Zitat am Freitag : Popper über Rationalismus

Zitat am Freitag : Popper über Rationalismus.

Was ist denn das?

heiliger geist

Träum weiter! – Frau Holle, Apple-Messias, Dorian Gray und die traumhaften Bedingungen für Alltag, Bildung und Arbeit

Was denken Sie, wenn Ihnen jemand den Satz sagt: „Träum weiter!“? Träumen wird mit unrealistischen Wünschen verwechselt – zu häufig flüchten sich Menschen in überhöhte Wunschträume anstatt in den (nächtlichen) Träumen ihren wahren Bedürfnissen und auch Gefühlen wieder auf die Schliche zu kommen. Wie nützlich das sein kann, beschreibt Stephan Grünewald in seinem neuesten Buch:

9783593398174„Die erschöpfte Gesellschaft“ 

Schon auf den ersten Seiten zückte ich einen Stift – um etwas anzustreichen. Ein wenig fürchtete ich, dass ich das alles schon mal gelesen haben könnte. Das haben Einleitungen wohl so an sich. Kaum  aber mit Kapitel 2 begonnen, schien mir plötzlich die Sprache wieder vertraut, diese morphologische, bildhafte, diese Ansammlung von…  ach, ist das nicht alles selbstverständlich?

Nein, das scheint es nicht zu sein. Mit jeder Seite, die ich las, häuften sich die unterstrichenen Passagen, die markierten Aussagen. Einerseits glich es einem „Wieder – Holen“ der bereits gelernten morphologischen Grundsätze, andererseits erfreute ich mich an den Kontexten, auf die Stephan Grünewald diese Sichtweisen anwandte.

„Die erschöpfte Gesellschaft“ , wie er sie beschreibt, bestätigt so viele der Gefühle, die in deutschen Gefilden entstehen: Das Bedürfnis nach Sicherheit, das Gefühl, einen aufgeräumten Schreibtisch haben zu müssen, für die Zukunft nur in Geldmengen zu denken, alle(s) gleich zu machen mit dem Ziele es besser messen zu können, Klons zu schaffen, etc.

Er rüttelt auf mit dem, was er schreibt. Während der Lektüre fühlte ich mich das eine oder andere Mal „erwischt“, trotzdem bin ich  dankbar für die Außensicht.  Es erlöst mich auf jeder dritten Seite davon, mich als Spinnerin zu fühlen und bestätigt spätestens auf den letzten Seiten, wieso es für mich persönlich so wahnsinnig schwer ist,  in der Automatisierung eines vorwiegend auf Performance ausgerichteten Arbeitsalltags zu funktionieren.  Spätestens seine Ausführungen zu Bildung und Arbeit sind komplett unterstrichen. Wenn  er die Rolle der Piraten mit der der Pechmarie deutet, das vielfach gewünschte Grundeinkommen mit der „bedingungslosen Mutterliebe“ vergleicht, den Kühlschrank zur Gefühlsapotheke erklärt, als Beispiel für die Gleichmacherei mit der Rhythmisierung der Woche aufwartet: dann kann die Unternehmung am Sonntagnachmittag schon mal einen Beigeschmack bekommen- aber nur, wenn Mensch humorlos ist. 🙂  Oder liegt es an meiner Selbstständigkeit, dass ich dem viel Heiteres entnehmen konnte?

Ich sage beschwingt: „TRÄUM WEITER!“

Unbedingt lesen!  Bitte! Virtuos geschrieben!  Für jeden etwas dabei!  Mich wunderte, wenn es nicht so wäre.

Nachdem ich etwa zwei Drittel des Buches gelesen hatte, drängte  sich mir das Bild auf: Ein Hamster, der von innen sein Laufrad aufbiegt….  #könnte ich doch nur zeichnen  🙂

Stephan Grünewald
Die erschöpfte Gesellschaft
Warum Deutschland neu träumen muss
2013, geb.   ca. 200 Seiten
 D 19,99 € / A 20,60 € / CH 28,90 Fr.*;
ISBN 978-3-593-39817-4
Auch als E-Book erhältlich.

ZickZack durch Moskau

ZikZak

Der Hund heißt Zick Zack und gehört zu diesen Highheels 🙂

Coffeetime

coffe time moscow Moscow, late afternoon.

Wenn nichts mehr hilft…

dann denk ich halt an dieses Fundstück 🙂

DUCK YOU

 und schon….. 🙂

Heute morgen las ich auf meiner Kaffeetasse:

„The difference between an ordinary experience and an exceptional one is in the details noticed along the way.“

Tja…   🙂

 

Moscow at night

moscow at night

What is this guy doing there?

 What`s your idea?

🙂

Der große Unterschied

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Good morning Sunshine!

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Vollstes Vertrauen! Wieder nur geträumt?

Vollstes Vertrauen!  Wieder nur geträumt?

Wessen Ende wäre das?

Buena Vodka Social Club – Leningrad Cowboys

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Da auch hier die Sonne sich nicht hält, ständig Striche durch Pläne macht, die für trockenes Wetter erstellt wurden, haben wir uns die Leningrad Cowboys und den wunderbaren Film „Leningrad Cowboys go America“ gegönnt.

Ein wunderbares Dokument der beiden Kulturen  🙂

Ob es etwas nutzt, am Himmel anzuklopfen… weiß ich nicht.. aber es macht Freude, ihnen dabei zuzuhören.

Falls das nicht klappt:

Launehebend ebenso die Musik:

DAS haben wir uns verdient

Das haben wir und verdient

„Wer Angst hat, weicht aus!“ und andere Zärtlichkeiten

Das habe ich begriffen:

In Moskau fahren die Menschen so Auto, wie sie laufen oder gehen.

Alles hetzt und drängelt hier auf der Straße und in der Metro frei nach dem Motto:

Wer Angst hat, weicht aus!

Ich lerne dazu!

hetze

 

Zeitgleich postet jemand auf Facebook diese wunderbaren Worte von Konstantin Wecker.

Ja, davon schriebe ich auch gern.

Summer in the City- May in Moscow

summertime moscow

summertime moscow 2

summertime moscow 3

Jetzt weiß ich, wieso die hier so gern SUVs fahren. 🙂

„Machtreflexion – ein politischer Zwischenruf!“ Danke an Kurt Edler, HH

img_1731Am liebsten stellte ich den Text hier wortwörtlich ein.  Aber das mit den Zitaten ist mir inzwischen zu heikel.
Lest ihn bitte! Egal, ob Ihr Schüler, Lehrer, Eltern, Journalisten, Ärzte, etc. , Freunde dieser oder Politiker, Experten seid. Nehmt ihn als das, was er ist. Als einen Spiegel – vorgehalten von innen  und von einem Demokratiepädagogen.

„Brave New World? -Nachdenken über die aktuelle Form des Systemdefizits von Schule nach (Luhmann nennt es so, wir kennen es auch schon von Kant: Das pädagogische Paradoxon „Tu freiwillig, was ich will, das du tust.“) Kurt Edler hat, wie ich finde, in seinem schönen Text den Finger genau in die Wunde gelegt, an der viele viele Schüler, die ich kenne, leiden: Die Erwachsenen sprechen über sie, beurteilen und bewerten sie, beschämen sie – ohne sie auch nur anzuhören, geschweige denn ernst zu nehmen, was sie über sich selbst mitteilen. Und die „neuen Instrumente“ können auch noch dazu benutzt werden, dass die Schüler sich selbst in diese Rolle des alles kontrollierenden Überichs begeben …“http://www.edlerhh.de/pdf/ke_machtreflexion_-_ein_zwischenruf.pdf

Bruce : Die Springsteen-Biografie / Peter Ames Carlin. Übersetzt von Sonja Kerkhoffs

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viaBruce : Die Springsteen-Biografie / Peter Ames Carlin. Übersetzt von Sonja Kerkhoffs.

 

Danke an Jarg!  DAS Buch wird gelesen!

Urban Gardening in Moscow :-)

Frühling in Moskau:

urban gardening moskau
Wenn der Vorgarten endlich ein Gesicht bekommt 🙂

Amüsantes unter grauem Himmel!

Experten – Probleme

Ich frage mich schon seit einiger Zeit:

Wächst die Zahl der Experten mit der Anzahl der Probleme?

oder

Wächst die Zahl der Probleme mit der Anzahl der Experten?

Die Kultur der „Schuldzuweisung“ gebiert das Bedürfnis, diese von sich zu weisen.

Besonders die, die sich angegriffen fühlen, suchen gern den Rat der Wissenschaft.

Das schafft Verdienstmöglichkeiten, stärkt Machtstrukturen, schürt Abhängigkeiten, steigert den Konsum.

Mit Zahlen und Tabellen, Statistiken und daraus gezogenen Schlüssen werden Entscheidungen gerechtfertigt. Unterm Strich sind die Adressaten nur verwirrt. Nicht selten geben sie auf.

eperten schwierigkietenWer hat an diesem Kind schon verdient?

Welche verkaufsstarken „Experten“ riefe es in Deutschland auf den Plan?

Wie glücklich ist dieses Kind?

Ich wüsste es gerne.

500 m weiter:

Laut dröhnte „Mr. Bombastic“ aus Lautsprechern.

Erwachsene organsierten sich zu angeleiteten Dehnungsübungen unter freiem Himmel.

Diese Kinder sind wohl Spaßexperten!  🙂

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Nur mal so … Gedanken nach einem Sonntag im Gorki Park!

 

 

ADHS – LOOSE YOUTH – worldwide

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„ADHS – LOOSE YOUTH“ Sydney 2013

Kennt irgendjemand von Euch einen Lehrer oder eine Lehrerin, die als Kinder mit Ritalin behandelt wurden UND sich später für den Regelschuldienst entschieden haben?

 

Does anybody of you know a teacher, who was diagnosed with ADHD in his youth and treated with Ritalin AND  finally decided to work in a normal school?

Please let me know! German or English speaking!

Mich interessiert tatsächlich sehr, ob aus Ritalin-Opfern im Kontext Schule und Bildung auch Tätige werden.

„Das Bild hat immer das letzte Wort“

Es scheint von (Jacques Derrida) zu sein, dieses wunderbare Zitat.

Richtig stolz bin ich,  dass  Alexander (Wachter) beim Anblick dieses Kinoeingangs an mich gedacht hat.  🙂

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Es ist sicherlich nicht schwer erraten, zu welcher Gelegenheit wir uns das erste Mal getroffen haben. 🙂

One person can do …

so much

Die Narzissmusfalle – Reinhard Haller

SU_Haller_DieNarzissmusfalle_Text.indd Anleitung zur Menschen- und Selbsterkenntnis

 „Die Zeichen der Zeit stehen auf Narzissmus. Dieser wird gesellschaftsfähig. Alles spricht für eine Änderung der gesellschaftlichen Stimmung, für Etablierung von Egozentrik und Arroganz, Überindividualisierung und Entsolidarisierung.  Die Sünden der Vergangenheit werden zu Tugenden der Gegenwart, der frühere Makel zum neuen Ideal. Der Ichling beherrscht die Szene, Arroganz das Auftreten und Coolness die Emotionalität.“

Mit einem Leserhinweis warnt Reinhard Haller  uns vor – auch ob seines Gebrauchs der maskulinen Sprachform.  Diese „wird in diesem Buch nicht deshalb bevorzugt, weil Narzissmus wie die meisten schlechten Eigenschaften bei Männern (noch) häufiger vorkommt als bei Frauen. Es geschieht der besseren Lesbarkeit willen. Sie wissen ja: ´Der Gender und die Genderin, die machen uns das Lesen hin.` Unvermeidlicherweise werden Sie glauben, in den angeführten Beispielen jemanden aus ihrer Umgebung zu erkennen. Seien Sie versichert, dass alle personenbezogenen Daten so verändert wurden, dass eine Identifizierung unmöglich ist.“ (S.8)

Da mag der geneigte Experte vielleicht  noch denken: Viel  Neues wird es wohl nicht geben. Die Quellen klingen wie eine Fachliteraturliste: abgearbeitet als Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss der analytischen oder tiefenpsychologischen Therapieausbildung.  „Nirgends wird der Narzissmus inniger gepflegt als unter denen, die vorgeben ihn heilen zu können.“ Spätestens bei diesem Satz auf Seite 44 ist hoffentlich auch der Fachmann geläutert. Die Kenntnis um die Phänomenologie  des Narzissmus ist halt das Eine. Die Ursachen: das Andere. Diese  schildert er mit Einblicken in Eltern -Kind –Beziehungen, anhand  der Wirkungen leistungsorientierter Erziehung, Er beschreibt die gängigen Hypothesen und Versuche, sie zu heilen. Und fasst zusammen: „Eine komplexe Störung hat komplexe Wurzeln. Der Narzissmus bleibt auch in seinen Ursachen, was er ist: einzigartig.“

Einzigartig auch die Weise, wie Reinhard Haller schreibt. Der Chefarzt einer psychiatrisch- psychotherapeutischen Klinik mit dem Schwerpunkt Abhängigkeitserkrankungen  wird  als renommierter Gerichtspsychiater immer wieder mit der Begutachtung in großen  Kriminalfällen betraut. Seine Analysen psychischer Störungen und spektakulärer Verbrechen sind in den internationalen Medien gefragt.

Auf jeder Seite des Buches findet sich mindestens eine Eintrittskarte ins Kopfkino.  Auf jeder dritten hängt  – im übertragenen Sinne versteht sich – ein Spiegel.  Es konfrontiert die Leser bestenfalls mit seinen eigenen Bewertungen  – besonders mit denen für ihr Umfeld.  Phänomene wie Entwertung, Egozentrizität, Empfindlichkeit, Empathiemangel als Indikatoren für Narzissmus – jeder kennt sie, jeder nutzt sie.  Sein Buch ist ein respektvoller und schonungsloser Spiegel.

Er räumt auf mit den gewöhnlichen, nur negativen Konnotationen des Narzissmus als Egoismus, Selbstverliebtheit, Arroganz und Ich-Sucht, den gesunden und den krankhaften den Formen des Narzissmus.

Leicht schreibt er über den schwerwiegenden Stoff, verdaulich formuliert er, wie wichtig diese Selbstliebe ist,  um Selbstwert zu entwickeln. Er überlässt die Leser nicht sich selbst bei ihrer auflebenden Selbst – und Fremdbewertung. Er widmet den verschiedenen Gesichtern des Narzissmus eine Galerie: 13 Bilder mit ebenso vielen Empfehlungen für den ggf. notwendigen Umgang mit deren Wirkung. Jeder reflektierte Mensch wird feststellen, dass er oder sie sich in allen Beschreibungen ein bisschen wieder findet.

Ein erholsames Buch, ein herausforderndes Werk, ein wertschätzendes Wieder- Holen der klassischen Theorien. Ein bewegender Spiegel des Umgangs der Menschen unter – und miteinander. Auf-  und erfrischend. Empfehlenswert! Sehr!

208 Seiten, ECOwin Verlag , Salzburg 2013, Gebundene Ausgabe  21, 90 €,   ISBN 978-3-7110 – 0037 – 8

www.ecowin.at

refelctions  Diese Rezension wird in der nächsten Ausgabe des  Counseling Journal des BVPPT erscheinen.  BVPPT     

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„Women are Great Leaders“

 

  DAS klebt seit heute Morgen auf der Heckklappe meines Autos. 🙂

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Reaktionen: Lustig!

Der Rückspiegel bringt es zu Tage!

 

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Die größte bisher geschaffene Innenraumskulptur der Welt.

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Die Skulptur im Inneren des Gasometers wurde aus 20 350 Quadratmetern lichtdurchlässigem Gewebe und 4 500 Metern Seil gefertigt.

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Im aufgeblasenen Zustand erreicht sie bei einem Gewicht von 5,3 Tonnen eine Höhe von mehr als 90 Metern, einen Durchmesser von 50 Metern und ein Volumen von 177 000 Kubikmetern.

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Innenschau der anderen Art

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Christo: Big Package: Oberhausen

http://www.christojeanneclaude.net

„One Direction“

unsere Zukunft…..

jetzt noch kreischende Teenies… Oberhausen… KöPi Arena…. AUSVERKAUFT….

DER TAG für Väter: Wer (für) heute Karten ergattert hat – die Mädels dann noch am Elternparkplatz rausgelassen und später wieder eingesammelt hat – vielleicht sogar mit reingegangen ist….  der hat für die nächsten Monate genug getan. 🙂

 

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„One Direction“

Eine offensichtlich exklusive Veranstaltung für die Gruppe 12 – 18jähriger Mädchen, egal wie groß, klein, schwer, leicht, geschminkt oder verkleidet, mit Mama oder Freundin, rund, schlacksig, unförmig, mager, sportlich oder Lolitas – alle fühlen sich wohl von dieser Musik geschmeichelt.

Da ich noch nie etwas von  den Jungs gehört hatte bis heute, konnte ich es mir nicht verkneifen, mal bei Youtube reinzuhören und zu schauen.

„Die Musik ist ja wie Brause!“ höre ich aus dem Hintergrund. Die macht nichts kaputt, zaubert ein Lächeln ins Gesicht. Ich fühle mich alt – aber heiter.  🙂

Wieso ich das mitbekommen habe? Habe mir in der Nachbarschaft Christos Ausstellung im Gasometer gegönnt. 🙂 In der Zielgruppe kann zumindest er heute wirklich nur einpacken. 🙂

Kirchentag – Eindrücke am Rande

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Leseschwäche meinerseits 🙂

Schon am Morgen hatte ich ein paar Jugendliche mit dieser Kombi aus Tuch und T -Shirt gesehen.

Mein erstes Entziffern des Halstuchtextes: „Ich kiffe….“  – 🙂

hamburg frisst seine engel
Rathausmarkt

N Joy Party –

Die Besucher tanzten und benahmen sich, als feierten sie gerade eine Party auf dem Pooldeck eines Kreuzfahrtschiffes oder am Strand von Malle 😦

Also weiter:

drüber stehen
die standen da drüber 🙂
hoffnung
Hoffnungsträger der Gegenwart ?
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Moral- eine Frage des Glaubens?
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Offensichtlich: Auch Christen können Müll!
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Hoffentlich!

Und wenn nicht?

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Sich gegenseitig den Marsch blasen können sie ja! 🙂

Mein Fazit des Eröffnungsabends:

Wenn du etwas brauchst:

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Der Schlüssel zum Erfolg

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„So viel Du brauchst“ – Was denn? Und wenn, wie viel?

Kirchentag. Die Sonne scheint. Horden von Pfadfindern stehen mit Schildern am Bahnhof, um Richtung zu weisen. Wege zur U-Bahn. In den Bahnen pulkweise: „Ich helfe“ T- Shirts an Menschen, die eher (noch) orientierungslos wirken. Eindeutig „Nicht- Hamburger“ bewaffnet mit Rucksäcken, Blasimstrumeten und Stadtkarten in der Hand oder U Bahnplänen – auf dem Weg zu ihren Unterkünften, blass,

Als ich in der U3  vom Bahnhof  aus mittags gen Wohnung fuhr, lauschte ich einem Trupp Kirchentagsgästen, die anscheinend noch in einen Außenbezirk mussten, um ihr Gepäck abzuliefern.

Eine Dame um die 70 versuchte mit mir gemeinsam die Bahn zu verlassen. Die Bläser hatten aber ihre zierlichen Instrumente im Eingang geparkt und wunderten sich, dass nicht jeder „mal eben“ über diese hinweg steigen konnte, um auf den Bahnsteig zu gelangen. So schnappte ich mir den Koffer, hiefte ihn, unter den erstaunten Blicken der Istrumentenbesitzer, aus  dem Waggon und half auch noch der Dame aus der Bahn. Nein, es wäre nicht wirklich anstrengend gewesen, die Instrumente aus dem Weg zu schaffen ( für die Besitzer).

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Als sie dann noch bemerkte: „Ich kenne mich gar nicht aus!“, trug ich ihr den Koffer die Treppen herunter und nach einem kurzen Gespräch auch noch zu der Adresse, an der sie ihr Quartier finden sollte.  Sie konnte es nicht fassen. Damit hatte sie gar nicht gerechnet. Als sie heil angekommen war, machte ich mich auf, durch die Sonne nach Hause zu laufen.

„Soviel du brauchst“ (2. Mose 16,18)

Die Losung des Kirchentages. Die Dame brauchte einen Guide zu ihrer Adresse. Das ist schnell erledigt. Als Pfadfinderin folgte ich der Losung: Jeden Tag eine gute Tat.  🙂

Während ich so durch Eppendorf lief, fragte ich mich mal wieder: Was brauche ich denn eigentlich? Und vor allem: Wie viel davon?

Ich selbst war 1977 zum ersten Mal auf dem Kirchentag in Berlin „Einer trage des anderen Last“, 1979 folgte in Nürnberg unter dem Motto:“Zur Hoffnung berufen“. Der Kirchentag 1981 in Hamburg „Fürchte dich nicht“  hat mich jedoch das Fürchten vor Menschenmassen gelehrt.  100tausend waren es damals. Für mich zu viele. Es war ein sehr politischer Kirchentag. Es wurde u.a. gegen den Nato Doppelbeschluss demonstriert. Jetzt werden 300 Tausend erwartet. Mir ist das unheimlich.

In diesem Jahr soll das Thema „Inklusion“ zentrales Thema sein.

Ich bin gespannt. Ich habe selbst auch einen Gast! Und freue mich sehr darauf.  Selbst angemeldet habe ich mich zu dem Kirchentag nicht. Aber neugierig bin ich trotzdem.

Ich wünsche den Gästen des Kirchentages gute Antworten auf die Frage, was sie so brauchen. Und ich wünsche der Dame, die das erste Mal Hamburg besucht, dass sie so viel Hilfe bekommt, wie sie braucht, um zu den Veranstaltungen zu kommen, die sie besuchen möchte.

Und da Herman van Veen in diesen auch hier sein wird, kommt mir natürlich eines meiner Lieblingslieder in den Sinn:

Hier von Marlene Dietrich:

Ich glaube fest : Ich habe mehr als ich brauche. Gottseidank. 🙂

Führung, Narzissmus, Frauen und Quote

Seite ca einer Woche bewege ich mich zwischen der Lektüre von Sheryl Sandbergs „Lean in“, „Die Narzissmusfalle“ von Reinhard Haller, den Erinnerungen an den Zeit-Kongress „Frauen in Führungspositionen“ und den Wirkungen des Films: „Das Leben ist nichts für Feiglinge“.
Der Titel des Filmes ist jedenfalls schon mal eine gute Zusammenfassung der Dynamik.

Als ich dann noch erfuhr, dass mein nächstes Lebensabschnittsgefährt zur Abholung bereit steht, zückte ich schon mal diesen Aufkleber.

Führung, Narzissmus, Frauen und Quote

Zu den einzelnen Büchern, Tagung und Film werde ich mich noch äußern.

Ich hab die Antwort!

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Die 9999ste Untersuchung, die zehnmillionste Frage an Arbeitnehmer, Familien, Väter, Mütter, Kunden, Töchter, Söhne, Frauen und Männer, Chefs und Angestellte…

Wie verblüfft die Fragenden wohl wären , wenn  die Gefragten DAS als Antwort gäben?

🙂