Nzinga needs help – Hamburger mit Herz e.V. hilft (7) – Nzinga beginnt die Reha

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Nzinga vor dem „Raum der Stille“

Meine Güte, war und ist das alles aufregend. Seit gestern hat Nzinga einen neuen Pass. Der bescheinigt ihr, dass sie in einer Sicherheitskontrolle am Flughafen immer piepen wird, wenn sie durch diese fahren oder laufen muss. Sie hat eine Menge Metall im Bein.

Als ich die Entlassungspapiere bekam, habe ich sie nur kurz überflogen. Es gab so viel zu bedenken und zu organisieren für den kommenden Montag. Sicher stellen musste ich nur, dass alle notwendigen Verordnungen zusammen sind, die zukünftigen Ärzte Bescheid wissen, was sie wo, wie und bis wann tun dürfen, können, sollen, müssen. Da die meisten stationären Rehaeinrichtungen über Weihnachten geschlossen haben, fiel die Wahl auf eine ambulante Reha. Ab Montag wird sie dort wochentäglich für drei Stunden behandelt und gefordert sein.

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Letzte Minuten in der Lobby des Diakonie Klinikums, HH (c) Ute Schlemmer

Nachdem ich Nzinga und ihre Mutter samt Rollstuhl, Krücken, Gepäck und guten Wünschen bei der Gastfamilie abgeliefert hatte, habe ich mir gestern Abend die Zeit genommen, den OP – Bericht in Ruhe zu lesen. Alles, was noch kurz zuvor an Problemen entdeckt worden war – und schon allein hätte zur Amputaion führen können- war kein sooo großes Poblem. Doch waren sie offensichtlich konfrontiert mit welchen, mit denen sie gar nicht gerechnet hatten. Ohne ins Detail gehen zu müssen, kann ich nur sagen: Ich verneige mich vor dem Team rund um Prof. Dr. Bruns und bin NOCH glücklicher als je zuvor, dass Nzingas Bein noch da ist. Demut ist das einzige Wort, was mir dazu einfällt.

10859929_10204578367832519_596480296_nNoch bevor sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, haben sie die „Staples“ entfernt. Ich musste immer schmunzeln, wenn das Wort fiel, weil ich umgehend an Büromaterial dachte. 🙂   Die Schwestern, Pfleger, Ärzte und Physiotherapeuten, MTAs und RAs haben ihr Bestes gegeben – in allen Schichten. Einen herzlichen Dank auch an sie. Mehr als mit Kalorien in verschiedenen Darreichungsformen konnte ich sie auch nicht erfreuen. Als ich fragte, wie lange denn so eine große Dose Haribo Konfekt halte, lachte eine Schwester laut: Fünf Minuten. Ungefähr.

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Zwei der rund 50 Klammern habe ich mir geben lassen. Nur mal so, als Erinnerung. Unfassbar, wie in so kurzer Zeit eine solch kapitale Wunde verheilen kann. Nzinga ist jung, kräftig, ansonsten gesund und offensichtlich sehr widerstandsfähig. Nun müssen Gefäße und Muskeln und Bänder und Gewebe aller Art wieder heilen – innen drin. Ihr Kreislauf wird wieder in Schwung kommen, und in spätestens vier Wochen darf sie ihr Bein mit dem neuen Innen“leben“ schon ein wenig belasten. Bis dahin wird sie wahrscheinlich gut trainierte Oberarme und Schultern haben. Krücken und Rollstuhl erforden nun mal den Einsatz dieser Muskeln. „Kontaktsport“ wird wohl so schnell nicht wieder möglich sein, sagt sie. Ein bisschen wehmütig klang das schon.

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Nzingas „e-classroom“

Bis dahin kann sie aber eine Menge Denksport treiben. Das College, an dem sie ihren Bachelor macht, hat nämlich „e-classrooms“. Sie war nicht davon befreit, einen Teil ihrer Prüfungen während der Zeit im Krankenhaus und der Reha zu erarbeiten, schreiben und abzusenden. Nicht alle Hochschullehrer hatten sich darauf eingelassen, die anstehenden Prüfungen im Vorfeld erledigen zu lassen. Langeweile wird sie nicht haben, denke ich.

Mutter Akilah wird am Montag wieder nach Trinidad reisen. Dort warten auf sie ihr Projekt und der Rest der großen Familie sehnsüchtig. Nzinga wird zwar jetzt auf die physische Anwesenheit ihrer Mutter verzichten müssen, aber virtuell ( und spirituell sowieso) werden sie verbunden bleiben. Nzinga wird ja bis Schulbeginn am 20. Januar auch wieder daheim sein. Nun beginnt die Zeit, in der sie vielleicht noch mal Schnee erlebt, Weihnachten das erste Mal fern der Heimat feiern und das neue Jahr erstmalig in ihrem Leben in Deutschland starten wird. Sechs Stunden früher als in Trinidad. Heimweh hat sie, keine Frage. Hätte ich wahrscheinlich auch.

P1120574 (2) aSamstag Nachmittag:

Ein Treffen in großer Runde: Hamburger mit Herz e.V, Gorden Isler und Anja Werner, Jörn und Sabine (Vater und Mutter der Gastfamilie), Nzinga, Akilah und auch meine Wenigkeit haben sich nach den aufregenden ersten dreieinhalb Wochen in Hamburg für eine Bestandsaufnahme getroffen, um zu resümmieren und auch zu checken, was für die kommenden Wochen notwendig ist. Es gab – wie immer – viele Fragen, auf die es NOCH keine Antwort gibt. Sicher aber auf die meisten am Montagmorgen, wenn Aufnahmeuntersuchung und Therapieplanung fertig sind.

Zwischendurch möchte ich den Hamburger(n) mit Herz e.V (Gorden, Anja, Beate, Maik)  und der Gastfamilie (Sabine, Jörn und ihre Kinder) sowie allen Interessierten, Spendern und Spenderinnen danken, dass dieses Wunder möglich ist. Ohne Euch wäre gar nichts gegangen und ginge das auch jetzt nicht. Ich danke allen, die speziell mir in der Zeit zur Seite gestanden haben, geholfen, gesprochen, auch auf mich verzichtet, mich vermisst haben. JA, die hat es auch gegeben. 🙂

Das ist noch immer eine ausgesprochen aufregende Zeit, die schon begonnen hat, bevor wir als „Hamburger mit Herz e.V.“ dieses „Projekt: Nzinga kämpft um ihr Bein und gegen den Krebs“ übernommen haben.

Möge für Nzinga alles so gut weiter gehen. Es ist und bleibt für mich etwas ganz Besonderes, Teil DIESER unglaublichen Geschichte zu sein.

Bis ganz bald, Ihr Lieben. Sobald es etwas Berichtenswertes gibt, werdet Ihr es hier sehen und lesen. Versprochen..

Eine wunderbare Adventszeit wünsche ich Euch.

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Danke an Holger von Midlifereise

http://www.funkloch.me/eine-aktion-von-hamburger-mit-herz-e-v-und-ihr-happy-end/

Nzinga needs help – Hamburger mit Herz e.V. hilft (6) – Das Bein ist gerettet!

Zum Mitschreiben, Mitfreuen, Mitfühlen, Mitjubeln! Nzingas Bein ist gerettet. Als sie nach 11 Stunden Narkose und OP im Aufwachraum der Intensivstation die Augen öffnete, war ihre erste Frage: „Ist mein Bein noch dran?“ JA! Es ist noch dran, und die Tumorendoprthese ist implantiert.
Noch nie habe sie jemanden erlebt, die sich SO freue und SO dankbar sei, hat uns die Intensivschwester erzählt. 12 Stunden später wurde sie schon wieder auf die Station verlegt. Was für eine starke, junge Frau! DANKE an Prof. Dr. Jürgen Bruns und sein Team vom Agaplesion für diese immense Leistung unter diesen unerwartet schwierigsten Bedingungen und unter diesem immensen Druck. DANKE! DANKE! DANKE! auch allen, die – wie auch immer – beigestanden, mitgefiebert, gewartet, gebetet, gehofft, gebibbert haben. Wir Hamburger mit Herz e.V. werden Euch auf dem Laufenden halten – und sie sicherlich selbst auch bald wieder. Ich hatte sie gefragt, ob ich das zweite Foto hier posten dürfe, wenn alles gut gelaufen ist Sie hat es mir erlaubt. 🙂

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UnbenanntSollte jemand das erste Mal von Nzinga hören – in den Beiträgen unter diesem Titel findet sich die gesamte Gechichte dieser Beinrettung!!!!!  Danke für das Interesse und die zahlreichen Hilfen!!

Nzinga needs help! Hamburger mit Herz e.V. hilft mit (5) – Es ist soweit – Nzinga in Hamburg!

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Schön ist die Frau, die kämpft – gefunden in Buenos Aires

Ich kann kein Spanisch. Als ich aber (damals)  dieses „Bild“ an der Wand einer Kirche in Buenos Aires fand, musste ich das fotografieren. Erst, als ich die Übersetzung bekam, wusste ich um das „MUSS“ Gefühl. 🙂

Ja, hier kämpfen gerade eine Menge Frauen gemeinsam mit den Männern:  um Geduld, um Gesundheit, um Chancen, um Kraft, um Geld, um Segen, um Glück. – und das alles mit Liebe und Freundschaft, offenen und klaren Worten, Wissen und Können, Durchhaltevermögen, Weitsicht und Übersicht, mit bester Absicht, Umsicht, Offenheit, Spenden, Umarmungen, Handreich(ung)en, Fragen, Antworten: Jede und jeder auf seine Weise.

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a loooong day with a lot of news and challenges!

Gestern am späten Abend nach dem langen Tag fühlte ich mich überfordert: Ich postete bei Facebook:

„Wenn ich jetzt hier so allein hocke, und die Stille so laut schreit, wird mir klar: Es ist furchtbar real. Neben der Hoffnung die Unsicherheiten, neben dem Vertrauen die Anspannung, neben allem Fortschritt die Herausforderungen, ja, neben allem Optimismus auch die Angst. Wir haben heute beim Abendessen gemeinsam gebetet.“

Eine Freundin  erinnerte mich via eines Kommentars an Dietrich Bonhoeffers “ Von guten Nächten wunderbar geborgen“. Und dann waren sie wieder alle da, die Erinnerungen an meine Wurzeln. Als Pfarrerskind habe ich das nicht nur einmal in meinem Leben vorgesungen bekommen oder es mit Chor oder Gemeinde gemeinsam gesungen. Und ich erinnere mich gerne an die Zuversicht und das Gefühl der Zu(sammen)gehörigkeit. DAS trägt.

Du bist schon gut behütet! schoss es mir durch den Kopf….  „Wenn von unserer Seite aus getan ist, was wir wussten und konnten, dürfen wir loslassen und wissen, dass Bonhoeffers Trost, von dem er in „Von guten Mächten“ schreibt, auch heute noch real ist.“ schreibt Mirjam. Ja, Mirjam: Danke. Alles ist da.

In Trinidad hat die Katholische Gemeinde eine spezielle Gebetszeit für Nzinga ausgerufen.

Schon bei den Vorbereitungen für die Voruntersuchungen stellte sich heraus: Die Herausforderungen sind komplexer als geahnt. Nzinga ist in den besten Händen. Das ist auch gut so, denn auch die Ergebnisse der Voruntersuchungen haben ein paar neue Hürden ergeben.

Das Krankenhaus hat für Nzinga eine junge Frau engagiert, die ihre Begleiterin sein wird durch die Wochen, die sie dort sein wird. Svenja absolviert gerade ihren Bundesfreiwilligendienst und freut sich. Auf Facebook sind sie schon verbunden. Sie spricht sehr gut Englisch – und sie haben schon miteinander verabredet, dass Nzinga mit ihr Deutsch lernen und Svenja ihr Englisch noch verbessern will. Vielleicht geht das auch – mal –  ohne Tablet. (Ich bin halt eine doofe Erwachsene, die mitunter auch das analoge Gespräch bevorzugt. 🙂 ) Wobei die wichtigste Info gestern war: es gibt WIFI for free in der Klinik für stationäre Patienten.

Am Dienstag morgen ist es soweit: Sie wird im Krankenhaus aufgenommen. Mittwoch wird die OP sein.

Das Einzige was ich noch tun kann: Den Spendenfluss am Laufen halten, Menschen informieren, wenn ich nicht gerade mit Nzinga und Akilah (unterwegs) bin. Sie ruhen sich von den Strapazen der Reise und der zwei ersten Tage Klinikambulanzentour aus – und bereiten sich nun innerlich und äußerlich auf die OP vor. Sie wohnen bei einer wunderbaren Gastfamilie mit Blick in den Wald. „I feel like home!“ sagte Nzingas Mutter Akilah heute zu mir.

Dank an die vielen Hamburger mit Herz (e.V.) ( auch die virtuellen :-)), die gerade aktiv sind, laut und leise – um das alles möglich zu machen.

Wenn Ihr mögt, teilt bitte weiter den Link für das Spendenkonto. Es sind noch 6 % offen! 94 &% der bisherigen Bedarfe sind gedeckt. Erst nach der OP werden wissen, ob es reicht. Eins ist jetzt schon klar: Wir werden mehr Geld brauchen für Deutschland. In Trinidad kümmern sie sich um die Spenden für die Zeit nach Nzingas Rückkehr. Auch da  werden sie so viel brauchen wie wir hier. Wen auch nicht mehr für die OP: Aber für die Physiotherapie, Medikamente, Reha, Renovierung der 300 Stufen, etc.

www.betterplace.org/p22754

Und wenn jemand mit einstimmen mag:

oder auf Englisch?

https://ullakeienburg.wordpress.com/2014/10/27/nzinga-needs-help-hamburger-mit-herz-e-v-hilft-mit-3/

Nzinga needs help! Hamburger mit Herz e.V. hilft mit (4) – Erfolgsmeldung

70 % In genau 14 Tagen 18.403 €:

UNFASSBAR! Danke an alle, die bis dato mit angeschoben, am Laufen gehalten,  gezaubert, gesprochen, gepostet, geteilt, berichtet, gespendet, gesungen, geredet, gefragt, empfohlen, hinter den Kulissen an Fäden gezogen, verzichtet, versorgt, organsiert, geplant, gespart, was auch immer haben!

Ab jetzt können alle, die wollen, noch Teil des Gelingens werden!!!!

Inzwischen brauchen wir, um die 26.000 € zu bekommen, „nur“ noch 7500 €

Wer macht mit?

www.betterplace.org/p22754

Wer  den Werdegang noch nachvollziehen möchte:

https://ullakeienburg.wordpress.com/2014/10/27/nzinga-needs-help-hamburger-mit-herz-e-v-hilft-mit-3/

Nzinga needs help! Hamburger mit Herz e.V. hilft mit (3)

32 prozentInzwischen sind 32% zusammen gekommen. Über 8300 € haben durch über 170 Spender den Weg zu Hamburger mit Herz gefundenl, um Nzingas Bein zu retten.

Ich bedanke mich hier an dieser Stelle schon mal für den grandiosen Zwischenstand  bei allen, die den mühseligen Anfang mit gemacht haben.

Ich darf sagen: Ich habe selten so viel gelernt wie in den letzten Monaten und speziell in den letzten Wochen. Über Menschen, Technik, Social Media, über Vertrauen, den Unterschied zwischen Reden und Tun, über Führung, Unterstützung, Gemeinsamkeit und Fürsorge.

Ich bin auch denen dankbar, die mich einfach mal vom Rechner weggeholt haben. Spaziergänge, gemeinsames Essen, einfach mal Schweigen auf einer Bank am See an einem bunten, wenn auch trüben Herbsttag.

Inzwischen liegt der Antrag auf einen Zuschuss zur OP bei der Gesundheitsbehörde in Trinidad vor. Da ich nicht weiß, wie schnell da die Mühlen mahlen, wage ich keine Prognosen.

mile na pra
(c) Milena Renate Findeis 2014

Wenn am 1. November 2014 die Benefizveranstaltung in Trinidad gelaufen ist, können wir einen Kassensturz machen und zusammen rechnenm was unser weltweites “ An- einem -Strang – ziehen“ gebracht hat. Wir haben Spenden aus Polen, Israel, Amerika, Canada, England und sogar aus Tschechien kam eine Briefumschlag mit 40 Euro. Eine Überweisung von da nach hier hätte 20 € gekostet. Und dann hat sie sich auf auf die gute alte Schneckenpost besonnen.

So offline sind auch andere unterwegs, lassen keine Gelegenheit aus, um anderen davon zu erzöhlen, ihnen einen Abreißzettel hinzuhöngen, auf den QR Code aufmerksam zu machen… etc  Vieles spielt sich im Netz ab, aber ebenso vieles klärt sich besser in Eins- zu- Eins- Gesprächen. Wir schreiben, schicken, organisieren. ja, und mitunter nutzen wir die Zeit der Besprechung für ein warmes Essen. 🙂  Leib und Seele wollen schließlich gleichermaßen versorgt sein.

Mitarbeiter aus der Deutschen Botschaft sind aktiv, tun was sie können. So langsam wachsen wir zusammen – immer mit dem Ziel, dass Nzinga hier in der dritten Novemberwoche herkommen und operiert werden kann.

Es kommen häufiger Anfragen, was denn passiere, wenn wir das Geld nicht zusammen bekämen.

Nzinga wird im November operiert!  

Der Krebs wartet nicht!

Der 9. November 2014 ist der Stichtag für Einladung, die das Krankenhaus versendet, wenn das Geld zusammen gekommen!

Danach sammeln wir weiter – weil es bestimmt genug gibt, was an Nachsorge und Behandlungskosten noch folgt.

Wenn Sie nur weiter mitmachen – und Ihr durchhaltet- weiter mitmacht, teilt, spendet uns darüber erzählt…..  dann werden wir in naher Zeit mit Recht sagen: Wir haben unser Bestes getan.

Ich auf jeden Fall tue das momentan täglich. Ich gebe mein Bestes, nicht mehr  – aber auch nicht weniger!

Wir benötigen noch: 17692 €

Mögt Ihr Teil des Gelingens sein?

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Seit Anfang September bin ich damit befasst, für eine junge Frau aus Trinidad Hilfe zu finden. Sie hat Knochenkrebs am Oberschenkel und kann jetzt in Hamburg beinerhaltend operiert werden.

Nzingas Mutter, Akilah Jaramogi, habe ich vor drei Jahren in Port of Spain, Trinidad kennengelernt und sie In ihrer Funktion als ehrenamtliche Direktorin der Umweltstiftung FACRP interviewt. Über Facebook blieben wir in Kontakt – und in diesem Sommer kam ihr Ruf aus Trinidad, ob ich helfen könne, einen Chirurgen zu finden, der das Bein und auch das Leben ihrer Tochter Nzinga retten kann. So machte ich mich mit Hilfe meines Netzwerkes auf die Suche nach den entsprechenden Spezialisten, Geld und anderen Helfern. Die OP wird in der zweiten Novemberhälfte in Hamburg stattfinden. In Trinidad sammeln sie, jetzt wir tun es hier. Helfen Sie bitte, Nzingas Bein und Leben zu retten.

cropped-Logo_HHmHerz_quer2Inzwischen bin ich Botschafterin für den organisationskostenfreien Verein Hamburger mit Herz e.V. und als ehrenamtliche Projektleiterin zuständig für Nzinga. Wir sammeln jetzt das notwendige Geld für die anstehenden OP-Kosten und die anfallenden Reisekosten für Nzinga und ihre Mutter. Alle Spenden gehen direkt an die Projekte!!

www.betterplace.org/p22754

Nzinga wird am 3. November 21 Jahre alt.

fill_618x322_Bildschirmfoto_2014-10-16_um_08.42.27Vor zwei Jahren wurde bei ihr ein „Osteosarkom“ am Oberschenkel diagnostiziert. Im Januar und Februar 2013 wurde sie mit einer Chemo behandelt. Seither ist viel Zeit ins Land gegangen. Im Juli 2014 kam es dann zu einer weiteren Untersuchung. Ihr wurde gesagt, ihr Bein müsse amputiert werden und sei nicht zu retten. In Hamburg hat sich ein Krankenhaus mit ihrem Fall befasst und für die deutschen Ärzte steht fest: das Bein kann erhalten werden.

Beatrice Thorne, eine deutsche Krankengymnastin, die in Trinidad lebt, stellte Kontakte nach Deutschland her. Dr. Caroline Grant vom Family Medical Centre in Port-of-Spain hat dann dafür gesorgt, dass alle für eine Diagnostik notwendigen Daten nach Deutschland kommen. Dropbox ließ grüßen! 🙂

In Trinidad kämpfen die Menschen mit Nzinga, ihrer Schwester Kemi und Mutter Akilah, um Spendengelder: Sie gestalten Flugblätter und Plakate und organisieren Benefizveranstaltungen für Nzinga. Über die Frauen dieser Familie werde ich später noch mal berichten.

Was wir  gemeinsam bisher erreicht haben, und was wir noch brauchen, beschreibt Nzinga selbst in ihrem Aufruf.

(…) Ich bin Nzinga Jaramogi, 21 Jahre alt, studiere im zweiten Jahr Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (OHS) an der COSTAATT in Trinidad. Im November 2012 wurde bei mir ein Periosteal Osteosarkom diagnostiziert. Das ist ein maligner Tumor, der rund um den unteren Bereich meines rechten Oberschenkelknochens gewachsen ist. Eine Chemotherapie 2013 konnte ihm keinen Einhalt gebieten. Während man mir in Trinidad inzwischen nur noch mit der Amputation des Beines oberhalb des Tumors helfen kann, bekommen wir jetzt Hamburg eine Chance: Professor Dr. Bruns aus Hamburg möchte versuchen, den Tumor beinerhaltend zu entfernen und eine Tumor-Endoprothese zu implantieren. Mithilfe eines Kreises von Freunden versuchen wir nun die voraussichtlichen Kosten von mehr als 25tausend Euro zu „fundraisen“ – um mein Leben und mein Bein zu retten. Dann hätte ich die Chance, zielstrebig meinen Bachelor Abschluss zu verfolgen und ein Profi im Feld „Occupational Health and Safety“ zu werden.

Ich bin neben dem Studium auch noch aktiv in der NGO „Fondes Amandes Community Reforestation Project“. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit

Ich bin dankbar für die Freundschaft mit Ulla Keienburg von Hamburger mit Herz e.V. Sie gibt mir Hoffnung,

Eure Nzinga

Bitte spenden Sie! Helfen Sie mir, mein Leben und mein Bein zu retten!
Ich bin für jeden Betrag sehr dankbar! (….)

Ihre Nzinga Jaramogi

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Stand 27.10 2014   : 21 % sind finanziert. Es werden bis 9.November noch 20.437 € benötigt!

Über den folgenden Link kommt Ihr direkt zum Spendenkonto:

www.betterplace.org/p22754

https://www.betterplace.org/en/projects/22754-nzinga-from-trinidad-fighting-for-her-leg-and-against-bonecancer

BITTE TEILT DIESEN BEITRAG IN EUREN NETZWERKEN! JEDER EURO HILFT! DIE ZEIT RENNT! DANKE!

Ein herzliches Dankeschön schon mal an alle, die bisher – auch offline – mir zugehört, mir Tipps (ge)geben, mich getröstet, mir Mut gemacht haben, Fragen stellten, die ich mir noch nicht gestellt hatte, an das Gelingen geglaubt, den Aufruf geteilt haben oder noch teilen werden und mir wie auch immer weiter geholfen haben. Wem immer noch was einfällt…… 🙂

300 Stufen / 300 steps

Was wäre, wenn Ihr jeden Tag 300 unbefestigte Stufen ohne Geländer,  dafür aber im Wald, bei jedem Wetter zu Eurer Wohnung hinaufsteigen und ebenso viele Stufen wieder heruntersteigen müsstet, um zur Schule gehen zu können, Euch mit Familie und Freunden treffen zu können, um Eurer Arbeit nachzugehen?  made on august

Erschöpfend? Allein die Vorstellung?  Ich habe mich erschrocken, als ich hörte, dass Nzinga mit ihrem schmerzenden Bein jeden Tag diese Prozedur absolviert. Die Schmerzen, die ihr der Knochentumor an ihrem Oberschenkel inzwischen verursacht, werden täglich chlimmer.

Gerade gestern habe ich, um wenigstens mal eine Vorstellung davon zu bekommen, den Turm der Andreaskirche in Hildesheim erklommen . 364 Stufen aufwärts – und dann wieder 364 Stufen abwärts, Gut, ich bin nicht mehr 20, und es gibt dort Geländer und alles ist befestigt.

364 stufenBei Stufe 200 aber, und mir war – gelinde gesagt – nicht mehr wohl in dem Moment, habe ich gedacht: Wenn du diese letzten 164 auch noch schaffst, dann schaffen wir das auch mit dem Geld für Nzingas OP! Ich habe mich zwar gequält, aber das „Ziel“ hat mir geholfen! Nzinga muss einfach ihr Bein behalten!  Und das kann sie dann! Und muss nicht mehr unter Schmerzen diese vielen Stufen klettern.

In Hamburg ist alles organisiert. Der Chirurg verzichtet auf sein Honorar, die Klinik ist vorbereitet. Die Familie ist gefunden, bei der Nzingas Mutter für die Zeit leben wird, in der ihre Tochter im Krankenhaus weilen wird. Die Hamburger mit Herz e.V. registrieren bereits die ersten 5543 € in Deutschland auf dem Spendenkonto. Mit Hilfe von vielen Freunden, Teilern, 124 Spendern bisher, Ideengebern und Multiplikatoren sind sie zusammen gekommen. Bitte weiter so!

In Trinidad laufen die Vorbreitungen für die Alive in Yellow – Fund Raiser for Osteosarcoma Surgery in Germany auf Hochtouren. 10659319_10154799870710595_85039112515462786_n

Am 1.November wird es die Party geben, die Teile des Geldes für Nzingas beinerhaltende OP einbringt.

Morgen werden die auf Englisch verfassten Kostenvoranschläge an das Ministry of Health in Trinidad gehen – in der stillen Hoffnung, dass sie Geld dazu geben. Denn: die Amputation hätten sie auch bezahlt. Wir werden sehen. Auch da mahlen die Mühlen langsam. Langsamer, als wir es gerade gebrauchen können.

Täglich schreibe ich mit Nzinga – sie bereitet sich gerade auf ihre Klausuren vorbei. Sie wird sie früher schreiben als ihre Mitschüler, da die Prüfungen genau für die Zeit angesetzt sind, die sie in Deutschland sein wird. Es ist mühselig für sie, aber sie ist voller Hoffnung!

Täglich auch schicken Akilah und ich uns Grüße und halten uns gegenseitig auf dem Laufenden. Nachts konferiere ich mit den möglichen Spendern aus Übersee. Die ersten Spender aus Amerika  haben shcon die Chance genutzt, die betterplace bietet- nämlich dsa Konto von jedem Land der Welt aus nutzen zu können. Wir wissen zwar nicht, von wem genau sie sind – es sei denn, die Menschen haben es in den Kommentar geschrieben – oder es uns persönlich erzählt.

Betterplace.org hat neben der Sicherheit eben auch den Vorteil, dass Menschen sich nicht outen müssen, wenn sie spenden.

Ich habe wieder neu gelernt, dass Menschen auch NICHT darüber reden möchten, wenn sie Geld spenden. Auch um sich davor zu schützen, mit weiteren Anfragen bombadiert zu werden. Sollte also jemand hadern: Eine Spende ist immer dann anonym, wenn ich kein eigenes Konto bei betterplace.org führe und/oder als Gast auf der Plattform unterwegs bin.

Ich danke schon mal den 92 DirektspenderInnen, den 32 #OLCh – What do you not need today! – SpenderInnen – nicht nur für das Geld sondern auch für die schönen Geschichten, was man (sich) so sparen kann – um den Gegenwert zu spenden.

Ich habe schon viel gelacht!  „Schatz, heut gibts nur Stulle!“ war der #OLCh der ersten Woche. 🙂

So hoffe ich, dass Ihr gemeinsam mit mir beim Erklimmen der 300 Stufen Nzinga Geländer, Befestigung und Begleitung sein könnt.  Ich DANKE Euch!

Auf der Spendentreppe haben wir jetzt 63 Stufen erreicht.

Direktspende für NZingas OP:                                  www.betterplace.org/p22754

WHat do you not need today – #OLCH : https://www.betterplace.org/de/fundraising-events/olc

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