Midnight at „Nordkaap“

Mitternacht(ssonne) am Nordkap

mitternachtssonne am nordkap 2012
Mitternachtssonne am Nordkap 2012

Es gab auch Zeit, sich das Gebäude mal von innen anzuschauen,  was sie dort an diesem nicht nördlichsten Ende Europas gebaut haben, um den Touristen ordentlich Geld aus der Tasche zu ziehen.

Museum, ja okay, riesige Cafeteria – auch gut – ein überdimensional großer Souvenierladen – unfassbar, ein Kino, Restrooms, auch nötig….

Während es stürmte und eiskalt den Regen gegen alles peitschte, was sich draußen befand – fand ich diese kleine, wunderbare Kapelle.

Dort lief, während wir uns auf den Stühlen niedergelassen hatten, „Officium novum“ vom Hillard Ensemble und dem Norweger Jan Gabarek     Besser ging es nicht….

Freu mich schon auf das nächste Mal!!!  🙂   #ganzbald

Nikon, Enten und Johannes – Der Samstagsausflug zum Golden Ring

Als ich heute Morgen aufwachte, konnte ich mich nicht mehr an den Namen des beeindruckenden Klosters – der Lawra – erinnern, die wir gestern beehrt hatten. Zweieinhalb Stunden hin – zweieinhalb Stunden zurück – mit Bus und  Elektrobahn, Metro und per Pedes. Und ich hatte so viel im Kopf, dass mir der werte Name entfallen war – der dieses Klosters aus der Serie „Goldener Ring“.

Wikipedia sei Dank… Ich fand anhand der Stichworte:

„russisch orthodox, priesterseminar, sechs kirchen, glockenturm, nördlich moskau“  tatsächlich, was ich suchte.

Das Kloster der Dreifaltigkeit und des Heiligen Sergius (russisch Свято-Троицкая Сергиева Лавра oder Троице-Сергиева Лавра) ist ein russisch-orthodoxes Männerkloster in der rund 70 km nordöstlich von Moskau gelegenen Stadt Sergijew Possad (von 1930 bis 1991 Sagorsk). Es wurde um 1340 vom Heiligen Sergius von Radonesch gegründet und gilt seit Jahrhunderten als eines der bedeutendsten religiösen Zentren der russisch-orthodoxen Kirche. Das vom 15. bis 18. Jahrhundert entstandene architektonische Ensemble des Klosters gehört seit 1993 zum UNESCO-Welterbe.

mehr dazu

Es lohnt sich wirklich, sich diese Geschichte dieser Glaubensbrüderherberge mal näher anzuschauen. Sogar Lenins Kopf  ist auf einer Säule vor den Klostermauern zu finden. Wieso? Antworten auf so vieles finden sich da.

Neben der dramatischen Geschichte dieser Klosteranlage stieß ich natürlich auch auf etwas, das ich meiner selektiven Wahrnehmug zu verdanken habe. 🙂

Enten gibt es halt überall 🙂

„Einer der bekanntesten Wehrtürme ist darüber hinaus der Ententurm (Уточья башня). Dieser Name soll laut einer Legende dadurch zustande gekommen sein, dass der damals noch nicht zum Zaren gekrönte Peter der Große, als er sich zur Zeit der Strelizenaufstände im Kloster verborgen hielt, zum Zeitvertreib von diesem Turm aus Enten am nahe gelegenen Teich geschossen haben soll. Später soll dann zur Erinnerung daran die Spitze des Turms mit einer Entenfigur geschmückt worden sein, die dort bis heute aufgestellt ist.[4] Der Ententurm weist eine Höhe von 22 m auf.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dreifaltigkeitskloster_von_Sergijew_Possad

Sehr viel mehr traditionell Russisches glaubte ich gestern gesehen zu haben, als mir der Alltag in Moskau es bietet.

Frauen trugen über ihren Hosen Röcke, viele trugen nicht nur in der Kirche Kopftuch. Mitunter erinnerte mich das Design der Frauenkleidung, auch außerhalb de Klosters, an die radikalen christliche Gruppen à la Menoniten oder Amish. Wenn diese auch weitaus uniformierter wirken. Und an vermummte Frauen erinnerte mich das auch. Egal.

Vor dem Eingang standen aufgereiht die Stände mit den Souveniers, an die ich durch meine Reiserei durch die Welt gewöhnt bin. Unsere russischen Stadtführerinnen speisten mit uns die traditionellen Weichbrötchen, gefüllt entweder mit Äpfeln, Ei oder Kartoffeln. Dazu gab es KWAS, einen leckeren (Roggen)-Brottrunk –  einem sommerliches Erfrischungsgetränk — nicht ganz alkoholfrei. 🙂

Wenn ich jetzt noch mehr schreibe, liest das eh keiner mehr… 🙂

Geschäftstüchtig – Muss das sein?

All you need as a tourist

 

Ein Tag in Santo Domingo Dom Rep…

 

 

 

Muss das sein?

 

 

Fundgrube
did it fall or did it fly?

 

 

The Big Deal – Reykjavik die Dritte

waiting for the big deal 2010 Island

Reykjavik 2010 – Der Himmel war grau. Ab und zu regnete es. In der Fußgängerzone tummelten sich vorwiegend Besucher der Stadt. Auf seine große Chance hoffte er wohl, als die mehr als zweitausend Touristen vom Schiff kamen, auch um ortsübliche Souvenirs zu finden. Als ich vor zwei Jahren das erste Mal in dieser Stadt war, hatte ich mich in sie eingelesen.

Kristof Magnussons Roman „Zuhause“ lieferte mir so starke Bilder,  dass ich in einem der Cafes, in denen sich die Romanfiguren trafen, ebenfalls einen Milchkaffee trank. Ich hatte Appetit auf Lakritz umhüllt mit Schokolade. Die Autos hörte ich durch die enge Hauptstraße fahren. Wenn sie  auch nicht den Stau verursachten, von dem er berichtet hatte.  Björk trafen wir in einer Boutique. Die Enten fand ich auch. Auf dem großen Teich am Rathaus. Und es war  hell – ganz lange hell.

Passend zum Outfit

Sogar farblich passend zueinander zeigen sich am dem Ort auch Möwen und Touristen.

`08 schlenderte ich im Norden durch die nach faulen Eiern riechenden Schwefelfelder, tollte am Mückensee entlang und hörte lustige Geschichten am Godafoss. Im letzten Jahr habe ich mich in der Blauen Lagune geaalt, die Geysire spucken sehen und am Gullfoss die Wassermassen herunter donnern. Gefühlte unendlich viele Kilometer in einem Bus unterwegs  lauschte ich den Geschichten der eingewanderten Reiseleiterin über die große Pleite des Landes. Für den Euro bekamen wir das Doppelte an Kronen als im Jahr zuvor. Fühlte sich nicht gut an, wenn es auch für uns günstiger war. Und in diesem Jahr steckten in den Postkartenständern Fotos vom Eyjafjallajökull. Aschewolke  als Konsumgut. Heiterer wirkten die Isländer schon als im letzten Jahr.

Hallgrimskirkja ohne Gewand

Die Hallgrimskirkja war `10 wieder ohne Gewand und der Bau des Opernhauses läuft weiter. Kopfschüttelnd nehmen viele Bewohner das hin. Den einen oder anderen zynischen Blick oder Kommentar haben sie schon parat.


Er kann den Kopf nicht schütteln

Und als ich einen Enddreißger fragte, was seine Lehre aus der Pleite sei, antwortete er: „Ich habe drei Kinder – und die sollen jetzt in dem Bewusstsein aufwachsen, dass man Dinge erst dann kaufen soll, wenn man das Geld dafür hat.“ Vor der Pleite hehörten ihm mal 40% seines Hauses. Jetzt sind es gerade mal noch 10%.

Auf den Schiffen, die uns `08 und `09  dort hin brachten, las ich aus dem Buch „Elfe im Schlafsack“ von Wolfgang Müller vor. Diese Geschichten eignen sich großartig , wenn all die Eindrücke und Informationen, die einen auf der Reise durch dieses Land ereilen, einen wirklich originellen Kontext brauchen. Und wer sich dann noch zum Thema „Gender“ Gedanken machen möchte, kann hier erfahren, wie sich das Odinshühnchen seinen Job eingehandelt hat 🙂

Sollte sich jemand über diese Stadt und dieses (Is)Land anders als über einen Reiseführer schlau machen wollen: Für alle, die hin wollen oder die von da zurück kommen!

Kristof Magnusson: Zuhause

Wolfgang Müller: Neues von der Elfenfront: Die Wahrheit über Island

Wolfgang Müller: Die Elfe im Schlafsack

Einar Karasson:  Romane

Rudolf Habringer: Die Islandpassion

Auf zum Kaffee mit Kollegen

Und jetzt feiere ich den „Tag des Kaffees“. Prost Latte!