Note to myself: Dummheit ist gefährlich!

Das hätte ich nicht vergessen dürfen! Vielleicht war es auch nur verdrängt! JETZT merke ich mir das wieder!

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Dietrich Bonhoeffer
Von der Dummheit

Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch – und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseitegeschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen. Niemals werden wir mehr versuchen, den Dummen durch Gründe zu überzeugen; es ist sinnlos und gefährlich. Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen. Soviel ist sicher, daß sie nicht wesentlich ein intellektueller, sondern ein menschlicher Defekt ist. Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. Diese Entdeckung machen wir zu unserer Überraschung anläßlich bestimmter Situationen. Dabei gewinnt man weniger den Eindruck, daß die Dummheit ein angeborener Defekt ist, als daß unter bestimmten Umständen die Menschen dumm gemacht werden, bzw. sich dumm machen lassen. Wir beobachten weiterhin, daß abgeschlossen und einsam lebende Menschen diesen Defekt seltener zeigen als zur Gesellung neigende oder verurteilte Menschen und Menschengruppen. So scheint die Dummheit vielleicht weniger ein psychologisches als ein soziologisches Problem zu sein. Sie ist eine besondere Form der Einwirkung geschichtlicher Umstände auf den Menschen, eine psychologische Begleiterscheinung bestimmter äußerer Verhältnisse. Bei genauerem Zusehen zeigt sich, daß jede starke äußere Machtentfaltung, sei sie politischer oder religiöser Art, einen großen Teil der Menschen mit Dummheit schlägt. Ja, es hat den Anschein, als sei das geradezu ein soziologisch-psychologisches Gesetz. Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen. Der Vorgang ist dabei nicht der, daß bestimmte – also etwa intellektuelle – Anlagen des Menschen plötzlich verkümmern oder ausfallen, sondern daß unter dem überwältigenden Eindruck der Machtentfaltung dem Menschen seine innere Selbständigkeit geraubt wird und daß dieser nun – mehr oder weniger unbewußt – darauf verzichtet, zu den sich ergebenden Lebenslagen ein eigenes Verhalten zu finden. Daß der Dumme oft bockig ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß er nicht selbständig ist. Man spürt es geradezu im Gespräch mit ihm, daß man es gar nicht mit ihm selbst, mit ihm persönlich, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagworten, Parolen etc. zu tun hat. Er ist in einem Banne, er ist verblendet, er ist in seinem eigenen Wesen mißbraucht, mißhandelt. So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen. Hier liegt die Gefahr eines diabolischen Mißbrauchs. Dadurch werden Menschen für immer zugrunde gerichtet werden können. Aber es ist gerade hier auch ganz deutlich, daß nicht ein Akt der Belehrung, sondern allein ein Akt der Befreiung die Dummheit überwinden könnte. Dabei wird man sich damit abfinden müssen, daß eine echte innere Befreiung in den allermeisten Fällen erst möglich wird, nachdem die äußere Befreiung vorangegangen ist; bis dahin werden wir auf alle Versuche, den Dummen zu überzeugen, verzichten müssen. In dieser Sachlage wird es übrigens auch begründet sein, daß wir uns unter solchen Umständen vergeblich darum bemühen, zu wissen, was »das Volk« eigentlich denkt, und warum diese Frage für den verantwortlich Denkenden und Handelnden zugleich so überflüssig ist – immer nur unter den gegebenen Umständen. Das Wort der Bibel, daß die Furcht Gottes der Anfang der Weisheit sei (Psalm 111, 10), sagt, daß die innere Befreiung des Menschen zum verantwortlichen Leben vor Gott die einzige wirkliche Überwindung der Dummheit ist. Übrigens haben diese Gedanken über die Dummheit doch dies Tröstliche für sich, daß sie ganz und gar nicht zulassen, die Mehrzahl der Menschen unter allen Umständen für dumm zu halten. Es wird wirklich darauf ankommen, ob Machthaber sich mehr von der Dummheit oder von der inneren Selbständigkeit und Klugheit der Menschen versprechen.
Quelle: Dietrich Bonhoeffer. Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, hrsg. von E. Bethge. TB Siebenstern. Gütersloh 1985. S. 14 f.

gefunden bei  http://www.cleansed.de/dummheit.php

Innehalten

wenn der vorhang fällt
Immer, wenn ich mitten im Alltag innehalte und gewahr werde, wie viel mir geschenkt ist, werden die zahllosen Selbstverständlichkeiten zu einer Quelle des Glücks. Gustave Flaubert

Das genügt!

Keine Sorgen TurmLieber Mensch,

Du hast es alles falsch verstanden!

Du bist nicht hier, damit dir bedingungslose Liebe gelingt.

Die ist dort, woher du kommst und wohin du gehen wirst.

Du bist hier, um menschliche Liebe zu lernen.

Allumfassende Liebe. Schmuddelige Liebe. Schwitzige Liebe.

Verrückte Liebe. Gebrochene Liebe. Ungeteilte Liebe.

Wahre Liebe kommst ohne Adjektive aus. Sie braucht keine Bestimmungen.

Sie braucht keine perfekten Umstände.

Sie bittet dich nur, dass du kommst. Und dein Bestes gibst.

Dass Du leuchtest und fliegst und lachst und weinst und verwundest und heilst

und wieder aufstehst und spielst und machst

und tust und lebst und stirbst

als unverwechselbares DU.

Das genügt. Und das ist viel.

Courtney a. Walsh

Sur Reality

sur reality
„Fast alles lässt sich erklären, fast alles verstehen. Das bedeutet aber nicht, dass ich alles aushalten kann oder muss.“ Ulla Keienburg

 

 

Guten Tag aus Jamaica. Draußen kreischt die Sonne. Das Boot ist fast leer. Ich widme mich Dingen, die leider nicht warten wollen. Formalkram. Rechtskram. Denkt die Sachbearbeiterin eigentlich, dass ich mehr beeindruckt bin, wenn sie mit „Direktorin des LVR“ unterschreibt? Oder dass ich 24/7 parat stehe, um auf ihre Anordnungen und Bescheide zu reagieren? Bin gespannt, was es für Konsequenzen hat, wenn mein vorläüfiger Widerspruch beim LVR als Fax von der AIDAluna aus der Karibik eingeht. 🙂 Könnte ja auch lustig werden. Ohnmachtsgefühle sind schmerzlich – und bei aller Kopfarbeit und Vernunft – solche Vorgehen verursachen einfach Infraschallschreie. Nicht zynisch zu werden, ist eine große Herausforderung. Drückt mir mal die Daumen!

A last one

Ladybug
„Even if something is left undone, everyone must take time to sit still and watch the leaves turn.“ —Elizabeth Lawrence

Deadline

deadline
„The hardest part of writing is the first draft, and the closer you get to your deadline, the messier your workspace becomes – but that’s the same with any creative outlet.“ Tess Gerritsen

Antworten oder Fragen?

fragen
„Ob ein Mensch klug ist, erkennt man an seinen Antworten. Ob ein Mensch weise ist, erkennt man an seinen Fragen.“ Nagib Mahfuz

Be good for something

whitefacemountain
„Be not simply good, be good for something!“ Henry David Thoreau

Der Schrei: Weitere Version entdeckt

munchs schrei created by woodpeckers
„Der Schrei“ copied by woodpeckers.

Lonely (K)Nights

lonely knights
„Das poetische Talent ist dem Bauern so gut gegeben wie dem Ritter. Es kommt nur darauf an, daß jeder seinen Zustand ergreife und ihn nach Würden behandle.“ Johann Wolfgang von Goethe

Vorgefühlt – Herbst am Boden

vorgefühlt
„Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.“ Astrid Lindgren

Kraft

ordentlich druck
„Kraft macht keinen Lärm, sie ist da und wirkt.“ Albert Schweitzer

Asche aus dem Automaten

ash only
„Man wird in der Regel keinen Freund dadurch verlieren, dass man ihm ein Darlehen abschlägt, aber sehr leicht dadurch, dass man es ihm gibt.“ Arthur Schopenhauer

Die Sonne im Nacken

die sonne im nacken
„Du musst nur langsam genug gehen, um immer in der Sonne zu bleiben.“ (Der kleine Prinz) Antoine de Saint-Exupéry

Security! Big Challenge!

„Haltet die Bösen immer voneinander getrennt. Die Sicherheit der Welt hängt davon ab.“ Theodor Fontane

Brooklyn Neighborhood Guide – Kickstarter

Lala Jackson schreibt: „Ina Bohse is working on a really cool German guidebook for Brooklyn – it’s all about showing and sharing the real heart of Brooklyn so that German tourists can visit and spend their money in local shops and restaurants, rather than just go to the few touristy, overdone places. Their kickstarter ends next week and they are ALMOST to their goal but still need some support. Take a look! „

Brooklyn Bridge
Brooklyn Bridge (c) Ulla Keienburg 2010

Ich selbst habe mich entschieden, so viel Geld in die Hand zu nehmen, dass mein Name im Buch steht. 🙂 Dazu brauchte es nicht mehr als 30 €. Freue mich schon riesig auf das Exemplar. Kickstarter gibt Ina und Anne haben noch fünf Tage Zeit.

Vielleicht kann sich von meinen vielen treuen Lesern noch jemand begeistern- weil sie oder er einen Reiseführer für Brooklyn braucht, ein Geschenk sucht, oder sich selbst was Gutes tun will – oder weil einfach jemand den Beiden dabei helfen mag, ihren Traum zu verwirklichen.

Dieses Projekt wird nur finanziert, wenn bis Do, 15. Okt 2015 10:08 CEST mindestens 7.500 € zusammenkommen.

Es fehlen aktuell  nur noch 326 €. Das sollte doch zu schaffen sein, oder?

Über dieses Projekt

Ein Buch über Brooklyn…

Wir Deutschen lieben Reisen. Wenn es in die USA geht, ist New York unser beliebtestes Ziel. Jährlich kommen rund 929.000 deutschsprachige Besucher in die Stadt, die niemals schläft. Sie verbringen dann die meiste Zeit in Manhattan. Doch New York hat mehr zu bieten als „nur“ das.

New York ist mehr als nur Manhattan

Wer die Brooklyn Bridge bis zum Ende durchläuft und nicht kurz vorher kehrt macht, dem eröffnet sich eine andere Seite der Millionenstadt: mindestens genauso vielfältig, aber weniger hektisch, dafür ruhiger, grüner und heller, kulturell divers, kulinarisch unvergleichlich, kreativ und inspirierend.

https://www.kickstarter.com/projects/866877150/brooklyn-neighborhood-guide/description

Wenn Ihr mögt, teilt den Beitrag, schreibt selbst, investiert, redet drüber: Die Zeit rennt! Danke!!!!

Ausnahmsweise …

… Ulla mal an einer Schleuse

selbstportrait
Mohawk River – Schleuse an den Cohoes Falls, NYS

Identitätsprobleme

Vom Eichhörnchen, das denkt, es sei ein Vogel.

ich dachte ich wäre ein Vogel ist das ein vogel

Yellow

yellow
„Es gibt Maler, die machen aus der Sonne einen gelben Fleck, aber es gibt andere, die Dank ihrer Kunst und Intelligenz einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln.“ Pablo Picasso

Green

türöffner
„Die Farbe ist der Ort, wo unser Gehirn und das Weltall sich begegnen. Darum erscheint sie den wahren Malern durchaus dramatisch.“ Paul Cézanne

Vorbei

im Vorbeifahren
„Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, wir laufen nur eiliger an ihr vorbei.“ George Orwell

Wooden Dreams

ulla an kunst sheffield
What would YOU like to create with those pieces of wood???