Heute kommt Besuch. Welch günstige Gelegenheit, mal wieder ein wenig andere Ordnung in die Stapel zu bringen, die sich da auf meinem Schreibtisch getürmt haben. Während ich Unterlagen aus den letzten Wochen studiere und lediglich zu entscheiden habe, welche ins Altpapier können und welche abgeheftet werden müssen, fällt mir der kleine rote Glasstein auf den Schoß. Rutschte aus den Unterlagen, die ich von der letzten Schiffsreise mitgebracht habe.
Ohne ihn hätte ich mich wohl nicht mehr so zügig an folgende dringliche bis wunderbare Sitaution erinnert: Wir liefen durch die 11 Ave in Mahattan, gen Norden. Es gab einfach nichts, was unserem Wunsch nach einem Kaffee genügt hätte. Als ich allerdings die Not verspürte, den Kaffee, den ich zuvor schon getrunken hatte, wieder loswerden zu müssen, wurde ich mutig. Ich stapfte einfach in das scheinbar teuerste Haus am Platze. Vorgesehen für Anzugträger und chanelös Veranlagte. Ich in Jeans und Turnschuhen, Windjacke und Schal um den Hals.
Die Kellner waren sehr erstaunt. Auf meine freundliche Anfrage, ob ihre „restrooms“ wohl mal nutzen dürfe, antwortete einer: „Normally it`s only for customers.“ Er hielt kurz inne, schaute sich um und fuhr fort. „But I see: You have a problem. So please!“ Er leitete mich dorthin. Und überließ mich dann aber meinem Schicksal. 🙂 He made my day!
Da ich dieses kleine Erlebnis nicht vergessen wollte, hob ich im Badraum einen kleinen roten Glasstein vom Boden auf. Und steckte ihn in meine Hosentasche.
Ich wünschte, ich wüsste den Namen des Restaurants noch. Gerne sagte ich auch ein vieltes Mal Danke.
Und: Diese Art Souveniers sind für mich wunderbare „Storyteller“. 🙂
I lost my innocence over intolerance
All the indignities heaped on the black man
We went to Church they all prayed for the white man
The cops and the preachers were most of ‚em in the clan
What’s a kid s’posed to think
When the adults are all such hypocrites impossibly smug
I have seen enough
I have seen enough of this
Had enough
Quite enough, I swear
The next generation, the Woodstock nation
A little bit flaky but no hesitation
Stop the war it wasn’t worth dyin‘ for
The paranoia of the cold warriors
Arrogant old men with domino theories
Fractured fairy tales tryin‘ to kill me
I’ve seen enough
I have seen enough of this
I have read enough
History to see right through this
You got outcast, upset people you never met
Locked in the basement
Hot wired to the net, isolated, infuriated
The punchline to the joke is how they are gonna smoke
Every last stuck up snob ever dissed them
Look in their eyes how could you miss them?
Ain’t you seen enough?
I have seen enough of this
I’ve had quite enough
Seen enough
[Incomprehensible]
We got dead eyed, dead drunk, dead stupid, cyberpunks
Fed up killer geeks, Gigabyte Meth freaks
Home alone in a world of their own
Up all night in the thick of the fight
Fantasy combat, veteran psychos
Removed from reality by silicone diodes
Seen enough
I have seen enough of this
Have you read enough
Son, you don’t know nothin‘ about it
You got power book potentates, pointedly obviate
Every opinion they have about anything
Even if they don’t know shit, stay in the limelight
Got your own website, got all the answers
Ain’t got a lick of sense
Practicing psychiatry without a license
Ain’t you seen enough
Had enough of this
I have had enough
Ain’t it bad enough for you yet
So, you got overfed talking heads on television
Ignoring the obvious with pained expressions
Ask the ones that sell the damn guns
By the truckload every day fast as they can make ‚em
What’s a kid s’posed to think
When the adults refuse all accountability when they fuck up
Ain’t you seen enough
Ain’t you had enough of this
Goddamn tired enough
Have we done enough about this?
I have seen enough
Ich fände es ganz gut, wenn Arbeit da wäre. Noch besser fände ich, wenn die Jugendlichen Spaß daran hätten, welche zu finden. Und noch idealer wäre, sie fänden eine, die ihnen Spaß machte UND mit der sie ihren Lebensunterhalt sichern könnten. Illusorisch?
Über die Bank(en) mag ich gerade gar nicht nachdenken. Zur aktuellen Lage der Recherchen gegen die und in den Bankhäusern haben die Netzfrauen sich ausgiebig geäußert. Danke dafür!
Kulturzeit(SRF): „Mitgefühl und Empathie sind Begriffe, welche die Debatten um die Zukunft der Menschheit bestimmen. «Ohne Empathie keine Demokratie», sagt Arno Gruen. Der grosse alte Mann der Psychoanalyse aus Zürich, ein unerbittlicher Zivilisationskritiker, rückt die Gefühle wieder ins Zentrum des Bewusstseins. Gerade ist Gruen 90 Jahre alt geworden und liefert mit seinem neuesten Buch «Dem Leben entfremdet» Sprengstoff für kaum noch hinterfragte Denkmuster. «Kulturplatz» über die politische Dimension des Mitgefühls.“
Das „Schweizer Radio und Fernsehen“ hat sich dem neuen Buch von Arno Gruen gewidmet – und ihm – und seiner Idee von Mitgefühl und Ungehorsam. Damit es nicht auf der Timeline bei Facebook verschwindet, packe ich es mal hier herein. Bin sehr dankbar für diesen Beitrag. Danke an die Sendeanstalt und an die Redakteure und an Arno Gruen natürlich:
Der Herr Gauß und die Normalverteilungskurve, Fehlerfortpflanzung und Der Kleine Gauß. Sicher hat jeder schon davon gehört. Am letzten Wochenende haben wir uns in Braunschweig getummelt. Als wir in das Zimmer kamen, in dem wir nach dem geselligen Abend unser Haupt in die Kissen legen wollten, begrüßte uns dieser Spruch an der Wand.
Mir gingen Kinder durch den Kopf, denen Lernschwierigkeiten aller Art unterstellt werden, weil sie die Ergebnisse nicht zufriedenstellend für andere „bringen“. Wie sollen sie Freude am Lernen haben, wenn sie nur an dem abgefragten Ergebnis und an dem geforderten Verhalten gemessen werden????
Wer Lust hat auf ein paar Fakten oder Anekdoten zu Carl Friedrich Gauß…. der/die stöbere bei wikipedia: Carl Friedrich Gauß.
Ein echter Fundus….. auch über den Umgang mit besonderen Menschen…. 🙂
„Die menschliche Intelligenz hat sich an das schwache Kerzenlicht gewöhnt und erträgt es nicht mehr, in das Licht der Sonne zu blicken.“ Khalil Gibran
Ich befasse mich mal wieder mit einem Interview zum Thema: Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Diesmal geht es um Familien, die nicht „einfach nur“ Kinder haben, sondern sich der Herausforderung stellen, die Bedürfnisse der Familie durch ein schwerstpflegebedürftiges Kind „mitzubedenken, zu händeln, zu verwalten, zu organisieren“.
Bei der Lektüre der gegebenen Antworten packte mich die Frage: Wieso klingt das alles so moderat, fast unbeteiligt, wenn „Betroffene“ beschreiben, wie sie das mehr oder weniger erfolgreich stemmen? Fast wirkt es, als seien „sie gut erzogen“ und wollten niemanden behelligen mit den emtionalen Wirkungen eines solchen Lebens.
Es gibt sicher viele Erklärungen.
Doch in dem Lied: Beifahrer der Belanglosigkeit ist für mich am treffendsten formuliert, was Menschen so aushalten, wie sie einander „schonen“ , etc.
„Ein schneller Händedruck ein Gruss sag locker: CU
He did it his way and thats the way we do
Ein Blick, der nichts bedeutet, ein Kaffee noch Stehn
Man schickt ein leeres Lächeln im Vorüber gehn
Um die Augen unterdrückt noch ein Muskel, eine Regung
Wir müssen wieder weiter bleiben immer in Bewegung
Ein paar junge starke Krieger stehn versprengt am Horizont
Und sehnen sich vergeblich nach einer klaren Front
Denn ein bisschen Selbstentfaltung, partielle Selbstgestaltung
Ist doch unser gutes Recht auf menschlich-artgerechte Haltung
Auch wenn die eigne Sehnsucht aus dem Herzen emigriert
Nein, ich hab keine Zweifel ich bin super motiviert.
Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibts kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr
Was sollen wir bekämpfen, und was noch kritisiern
Kritik ist oft auch nur ein Weg um Verantwortung zu delegiern
Lass die Unersättlichen nach ihren Perlen tauchen
Wir haben doch im Grunde alles, alles was wir brauchen
Ein bisschen Sehnsucht zum verpfänden und ein paar Taten an den Händen
Die schmutzig machen
Auf dem Dach erhängte Klagen und ein paar verdrängte Fragen
Die stutzig machen
Ne Handvoll Treibsand fürs Getriebe und ein halbes Kilo Liebe
zum selber Mischen
ein Stück Mut mit Schweissschutzbrille und ne Packung freier Wille
zum Arschauswischen
Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibts kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr
Unsre Vorsicht ist das letzte bisschen Rest von unsrem Spürsinn
Ich signalisier, dass ich eventuell „dafür bin
Wenn wir das „wohin ungenauer definiern
Schliesslich will man sich doch nicht durch Bedingungen blockiern!
Selbst ein guter alter Freund, der im Strom der Jahre abtreibt
Ist doch nichts als ein Betrag, den man von der Steuer abschreibt
Ja, wir waren einmal eng, und die Erinnerung ist schön
Aber irgendwann muss jeder wieder seine Wege gehen
Denn das ist unser Los.
Und das ist unsere kleine Zeit.
Und wir haben eben Angst vor jeglicher Verbindlichkeit
Wenn ich eine Gruppe wär, dann würde ich was schrein
Doch in meinem Pass steht: „Du bist ganz allein
Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibts kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr.“
Ratlos liebe ich einfach weiter – und schaue weiter mutig ins Licht der Sonne.
Einen besinnlichen Start in Advent 2013 wünsche ich Euch.
Ich bin das erste Mal seit vielen Jahren am 1. Dezember in heimatlichen Gefilden.
Kann es kaum fassen. Es ist dunkel, kühl, nass. Aus den Fenstern aber dringt warmes Licht. Wenn ich durch den Hausflur gehe, riecht es nach Backwaren. Das weckt Erinnerungen.
Habt ein Auge auf Euch und Eure Lieben.
Es gibt sicherlich viel mehr zu erkennen als Preisschilder und Wunschlisten.