Bin gerade zurück von einer Hochzeitsfeier, bei der sich das Brautpaar „Gegenseitige Weirdness für immer“ versprochen hat. Weirdness soll angeblich Seltsamkeit heißen. Ich finde, es ist nicht wirklich zu übersetzen. 🙂 Verrückt sein oder schräg… das träfe es noch am ehesten. Besonders lustig war es, als der frischgebackene Gatte mit seinen zwei Brüdern, dem Bestman und noch einem weiteren Freund zum folgenden Song aktiv wurde. Wonderful. 🙂 We say: Thanx for the party. 🙂
„Ihre Zeit ist begrenzt, also verschwenden Sie sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen in die Falle locken. Lassen Sie nicht zu, dass die Meinungen anderer Ihre innere Stimme ersticken. Am wichtigsten ist es, dass Sie den Mut haben, Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen. Alles andere ist nebensächlich.“ Steve Jobs
Als ich am Sonntag morgen sehr früh am Flughafen hockte, um auf den Einstieg in den Flieger gen Newark zu warten, habe ich folgende Nachricht abgesetzt. „Ich bin dann mal weg. Upstate NY ruft laut. Ich kann nicht widerstehen. Freue mich auf diese andere Welt dort. Verspreche mir Erholung, Ideen und Sommer. See you then! 😉 “
Erste Ideen generierte schon der Flug in diesem alten, von mir so heiß geliebten Flieger, der nur zwei Dreierreihen hat. Am Notausgang mit Platz für die Beine, dem freien Mittelplatz und einem holländischen Nachbarn, der als Ingenieur Kinderbücher schreibt und das per Handschrift auf einem Tablet. Einer deutschen Flugbegleiterin, die mir den Floh ins Ohr gesetzt hat, bei United anzuheuern. Das passende Visum dafür habe ich schon 🙂
Das erste Mal habe ich mir ein Auto gemietet, um vom Flughafen aus nach Albany weiterzufahren. Bei knapp 30°C, Sonnenschein und wenig Verkehr bin ich dann entlang des Hudsons „geschlendert“, bevor ich auf die Autobahn gewechselt bin. Dem hiesigen Klassikradio habe ich gelauscht, mitgesungen, mal laut, mal leise. Ich liebe diese Gegend heiß und innig – und sicher wird es mir nicht leicht fallen, wenn spätestens im nächsten Frühjahr die Zeit hier ein Ende haben wird.
Ich liebe es, beim Anflug Manhattan meist vernebelt aus dem Wasser ragen zu sehen. Ich liebe diese Selbstverständlichkeit, mit der die Menschen hier freundlich, hilfsbereit und zugewandt sind.
Nun werde ich mal weiter genießen, was dieser letzte Sommer hier zu bieten hat. 🙂
… sind verschwunden in den letzten Monaten. Menschen, mit denen mich was verbunden hat und noch verbindet.
„Vergangen nicht, Verwandelt ist, Was war.“ Rainer Maria Rilke
An das Sterben der Gleichaltrigen muss ich mich offensichtlich gewöhnen. An diese Abschiede von den Begegnungen mit ihnen. An die Stille, die durch ihren Tod entstanden ist. An die Trauer, die mitunter sehr laut ist.
Dankbar für die Zeit mit ihnen bin ich. Sehr dankbar. Mögen sie ihren Frieden haben, da wo sie jetzt sind.
„Hier liegt die scharfe Grenzlinie zwischen der Intuition und der Analyse. Man erkennt das Wirkliche, das Erlebte, das Konkrete daran, daß es die Veränderlichkeit selbst ist.“ Henri Bergson
Das müssten die in den Behörden nur auch noch verstehen. Das mit dem Gleichmachem. Vielleicht verstehen sie es ja auch – die Mitarbeiter – haben aber weniger Spielräume als sie benötigten. Oder sie sind einfach manchmal schlecht gelaunt. Oder die Klienten sind unfreundlich. Oder so. Auf jeden Fall scheinen sie durch die Bank überfordert – mit der Rechtslage, der Auslegung, den notwendigen Entscheidungen im Zuge der Aus – und Durchführung. Vorwiegend zugunsten der Kassen und Träger. Leider nicht zugunsten der Klienten.
Ich persönlich halte die Rechtssprechung in Sachen Gesundheit, Soziales, Betreuung und Pflege für unzeitgemäß und am Bedarf der Menschen vorbei. Aber wen interessiert schon, was ich meine?
Manchmal glaube ich, wir sollen als Angehörige so erschöpft werden, dass Profis die Arbeit übernehmen. Das Misstrauen gegenüber Angehörigen ist so wahnsinnig groß…. ich kann es kaum fassen. Als wenn die sich mit den paar Kröten, die sie für die Pflege und Fürsorge ihrer Anvertrauten ein schönes Leben machten. #kopfschüttel
Als Krönung haben wir dann noch diesen unsäglichen Herrn Spahn und seine Absonderungen zu ertragen.
„Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!“
DAS ist für mich eine Teamleistung. Beeindruckend. Berührt hat mich das. Sehr sogar.
Warum ausgerechnet heute? Weil ich mich – mal wieder – extrem aufgeregt habe über eigenmächtige Entscheidungen bzgl. meines Sohnes – wider jede Abmachung, frei von Interesse an aktuellen Erkenntnissen. Gefällt, weil sie Angst hatten, irgendetwas nicht einzuhalten. Ja, aber…… ich kann es nicht mehr hören.
Schon spannend, wenn ich von außen dafür sorgen muss, dass Ärzte, Erzieher, Betreuer etc. MITEINANDER reden, um auf dem aktuellen Stand zu sein. Hammer. Und dann noch ein Telefonat abbrechen, weil es der Mitarbeiterin zu persönlich wird. Betreuung IST persönlich – für alle Beteiligten. Betreuung ist Beziehung – für alle Beteiligten. Die Qualität entscheidet über den Erfolg.
So! Jetzt ist es (mal wieder) raus.
Vielleicht deshalb die Assoziation zu dieser Teamleistung. 🙂
( Ich hoffe im Stillen, dass ich für meinen Sohn ein bisschen der Trupp sein kann, der einlädt, eine Rose schenkt und in der Fabrikhalle dafür sorgt, dass er sich getragen fühlt.)
Hamburg von oben- kurz, bevor es dann windig und kühl wurde.
Auf dem Weg nach Hause habe ich mir via Kopfhörer Liveaufnahmen von Sting gegönnt. 🙂 Dann hat mich die Sehnsucht gepackt. Hab ich ihn doch live gesehen – in Saratoga. Ist zwar schon viele Jahre her – aber: Es ließ sich plötzlich ganz leicht und beschwingt gehen. 🙂 Und nun sitze ich bei Lavendeltee daheim – und lausche ihm schon wieder. Dem Meister 🙂
… gewesen, vermag ich kaum auszumachen, was ich wann, wo und wie in Frankreich in den letzten Tagen gesehen, erlaufen und erlebt habe. Die Rhone fließt gerade schnell. Sehr schnell. Dank all des Regens. Unterm Strich. Die Provence ist eine einzige Entenanlegestelle. Hier muss ich wieder hin. 🙂
Irgendetwas hatte mir die Sprache verschlagen, die Stimme versaut. Irgendwas konnte oder wollte ich wohl nicht schlucken. Wenn ich auch keine Idee habe, wem ich was husten wollte oder von was ich die Nase voll habe. Hatte ich schon mal gesagt, dass ich die deutsche Sprache liebe? Ihre Beschreibungen für die Facetten des Erkältungswesens sind unschlagbar. 😉
Die letzten zwei geradezu pitoresk anmutenden Städtchen in der Region Saone habe ich nach Apotheken abgesucht. Der französischen Sprache nicht mächtig ist das schon eine Herausforderung. 🙂
Ich bin ganz verliebt in diese vielen nackten Steine, das Unebene überall an den Wänden und auf den Straßen, den Klang der Chöre in den Kathedralen, das Licht, das durch die Schiessscharten der Ruinen fällt oder durch die Kirchenfenster, die frühlingshaft ausschlagenden Pappeln, diese Melodie der Sprache. Den Menschen hier ist so viel egal . Geradezu entspannt wirken sie. Ich versuche mal gesund zu werden, damit ich das besser genießen kann. 🙂
Am Sonntag durften nur die aussteigen, die mit dem Fahrrad nach Chalon fuhren. Am Montag dann endlich durften wir alle raus. Die Sonne hat inzwischen ihren Sonnenbrand bei mir hinterlassen. Leider. Aber es ist schon was Feines, durch die kleine französische Stadt mit der riesigen Abtei zu laufen. Sich von Galerie zu Galerie zu hangeln. Ein bisschen Windowshopping bei den am „Lundi‘ geschlossenen Geschäfte. Gab schon eine Menge schräges Zeug zu entdecken.
Selbst Darth war anzutreffen – im Kreuzgang der Abtei Saint Philibert :
Bressehühner, die edelsten ihrer Art hier in Gegend, dienen als Vorlage für tausende Keramikvarianten des ansonsten für kulinarische Zwecke gezüchteten Vogels.
Eine von einem Holländer betriebene Galerie sog mich geradezu in ihre Räume. Die aktuelle Ausstellung zeigte, mit denen Mondian drei Dimensionen entlockt wurden.
Eis gab es noch. Und Brot. Und eine Apotheke. Leider nötig. Irgendetwas scheine ich nicht schlucken zu wollen. 😉 Hühner gibt es ja genug. Und Hühnersuppe gab es dann auf dem Schiff. 🙂
Zwei Flüge, eine Busfahrt, einen langen Spaziergang entlang des Rhoneufers in Lyon, eine Lichterfahrt durch die Altstadt dieser heimlichen Hauptstadt Frankreichs und eine komatös verschlafene Nachtfahrt später: Sonnenschein, in Anfahrt auf Chalon sur Soane. Kann es kaum glauben.
Lachen musste ich schon, als ich diesen Inhalt des Glückskekses heute Mittag las. 🙂
Packe immerhin schon die Koffer- und ab morgen werde ich Euch mit einer neuen Folge der Rubrik: Weather Report – Cruise News behelligen. Nach Frankreich geht es. Zwei Wochen mit der a-rosa luna über Rhone und Soane. Ich freue mich auf diese Route Intensive. Sehr. Auf Wein, Lavendel, Käse, Mittelmeer, Kunst, Geschichte und Sonne. Auf Freunde, Gäste, Arbeit, Fotomotive, gutes Essen, nette Kollegen.
Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!
Eduard Mörike (1804 – 1875), deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter
Die Cohoes Music Hall allein ist es wert, den Ort mal zu besuchen. In Deutschland wäre das längst nicht mehr für den Zutritt genehmigt. WUNDERBARE Location. Sitzen? Extrem unbequem. Atmosphäre? Zum Verlieben! 🙂 Dieses Upstate NY ist echt ein Überraschungsei in Sachen Musik und Kultur. 🙂 Gute Tipps von Kollegen und Freunden sind natürlich unerlässlich. 🙂 Thanx to Mike Mayhood. Again. 🙂 Leider dürfen keine Bild und Tondokumente der Show…… und so weiter. Ihr wisst, was da käme. 🙂 Also nutze ich mal das vorhandene Material aus dem Netz. 🙂 Zum Beispiel das aus Augsburg.
Es gibt Ana Popovic Fans, die sagen: „Awesome“ is Anas „normal“. Könnte was dran sein. 🙂
War ein paar Tage komplett außer Gefecht. War nicht wirklich schön. Nun bin ich aber wieder gesund. Zumindest halbwegs. Seit gestern bin ich wieder auf den Beinen. Und meine Laune war heute morgen schlagartig besser, als ich dieses Video entdeckte.
„Eine menschenleere Straße ist nicht etwa eine Straße, auf der niemand geht, sondern eine Straße auf der Menschen gehen, als wäre sie menschenleer.“ Fernando Pessoa
„Die Kunst des Fortschritts besteht darin, inmitten des Wechsels Ordnung zu wahren, inmitten der Ordnung den Wechsel aufrechtzuerhalten.“ Alfred North Whitehead
Diesen guten James Carrington durfte ich persönlich kennenlernen. Wonderful Musician. Es ist schon ein bisschen her, dass wir gemeinsam die Hochzeit seiner Schwester in Südfrankreich gefeiert haben. In Erinnerung ist er mir mit seiner Musik aber geblieben. 🙂