Einmal noch – Westcoast (2)

Selten habe ich so viele deutsche Touristen identifiziert. Ich habe brav meinen Mund gehalten. Und wenn, habe ich mich auf Englisch verständigt. Sind geflüchtet in Richtung Norden. Es ist halt Ferienzeit – gefühlt überall auf der Welt. Und alle reisen nach Californien. ALLE. Erst in den Redwoods war Ruhe. Ansosten war alles verstopft mit Sightseeingjunkies, Beweisfotomachern, Selfiequeens, SUVfahrern.

Und ich freue mich immer wieder, welch Trüffelente bzgl. Hotels ich an meiner Seite habe. 🙂

Historic Brookdale Lodge

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Als ich nachfragte, ob dieses Hotel schon mal als Filmlocation gedient hat, erklärte sich mit der Antwort auch das Konterfei von James Dean an der Hauswand des gerade wieder eröffneten Zimmertrakts. Auch Marilyn Monroe, Al Capone und weitere sollen dort genächtigt haben. Sehr feines Haus, mitten im Wald. Schlechtes Netz, also richtig Ruhe. Eulen nachts und andere Waldgeräusche waren das Einzige, was wir vernehmen konnten, während der Mond fast gefüllt zwischen den Bäumen hindurch strahlte.

james dean

Wharf Masters Inn – Ein Traum im Nebel

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Ein Traum im Nebel am Abend: Die Brandung war die ganze Nacht zu hören. Morgens weckten uns die Möwen und kommentierten die ersten Versuche der Fischer. King Salmon – darauf gingen sie. Als Amateuer darf ein Fischer nur zwei King Salmon pro Person fangen. Die Eimer sind voll – und der stolze Fischer hat plötzlich viele Freunde. 🙂

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Point Arena, CA

Das erste Hotel für uns in Oregon lag spuckweit entfernt von den brennenden Wäldern. Am Rogue River. Die Sonne war im Qualm der Feuer glühend rot verschwunden und abends stand der Vollmond über der Schleuse. Und wir im Garten des Hotels umzingelt und begehrt von Mosquitos. Trotz grandioser Hitze brannte im Garten ein Gasfeuer – um die Mücken von den Menschen abzulenken.

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Tatsächlich hat Gary Grant in dem Zimmer Nr.4 genächtigt. Und Walt Disney ist zum Fischen her gekommen.

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Als wir die Ente im Frühstücksraum entdeckten, wussten wir: wir waren einem Ruf gefolgt 🙂

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Der letzte Tag – Sommer in den Bergen

Blauer Himmel schon zum Aufwachen. Das war ein Geschenk. Nachdem wir erst nur schwer Abschied vom Blanch Hotel nehmen konnten, waren wir doch zügig zum Mt. Hood unterwegs. Es gab Wege, da grüßten die Menschen, an denen wir vorbei fuhren. Schon beim erstrn sagte ich: der grinst, als wüsste er, dass wir gleich wieder hier vorbei kommen. Auch die zweite, der dritte hatte diesen mitleidigen Blick. 😉 Ja, wir haben sie wieder freundlich gegrüßt, nachdem wir aus dem „Dead End“ zurück kamen.

An der Gondel zum Mt.Hood hatten sie riesige Flaschen mit Sonnenschutzmittel SPF 50 und 30 stehen. Zur kostenfreien Nutzung, versteht sich.  Das war auch gut. Noch klebt das Zeug an T- Shirts, Sonnenbrille, in den Haaren. Aber: wir sind ohne Sonnenbrand vom Berg zurück.

Glücklich über diese gelungene Woche hocken wir nun am Flughafen in Portland und warten auf den Flug gen Ostküste. Kurz nach Mitternacht.

Ich habe mich verliebt in diese Gegend, in den Habitus der Menschen, in die Sorge für Unwelt, die Radwege, das gesunde Essen, die Diversität der Landwirtschaft, die Berge, die Toleranz.

Es wird ein bisschen dauern, bis ich weiß, was genau es war. Aber hier gefällt es mir ausgesprochen gut. Besonders an den Orten mit wenigen Menschen. 🙂
Habt Dank für Eure Begleitung. Mal wieder. 😉

Cape Horn near Bridge of the Gods- First Impressions

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