`Til it happens to you – Three Miles Lost

decisions-2

Ich habe dieses Stück zum esten Mal gehört, als Lady Gaga es gesungen hat. Ich fand es ausgesprochen dramatisch inszeniert.  Es war schon mal im Vorfeld gesagt worden, was ich mir dabei denken solle. An Missbrauch sollte ich denken, an Gewalt, an sexuelle Übergriffe. Worüber sie singt, IST dramatisch. Darüber könnten viele Frauen, Mädchen, Jungen und Männer ein Lied singen. Wenn es ihnen nicht die Sprache verschlagen hat – das, was ihnen passiert ist. Mich trifft dieses Lied und das damit verbundene Leid – aus verschiedenen Gründen – weil ich mit missbrauchten Mädchen und Jungen gearbeitet habe,  – mit vergewaltigten und geprügelten Frauen, mit funktionalisierten Töchtern und Söhnen. Die allesamt an sich selbst zweifelten, dass ihnen DAS passiert ist, die sich schuldig fühlen und darüber viele Jahre geschwiegen haben.

Was für eine Ironie, dass ausgerechnet die Opfer sich fragen, was sie wohl falsch gemacht haben könnten,  dass ihnen so was „passiert“.

Ich werde nur immer wieder laut sagen: „It´s not your fault!“

Als ich dem Text lauschte, fiel mir  AUCH mein Sohn ein, die Wirkungen seiner sogeannnten „Behinderung“ auf unser beider Leben, meine Mitstreiterinnen, Mütter, Väter, Geschwister von Menschen, die von der Gesellschaft vorwiegend als „Belastung oder Kostenfaktor“ gesehen werden.  Ich denke an Freunde, die gegen den Krebs kämpfen oder andere unheilbare Krankheiten, an die Vergessenden und Vergessenen, an deren Angehörige – allesamt Menschen, die sich damit abfinden müssen, mit etwas zu leben, was sie sich NICHT ausgesucht haben. Die allesamt keine Wahl haben beim „ob überhaupt“ sondern ihre Wahl beim WIE treffen (müssen). Und die ein gefundenes Fressen sind für die, die damit Geld verdienen – mit der Verwzeiflung, der Abwehr, der Hoffnung, dass es weggeht.  Dass es nicht wahr ist. Dass wir was tun können, was unsere (gefühlte) Ohnmacht lindert.

Wir alle ringen  oder hadern mit Ratschlägen, vor allem von solchen, die nicht in „unseren Schuhen stehen“, die ÜBER  das reden, was wir erleben. Nicht umsonst tun sich Angehörige zusammen, in der Hoffnung, mal verstanden zu werden. Betroffene  gründen Selbsthilfegruppen. In der stillen Hoffnung, es gemeinsam besser aushalten zu können, was hartnäckig sich hält – nach diesen gewaltigen Ein – und Übergriffen auf die jeweiligen Leben.

Wer weist all die Grenzüberschreiter, Demütiger, Mächtigen, Übergriffigen eigentlich mal in die Schranken?

Danke  an alle, die das versuchen und denen es gelingt.

Mir liegt diese Variante des Songs weitaus mehr. Danke an Three Miles Lost.

You tell me „it gets better, it gets better,
in time“
You say I’ll pull myself together, pull it together,
„You’ll be fine“
Tell me what the hell do you know,
What do you know,
Tell me how the hell could you know,
How! could you know

Till it happens to you, you don’t know
How it feels,
How it feels.
Till it happens to you, you won’t know
It won’t be real
No It won’t be real
Won’t know how it feels

You tell me „hold your head up“
Hold your head up and be strong
Cause when you fall, you gotta get up
You gotta get up and move on.“

Tell me, how the hell could you talk,
How could you talk?
Cause until you walk where I walk,
It’s just all talk.

Till it happens to you, you don’t know
How it feels,
How it feels.
Till it happens to you, you won’t know
It won’t be real (how could you know?)
No It won’t be real (how could you know?)
Won’t know how I feel

Till your world burns and crashes
Till you’re at the end, the end of your rope
Till you’re standing in my shoes, I don’t wanna hear nothing from you
From you, from you, cause you don’t know

Till it happens to you, you don’t know
How I feel
How I feel
How I feel
Till it happens to you, you won’t know
It won’t be real (how could you know?)
No It won’t be real (how could you know?)
Won’t know how It feels

Till it happens to you, happens to you,
Happens to you.
Happens to you, happens to you,
Happens to you ( how could you know?)

Till it happens to you, you won’t know how I feel

Restherbst

Geht doch

Wünsche

wunsche
„Ideale sind wie Sterne. Man kann sie nicht erreichen, aber man kann sich an ihnen orientieren. “ Carl Schurz

Unlängst habe ich in Tokio  Wünsche auf ein Stück Holz und auf Papier geschrieben und habe diese Exponate an einem Tempel zu vielen Wünschen anderer gehängt und gebunden.

Heute diskutieren sie im Bundestag, ob es ggf. auch eine Angleichung der Rente für Mütter geben soll, deren Kinder vor 1992 geboren sind. Das hätte ja mal was. Zumal in den Jahren sehr viel Kinder groß gezogen wurden. Interssant ist, dass vele der Regierung meinen, der Staat könne sich nicht leisten, die Erziehungsleistng dieser Frauen zu würdigen. Zu viel Geld koste das. Interessant jedenfalls, was sie so übrig haben für die Frauen, die die heutigen Leistungsträger erzogen haben.

Die Rentenversicherung hat mir unlängst auch mitgeteilt, dass Frauen nicht gleichzeitig Pflege UND bezahlter Arbeit nachgehen können. Das sehe die RV nicht vor. Und was die nicht vorsehen, das gehe auch nicht. AHA! Gut zu wissen.  Ade – Pflegerentenpunkt.

Was ich mir wünsche? Respekt! Einfach nur Respekt. Der Rest kommt dann von allein. Wenn Respekt die Währung wäre, mit der Gesetze und Regelungen verabschiedet würden, gäbe es viele Diskriminierungen nicht. In unserem Falle: Weder für die Mutter noch für den behinderten Sohn.

 

 

 

 

 

 

 

Early Winter

 

wp-1477593227409.jpg
„Ein guter Rat ist wie Schnee. Je sanfter er fällt, desto länger bleibt er liegen und um so tiefer dringt er ein.“ Simone Signoret

 

 

Gestern noch im Sonnenschein durch die Gegend gelaufen. Und schon schneit es heute.

Willkommen Winter. Pünktlich zu dem Wetter ist mir die neue Leonard Cohen Musik in die Hände und dann auf die Ohren gefallen. Phantastic!

 

Stay Alert!!! Sei wachsam!!!

Bleibt wohl aktuell: Oder wird es gar dringender denn je?  26.Oktober 2016

———————————————————————-

Ulla Keienburg s Blog

Aktualisiert: Am Tag, als die GroKo unterhschrieben wurde. #2013
——————————————————————————————–
Es bleibt einem aber auch nichts erspart.  Da sind wir mitunter schon soooo weit gereist. In der Hoffnung, mal nichts mit solchen zu tun zu haben: Aber sogar mitten im Death Valley wird gewarnt.

We thought,  nothing could happen to us – far away from the risk to meet those….

But in the middle of Death Valley:  They warn you!

Stay alert

Sie warnen! Und? Zu Recht!

Handelt es sich bei dieser Art der Warnungen um Weitsicht oder Erfahrungswerte? Frei nach dem Motto: Grundsätzliches kommt immer wieder????

Ursprünglichen Post anzeigen

Congregation

wp-1477410221549.jpgwp-1477410285501.jpg

wp-1477410263747.jpg

„If U R HERE ONLY TO WARM THIS SEAT, PLEASE DON`T . `CAUSE GARAGES R FOR WORKIN! CHURCHES R 4 CONGREGATES !!!“

„Wenn Du nur hier bist, um den Stuhl zu wärmen, lass das. Garagen sind zum Arbeiten da!!!“

 

Ich liebe die Zusammentreffen mit Freunden zwecks Werkelei an Holz und Metall.  🙂

Irgendwann

wp-1477338596988.jpg
„Wer viel einst zu verkünden hat, schweigt viel in sich hinein. Wer einst den Blitz zu zünden hat, muß lange Wolke sein.“ Friedrich Wilhelm Nietzsche

Fünf vor Zwölf

wp-1477338511352.jpg
„Wenig, zu wenig geht voran in einer Zeit, in der nichts dringlicher wäre als kluge Entscheidungen und ihre beherzte Umsetzung.“ Günther von Lojewski

 

wp-1477338384508.jpg

 

Nach einem wunderbaren, unverhofft sonnigen Tag im bunten Umland der Capital Region drängte sich bei der Heimkehr ins Stadtgebiet die Realität unermüdlich auf.

wp-1477338511350.jpg

Ich kann da gar nichts zu sagen. Wahl scheint Mensch hier nur zu haben zwischen Pest und Cholera.

 

 

 

Das letzte Sonnenlicht

„Ich reise niemals ohne meine Tagebuch. Man sollte immer was Aufregendes zu lesen dabei haben.“ Oscar Wilde

 Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch.

Bunter Empfang

Ready for Takeoff – Bye bye Hamburg

Gepflastert

wp-1476381717738.jpg
„Die Normalität ist ein gepflasterte Straße, man kann gut darauf gehen- doch es wachsen keine Blumen auf ihr.“ Vincent van Gogh

Wirklich

wp-1476828276808.jpg
„Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind.“ Joanne K. Rowling

 

 

Ulla an Kunst – Hamburg auf der anderen Seite der Elbe

wp-1476796009401.jpg
Große Frauen unter sich

Wir hatten Großes vor. Wollten nach Helgoland fahren am Wochenende. Haben es Tag umd Tag verschoben. Hamburg übte sich in Grau – vielen Graus. So änderten wir am Montag den Plan und feierten den Geburtstag meines Sohnes statt auf der Hochsee – auf der Musicalinsel Hamburgs. Das Wunder von Bern war für den Fußballfan, die lebende Rangliste, gerade das Richtige. Ich war ohne jede Erwartung. Und das ist bei weitem übertroffen worden.

Ein früher Abend  – gelungen. Wirklich gelungen.  🙂  Empfehlenswert ist es zudem, dieses Musical. 🙂

Bildung gehört in Kinderhände

bildung-gehort

Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was wir aus ihnen machen.
Nach Jean Anouilh (1910-1987)

 

 

Unlängst las ich einem Pamphlet eines riesengroßen, inzwischen internationalen Verlages zur Digitalen Bildung folgenden Satz:  „Menschen sollen bestimmen, wann und wo und wie sie lernen.“ Der stimmte mich stutzig. Sogar sauer war ich. Mir fehlte vor allem das WAS. Ich will vor allem bestimmen können, WAS ich lerne.

Ich hatte es wieder vergessen. Verdrängt wohl eher. Denn das fiel mir wieder ein, als ich den Artikel über Reto Friedlis Arbeit gelesen habe.

Denn seine Haltung und die der Mitstreiter*innen Friedlis ist mir da viel näher!  Sehr viel näher!

Danke!!!  Seeya soon!!!    🙂

 

Mehr dazu:

http://pg-stiftung.net/reto-friedli/

Zitat am Freitag: Twain über Selbstvertrauen — Jargs Blog

Danke Jarg!

Alles, was man im Leben braucht, ist Unwissenheit und

über Zitat am Freitag: Twain über Selbstvertrauen — Jargs Blog

Drei Tore

wp-1475181020996.jpg
„Ein arabisches Sprichwort sagt, daß jedes unserer Worte durch drei Tore gehen sollte, ehe wir es aussprechen. Am ersten Tor fragt der Pförtner: «Ist es wahr?» Am zweiten Tor heißt es: «Ist es notwendig?», und am dritten Tor lautet die Frage: «Ist es auch freundlich?» Ein Meister des Wortes spricht nur das Wesentliche, und das perfekt in der Emotion, der Stimmlage, der Wortwahl. Ein Meister des Wortes ist gleichzeitig ein Meister des Zuhörens und des Schweigens.“
Annette Cramer, Das Buch von der Stimme

Antwort

spuren
„The answer my friend is blowin`in the wind“  Bob Dylan

 

Der Literaturnobelpreis für den King of Songtexte   🙂  Congratulations Bob Dylan.

Blick nach oben – Illusions

 

blick-nach-oben-tokio
„Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität.“ Alfred Hitchcock

 

Ich hätte heute Nacht gern die Welt beweint – am liebsten mit jemandem zusammen. War aber grad niemand da. 🙂 Joni Mitchell hat dann geholfen.

 

Genießen 

„Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.“ Samuel Butler

Ulla an Kunst – Nach dem Teppanyaki in Tokyo

wp-1476108832773.jpg

Richtig gut gegessen haben wir. Überraschend gut hat es mir geschmeckt- all die leckeren Lebensmittel. die vor meiner Nase auf der heißen Platte zubereitet und umgehend serviert wurden. Der anschließende Verdauuungsspaziergang  führte über Brücken, unter denen Kois herumschwammen – riesige Fische. Leuchtend, bunt, einmalig.

 

tokyo-koi-an-schuh

Wetter gibt es da offensichtlich durchwachsenes – und das oft.

schirmstander-tokio

Über  viele Brücken ging es hin zum Restaurant und auch zurück. Tatsächlich sah nach dem Teppanyaki alles viel schöner aus. 🙂

tokyo-brucke-im-park

Genuß ist  wohl sehr bedeutsam. 🙂

Any Complains?

prinz-christian-sund-ausfahrt
„I personally think we developed language because of our deep inner need to complain.“    Lily Tomlyn

Eine wunderbare Erinnerung an den Tag, als wir durch die Prinz Christian Sund Passage fuhren. Gegen Ende wurde uns mitgeteilt, dass das unser Grönlandkontakt war. Stürme waren angesagt – und zur Sicherheit ging es wieder auf das offene Meer. Beim Anblick dieses Lichtes und seiner Wirkung konnte mich nichts aus der Ruhe bringen.  🙂

Weather Report – Cruise News – Let`s go East (7) – Back home again

wp-image-1962752239jpg.jpg
(c) ulla keienburg 2016

Es war eine Reise fast ohne Wifi – eine bewegte Reise dank Chaba, dem Taifun. Dessen „Pläne“ hatten sie berechnet – haben ihm auszuweichen versucht, die  Route geändert und sind ihm erfolgreich (fast) entkommen. Ausläufer haben wir noch mitbekommen. Vor der Küste Shanghais gab es ein extrem hohes Verkehrsaufkommen – wir waren nicht einzigen, die auf die Idee gekommen waren, nahe der chinesichen Küste entlang zu fahren. Tintenfischjägerboote zuhauf leuchteten uns nachts den Weg. An die Oberfläche locken sie wohl mit den extrem hellen Lampen die Fische, diese Kraken.  Diskolike auf dem Meer.

Chaba hat sich dann  in letzter Minute umentschieden und hat auch die Taiwanstraße gewählt – und (gottseidank erst, nachdem wir durch waren) dort an den Küsten richtig was angerichtet. Wie wir später erfahren haben, hatte die  Mannschaft alles kalkuliert – bis hin zur Ausschiffung der Passagiere. Es will halt alles geplant sein. Ich bedanke mich auf diesem Wege noch mal bei allen Beteiligten, dass sie uns da heile durch die Wetter und in Manila in den Hafen gebracht haben.

wp-1475928843875.jpg
Hallo Hamburg!

Jetzt hocke ich daheim am Schreibtisch und kann nicht glauben, dass ich in den letzten zehn Tagen mal eben um die halbe Welt geflogen bin – in Tokyo und Sapporo war – und gestern erst von Manila  aus los via Singapore und Frankfurt heute Morgen hier in Hamburg gelandet bin.

wp-1475921803236.jpg
No comment  🙂

Dankbar bin ich und müde. Auch wenn ich auf dem Schiff und den anderen Gefährten eher gereist werde als reise  🙂

Ich versuche jetzt mal zu schlafen.

Weather Report  – Cruise News  – Let’s go East (6) – Work and Travel 

Weather Report  – Cruise News  – Let’s go East  (5) -Nur mal so zwischendurch

Weather Report – Cruise News  – Let’s go East (4) – Flucht vor dem Taifun

Japan hat in diesem Jahr ungewöhnlich viele Taifun erlebt. Es war schwül, heiß, feucht. Saunaähnlich unter grauem Himmel. Als wir in Sapporo ankamen, war von dem Klima, dem Tokio- Japan nicht mehf viel zu fühlen. Kühler eben- ein Wintersportort ohne Tempel auf dieser nördlichsten Insel. Viel gesehen habe ich nicht. Leider. 

Nun ruhe ich gerade aus, während wir über das Japanische Meer schippern, zwischen Korea und Japan hindurch. Dises Route scheint sicherer vor dem Taifun. Wir werden Taiwan auf der „anderen“ als der geplanten Seite passieren. Der Kapitän hat darauf hingewiesen, dass auch er nicht „sturmfrei“ garantieren kann. Doch ist er guter Dinge. Schon faszinierend, was sich heut so errechnen lässt. Wir sind schnell unterwegs, liegen stabil auf der Oberfläche. Der Horizont wirkt rund. Die Idee, dass die Erde eine Scheibe sei, kommt auf. Oder das Meer die Oberfläche einer überdimensionalen Regentonne, auf der wir herumfahren. Zeit ist schon was Feines. Vor allem, von ihr mal unverhofft genug zu haben, ist ein Fest.

Ich genieße gerade die Chance, viel zu schlafen und die vielen anderen Impulse. Schätze sehr, dass die immer neuen Perspektiven andere Gedanken zulassen. Nicht unbedingt  bequem- so doch bereichernd. Eine besondere Energie.

Ich liebe meine Arbeit. Punkt.

%d Bloggern gefällt das: