Would you…

„Ich lass mich tragen – weit, weit raus
als flöge meine Seele nach Haus.
I return to myself – Remember
Return to yourself – Remember“
Christina Lux

Irgendwann

„Viele, die ihrer Zeit vorausgeeilt waren, mussten auf sie in sehr unbequemen Unterkünften warten.“
Stanislaw Jerzy Lec

Weihnachten naht. Samt aller seiner Auflagen. Die Ahnung von Frieden, den dieses Fest (mir) jedes Jahr verspricht, können mir diese Regelungen nicht nehmen. Die Zuversicht, ein Leben lang mit diesem Ereignis verbunden, bleibt. Die inneren Bilder sind stärker als die äußeren Bedingungen. In diesem Sinne: Möge es besinnlich zugehen – wo immer Ihr auch seid.

So, jetzt aber!

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„Dies ist das Glück des Nomaden: Wer unterwegs ist, der verwurzelt sich mit jedem neuen Schritt. Er hat seinen Platz immer dort, wo er sich gerade befindet. Er frischt die Liebe auf, indem er sich bewegt.“
Drukpa Rinpoche

Zusätzlichen Raum und mehr Zeit will ich schaffen, um die Gefühle zu den Ereignissen der letzten Jahre zu würdigen, bevor ich sie in meinem Herzen einschließe. Endlich mir Zeit nehmen: Zu heilen, was zu heilen geht; zu trauern, wen und was es zu betrauern gibt; auszuruhen von dem, was mich so viel Kraft gekostet hat.

Ich  habe schon einige Vorboten der Wirkung solcher Räume und Zeiten kosten dürfen in den letzten zwei Wochen! So darf es weitergehen.

Positive Überraschungen – dafür hatte ich schon Platz gemacht. Wie? Indem ich einfach keine Pläne mehr gemacht habe für die Zeit bs zum Jahresende. Und völlig unerwartete und berührende Begegnungen und Einladungen, Ereignisse, Bescheide und Geschenke  sind mir zuteil geworden. Von und mit Freunden, Ämtern, Verwandten.

Dankbar beginne ich das neue Jahr. Mit einer Reise. Sehr spontan. Sehr aufregend. Sehr Urlaub. Einfach nur weg.

Euch wünsche ich Kraft und Neugier, nützliche Fragen an das Leben. Freunde, an die Ihr Euch wenden könnt, warum auch immer. Gute Literatur und schöne Bilder. Beweglichkeit und Gesundheit, Mut und Liebe. Zeit für das, was wichtig ist. Vielleicht sogar wichtiger als das, was Ihr gerade wichtig findet. Riskiert was. Singt. Sprecht miteinander. Tragt bei und mit – nicht nach.

 

In diesem Sinne: Ein gutes und gesundes und aufregendes neues Jahr 2020.

 

 

 

Sag was

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„Die Menschheit ist ein Buch, das immer wieder von neuem aufgelegt wird, ohne die Aussicht, jemals ein Bestseller zu werden.“
William Faulkner

Friends

OH, das bleibt. 🙂

Ulla Keienburg s Blog

sunlight morning„Anybody can sympathise with the sufferings of a friend, but it requires a very fine nature to sympathise with a friend’s success.“  / „Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl aufbringen. Es bedarf aber eines wirklich edlen Charakters, um sich über die Erfolge eines Freundes zu freuen.“ * Oscar Wilde (1854-1900)

 

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What about us?

what about us

Genau – was ist mit denen, die sich nicht selbst vertreten können?  Thanx Pink.

Also, ich fand es spannend!

Und ganz plötzlich ist das Jahr vorbei.

Auf  einem meiner vielen Wege in den Norden hörte ich unlängst folgenden Satz:“Wenn Du traurig bist, hältst Du Dich mit Vergangenem auf. Ängstigst Du Dich, bist Du wohl in der Zukunft unterwegs. Wenn Du Dich einfach mal sechs Sekunden lang Deinem Atem widmest, bist Du für diesen Moment ganz frei.“

Ein – und ausgeatmet habe ich ausgiebig auf meinen Reisen des letzten Jahres.Mit den Weather Reports   berichtete ich darüber via Bild und Wort. Mitunter habe ich auch die Luft angehalten, um nicht aus der Haut zu fahren. Geholfen haben in solchen Momenten Freunde, und auch bin ich darüber mit Menschen zusammengewachsen und daran zusammen gewachsen.

Ich war in den USA, und wir haben uns drei Roadtrips gegönnt. Einen durch die Nationalparks im Südwesten, den zweiten durch Washington State und Oregon und den dritten rund um den Lake Michigan. Meine Arbeit auf den Schiffen brachte mich nach Costa Rica, in die arabischen Länder, durch den neuen Suezkanal, nach Frankreich zwischen Carmaque und der Ardeche, von Hamburg nach Amerika via Island und Grönland und Kanada, und gekrönt wurden diese Reisen mit dem Trip nach Tokyo, Sapporo und Otaru – und durch schwerste Wetter bis Manila.

Rückblickend kann ich nur sagen: All die neue Luft, die anderen Kulturen, die wunderbaren Begegnungen mit neuen und bekannten Menschen, die lustigen Mietwagen, die Erkundungen, Überraschungen, Erkenntnisse, die Pflege von Freundschaften und das Verändern toxischer Verbindungen haben mir die Kraft gegeben, die Herausforderungen meines letzten Jahres zu meistern.

Z.B.: Einen Kindsvater, der ums Verrecken nicht zahlen will,  Ämter, denen ich nach einem Jahr Bearbeitungszeit für einen Widerspruch nachweisen konnte, dass auch sie einen Fehler gemacht haben, Behörden und Einrichtungen, die mich für dumm verkaufen wollten, Ärzte, Krankenkassen, Verbände, Gerichte, Einrichtungen, Versicherungen aller Art, die mir eine m.E. fast unmenschliche Geduld abverlangten. Eingesehen habe ich: nur ich finde es unerträglich langsam – und demütigend.  Ich lasse mich nicht durch „Arbeitszeit“ regulieren. Ich arbeite, bis ich fertig bin! Ich nehme auch nicht einfach hin, was mir so geschrieben wird. Ich akzeptiere nicht einfach Entscheidungen – ich kämpfe, bis die Umstände und Gegenheiten so sind, wie ich es für fair, gesund, rechtens, rechtlich möglich oder machbar halte. Ablehnungen sind nur eine Aufforderung zum Neuversuch. Ja, das kostet Zeit und Nerven – vor allem in einem Behördendschungel, wo die eine Stute nicht weiß, wie der Hengst in der anderen Abteilung wiehert. Aber: selbst in dem Dschungel habe ich Mitstreiterinnen gefunden. Der Ton macht halt mitunter die Musik. 🙂

Dank meiner Freunde und meiner Familie, dank verständnisvoller Kunden und Kollegen habe ich es vor allem in den letzten zwei Monaten letztlich doch geschafft, dass bis Ende des Jahres mein Sohn wieder weitgehend hergestellt und gesund und guter Dinge ist, dass ich gesund und heile bin, und dass ich bei Kräften bin, um das nächste Jahr anzugehen. Da warten dann noch ein paar Gerichtstermine, Klärungen und Veränderungen zugunsten  meines Sohnes auf uns.

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Und tolle Aufträge, neue Schiffsreisen, Jubiläen, Feste, Neuerungen – und für gute Überraschungen bin ich auch immer zu haben.

Ich wünsche Euch ein wunderbares Jahr 2017. Viel Kraft und gute Energie, inspirierende Begegnungen, verlässliche Beziehungen, respektvollen Umgang, humorvolle und nährende Erlebnisse, immer eine Hand am Herzen und ein Ohr, wenn ihr es braucht, oder auch tröstendes Zuhören, wenn andere das von Euch erbitten. Passt auf Euch und Eure Lieben auf – und auf das, was Euch mit Euren Lieben verbindet.

Habt Dank, Ihr Treuen, für Eure Begleitung, Eure Kommentare, Eure Fragen, Eure Geschichten, Eure Freundschaft, Eure Kunst, Eure Rezepte, Eure Inspirationen,  Eure Neugier.

Ich mache gern weiter: Ich werde weiterhin Bilder machen, Worte suchen und finden, schreiben, berichten, mich und manchmal auch Euch erinnern. Denn : In mir „jubeln“ weiter: Neugier, Güte, Durchhaltevermögen, Dialog, Achtsamkeit und mein Humor und die Fähigkeit, auch aus dem, was mich ärgerlich macht oder sauer, Kraft zu schöpfen.

In diesem Sinne:

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Was mir wirklich fehlt? Neue, kluge, respektvolle, warme, ehrliche, klare Worte von Roger Willemsen.

Im Kreis

Der zweite Kaffee dampft bereits neben mir auf dem Schreibtisch. Die Sonne (!!!) hatte mich früh geweckt. Erheiternder zumindest und motvierender als der Wecker, der mich dann letztlich aus den Federn holte. Ein leichter Wind weht durch die noch knospenlose Zweige. Verflogen sind Schwere und Reißen. Der Kopf ist frei für (Denk)-Arbeit. Wow. Und schon türmen sich die Themen: Geschäfte mit der Pflege, Inklusion, Teilhabe statt Kontrolle, Kommunikation, Vertrauen – lauter „Wenn Dann“s. Da kam mir der Ausspruch von Reisenberg doch gerade recht. Einen erhellenden Montag wünsche ich Euch. ‪#‎kreis‬ ‪#‎umdrehungen‬ ‪#‎richtung‬ ‪#‎neu‬

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„Umdrehungen allein eröffnen noch keine neue Richtung.“ © Martin Gerhard Reisenberg

„Ideen“ oder doch „Angst“?

moskmetro
„Ich kann gar nicht verstehen, warum die Leute Angst vor neuen Ideen haben; ich selbst habe Angst vor den alten.“ John Cage

Travelbuddy – Zwischen Revolution und Wolkenkratzern

beliya moscow 1905
Ulitsa 1905 Gorod – Metrostation der Linie 7- Moskau

Bliebe der Schlüsselanhäger dort, passierten ihn täglich mehr als 75tausend MetrofahrerInnen. Das war ihm zu viel….. und er wollte wieder zurück in die Tasche und mit mir weiter fahren.  Dieses Denkmal erinnert an die Proteste in den Jahren 1905 – 1907 , die  retrospektiv auch gern als Generalprobe für die Revolution 1917 gesehen werden.

aquarium moskau
Skyscraper with Aquarium 🙂

 

 

 

Von hier aus blickt man-  fast ungehindert- auch  auf die ständig sich ändernde Skyline von Moskau- City. Nicht so furchtbar schwer, denn diese neuen Türme sind wirklich gigantisch. Einer dieser hat unlängst von mir den Spitznamen „Aquarium“ bekommen. Why? 🙂

www.beliya.de

Das hätte ich fast vergessen!

caterpillar

Muss dazu etwas geschrieben sein??? 😉

Bye, Bye, my dear Friend! oder Alles neu macht der Mai!

Das war es dann mit uns, lieber Volvo 850. Nicht , dass ich Dich gern hätte gehen, bzw. fahren lassen. Siebeneinhalb Jahre hast Du mich treu zwischen vielen Orten dieser Republik hin – und hergefahren. Hast mir als Schlafplatz gedient, hast Gleitschirme samt der Flieger transportiert, Möbel gefahren, halbe Hausstände transportiert, bist mit mir  Berge hoch und runter gefahren, hast die A1 und A7 udn diverse andere Autobahnen mit all ihren Baustellen bequem durch“gestanden“. Kaum, dass sie frei zu befahren sind, lassen uns nach Berlin nun Städte wie Köln, Hannover, Düsseldorf nicht mehr zusammen einfahren, Das eine oder andere Mal haben wir noch getrickst… nachdem nun auch das Ruhrgebiet mir die Einfahrt mit Dir verwehrt hat – und deine rote Plakette zu unserem neuen Aussonderungskriterium wurde. übernehmen Dich nun Menschem, die mir Umweltzonen nichts am Hut haben. Dich in guten Händen zu wissen, stimmt mich versöhnlich – sparsam, treu und zuverlässig wie Du bist. Sicherlich half die feste Verbindung zu den gelben Engeln – aber das war immer das geringste Problem. Die   KFZ Meister behaupten, Du seiest gerade mal eingefahren….  🙂

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Bye Bye dear old friend Volvo 850

Okay – ich lasse los – wenn ich auch noch die Chance habe, Dich deinem Nachfolger, einem jüngeren Vertreter, mit grüner Plakette, vorzustellen.

Eines weiß ich schon jetzt: Der Neue hat nicht mehr so viel Innenraum, nicht mehr so viel Platz für die Beine. Ob er bquem für Übernachtungen ist – das weiß ich noch nicht, und er wird nicht mehr so sparsam fahren – nicht mehr ganz so sparsam.

Auf ein Neues! Auf was Anderes!

Was bleibt? Was geht?

neujahrsgruß 2013

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