Trinidad:

Kaum geentert wird deutlich, dass sich hier nichts mehr wirklich um den Tourismus im Sinne klassischer Ferien handelt. Oel, Gas, Bohrrechte für Canada, Hoteltürme am Hafenterminal – der schöne Strand Kilometer entfernt am anderen Ende der Insel. Mitten in der Hafenstadt: Eine silberfarbene Oper.
Die Pläne dafür sind wohl in Sydney geklaut. Und mich hat auch nicht gewundert, dass Chinesen sie bauten. In weniger als einem Jahr! Die Insel war vor ein paar Jahrhunderten kampflos an die Briten gefallen. Zum Suizid waren sie wohl noch nie bereit, die Bewohner.
Bäume aus aller Welt werden in einem Botanischen Garten gepflegt, im Landesinneren türmen sich Hotelräume in
Bauherrenmodellen rund um einen Golfplatz. Bis in die Bergspitzen sollen reichen lassen. Dorthin flüchteten einst die ehemaligen Sklaven sich dort eingerichtet und überlebt.
Selbst an dem Strand steht jetzt schon ein Schild mit der Ankündigung, dass einer Firma aus Bejing einen Ableger der Oper dort bauen will. „Viel billiger sind sie nicht – aber eben viel schneller“ sagt Derik, als ich ihn nach den Beweggründen für die Wahl der Chinesen als Baufirma fragte. Trinidad will beeindrucken: Jeden und Alles!!
Haifischburger, Stau auf den Straßen, Unruhe, Märkte waren ebenso beeindruckend wie die Souvenierstände, die sich in den Preisen fein abgesprochen und die Händler nicht verhandlungsbereit waren.
Heimische Aquarellkunst auf Tassen, die in China bedruckt wurden. Super! So viel Wasser haben sie, dass die Trinkwasservorräte überlaufen.



