Das habe ich (ein)gesehen :-)

dover von der promenade aus
Dover 2019  (c) Ulla Keienburg 2019

Die Sprache der Leute

cof
Wer auf andere Leute wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden.
Kurt Tucholsky

Die Sprache der Menschen, auf die ich wirken soll, ist mir bis zur ersten Begegnung mit ihnen ein Rätsel. Vielleicht ist das nützlich. So bleibe ich beweglich. Zumindest innerlich.  🙂 Und offen –  den Menschen gegenüber.

Glück

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 „Verantwortung für Dich selbst bedeutet, Dich zu weigern, andere Dein Denken, Reden und Benennen für Dich tun zu lassen; es bedeutet, zu lernen, Dein eigenes Gehirn und Deine eigenen Instinkte zu respektieren und zu benutzen; also mit harter Arbeit anzupacken.“
– Adrienne Rich

 

 

One of those

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A Million Dreams

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celebration of humanity

Auf Reisen/ On Tour

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„Wer reisen will, muss zunächst Liebe für Land und Leute mitbringen, zumindest keine Voreingenommenheit. Er muss guten Willen haben, das Gute zu finden anstatt es durch Vergleiche tot zu machen.“
Theodor Fontane

 

DAS Schiff meiner Träume

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Ich muss ganz offensichtlich mal eine paar Filme sehen, um noch mehr über das Schiff zu erfahren, weswegen ich die ganze Kreuzfahrerei angefangen habe. 🙂 Seit ich 21 Jahre alt bin, träume ich davon, auf diesem Schiff zu arbeiten. Bislang sind alle Bemühungen fehlgeschlagen.

Es hat schon mal den Anruf gegeben: Guten Tag, hier ist Seacloud Cruises“ Das war 2012. Ich bin zusammen gezuckt. Meine Abmachung mit mir stand auch da schon: Sollte ich je auf dem Schiff gearbeitet haben, höre ich mit dem Cruisen auf. 🙂 Es sei denn, es gibt noch unwiderstehliche Angebote. Sie wollten mich für das Flussschiff „rivercloud 2“. Das war meine erste Reise auf der Donau. Ein Traum! Und ich musste noch nicht aufhören.  🙂

Jetzt bin ich einfach geduldig. Und atme tief durch, wenn ich daran denke. Drückt mir mal die Daumen.Vielleicht hilft das.

 

http://www.fernsehserien.de/die-sieben-leben-der-sea-cloud/spoiler-vorschau

Sun(ny)day

im schatten
“… it`s better to lose some of the battles in the struggles for your dreams than to be defeated without ever knowing what you`re fighting for.” P. C.

Optimismus(s)

„… it`s better to lose some of the battles in the struggles for your dreams than to be defeated without ever knowing what you`re fighting for.“ P. C.

waiting for the star

Träum weiter! – Frau Holle, Apple-Messias, Dorian Gray und die traumhaften Bedingungen für Alltag, Bildung und Arbeit

Was denken Sie, wenn Ihnen jemand den Satz sagt: „Träum weiter!“? Träumen wird mit unrealistischen Wünschen verwechselt – zu häufig flüchten sich Menschen in überhöhte Wunschträume anstatt in den (nächtlichen) Träumen ihren wahren Bedürfnissen und auch Gefühlen wieder auf die Schliche zu kommen. Wie nützlich das sein kann, beschreibt Stephan Grünewald in seinem neuesten Buch:

9783593398174„Die erschöpfte Gesellschaft“ 

Schon auf den ersten Seiten zückte ich einen Stift – um etwas anzustreichen. Ein wenig fürchtete ich, dass ich das alles schon mal gelesen haben könnte. Das haben Einleitungen wohl so an sich. Kaum  aber mit Kapitel 2 begonnen, schien mir plötzlich die Sprache wieder vertraut, diese morphologische, bildhafte, diese Ansammlung von…  ach, ist das nicht alles selbstverständlich?

Nein, das scheint es nicht zu sein. Mit jeder Seite, die ich las, häuften sich die unterstrichenen Passagen, die markierten Aussagen. Einerseits glich es einem „Wieder – Holen“ der bereits gelernten morphologischen Grundsätze, andererseits erfreute ich mich an den Kontexten, auf die Stephan Grünewald diese Sichtweisen anwandte.

„Die erschöpfte Gesellschaft“ , wie er sie beschreibt, bestätigt so viele der Gefühle, die in deutschen Gefilden entstehen: Das Bedürfnis nach Sicherheit, das Gefühl, einen aufgeräumten Schreibtisch haben zu müssen, für die Zukunft nur in Geldmengen zu denken, alle(s) gleich zu machen mit dem Ziele es besser messen zu können, Klons zu schaffen, etc.

Er rüttelt auf mit dem, was er schreibt. Während der Lektüre fühlte ich mich das eine oder andere Mal „erwischt“, trotzdem bin ich  dankbar für die Außensicht.  Es erlöst mich auf jeder dritten Seite davon, mich als Spinnerin zu fühlen und bestätigt spätestens auf den letzten Seiten, wieso es für mich persönlich so wahnsinnig schwer ist,  in der Automatisierung eines vorwiegend auf Performance ausgerichteten Arbeitsalltags zu funktionieren.  Spätestens seine Ausführungen zu Bildung und Arbeit sind komplett unterstrichen. Wenn  er die Rolle der Piraten mit der der Pechmarie deutet, das vielfach gewünschte Grundeinkommen mit der „bedingungslosen Mutterliebe“ vergleicht, den Kühlschrank zur Gefühlsapotheke erklärt, als Beispiel für die Gleichmacherei mit der Rhythmisierung der Woche aufwartet: dann kann die Unternehmung am Sonntagnachmittag schon mal einen Beigeschmack bekommen- aber nur, wenn Mensch humorlos ist. 🙂  Oder liegt es an meiner Selbstständigkeit, dass ich dem viel Heiteres entnehmen konnte?

Ich sage beschwingt: „TRÄUM WEITER!“

Unbedingt lesen!  Bitte! Virtuos geschrieben!  Für jeden etwas dabei!  Mich wunderte, wenn es nicht so wäre.

Nachdem ich etwa zwei Drittel des Buches gelesen hatte, drängte  sich mir das Bild auf: Ein Hamster, der von innen sein Laufrad aufbiegt….  #könnte ich doch nur zeichnen  🙂

Stephan Grünewald
Die erschöpfte Gesellschaft
Warum Deutschland neu träumen muss
2013, geb.   ca. 200 Seiten
 D 19,99 € / A 20,60 € / CH 28,90 Fr.*;
ISBN 978-3-593-39817-4
Auch als E-Book erhältlich.

Ein Beweis für das Paradies? oder…

Wie gehen wir mit Angeboten um?

 

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