Wie kannst Du nur?

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Ich habe mir vor einer Woche vorgenommen, jeden Tag etwas anders zu machen als sonst. Hier. Bei mir. Zuhause. Am ersten Tag habe ich nach langer Zeit das erste Mal wieder Gitarre gespielt. Das war frustrierend, weil meine Finger nicht mehr so arg beweglich sind. Und an der linken Hand fehlen eindeutig noch widerstandsfähige Fingerspitzen. Doch egal. Nun liegt sie sichtbar auf dem Sofa, und ich setze mich jeden Tag ein paar Minuten hin und sinke ins Land meiner Jugend, als ich noch viel spielte. Auf meiner Terada.

Dann habe ich einfach mal mein Bett nicht gemacht morgens nach dem Aufstehen. Bisher aber nur einmal. 🙂 Die Anarcho-Ulla kommt wieder durch. 🙂

Ich habe Päckchen verschickt, statt Besuche zu machen.

An einem Tag habe ich extrem lange geschlafen.

Am nächsten Tag habe ich die Nähmaschine ausgepackt, die ich unlängst geerbt habe. Und – wer mich besser kennt, weiß, dass das eine absolute Neuerung ist – ich habe die Gebrauchsanweisung gelesen – bzw. studiere sie noch.

Und was ich heute schon anders gemacht habe? Ich habe die medizinischen Atemschutzmasken, die ich noch hatte, zu meiner Apothekerin gebracht, damit sie sie selbst nutzen können.

Und trotz meines Blumenmeeres daheim habe ich mir noch Ranunkeln gekauft.

Ich sinniere, ob ich mein Auto besser mal in der Parklücke hin und her fahre, damit die Bremsen sich nicht festsetzen. 🙂

Und jetzt fordere ich meine dudelnden Nachbarn mit den Waltons heraus:

Mein Lieblingslied des unsäglichen Trupps   🙂

Vielleicht gröhle ich sogar mit  🙂

Forever Forward

die schönste art des mundschutzes dieses jahr

Weil rückwärts eh nicht geht.

 

Was machst Du dann?

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„An unmöglichen Dingen soll man selten verzweifeln, an schweren nie.“
Johann Wolfgang von Goethe

What the world needs now

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„Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.“
Aldous Huxley

Die neue alte Welt

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„Je kleiner das Sandkörnlein ist, desto sicherer hält es sich für den Mittelpunkt der Welt.“
Marie von Ebner-Eschenbach

Schon ganz schön lange tummele ich mich auf und in dieser Welt. Ich habe viel von ihr gesehen. Meiner Motivation und meinem Glück sei Dank. Nicht zu vergessen: Meine Wurzeln: Gestern war ich nochmal in NRW – am östlichsten Rand und ohne großen Kontakt zu Menschen – um eine vorerst letzte Fuhre Erinnerungen an meine verstorbenen Eltern abzuholen. So eine Wohnung hat es in sich. Die Begegnung mit meiner eigenen Geschichte in all dem Aufbewahrten ist schon immens. Einige meiner grundlegenden Annahmen sind erschüttert. Annahmen, auf denen Verhalten von mir fußten und fußen. Und: Es rückt sich was zurecht. Versöhnt. Klärt.  Güte, Humor und Demut bestimmen mein Handeln – und der unbändige Respekt für die Privatheit dessen, was meine Mutter dann auch noch von meinem Vater gehütet und dann hinterlassen hat.

Bei mir entstand im Gegenzug die Frage an mich selbst: Was genau möchte ich noch behalten von dem, was ich selbst geschrieben, abgebildet, gemalt, geschaffen habe, von dem die Welt noch nicht weiß? Spricht aus meinem erneut aufgeflammten Entsorgungswahn auch Misstrauen?

Ich erinnere mich gut, dass ich zu meinem 40. Geburtstag alle Tagebücher vernichtet habe, die ich seit meinem 13. Lebensjahr geschrieben hatte. Da ich viel schreibe, waren das drei Koffer voll. Inzwischen hat sich schon wieder das eine oder andere angesammelt. Da ich seit der Zeit auch selbstständig bin, haben sich die Meinungen, Erlebnisse und Inhalte für meine Arbeit vermischt.

Ich bin verführt, mal wieder Tabluarasa zu machen.

Die avisierte Reise, deren Vorbereitung mich die letzten Wochen am Schreibtisch gehalten hat, ist am Freitag abgesagt worden. Gesundheit und Sicherheit gehen vor.

Also: Zeit ist da. Langweilig wird es hier nicht.  🙂

Mal sehen, was sich in den nächsten Woche noch so nach oben wühlt.  🙂

Euch eine erhellende Zeit mit Euch selbst. 🙂

Wahre Größe

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“(S)He that can take rest is greater than (s)he that can take cities.” —Benjamin Franklin

https://youtu.be/g8l51k4hkFY

Feeling Good

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Freedom

Versprechen

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„Beide schaden sich selbst: die, die zu viel versprechen, und die, die zu viel erwarten.“
nach Gotthold Ephraim Lessing

Mindestens die Hälfte

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„Gib einfach nicht auf zu versuchen, das zu tun, was Du wirklich tun willst. Wo Liebe und Inspiration sind, kannst Du, glaube ich, nichts falsch machen.“ Ella Fitzgerald

„Edelstein und Pokern – Zwei Stühle eine Meinung“ – Wie nützlich ist Schule für den Alltag?

Anlässlich des Todes von Wolfgang Edelstein am 29.2.20 hole ich diesen Beitrag gern noch mal „nach oben“. Ich danke sehr für die Begegnung mit diesem steten, unermüdlichen, kraftvollen, erfahrenen, weisen und echten Menschen. Dem Mahner. Ein echter Dialog war mit ihm möglich. Möge er weiter wirken: sein demokratischer Geist.

Avatar von Ulla KeienburgUlla Keienburg s Blog

Deutschland wird gerade befragt. Wenn auch auf diskussionswürdige Weise. „Deutschland will es wissen“ heißt es in der Headline der Umfrage.  WER ist in diesem Fall „Deutschland“ und vor allem WOZU wollen sie die konfektionierten Antworten? Nicht mal ein „anderes“ oder „sonstiges“  oder gar ein leeres Feld, in dem ich meine eigene Idee hätte kund tun können – nur ein „Ich weiß nicht“ stand als Alternative , wenn ich mich mit nichts von dem befassen wollte, was sie mir dort anboten.

Dann kam mir in den Sinn, dass ich vor etwas mehr als drei Jahren dazu zwei Menschen persönlich befragte. Ansich sollten es zwei getrennte Texte werden. Allerdings:

Edelstein und Pokern – Zwei Stühle, eine Meinung!

Selbstwirksamkeit als Voraussetzung für Engagement

Ulla Keienburg

Mona Pokern (20), jetzt Schülerin an der Herman-Nohl-Schule für Ergotherapie

Umgezogen war sie in eine neue Stadt. Deshalb stimmte die Adresse nicht mehr, unter der sie hätte erreichbar…

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Der Baum

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„Eine Welt, die Platz für die Öffentlichkeit haben soll, kann nicht nur für eine Generation errichtet oder nur für die Lebenden geplant sein; sie muss die Lebensspanne sterblicher Menschen übersteigen.“ Hannah Arendt

Hände waschen…

https://youtu.be/cgaL-XV_7BM

Hymne oder so

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„Ich habe Hymnen, die ich schweige.“ — Rainer Maria Rilke

Teach me tonight

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„Ich studiere nicht, um mehr zu wissen, sondern um weniger zu ignorieren.“ Juana Inés de la Cruz

Die Nacht hat nur einen Namen

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„Die Tage werden unterschieden, aber die Nacht hat einen einzigen Namen.“
Elias Canetti

Hier draußen

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„Auch was wir am meisten sind, sind wir nicht immer.“
Marie von Ebner-Eschenbach

Wink am Brückenpfeiler

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„Die Darstellung der Welt, wie die Welt selbst, ist ein Werk der Menschen; sie beschreiben sie aus dem Blickwinkel, den sie mit der absoluten Wahrheit verwechseln.“ Simone be Beauvoir

What is truly Scandinavian?

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Manchmal verloren

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“Getting lost is just another way of saying ‚going exploring.”
Justina Chen Headley, North of Beautiful

Nur der Wind

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„Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.“
David Hume

 

Sonntagssturm

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„Wenn man von einem Sturm des Gefühls spricht, meint man einen, wo die Rinde des Menschen ächzt und die Äste des Menschen fliegen, als sollten sie abbrechen.“
―Robert Musil –

Riesiges Erwachen

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„Die Wahrheit ist das Kind der Zeit, nicht der Autorität.“
Bertholt Brecht

 

Es sollte ungefähr 35 Jahre her sein, dass ich lauthals mitgesungen habe, wenn er sein „Dein ist mein ganzes Herz“ zum Besten gab. Und dann habe ich nichts Populäres mehr von ihm gemocht. Seine Balladen schon. Die alten Männer packen noch mal an – und aus, dachte ich mir, als mir das hier in den Ohren klang. Ohrwurm des Tages. Auf den war ich nicht vorbereitet. Und er hat irgendwas in mir angerührt. Der Tag wird es mir präsentieren. 🙂

Under Cover

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„Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist.“
Christian Morgenstern

Hemmung

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“ Wissenschaftlicher Fortschritt macht moralischen Fortschritt zu einer Notwendigkeit; denn wenn die Macht des Menschen wächst, müssen die Hemmungen verstärkt werden, die ihn davon abhalten, sie zu missbrauchen.“ Madame de Stael (1766 – 1817)

Diese frühe Kosmopolitin aus Frankreich sagte wohl heute wieder das selbe.  🙂

 

 

Mad World

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„Ein zufriedener Mensch besitzt die Fähigkeit der Selbstkontrolle, aber nicht jene Art der Selbstkontrolle, die darin besteht, zu ertragen und mit allem zufrieden zu sein, sondern vielmehr jene Selbstkontrolle, die die Fähigkeit gibt zu kämpfen!“  Elsa Brandstöm

Mal wieder ein Fundstück

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Aufleuchten

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„Begegnung ist, wenn meine
größte Freude darin besteht,
zu sehen, wie Du aufleuchtest, dadurch, dass ich da bin.
Und Du siehst, dass ich aufleuchte, dadurch, dass Du da bist!“
nach Ivan Illich

Wenn heute auch schon morgen wär

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„Was immer euch die Zeit zuweht, steht zusammen, bis der Sturm sich legt.  Gebt auf Eure Liebe acht….  Dass kein einziges Gefühl dort still verdorrt. Seid einander ein sanftester Hort.
….. Seid ein seliger Akkord, immerfort, immerfort.“
H.G.

 

Das bewegte Leben

leben bitte geh noch nicht
„Traurigkeit ist Stille, ist Tod; Heiterkeit ist Regsamkeit, Bewegung, Leben.“
Marie von Ebner-Eschenbach

 

 

Gestern hat jemand zu mir gesagt: Du lebst aber auch unruhig. Wahnsinn.

Tja, das ist alles eine Sache der Sichtweise. Ich behaupte mal: Mein Leben ist lebendig, bewegt, aufregend, manchmal schwer, mitunter sehr leicht, ab und zu schwierig, dann wieder unkompliziert bei allem Theater oft fröhlich – zumindest häufiger fein und heiter als traurig und still. Gesegnet fühle ich mich. Ich nehme es mit beiden Händen. Ich habe das eine bloß.

Wenn ich dann noch Udo lausche……  🙂

 

 

Barsel Sessions

barselEine wunderbare der Beschäftigung während der Elternzeit. 🙂

„Barsel“ ist das dänische Wort für Elternzeit. Tina Dico und Helgi Jonsson leben mit ihren drei Kindern in Island. Dort gibt es bekanntlich die besten Bedingungen für berufstätige Eltern 🙂

 

Diese wunderbare Version der „Hundred Miles“ wollte ich Euch nicht vorenthalten  🙂