

Welcome to my Reality!



Rums. Knall. Sitzt.
Richtig! denke ich. Und blättere weiter in der Lektüre. Blätterte aber wieder zurück. Bin unruhig. Hat der das so gemeint, wie es da steht? Habe ich das richtig vestanden? „Erzähle nie jemandem von deinen Problemen. 20% interessiert es eh nicht und 80% sind froh, dass DU es hast.“ So habe ich es zumindest verstanden. Oder so ist die Variante, die ich aushalten kann. Sie sind froh, dass nicht sie es haben.
Oder sind die FROH, dass Du oder ich sie haben?
Das war wie eine Eintrittskarte ins Kopfkino:
Wer gehört alles zu den 80%?
Wer könnte es gut finden, dass ich das Problem oder DU die Probleme hast und nicht er oder sie?
Wer vedient an den Problemen anderer?
Oder an deren (scheinbarer) Lösung oder Linderung?
Wer kann sich wie damit fühlen?
Was ist rechtens?
Was fühlt sich richtig, was falsch an?
Was nützlich oder nicht zu gebrauchen?
Lässt sich das verstehen, erklären?
Und lässt sich das aushalten? Und wenn, dann wie?
Nicht, dass ich mir nicht solche Fragen schon zuvor gestellt hätte.
Habt Ihr Ideen?



Wer hat sich nur uns Menschen ausgedacht?



Aus der Rubrik: Lange nicht gehört 🙂

Lange nicht gehört. 🙂
Ich kann mich nicht erinnern, dass mich je die Leseprobe eines wissenschaftlichen Buches soooooo gerührt hätte. Mal ab von den Ergebnissen seiner Studie wählt Andre Frank Zimpel die respektvollsten, menschlichsten Äußerungen, die ich je zu dem Phänomen Trisomie 21 und seinen Wirkungen auf Menschen und unsere Gesellschaft im deutschsprachigen Raum gelesen habe. Bisher. Ich freue mich auf das Buch wie auf eine Schachtel bester Pralinen. Ein Geschenk. Freue mich jetzt schon, es rezensieren zu dürfen. Habe mich bei dem Gedanken erwischt: „Siehste! Sag ich doch!“ .-)
Das fand ich heute bei der Lernwelt von Peter Schipek: Vielen Dank dafür!
Was wir von Menschen mit Down-Syndrom lernen können
2000 Personen und ihre neuropsychologischen Befunde
Mit Beiträgen von Alfred Christoph Röhm, Kim Lena Hurtig-Bohn,
Torben Rieckmann und Angela Kalmutzke.
Menschen mit Trisomie 21 erschließen sich Dinge anders als Menschen
ohne diese genetische Abweichung. Sie neigen verstärkt dazu, von Einzelheiten abzusehen. Sie sind deshalb auf geeignete Abstraktionen (Buchstaben, Gebärden, mathematische Symbole usw.) mehr angewiesen als andere Personen. Der anschauungsgebundene, kleinschrittige und Abstraktionen vermeidende Unterricht an Förderschulen trägt diesen neuropsychologischen Besonderheiten nur wenig Rechnung und wirkt eher kontraproduktiv. Gleiches gilt für die vorhandenen Lehr- und Lernmethoden, die solche Aufmerksamkeits-besonderheiten bislang nur unzureichend berücksichtigen. Sie müssen überdacht werden, um weiter auszubauen, was bisher nur in Aufsehen erregenden Einzelfällen gelingt: normale Ausbildungsgänge für Menschen mit Trisomie 21 bis hin zum Universitätsabschluss.
André Frank Zimpel fasst auf Basis einer groß angelegten Studie mit 1294 Teilnehmern zusammen, was heute als gesicherter Befund gelten kann und welche Konsequenzen unser Bildungssystem daraus zu ziehen hat.

Noch vor Weihnachten hatte ich das Vergnügen, Bodo Wartke in Hamburg live zu erleben. Ja, und bei dieser Frage: „Was, wenn doch?“ wurde mir wieder mal warm um Hirn und Herz. Und wenn es doch geht? Wie oft habe ich dafür Risiken in Kauf genommen! Und wie oft hat es geklappt! Ich bin sehr dankbar, dass ich immer wieder das „Geht doch!“ erlebe. 🙂 Stay mutig!


Gestern Mittag flogen wir bei 20°C in LA ab – kamen bei minus 20°C in Albany, NY an. Um Mitternacht. DAS war hart – und kalt.
Ich danke Euch für Eure Begleitung. Noch wirkt es geradzu surreal, dass ich an all den Orten gewesen sein soll. Doch weiß ich Eines. Es war eine der schönsten und lustigsten Reisen, die ich so ganz privat unternommen habe. Ich liebe es einfach, nur ein paar Eckpunkte zu haben. Und aus den dazwischen liegenden Freiheiten zu wählen. 🙂
Nun muss ich mich an den Schnee in Kombi mit grauem Himmel gewöhnen. Das ist der erste graue, der auch nach Abzug des Morgennebels in den letzten acht Tagen zu bleiben droht.
Hier ist heute Feiertag. Irgendwas feiern sie bzgl. vergangener und amtierender Präsidenten. Ein „day off“, wie sie es nennen. Oder „holiday“. Auf jeden Fall ein stressfreier Tag. 🙂
Danke an Euch noch mal!

Wir können über das Lernen sagen, was wir wollen. Kinder haben Vorbilder – und diese Vorbilder haben sich ihres Einflusses bewusst zu sein oder zu werden. Vorbilder sind nicht nur Eminem und Merkel – das sind Eltern, an – oder abwesend, das sind Erwachsene, die bestenfalls verhandlungsfähig und respektvoll, bindungsfähig – resp. willig sind, neugierig und friedfertig. Das sind aber auch die Unglücklichen, die Erfolgreichen, die Gestrandeten, die Abgehobenen, die Unehrlichen, die Kreativen, die Überforderten, die Fröhlichen, die Geächteten, die Kämpferinnen, die Gierigen, die Schul(d)zuweiser, die Gütigen, die Defektfinder, die Friedlichen. die Frustrierten, die Regisseure fremder Leben, die Singenden, die Bedenkenträger, die Zutrauenden, die Mutigen, die Lebensfrohen, etc….
VORBILDER BILDEN!!!
Was für ein Tag! Gestern. Mein Geburtstag. Ich danke Euch sehr für die Grüße und Glückwünsche auf allen Kanälen. Für Musik, Gedichte, Gedanken, Bilder, Bio Konfetti, Fotos, Blumen. etc. Via Snailmail, Hugs, Treffen zum Tee, auf Sweet Potatoe Fries, via Facebook, Linked In, Xing, Telefon, SMS, Telegram, Whatsapp Skype. Whatever you sent. Thanx for that. Lucky me!

Wir haben uns gestern Häuser angesehen, die zum Verkauf stehen. Es regnete. Der Makler hatte uns auf einen Coffee to Go aus dem Drive In eingeladen. Den nahmen wir in seinem Wagen zu uns, während wir das erste Haus ansteuerten. Offroad hätte man den Weg zum Anwesen besser beschrieben. Muss ja nichts Schlechtes sein. „Brauchen wir dann doch einen Jeep?“ quakte eine Ente von der Rückbank des Wagens. (Für Insider :-)) Das Haus erreicht schien klar, warum im Netz keine Bilder des Innenlebens dieses Schrotthaufens zu sehen waren. Wenn es drinnen nur annähernd so aussah wie auf dem Grundstück, sollten wir schon mal unseren Humor anknipsen. Die Treppe defekt., der Eingang nicht gesichert. Kum war die Tür geöffnet, schlug uns eine ätzender Schimmelgeruch entgegen. Der Fußboden war aufgerissen, keine Scheibe war heile. Die Küchenschränke verdreckt, als habe jemand Biomüll zerkleinert und ihn auf den Türen und Flächen verteilt. Mir fiel eine Textzeile aus dem Song P.C. von den Kastrierten Philosophen ein. „Schimmel kriecht wie das Böse hinterm Bett hervor. Habe ein kleines Kind und flüchte vor pittoresker Schäbigkeit zu einer Heizung, sauberen Betten und James Bond Fluren. Man hörte keinen Laut, wenn hier jemand abgemurkst würde.“ Als hätte ich eine Ahnung gehabt. Den Keller wollten wir inspizieren, nach dem Heizungssystem schauen. Und das erste, was wir finden: Ein toter Waschbär. Frisch verstorben. Stank noch nicht mal. Ein Drittel des Kellers war eine Müllhalde. Mich schauderte es schon gewaltig. Der Begriff „Leiche im Keller“ bekam gerade ein gänzlich neues Bild. Selten habe ich einen Makler erlebt, dem etwas soooo peinlich war. „Be happy it`s us and not anyone else!“ Die meisten hätten ihn wohl gelyncht und neben dem Waschbären platziert. Nach dem ersten Ekel und Schrecken haben wir uns königlich amüsiert. Wem sonst sollte so etwas passieren. Another weird story in the life of a giraffe and a duck. 🙂
Wir haben noch drei weitere Häuser gesehen. Doch alle fünf Minuten lachte mindestens eine(r) von uns oder schüttelte den Kopf. Und jedeR wusste über was. The day of the dead racoon.
Ich lache gerade schon wieder.
DEN Geburtstag werde ich so schnell nicht vergessen. 🙂
Seither summe ich die den Refrain von Rocky Racoon. Immer wieder.

Thanks to Mike M. for this link.

Klingt ein wenig wie die soziologische Variante von: „Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!“ 🙂