
Friedrich Hebbel (1813 – 1863),

Welcome to my Reality!
Tulcea am Abend. Nach eindrucksvollem Deltatrip, nach vielen Regentagen, dem Hochwasser entkommen , uns in Sicherheir wiegend.
Während in der Heimat die Menschen vor dem Fernseher dem Duell der Fußballvereine folgen, mischen wir uns unter das Volk der Rumänen.
Milde Luft, günstiger Kaffee, freies Wlan…. 😉
Einen spannenden Abend wuensche ich.
Morgen geht weiter nach Sulina, zum 0 Punkt der Donau an der Grenze zum Schwarzen Meer.
Es muss ja nicht immer Fußball oder Bogenschießen sein…
Only Boys Aloud was started by Only Men Aloud, to encourage singing among young men across South Wales.
Also : Mir gefällt es.
What if you lose one on the Red Square in Moskau? .-)
Public Viewing auf dem Roten Platz – UEFA.
Wie lange lässt „man“ sie?

wenn sie nur darf, wenn sie soll
aber nie darf, wenn sie will,
dann mag sie auch nicht , wenn sie muss.
wenn sie aber darf, wenn sie will,
dann mag sie auch, wenn sie soll,
und dann kann sie auch, wenn sie muss.
denn schließlich: die können sollen, müssen auch wollen dürfen!
frei nach einem text, dessen verfasserìn mir unbekannt ist 🙂
Toi Toi Toi den Frauen, die ab heute die Kugel bewegen, die so vielen die Welt bedeutet 🙂
Das Schönste an Montevideo soll der Hafen gewesen sein – und das Steakhouse gegenüber. Das allerdings war schon geschlossen, als wir es am späten Nachmittag besuchen wollten. Touristen werden da wohl nur am Tage bedient.
Die Straßen waren wie leer gefegt. So ganz wohl haben wir uns nicht gefühlt. Zwei Frauen allein in der Hafengegend, bewaffnet lediglich mit Hunger und einer kleinen Kamera. Im warmen Licht des Abends ruhte ein Schäferhund mitten auf dem Platz zwischen Brunnen und Souvernierbude, die auch schon die Rolladen heruntergelassen hatte.
Im Restaurant daneben hockten Bekannte. Auf die Frage, ob sich die Aufgregung um die Steaks lohne, bemerkte einer der Kollegen: Wenn du dich fühlen möchtest wie in der Crewmesse, dann solltest du hier essen. Das bezog er weniger auf das Essen als auf die Menge der Crewangehörigen, die sich dort zum Zwecke einer Abwechslung niedergelassen hatten. So hungrig waren wir dann doch nicht. Schlenderten durch die leeren Straßen, die zu überqueren uns kaputte Ampeln geboten. Häuser geschmückt mir der „Sonne“ und den „Diamanten“ der Freimaurer. Sowohl in Uruguay als auch in Argentinien und Brasilien fanden sich viele Einflüsse der Freimaurer. Neugier trieb mich ins Netz, um mein galantes Halbwissen ein wenig aufzupeppen, mich nicht nur auf Literatur, Reiseführer oder Erzählungen und deren Informationsgehalt verlassen. Eine ihrer Wahllisten heißt : 33. Soll ein Symbol der Freimaurer sein. Ich halte aber lieber mal still bei meinem Nichtwissen. Denn das Nachlesen hat mir nur bestätigt : Außer ein paar Daten aus der Historie weiß ich nichts. Neugierig gemacht hat es mich. Mal schauen, ob ich dazu noch eine fundierte Meinung bekomme. Oder ist diese Bedürfnis zu schweigen gar im Sinne der Freimaurer? I have NO idea! Viele Gäste lasen gerade Dan Browns: Das verlorene Symbol. Immer wieder fiel dieser Buchtitel., als wir in den Straßen von Montevideo oder auch in Paraji, Brasilien herumliefen. Ich war dann so mutig und habe im Namen aller Amwesenden gefragt, wie die Menschen in Uruguay zu dem Thema „Freimaurer“ stehen.
Mein Bauch hatte mir grummelnd präsentiert: Das ist ein Geheimbund. Und die Menschen in Uruguay denken: Das ist ein Bund mit Geheimnissen.
Wir spazierten vorbei an leeren oder geschlossenen Kneipen, an vergitterten Fenstern und Türen. Drei Polizeiautos fuhren an uns vorbei. Zwei Touristenbusse standen an einer der Ampeln. Fünf Jungen kickten Fußball und beobachteten uns. Das zumindest bildeten wir uns ein. Gewarnt hatte man uns vor Kindern, da sie für Räuberei nicht bestraft werden. In Montevideo hatte es bis zum frühen Nachmittag geregnet und der eisige Wind aus dem Süden hatte bis zum Abend schon schöneres Wetter gebracht. Mit dem Buch „Die unsichtbaren Stimmen“ von Carolina de Robertis fühlte ich mich bestens vorbereitet auf die Stadt. Meine Neugier gepaart mit Aufregung hat sich während der Stadtrundfahrt am Tage auch nicht von der sonntäglichen Menschenleere an der Ramla drosseln lassen. Mit der Geschichte der Romanfiguren im Montevideo und Buenos Aires des gesamten 20. Jahrhunderts konnte ich die Szenerie in meinem Kopf beleben.
Auf dem Gehweg zurück zum Hafen musste jemand auf einem Bein durch den nassen Beton gehüpft sein.
Das Hafengebäude leuchtete in der Sonne, als wir zum Anker der Graf Spree zurück kamen. Das Loading war noch nicht ganz zu Ende. Am Abend gab es wieder frische Früchte.
Es gab nur einen Tag, an dem alles wie von Deutschen gewünscht verlief. Alle Ausflüge waren um halb fünf nachmittags zu Ende!
In Santos wussten wir warum: Um fünf Uhr begann das Finalspiel der brasilianischen Fußballiga. Santos gegen Rio de Janeiro!
Tja, da habe ich mich unlängst darüber ausgelassen, dass die Mormonen in SLC scheinbar so viel mehr Spaß am Heiraten haben als die Deutschen. Auf der Hochzeit meiner besten Freundin hier in Deutschland am letzten Wochenende dann fand ich genau diesen Spaß daran – und noch viel mehr. Schon komisch – vielleicht habe ich auch anders geschaut- geradezu danach gefahndet.
Ich jedenfalls teil(t)e die Freude beider Brautleute. Es hat die „Weddingplanner“ wohl einige Anstrengung gekostet, Menschen von Spielchen, Darbietungen, Entführungen und anderem das Fest störenden Kasparkram abzuhalten. Das hat sich gelohnt. Schließlich hassen wir ja unsere Freunde nicht. 🙂
Immer wieder hat mich die Frage ereilt, warum es so viel lustiger war als auf anderen Hochzeiten. Nicht, dass in der Kirche nicht ein ernstes Gesicht gezeigt wurde – beim Standesamt kurzfristig auch der Ernst der Entscheidung präsent war. Deutlich auch: Beide woll(t)en! Ohne Druck ohne Ansprüche! Einfach, weil es ihnen gut miteinander geht.
Der ganze Samstag war ein rauschendes Heiratsfest. Zum Standesamt eine andere Garderobe als für die Kirche – morgens noch selbst geschminkt, wurde nach dem erfolgreichen behördlichen Akt der kirchliche vorbereitet. Friseurin und Freunde halfen beim Ondulieren, Föhnen, Ankleiden, Aufhübschen – zwischendurch gab es Pizza und Salat. Der eine oder andere schlief noch mal eine Runde – in der Sonne oder im Schatten. Pünktlich zum Kirchgang dann in die Roben gestiegen – und für den Rest des Tages und bis in die Tiefe der Nacht mit gefühlten 200 C° unter dem langen Kleid gesungen, gelacht, in der Kirche gebetet, gegessen, getanzt, gratuliert, gedrückt, geladen, gedankt, sich gefreut und genossen, gesprochen. Oh ja, getrunken haben wir auch. 🙂
Was für ein wunderbares Fest, wenn glückliche Erwachsene heiraten 🙂 Es gab kein Muss auf dieser Hochzeit – lediglich hatte die Braut dem DJ verboten das Lied „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ zu spielen. Als zu fortgeschrittener Stunde sich dann Gäste über das DJ Pult her machten konnte er nur noch resigniert den „Verzeih mir- Gang“ zur Braut antreten.
Das Schlimmste daran? Für mich? Die Tanzfläche war voll! Wie würde mein Sohn sagen: „Geht ja gar nicht!“ 🙂
Als wir am Tag danach dem spannenden Fußballspiel folgten, kursierte folgende kleine Geschichte 🙂
🙂 Es lebe die aufgeklärte Braut! 🙂
Ich weiß bis heute nicht, was die Mormonen so glücklich ersscheinen lässt. Ich weiß aber, was diese Hochzeitsgesellschaft glücklich gemacht hat: Jeder hat das, was er getan hat, auch wirklich gewollt. 🙂