Viel versprechend

„Versprechen sind die einzigartige menschliche Art, die Zukunft zu ordnen, sie vorhersehbar und zuverlässig zu machen, soweit dies menschlich möglich erscheint.“    Hannah Arendt

In den letzten Monaten werde ich überschwemmt von Mails, die Angebote bergen, mich „gefragt“ zu machen. Mir zu helfen. Ungefragt übrigens. Von: Gewinnen Sie Follower! Wenn Sie mich nur gut genug bezahlen, werden sooooooo viele Ihrem Profil folgen!!!!! Bishin zu: „Ich bringe Ihnen das Glück, das Sie verdienen!“ Geldanlagen nicht zu vergessen. Riskomanagement könne ich lernen, Grundstücke kaufen, in Immobilien investieren, Autos leasen. Mich mit meinen Finanzen beraten lassen. Nicht zu vergessen, wer mir alles Kredite anbietet. Coachen wollen mich auch viele. Online. Kostenfrei. Meine Texte sollen besser werden, wenn ich die meinen nur erst einmal habe richtig unter die Lupe nehmen lassen. Der Diversität der Angebote scheint keine Grenze gesetzt.

Was mich wirklich amüsiert: Die Algorithmen können nicht gut funktionieren. 🙂 Sonst hätte ich wahrscheinlich keines dieser Angebote bekommen.

Wenn die wüssten! 🙂

Mich inspirieren meine Assoziationen zu diesen Angeboten. Die zwischen Genervtsein und der Frage, wie sie auf mich kommen. Und der Erkenntnis, dass es den Anbieter:innen NICHT um mich persönlich gegangen sein kann.

Beruhigend: ehrlich gesagt.

Fühlt sich so an, als wenn mir doch ein bisschen Privatsphäre bliebe. 🙂

UND: Wieder und wieder wird mir klar, dass ich als Person, mit dem was ich bin, kann und tue, wirke(n möchte). Nicht „nur“ mit dem Bild von mir.

Auf ein Neues!

Die Tut-mir-leid-daran-liegt-mir-nicht-Liste

„Kunst hört genau dann auf, wenn sie sich industrialisiert. Wenn Sie nur noch Erfüllungsgehilfe ist. Wenn sie keine Meinung, keine Seele, kein Herz mehr hat. Wenn sie schnell gefallen will, wenn sie willfährig ist, wenn es sie aufgeilt verkauft zu werden, statt entdeckt.

Und an alle anderen die schreiben: „Lasst Euch nicht einreden, wie man schreiben muss! Wenn ihr an Eurem Erfolg zweifelt, dann überlegt gewissenhaft, ob ihr die Zeit beim Schreiben nicht vergeudet für Wichtigeres: eure Familie, eure Freunde, eure Aufgabe. Wenn ihr aber sicher seid, dann laßt euch nichts einreden!“

 

Die Tut-mir-leid-daran-liegt-mir-nicht-Liste.

Danke an Literaturfrey!!!

Ganz der Vater / Habits are learned!

Wir können über das Lernen sagen, was wir wollen. Kinder haben Vorbilder – und diese Vorbilder haben sich ihres Einflusses bewusst zu werden. Vorbilder sind nicht nur Eminem und Merkel – das sind Eltern, an – oder abwesend, das sind Erwachsene, die bestenfalls verhandlungsfähig und respektvoll, bindungsfähig – resp. willig sind,  neugierig und friedfertig. Das sind  aber auch die Unglücklichen, die Erfolgreichen, die Gestrandeten, die Abgehobenen, die Unehrlichen, die Kreativen, die Überforderten, die Fröhlichen, die Geächteten, die Kämpferinnen,  die Gierigen, die Schul(d)zuweiser, die Gütigen, die Defektfinder, die Friedlichen. die Frustrierten, die Regisseure fremder Leben,  die Singenden, die Bedenkenträger, die Zutrauenden, die Mutigen, die Lebensfrohen etc….

VORBILDER BILDEN!!!

Die Finnen nutzen dieses Wissen, was wie wirkt, für etwas ganz Feines!!!  🙂

Da bekommt das Wort „Vor- Lesen“  noch mal eine andere Bedeutung!

Komplexer geht es doch kaum!  🙂