einhalten. Die Verursacher der Rechtsbrüche NICHT. Ein (Alb)Traum. Bei den Kranken- und Pflegekassen darf sich gut bezahltes, komplett ungeschultes und kenntnisfreies Volk tummeln und Textbausteine versenden, die nicht einmal rechtens sind. Unfassbar, wie viel UNKENNTNIS da herrscht um die Durchführung der Überleitungen von Pflegestufen in die Pflegegrade. Als könnten die nicht auch mal recherchieren. Und die Arbeit bleibt dann an den Betroffenen hängen. Und wir erteilen denen dann auch noch succeessive Nachhilfe in Sachen Durchführungsverordnung und Rechtslage bezgl. des Pflegestärkungsgesetzes. Empfinde ich als äußerst kritisch. Vielleicht sollte ich denen mal eine Rechnung schreiben – für die Nachhilfe.

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Wenn es außen so laut ist, helfen Klänge wie diese, um all die kleinen Dinge zu hören … und die Erinnerungen wach zu rufen an all die kleinen Dinge, die ich sehe – die in uns und um uns.

 

 

Trapped

Später mehr

 

Jetzt ist später:

 

„Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, attackiert sie, macht sie vor allen Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht – aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen…“ Joseph Pulitzer (1847-1911)

 

Auf in den Kampf gegen Krankenkassen, Pflegekassen, MDK, Respektlose, Kenntnisfreie, taktfreie Gutachter, gegen Amtsschimmel und Amtstuten, gegen Entmündiger, Unwillige,  Machtmissbraucher, Befehlsempfänger, Unreflektierte, Textbausteinversender, Unwillige, Zeiträuber, Geldverschwender, gegen Sparmaßnahmen auf Kosten der Betroffenen.

Drückt mir die Daumen, dass ich durchhalte und die richtigen Berater finde.

Sach – und Fachkenntnis vorhanden – Klarheit und  Dialogbereitschaft ebenso – eher muss ich lernen, mal richtig laut zu werden.

Nehme gern Durchhalteparolen entgegen. 🙂

 

 

Angewohnheit

treppe cluny
„Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muß sie die Treppe hinunterboxen, Stufe für Stufe.“ Mark Twain

Ob ich es noch schaffe in diesem meinem Leben, meine Reaktion auf behördliche Vorgehen zu ändern, abzuschaffen?

Ich habe heute beim Landschaftverband dezent nachgefragt, ob denn vielleicht mal eine Entscheidung gefällt worden ist in Sachen „Widerspruch“. Oh, nein, das ging nicht, weil sie so viel zu tun hatten, so viele Eilsachen abgabeitet werden müssen.

Was ich tun müsse, dass es schneller geht, fragte ich, die nun seit Dezember 2015 auf eine Entscheidung wartet. Eine Unterlassungsklage sollte ich einreichen. Und wer die wohl bezahle, frage ich. Die muss dann der LVR bezahlen.

Ich hätte NUR die Arbeit damit.

Und dann fiel da noch einer dieser Sätze, die ich einfach nur hasse. „Das ist nicht mein Job. Das ist nicht mein Ressort. Das ist nicht meine Abteilung.“

Die hocken spuckweit voneinander entfernt, wahrscheinlich auf einem Flur. Und reden nicht miteinander?

Ist das unglaublich? Die gönnen einem die Butter auf dem Brot nicht, aber nehmen in Kauf, dass sie Prozesskosten und Gerichtsverfahren zahlen müssen?

Ich kann es nicht glauben.

Vielleicht sollte ich in Zukunft auch sagen: Oh, darüber sollten Sie mit einer anderen U. Keienburg besprechen? Ich weiß nicht, was die dazu sagen wird. Und auch nicht, was die Mutter dieses Namens, die Pädagogin dieses Namens, die Beraterin, die Therapeutin, die Journalistin dieses Namens dazu sagen wird.  Versuchen Sie es doch mal, Frau Verwaltungsangestellte des Bereiches X, Frau Verwaltungsangestellte des Bereiches Y und Frau Verwaltungsangestellte des Bereiches Z.“

 

Wir sind….   ja, was eigentlich? Ich weiß es auch nicht. Eben ein „Fall“, eine „Akte“, ein „Kostenfaktor“, der durch beharrliche Demütigung und Beschränkung, Kontrolle und Gängelung ggf. ausgemerzt werden kann.

 

 

 

 

Widerspruch

asymmetrie
„Die menschliche Natur liebt nicht Widersprüche, sondern Symmetrie.“ Ralph Waldo Emerson