Best Part

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„Ein jeder Klang aus voller Seele ist eine wirkungsvolle Tat.“
Lorenz Kellner (1811 – 1892)

Sixtyfive Minutes

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„Kein Mantra arbeitet so tief wie die Augenblicke nackten Gewahrseins.“

 

Ein guter Samstag. Spiegelglatt die Bürgersteige, glatt und nass die Straßen. Vorsicht lassen alle walten, wenn sie unterwegs sind. Es brauchte bei den Minusgraden heute schon eine Ganzkörperdrehung , um nach hinten oder zur Seite sehen zu können. Ansonsten wäre der Blick in der Kapuze gelandet. Inzwischen ist es dunkel. Ich genieße, heute nicht mit dem Auto auf die Straße zu müssen. Beruhigendes hat Platz. Schöne Stimmen. Gleichmäßiges. Heilendes. Wunderbar.

 

Wie bewegst Du Dich vorwärts?

Manchmal mit dem Bus, mal mit dem Auto, mit dem Schiff, mit dem Fahrrad, früher auch mal mit Rollschuhen, Skiern, Schlittschuhen und sogar einen Gleitschirm gab esfür eine lange Weile. Heute aber eher mit der U- Bahn, Straßenbahn, Metro, laufend, tanzend, gehend, schreitend, hüpfend, schleichend, wartend mitunter, stehend, sammelnd, kriechend, rollend, rückschauend, drehend, fast immer aber nach dem Motto: Augen auf!
Ganz wichtig dabei: unterschiedlichen Tempos. Noch wichtiger: Pausen. Und immer respektvoll.

Die Brücken, die ich zwischen all dem Erkannten, Erlebten, Gefühlten, Gelesenen, Gedachten, Gesehenen, Beobachteten, Betrachteten baue oder schaffe…. bringen mich vorwärts…. Zumindest ist es ein Prozess, der immer Neue und Neues bringt- für mich und auch für andere – den ich als „vorwärts“ empfinde.

Was braucht es dafür?
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Gerade, auf der Suche nach einer „passenden“ Musik, kommt mir folgende Frage: Welchen Grund mag es geben für meine Leidenschaft für Chöre?…….

Vielleicht die vielen Menschen? Die vielen Stimmen? Die bunten Geschichten? Das Gesamtwerk aus all dem?
Ach, wer weiß das schon…..

„Song for Marion“ oder „Na, wie geht`s Euch Lieblingsmenschen?“

25.2. 2014  Im letzten Jahr um diese Zeit kam dieser Film in die Kinos. Offensichtlich gab es da auch bei mir Zeiten, in denen meine Stimme nicht so wollte wie ich. 🙂 Gestern ging mir wieder dieser Film durch den Kopf und durchs Herz. Deshalb weise ich gern noch mal drauf hin!

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2013

Da ich eh nicht sprechen konnte… habe ich mich in meinem geliebten Holikino in die Spätnachmittagsvorstellung begeben.

Von dem Film hatte ich schon gehört! War gespannt! Sehr neugierig!

Und wenn er mich auch an „Wie im Himmel“ erinnert hat:

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Eine eigene, liebevolle Geschichte: Über Ehe, Vertrauen, Krebs, Liebe, Väter und Söhne, Respekt, Duchsetzung, Freunde, Musik, Einsamkeiten, Zuversicht..

Englisch, bildstark, vom Spiegel zerrissen, von anderen eher beschrieben als bewertet… aber egal….  mir hat er sehr gefallen.

Ich mag Vanessa Redgrave, Terence Stamp – und ich mag sie in diesen Rollen!

Song for Marion, Großbritannien 2012, 93 Min., FSK ab 0, von Paul Andrew Williams, mit Terence Stamp, Gemma Arterton, Christopher Eccelston, Vanessa Redgrave

Sie nennen das Genre „Dramedy“. Da ist was dran.

„Gabrielle“ – Filmfest Hamburg 2013

„Die Regisseurin Louise Archambault nimmt uns mit so viel Feingefühl, Warmherzigkeit, Humor und Respekt in die Welt von Gabrielle, dass sich dabei das ganze Universum öffnet“, begründet Programmleiterin Kathrin Kohlstedde die Wahl…

Dieses Universum  öffnet sich vor allem Menschen , die (noch) nicht hautnah mit dieser Art des „Anders- Seins“ im Alltag zu tun haben.

„Gabrielle – eine junge Frau mit Williams-Beuren-Syndrom – ist von ansteckender Lebensfreude und besitzt eine außergewöhnliche Begabung für Musik. Ihren Liebsten, Martin, lernt sie in einem Freizeitzentrum kennen, wo sie in einem Chor singen; die beiden sind unzertrennlich. Aber weil sie anders sind,..“ mehr dazu auf der Seite des Filmfest Hamburg 2013

Ich kann der Regisseurin und der Produzentin, aber besonders den Darstellern, nur danken: Für eine gelungene Antizipation der Realität von Menschen, die nicht ganz allein zurecht kommen – oft aber von Eltern unter – oder überschätzt werden. Sehr fein und leise reflektiert der Film die Beziehung zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern – und schätzt sehr die empathische Zuwendung der Betreuer – lässt den Unterschied zwischen  verlassen, allein und einsam klingen. Der Film lebt auch vom Weglassen – vor allem der Geräusche. So hat der Zuschauer zwangsläufig Teil an tiefsten Emotionen, ohne dass der Film dazu pathetisch sein muss. So gerne wird für Begeisterung der Ausdruck: „Großes Kino“ benutzt. In diesem Falle treffend.

 

ansteckende Lebensfreude
Gabrielle Marion-Rivard (Darstellerin), Alexandre Landry (Darsteller),
Louise Archambault (Regie), Kim McCraw (Produzentin)

Da ich in der ersten Reihe an den linken Rand des Kinos gequetscht saß, hatte ich am Ende die Chance, in zehn Sekunden der Regisseurin zu sagen: I am a „special ones“ mom – I wonna thank you for the film. I am happy with it – I am impressed.“  Sie musste noch in das zweite Kino, in dem der Film parallel gelaufen war. Offensichtlich war sie von der Rückmeldung überrascht, bedankte sich wirklich herzlich und weg war sie.

Produziert wurde „Gabrielle“, wie bereits „Monsieur Lazhar“ (Abschlussfilm Filmfest Hamburg 2011) von der Montréaler Firma micro_scope. Der deutsche Verleih Alamode Film bringt „Gabrielle“ voraussichtlich am 1. Mai 2014 in die Kinos.

Ich habe einen Tag gewartet, bevor ich das alles niederschreibe. Der Film arbeitet – weiter.

Ein MUSS   🙂

Only Boys Aloud – Es muss nicht immer Fußball sein…..

Es muss ja nicht immer Fußball oder Bogenschießen sein…

Only Boys Aloud was started by Only Men Aloud, to encourage singing among young men across South Wales.

BGT Final Shot
http://www.onlyboysaloud.com

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