

Welcome to my Reality!

Endlich habe ich „Toni Erdmann“ gesehen. Ein wirklich beeindruckender Film.
Zwischen Tränen und Applaus hat es alles gegeben: Schmunzeln, Genervtsein, Fremdschämen, Schmunzeln. Lautes Gelächter habe ich vergessen.
Und so vieles, was mir aus der Seele gespielt war.
Mir war er zu kurz. 🙂
Wunderbar.
Highly recommended. Unbedingt anschauen.
Clue: Ich kauf mir jetzt ein Gebiss und eine Perücke. Und ´ne Käsereibe. 🙂

Ein guter Samstag. Spiegelglatt die Bürgersteige, glatt und nass die Straßen. Vorsicht lassen alle walten, wenn sie unterwegs sind. Es brauchte bei den Minusgraden heute schon eine Ganzkörperdrehung , um nach hinten oder zur Seite sehen zu können. Ansonsten wäre der Blick in der Kapuze gelandet. Inzwischen ist es dunkel. Ich genieße, heute nicht mit dem Auto auf die Straße zu müssen. Beruhigendes hat Platz. Schöne Stimmen. Gleichmäßiges. Heilendes. Wunderbar.

Zur Ruhe kommen – das ist eine schöne Idee und eine nützliche dazu.
Dann will ich mal. 🙂

Wie gern wär ich dabei gewesen!
I would have loved being a part of that.
Und ganz plötzlich ist das Jahr vorbei.
Auf einem meiner vielen Wege in den Norden hörte ich unlängst folgenden Satz:“Wenn Du traurig bist, hältst Du Dich mit Vergangenem auf. Ängstigst Du Dich, bist Du wohl in der Zukunft unterwegs. Wenn Du Dich einfach mal sechs Sekunden lang Deinem Atem widmest, bist Du für diesen Moment ganz frei.“
Ein – und ausgeatmet habe ich ausgiebig auf meinen Reisen des letzten Jahres.Mit den Weather Reports berichtete ich darüber via Bild und Wort. Mitunter habe ich auch die Luft angehalten, um nicht aus der Haut zu fahren. Geholfen haben in solchen Momenten Freunde, und auch bin ich darüber mit Menschen zusammengewachsen und daran zusammen gewachsen.
Ich war in den USA, und wir haben uns drei Roadtrips gegönnt. Einen durch die Nationalparks im Südwesten, den zweiten durch Washington State und Oregon und den dritten rund um den Lake Michigan. Meine Arbeit auf den Schiffen brachte mich nach Costa Rica, in die arabischen Länder, durch den neuen Suezkanal, nach Frankreich zwischen Carmaque und der Ardeche, von Hamburg nach Amerika via Island und Grönland und Kanada, und gekrönt wurden diese Reisen mit dem Trip nach Tokyo, Sapporo und Otaru – und durch schwerste Wetter bis Manila.
Rückblickend kann ich nur sagen: All die neue Luft, die anderen Kulturen, die wunderbaren Begegnungen mit neuen und bekannten Menschen, die lustigen Mietwagen, die Erkundungen, Überraschungen, Erkenntnisse, die Pflege von Freundschaften und das Verändern toxischer Verbindungen haben mir die Kraft gegeben, die Herausforderungen meines letzten Jahres zu meistern.
Z.B.: Einen Kindsvater, der ums Verrecken nicht zahlen will, Ämter, denen ich nach einem Jahr Bearbeitungszeit für einen Widerspruch nachweisen konnte, dass auch sie einen Fehler gemacht haben, Behörden und Einrichtungen, die mich für dumm verkaufen wollten, Ärzte, Krankenkassen, Verbände, Gerichte, Einrichtungen, Versicherungen aller Art, die mir eine m.E. fast unmenschliche Geduld abverlangten. Eingesehen habe ich: nur ich finde es unerträglich langsam – und demütigend. Ich lasse mich nicht durch „Arbeitszeit“ regulieren. Ich arbeite, bis ich fertig bin! Ich nehme auch nicht einfach hin, was mir so geschrieben wird. Ich akzeptiere nicht einfach Entscheidungen – ich kämpfe, bis die Umstände und Gegenheiten so sind, wie ich es für fair, gesund, rechtens, rechtlich möglich oder machbar halte. Ablehnungen sind nur eine Aufforderung zum Neuversuch. Ja, das kostet Zeit und Nerven – vor allem in einem Behördendschungel, wo die eine Stute nicht weiß, wie der Hengst in der anderen Abteilung wiehert. Aber: selbst in dem Dschungel habe ich Mitstreiterinnen gefunden. Der Ton macht halt mitunter die Musik. 🙂
Dank meiner Freunde und meiner Familie, dank verständnisvoller Kunden und Kollegen habe ich es vor allem in den letzten zwei Monaten letztlich doch geschafft, dass bis Ende des Jahres mein Sohn wieder weitgehend hergestellt und gesund und guter Dinge ist, dass ich gesund und heile bin, und dass ich bei Kräften bin, um das nächste Jahr anzugehen. Da warten dann noch ein paar Gerichtstermine, Klärungen und Veränderungen zugunsten meines Sohnes auf uns.

Und tolle Aufträge, neue Schiffsreisen, Jubiläen, Feste, Neuerungen – und für gute Überraschungen bin ich auch immer zu haben.
Ich wünsche Euch ein wunderbares Jahr 2017. Viel Kraft und gute Energie, inspirierende Begegnungen, verlässliche Beziehungen, respektvollen Umgang, humorvolle und nährende Erlebnisse, immer eine Hand am Herzen und ein Ohr, wenn ihr es braucht, oder auch tröstendes Zuhören, wenn andere das von Euch erbitten. Passt auf Euch und Eure Lieben auf – und auf das, was Euch mit Euren Lieben verbindet.
Habt Dank, Ihr Treuen, für Eure Begleitung, Eure Kommentare, Eure Fragen, Eure Geschichten, Eure Freundschaft, Eure Kunst, Eure Rezepte, Eure Inspirationen, Eure Neugier.
Ich mache gern weiter: Ich werde weiterhin Bilder machen, Worte suchen und finden, schreiben, berichten, mich und manchmal auch Euch erinnern. Denn : In mir „jubeln“ weiter: Neugier, Güte, Durchhaltevermögen, Dialog, Achtsamkeit und mein Humor und die Fähigkeit, auch aus dem, was mich ärgerlich macht oder sauer, Kraft zu schöpfen.
In diesem Sinne:

Was mir wirklich fehlt? Neue, kluge, respektvolle, warme, ehrliche, klare Worte von Roger Willemsen.

Diese Gedanken brauchen nicht nur eine Weihnachtszeit.
Vielleicht mag sich der eine oder andere über die Weihnachtstage den Luxus gönnen und eine kleine Bestandsaufnahme bezüglich seiner Freiräume wagen…
Grenzbereiche … Gedanken von Wolf Lotter in brandeins 1 2011
Eine wirksame Verteidigung der Freiheit muss (…) notwendig unbeugsam, dogmatisch und doktrinär sein …
Friedrich August von Hayek, Ökonom
Thanx to Rosella 🙂

Mein ganz persönlicher Old Man hat mir mal wieder Musik geschickt. Wenn ich den nicht hätte. 🙂 Danke!

„Schreiben ist eine köstliche Sache; nicht mehr länger man selbst zu sein, sich aber in einem Universum zu bewegen, das man selbst erschaffen hat.“
Gustave Flaubert (1821 – 1880)


„Geschrieben steht:Im Anfang war das W o r t.
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das W o r t so hoch unmöglich schätzen,
Ich muss es anders übersetzen.
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin,
Geschrieben steht: Im Anfang war der S i n n .
Bedenke wohl die erste Zeile,
Dass Deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der S i n n, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehen: Im Anfang war die K r a f t!
Doch auch, indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, dass ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh` ich Rat
und schreibe getrost: Am Anfang war die T a t!“
J.W.v.Goethe
gefunden im: Der andere Advent 2016 – 2017

Hat auch
Die Sterne
Und den
Mond
Mascha Kaléko
Die Zuversicht ist bei mir eingewachsen. Gottseidank.

Jetzt gibt es wieder Kaffee. Guten Kaffee.
Was ich momentan treibe?
Ich ändere, was ich ändern kann und nehme hin, worauf ich keinen Einfluss habe.
Ansonsten repariere ich, fahre Auto, organisiere, staune, beziehe Betten, telefoniere, versorge, friere, frage…. warte, frage weiter , warte wieder… mal sehen, was das noch gibt.
Auf jeden Fall habe ich jetzt beide Kaffeemaschinen heil an der Frau. 😉 Prost Espresso. 😉
……

Kraft macht keinen Lärm, sie ist da und wirkt.
© Albert Schweitzer




und wozu mich dieses Wunderwerk inspirierte.
Ein schöner Abstecher war das . Chicago. Die letzte Attraktion auf der Tour um den Lake Michigan. Just in dem Moment, als wir uns ins Auto setzten, um nach Grand Rapids zu fahren, fing es an zu regnen. Alles richtig gemacht! 🙂
Danke, dass Ihr wieder dabei gewesen seid.

„Bei etwas Nachdenken gibt es jeden Tag Grund zum Feiern. Auf irgendeiner Baustelle unseres Lebens ist immer Richtfest!“
© KarlHeinz Karius
Ich wünsche mir manchmal, das Leben und seine Ereignisse wären so übersichtlich wie diese Straße.
Jeder möge sich selbst ein Bild machen. Der Kurzbesuch nach Zufallsfund (lag mal eben an der Strecke entlang des Sees Richtung Chicago) hat bei mir mehr Fragen erzeugt als Antworten geliefert.Kennt oder weiss jemand von Euch mehr von ihnen?
Homepage und Wiki habe ich gelesen.
www.bahai.us
Als wir in Milwaukee ankamen, waren Grau und Wolken vom Winde verweht. So konnten wir die Achitektur genießen. Nicht zu übersehen: die Handschrift von Calatrava . Da schlug mein Herz gleich höher. Und nebenan ein Science Center.Am Wasser .Mit Leuchtturm. 🙂
Die Stadt Milwaukee. Ansich wollten wir da gar nicht hin. Da sie aber so schön im Sonnenlicht lag, Calatrava schon aus der Ferne zu erkennen war – und das Wasser einladend bewegt war – und wir einen Kaffee wollten – haben wir uns. doch in diese Stadt begeben. Doch: Chicago rief laut. Und es war angekündigt, dass die Autobahn verstopft sein wird. Die Tour auf der Küstenstraße hat mir noch ein Lighthouse eingebracht. Pünktlich zum Sonnenuntergang. Wir sich das gehört.