

Welcome to my Reality!


Habe allen Grund heute froh zu sein. 🙂 Mein Auto läuft wieder. Und es hat mich außer Nerven, Geduld, Freundlichkeit und gutes Trinkgeld nichts gekostet. Ich liebe es einfach, wenn Menschen können, was sie tun! 🙂 Danke an die Gelben Engel und die Werkstatt. 🙂

―Paul Olaf Bodding


Die Geschichte einer unerbittlichen Suche nach Glück und Erfüllung.

Exler, Georg Wilhelm



Max Frisch

Lange nicht mehr gehört. Lange nicht mehr gesungen. 🙂


Ich werde wohl nie Meisterin im Abschied nehmen. Ich bin nur gefasster inzwischen. Ist wohl meinem Alter geschuldet. Viele gehen. Viele wichtige Menschen. Und mich drängt es zum Gespräch mit den erfahrenen Menschen, den betagten. Zu erfahren, was sie erhalten wissen wollen, hinterlassen mögen – bestenfalls noch bevor sie für immer gehen. Und was sie sich noch wünschen, um gehen zu können.
Ich habe vor vielen, vielen, vielen Jahren das Buch: Dienstags bei Morrie gelesen. Nicht nur einmal. Ich könnte auch sagen: seit 1998 lese ich es regelmäßig. 🙂
Wer sich mal mit einer anderen Sicht auf die Welt beschäftigen mag….. möge es einfach lesen. Aber Vorsicht: Suchtgefahr. 🙂

Das Zitat stand als Postkarte, zumindest solange ich zurückdenken kann, auf dem Regal neben dem Sofa im Wohnzimmer meiner Mutter. Heute wäre sie 85 Jahre alt geworden. Unsere Mutter. Schwer finde ich es, den Tag ohne sie zu begehen – diesen ersten Geburtstag ohne sie. So wie all diese vielen „ersten Male“ in diesem Jahr. Dankbar bin ich, dass ich sie so lange für mich hatte. Vielleicht ist es auch einfach besonders, als Tochter die Mutter zu verlieren. Noch immer, wenn was Außergewöhnliches geschieht, denke ich: Was mache ich denn jetzt? Wen rufe ich denn jetzt zuerst an? Wem erzähle ich zuerst davon? Wirklich bewusst geworden ist mir das an dem Tag, an dem ich die Nachricht von ihrem Tod bekam. Mein erster Impuls war: Mutter anrufen. Tja, und schon stand ich mitten im Dilemma. Sieben Monate ist das her. Es gab schon viele Momente, in denen ich mich gern an sie gewandt hätte. Heute hätten wir uns wahrscheinlich zum Familienessen getroffen. 85 Jahre sind schließlich eine Feier wert. Nun erinnern wir uns feierlich. Jede:r auf ihre und seine Weise.








Johann Wolfgang von Goethe
Vergangenes kann viel sein, bunt, mächtig, schmerzlich, ermutigend und heiter. Es gibt noch immer viel zu schreiben. Und ganz oft hilft mir Musik, Ordnung in die Geräusche dieses Lebens zu bringen. Worte und Klänge schaffen Bilder aller Art, die das bewirken, was ich mein persönliches Gefühl nenne. Das, was ich überall spüren kann, hören, schmecken, riechen und sehen. Nicht immer nur Wohlgefühle. Aber immer öfter. 🙂

be free…..
Ich war mal wieder auf dem Dachboden. Diesmal habe ich meine Staffelei von Spinnweben befreit, meine Malutensilien entstaubt und bin die alten Mappen durchgegangen. Mal ab davon, dass sich darin ein Original von Annie Sprinkle befand, hatte ich selbst auch eine kreative, wohl eher durch Leid inspirierte, produktive Zeit. Ich kann mich erinnern, während einer bedrohlichen Krankheit 2005 sehr viel geschaffen zu haben. Mir hatte es damals die Sprache verschlagen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich konnte nicht mehr auf meine Sprache zugreifen. DAS war für eine Leistungswortlerin wie mich ein Anschlag auf mein gesamtes Leben, meine berufliche Existenz, meine Gesundheit. Der Verdacht auf Gehirntumor und Schaganfall wurde gerätemedizinisch ausgeschlossen. Die Symptome wurden mit Arbeitsabwesenheit und Distanz zu meiner damaligen Arbeitsstelle kuriert. Hat ein bisschen gedauert. Und das Gleitschirmfliegen musste ich aufgeben. Es gibt auch davon noch ein paar Reste auf dem Dachboden. Den Schirm und das Gurtzeug habe ich an Greenpeace gespendet. Und die Gründe für die Erkrankung habe ich successive entsorgt. Ein Jahr später war ich frei – sowohl von den Ursachen als auch von den Symptomen. 🙂
Seitdem lebe ich in Hamburg! 🙂 Muss ich mehr sagen? 🙂 Seither hatte ich selten Zeit zu Malen. Ich habe mich auf mein fotografisches Auge besonnen, mir meine erste digitale Kamera gekauft und mir ab da wieder auch mit der Kamera mein Bild von der Welt gemacht. Meine Gedanken und meine Sprache waren bald wieder zugänglich und voll verfügbar. Und bis heute hüte ich diese Schätze und werde sie nie wieder einsperren (lassen). Von nichts und niemanden und für nichts und niemanden. 🙂
Ich behaupte nicht, unabhängig zu sein. Sehr bewusst ist mir aber die Anbhängigkeit von dem System, das das Leben meines Sohnes sichert. Ja, und um für ihn jederzeit verfügbar zu sein, empfiehlt es sich, soloselbstständig zu sein. Momentan nicht soooo einträglich. Das ist wahr. Ich aber lasse mir die Laune nicht (dauerhaft) verderben!
Auf bessere Zeiten!! 🙂




Theodor Fontane
We shall overcome: das war der Song, den ich gefühlt singen konnte, bevor ich Mama und Papa sagen konnte. Damals gesungen von Pete Seeger.
Das ist über sechzig Jahre her. Dass sich seither so wenig geändert hat….. #kopfschüttel

Wie oft habe ich in den letzten Jahrzehnten gedacht: Lauft doch mal in meinen Schuhen! Lebt doch mal für eine Weile mein Leben! Schaut doch mal durch meine Augen auf die Welt! Und das bitte, BEVOR Ihr Entscheidungen fällt, die die empfindlich fragile Konstruktion meiner Existenz und der meines Sohnes berühren.
Personalchef:innen, Sachbearbeiter:innen, Politiker:innen, Auftraggeber:innen, Richter:innen . Ja! Frauen wie Männer.
Danke!
