Fast voll- Der Mond

Gerne lauschte ich den Geschichten, die er kennt. Vielleicht erzählt er die ja sogar. Und ich glaube bisher halt einfach, dass ich ihn nicht verstehe.
Verglaubt?

moon over hamburg.

Was wir dringend brauchen – Wunder

wonder
Wonderful

Wunden gibt es jetzt genug. Jetzt müssen Wunder her.

#politik #krieg #krise #geld #tod

Udo: DIE noch immer aktuelle Frage

„Habt Ihr alle Milliarden Menschen, überall auf der Welt gefragt ob sie das so wollen?“

1987:

2014:

Ich hoffe….

Mauser

Zeit für Veränderungen. Bin gespannt, wie die neuen Gefieder aussehen werden.   🙂

mauserzeit

 

 

 

 

Als Mauser (von lateinisch mutare „ändern“, „tauschen“) bezeichnet man das regelmäßige Abwerfen und Neuwachstum der Vogelfeder.

 

 

 

 

 

 

I no longer have patience

Eine Freundin schrieb: So will ich auch werden. Ich für mich stelle fest: Älter werden hilft ungemein!!!! 🙂

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„I no longer have patience for certain things, not because I’ve become arrogant, but simply because I reached a point in my life where I do not want to waste more time with what displeases me or hurts me. I have no patience for cynicism, excessive criticism and demands of any nature. I lost the will to please those who do not like me, to love those who do not love me and to smile at those who do not want to smile at me. I no longer spend a single minute on those who lie or want to manipulate. I decided not to coexist anymore with pretense, hypocrisy, dishonesty and cheap praise. I do not tolerate selective erudition nor academic arrogance. I do not adjust either to popular gossiping. I hate conflict and comparisons. I believe in a world of opposites and that’s why I avoid people with…

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Einsicht oder Ansicht? :-)

sharp print“There’s nothing worse than a sharp print of a fuzzy concept.” —Ansel Adams

 

 

„Silbergrau – das bin ich“ – und weiter gehts

 

Beate Knappe, Düsseldorf 

Mal Ander(e)s Denken, Mal Ander(e)s Fühlen

Heute sind die Nachrichten andere. Sie sind noch dramatischer. Jedes noch so kleine Gefühl von Ohnmacht wird größer.

Die Krisenherde auf der Welt stimmen nicht gerade zuversichtlich.Auch die damit verbundene Ohnmacht hat Auswirkungen auf uns.

Von so vielen Streits, persönlichen Krisen und Gefechten, innerer Not und Chaos wie in den letzten Monaten habe ich selten in der Dichte mitbekommen.

Ich plädierte so gern für Umsicht im eigenen kleinen Kosmos von Familie, Arbeit und Freundeskreis. Der muss nicht auch noch zum (Neben)-Kriegsschauplatz werden.  Das schwächte nur den Einzelnen, den Menschen – seine Beziehungen, seine Gesundheit, seine Existenz.  Take care!

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miri s schreibtisch

Die Sonne scheint auf meinen Arbeitsplatz. Mich beschäftigt die Auswahl der gesendeten Nachrichten der letzten zwei Tage. Dreimal Tagessschau gesehen – dreimal  wurde sie aufgemacht mit der Katastrophe auf den Philipinen, dreimal abgschlossen mit der Info, dass irgendein Kunstgegenstand bei Sothebys für rekordverdächtig immenses Geld ersteigert wurde.

Könnte nicht Sothebys mal einen Kunstgegenstand versteigern und das komplette Geld für Rettungsmaßnahmen spenden?

Was liegt zwischen diesen dramatischen Ereignissen? Was ist mit den als mindestens so schlimm empfundenen Gegebenheiten hier in unseren Gefilden, in den kleineren Kontexten?

Als Beraterin weiß ich nur zu gut, dass die „großen“ Ereignisse als Symbol für einen eigenen Taifun und seine Wirkungen, eigene Kunst und eigene Konflikte stehen können. Die aus Ohnmacht resultierende Gefühlslage aus den persönlichen Angelegenheiten aber wird oft schamhaft nicht geäußert. Das erschöpft, macht krank und instabil. Wenn dann etwas in der Welt geschieht, was sich vergleichbar schrecklich anfühlt, kann endlich diesem Ärger oder…

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Die Krankheit ist Challenge genug! #ALS

In den letzten zwei Jahren sind vier mir bekannte Menschen an ALS gestorben. Bei Debbie dauerte es vier Jahre von der Diagnose bis zum Tod. Bei Frank und den beiden anderen hatte es die Krankheit besonders eilig.

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Für Debbie und Frank

ALS ist unheilbar. Niemand kann sagen: So, jetzt machen wir mal Chemo oder operieren, bestrahlen oder medikamentieren.  Da sagt einem der Arzt nur: „Es tut mir leid!“

Um die Nöte aller Beteiligten zu lindern, braucht es wohl noch eine Menge Ideen – und Geld, um sie zu finden. Damit Diagnostik und Therapie in Deutschland vorangetrieben, die Kenntnisse um die Symptome verbreitet werden können, habe ich an die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. gespendet.
Es muss kein Wasser im Agregatzustand Eis (mehr) über jemandem ausgeschüttet werden. Anstelle dessen lässt sich auch direkt die Überweisung tätigen. An wen auch immer – Bedarfe gibt es wohl genug.

ALS kann jeden treffen.

Danke an die 3 Liköre aus Köln.

Durchleuchtet – Resilient

Widerstand auf dem Parkplatz

Zwitschern auf dem Strom – Neues von der Donau

donau strombrücke Bie Netzverhältnisse sind so schlecht, dass sich nicht viele Nachrichten schicken lassen. Eines meiner Highlights aber möchte ich Euch nicht vorenthalten. 🙂 Meine Herausforderung: Mein Programm sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch anzubieten. Eines der Komplimente: Von Kanadiern gefragt zu werden, ob ich Amrikanerin sei. 🙂 Grüße von der Fahrt mit Aprilwetter im August – heute aus Belgrad.

Bank (37) – Das Leben ist (k)ein Ponyhof

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Vielleicht ist das Leben doch ein Ponyhof  🙂

füttern

Also:

ruhestörung

Gerne hätte ich auf der Bank gesessen und „alte“ Musik gehört. Nachgesungen von Arstidir.

Leider (oder gottseidank) gab es da kein Netz.

Dann eben jetzt:

 

 

Im September werden sie in Deutschland sein. http://www.arstidir.com/#tour-dates

 

Silbergrau – Das bin ich #24

Die Welt ist groß. Mitunter frage ich mich, wie Ereignisse mich finden. Oder auch, wie ich auf sie stoße.

Na gut,Facebook ist nicht ganz unschuldig daran.

Vor knapp vier Wochen entdeckte ich das Projekt von Beate Knappe : Silbergrau, das bin ich.

Silbergrau, dachte ich. Mmmmhhh.  Silbergrau. Ja, das sind meine Haare. Coloured by nature. Als ich mich eingelesen hatte, wusste ich: Sie will genau die Frauen, die ihr Grau nicht „vertuschen“. 🙂

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Die Ansichten der Frauen gefielen mir – außerordentlich. Ihr Blick auf die Damen….   noch besser.

Ich wurde die Nummer 24!

Gern gut vorbereitet, rief ich sie vor meiner Abfahrt gen NRW noch mal an. Was ihr Plan sei, in welcher Frabe und Klamotte sie mich gerne sähe, wollte ich noch wissen. „Ganz in Schwarz,“ sagte sie. „Ganz in Schwarz, bitte! Damit wir uns auf Haare und Gesicht konzentrieren können.“ Dann war ich ganz brav – und schleppte meinen Kabinenkoffer  voller Schwarz an.  „Garderobe ist immer auch Statement – das Statement aber sollst Du sein!“. Hach, diese Beate hat lauter so kluge Sachen gesagt. Das hat gut getan.

Und in relativ kurzer Zeit hatte sie mich erfasst. Ich bin sehr angetan – und freue mich  auf die Drucke.

20140717-1-Grey-181    20140717-1-Grey-294 Wer mehr sehen möchte:

http://beateknappe.de/silbergrau-das-bin-ich-24/

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 Es wird eine Ausstellung geben – hoffentlich auch eine, die wandert. 🙂

Ich bedanke mich gern und immer wieder bei Beate Knappe für ihren Blick auf mich, für das Licht, in dem sie mich die sein ließ, die ich bin.

Ein echter Dialog. Ein wirklicher Volltreffer.

Kathrin Elfman  kommentierte die Bilder:

„…phantastische Bilder! Ich hab Dich ja schon in natura erlebt und konnte mir denken, dass Du fotogen bist, aber DAS sind ja lebensnahe, authentisch-kraftvolle Momentaufnahmen von Dir, wie man sie schöner kaum machen kann. Ganz toll!

Wenn links oder rechts nur Richtung ist…

und immer weiter geradeaus……..

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rothko

…dann geh einfach geradeaus. Danke Wolfgang Müller

http://www.mueller-musik.de/

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Joe and the „Good Old Man“

Hey Joe….. thanx for this music! AND: Congratulations! Your first musicvideo is amazing!

Lieber Joe!  Danke für diese Musik. In dem Video ist spürbar, wie emotional die Dreharbeiten gewesen sein müssen. Ich kenne Deinen Großvater nicht, aber die Bilder meines Vaters und meines Großvaters spazierten durch mein Herz, kaum hörte ich die ersten Töne. Danke dafür!

Teilen erwünscht 🙂

Joe Löhrmann – My travelling Piano

Summer in the city

Die Zeit rennt. Kaum bin ich hier angekommen, muss ich gefühlt meine Koffer schon wieder packen.  Fast jeden Tag haben wir Menschen getroffen, mit denen wir schöne Sachen unternommen haben. z.B auf der Moskwa mit dem Ausflusdampfer  zu fahren – abgelegt am Flussbahnhof im Norden Moskaus. flussbahnhof

Trotz strahlenden Sonnenscheins konnten wir die „Moscow City“ nur durch Dunst erkennen. Ein Schelm , wer da an „Pollution“ denkt. 🙂

moscow city vom fluss
Die Sonne hat uns durch all die Tage begleitet: Bei dem Besuch der Mercedes Bar im Turm des Ukraine Hotels ließ sie „Moscow City“ geradezu „spooky“ aussehen.10446636_10152318748042869_8905799768964225554_n Wieder auf dem Boden der russischen Metropole angelangt tauchte sie das Hotel und die Moskau City in ein ganz anderes Licht:

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Wo auch immer wir waren: Es war relativ ruhig im Vergleich zu anderen Jahreszeiten hier in der Stadt. Die meisten Moskauer sind aufgrund der Ferienzeiten im Ausland oder erholen sich von der Luft und dem Krach in ihrem Wochenend- und Sommerhaus, der Datscha.

Menschen, die ich aus Deutschland kenne, habe ich hier auf Getränke und Spaziergänge getroffen. Alex, der hier zufällig  arbeitete. Lena, die mit uns das interkulturelle Training gemacht hat, bevor es uns hierher verschlagen hat. Sie nutzt den Sommer gerne, um in ihrer Heimatstadt zu Sale-Preisen Schuhe und Bücher zu kaufen. „Meine Expats in Moskau!“ lächelte sie stolz, und machte erst einmal ein Foto von uns beim Kaffee in der Schokoladniza.

Mit ihr konnten wir uns dann auch ausgiebig über all die Regulierungen austauschen, die die DUMA sich hat einfallen lassen. Es ist z.B. seit dem 1.Juli 2014 verboten, Damenunterwäsche, die weniger als 6% Baumwolle enthält, zu produzieren und zu verkaufen. Sie erzählte, dass man auch dem beliebten Schuhwerk High Heels, Ballerina und Sportschuh an den Kragen wolle. Alles natürlich unter dem Deckmantel der Gesundheitsfürsorge für die Frauen. Ungesund sei das. Bei meinen Nachforschungen dazu stieß ich u.A. auf: Politiker wollen verhindern, dass die Polizistinnen ihre Uniformen eigenmächtig zu Minirock und weit ausgeschnittener Bluse umarbeiten und sie ggf. auch noch durch High Heels „aufpeppen“. Kopfschüttelnd las ich die Artikel darüber….  mich wohl fragend, was denn wohl tatsächlich dahinter stecken könnte. Ich werde es nie erfahren. Damit kann ich aber leben. Die Menschen mit den Kontakten ins Ausland werden wohl wissen, wo sie Reizwäsche herbekommen. Schließlich haben sie  sich auch hier an Plastic Fantastic Victoria Secret gewöhnt  🙂 Männer wie Frauen.

Seit der Rubel im letzten Jahr so gefallen ist, haben sie die Preise für Metro, Lebensmittel, Aeroexpress, Busse und auch für Briefmarken angehoben. Als ich gestern einen Russen fragte, ob er wisse, was inzwischen eine Postkarte ins Ausland koste, hat er laut gelacht. „Wir schreiben Mails und SMS!  Wer braucht denn die Post? Das interessiert uns nicht.“

Tja. Das nur zum Thema: Snailmail. Dann werde ich mir wohl mal wieder Zeit mitnehmen müssen, um am Postamt Briefmarken zu erstehen. Denn Zeit kann ich da lassen. Schlangen in Kombi mit äußerst gemächlich arbeitenden Postangestellten sind aufwändig. Mögen die sich schon mal freuen, die in ein paar Wochen mal wieder eine Postkarte von mir in ihrem Briefkasten finden.

Ich hoffe, dass eine von denen auch in Deutschland läuft! 🙂

 

Der dritte Weg

So viel im Umbruch, so viel in Bewegung, so viel Gewalt – in Wort und Werk , so viel Zorn, so viel Empörung,
So viel Zeit ….
lassen wir verrinnen.
Ratlos? Machtlos? Tatenlos?
Oder doch eher MUTlos?

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würdelos

Leider setzen sich Ängste, Zweifel oder Beschwerden viel eher fest im Geiste der Menschen als das, was als positiv zu verzeichnen wäre. Mit Flüchen und Pöbeleien, Besserwisserei und Abwertung erzielen, auch kleine, Menschen so viel mehr Aufmerksamkeit als mit gütigen Äußerungen, Beschreibungen oder Betrachtungen.

Respektvoller Umgang miteinander, das echte Gespräch, der Dialog und auch Demut erscheinen vergleichsweise anstrengend. Sie wirken jedoch – tief und lange.

Mir scheint, dass mehr denn je in Familie und Schule Machtverhältnisse bestimmt werden. Funktionieren ist wichtiger als glücklich sein, Gehorsam gewinnbringender als Eingenständigkeit. Kinder übernehmen aus Angst (vor was auch immer) die Meinungen ihrer Eltern oder Lehrer. Opportunismus wird gut geheißen. Kinder sind zu einem Produkt geworden.

Deshalb kann im Dickicht der gefühlten Anforderungen an Eltern und Kinder heute ganz schön viel schief gehen. Und es kann viel gelingen.

Ich wünschte, die Kids hätten (wieder oder endlich) die Chance, das eine oder andere Problem mal…

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Bank (36) – „Keep busy living or keep busy dying“

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Auch Bänke haben ihre Zeit. Seit in Moskau das Rauchen in Kneipen und Restaurants, auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden verboten ist, lassen sich immer mehr Menschen auf den moskauweit aufgestellten Bänken nieder. Ungestraft möchten sie gern mal ihrem Hobby nachgehen. Die Bank vor unserer Tür hat auch schon gelitten. 🙂

Zigaretten sind auch eine beliebte Währung in dem Film, der bei ImdB die beste Bewertung jemals bekommen hat. „Die Verurteilten“ 1994/„The Shawshank Redemption“. Das Drehbuch verfasst nach Stephen Kings “ Rita Hayworth and Shawshwnk Redemption“.

Ich hatte ihn nie gesehen, obwohl schon die zehn Jahre Kinoabstinenz nach der Geburt meines Sohnes vorbei waren. War mir wohl durchgegangen. Da ich meiner Kinolust in Moskau aufgrund meiner fulminanten Russischkenntnisse nur bedingt nachgehen kann, habe ich ihn mir als Video gegönnt. Ich war hundemüde, und mir nicht sicher, ob ich das durchhalten könnte. Und: Die Müdigkeit war wie weggeblasen. Wirklich spannend, fast philosophisch, Bilder, brillante Regie, grandiose Dialoge – geprägt von Einsichten über brutale, verschlagene, gierige, machthungrige, verzweifelte, schlaue Menschen – natürlich alle „unschuldig“. Aber auch über innere Verbindungen und Verbindlichkeiten.

Ein Satz ist mir nicht aus dem Kopf gegangen:
„These walls are kind of funny. First you hate ‚em, then you get used to ‚em. Enough time passes, gets so you depend on them. That’s institutionalized. They send you here for life, that’s exactly what they take.“ Morgan Freeman als RED

Er beschreibt so wunderbar, wie Menschen abhängig (gemacht) werden, wie sie, mitunter auch sich selbst, institutionalisieren. WOW.

In jeder Art „Gefangenschaft“ kann Mensch sich offenbar einrichten – muss er oder sie aber nicht 🙂
Es bleibe jedem überlassen, für was er oder sie das Bild als Analogie nehmen kann.

„Keep busy living or keep busy dying“
In diesem Sinne….. 🙂

Learning

sky

„Once I was traveling across the sky
This lovely planet caught my eye
And being curious I flew close by
And non I’m caught here
Until I die
Until we die
Learning to live together
Learning to live together
Learning to live together
Till we die
I lost my memory of where I’ve been
We all forgot that se could fly
Someday we’ll all change into peaceful man
And we’ll return into the sky
Until we die
Until we die
Learning to live together….“ Herbie Hancock

Bank (35) – Applaus, Applaus

Als ich meinen Weg nach Moskau plante, war ich mutig. Mal eine neue Fluglinie- SAS. Nach der Erfahrung mit Brussel Airlines dachte ich wohl: Es kann nur besser werden. Am Montag morgen startete ich noch im Dunkeln mit einem wirklich netten Taxifahrer zum Hamburger Flughafen, wurde freundlich bei SAS empfangen. Die Dame am Counter schaute mich an und fragte, ob sie mal checken solle, ob ich auch einen passenden Platz bekommen habe beim Online Check in. Überraschung! Hatte ich!
Im Flugzeug dann entspannte Flugbegleiter. Beim Wechsel des Fliegers in Kopenhagen (was für ein kuscheliger Flughafen :-)) dann Ruhe, Übersicht, freundliche Menschen, und das alles, obwohl es früh am Morgen war.

stockholm

Die Skandinavier haben was, dachte ich so bei mir. Und wurde auch in Stockholm überrascht. Noch leiser, noch bequemer, noch entspannter. Das Essen war gut ( und das habe ich wirklich selten erlebt).

In Moskau, ebenso ein neuer Flughafen für mich zur Landung, Sheremetjevo (gerne auch von uns als `Sheremettwurst´ betitelt sowie wir Domodedovo (oder so ähnlich) gerne Domodüsseldorf nennen.)
Ganz schnell war ich durch die Passkontrolle, gecheckt von einer heiteren Beamtin. Unter dem lichtdurchfluteten Dach die Treppen herunter, schnell angerufen, dass ich nur noch meinen Koffer holen muss, wurde ich auch schon am Ausgang erwartet. Mensch, ich bin ein Glückskind. Ein Handyfoto musste aber noch sein.

sheremettwurst
Trotzdem müde haben wir uns nach dem Genuss eines neuen Getränkes (Sanddorneisdrink – seeeehr lecker) per Aeroexpress auf den Weg Richtung Innenstadt gemacht. Meine Kamera zückte ich schon mal, weil ich mir sicher war, dass es irgendetwas zu entdecken und festzuhalten geben werde.

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Lonely Runners

Das war dann auch das letzte Foto, das ich mit meiner Kamera geschossen habe, bevor ich sie achtlos habe im Zug liegen lassen. 😦   Gemerkt habe ich es erst daheim. Und umgehend setzte Selbstärger ein. „Ich dachte, sowas passiert Fotografen nicht!“ war der Kommentar meines Untermieters in Hamburg, dem ich das ein wenig verschämt gestand. Das dachte ich auch immer. Ich überlegte, wann ich das letzte Mal die Kamera in der Hand hatte, an was ich mich erinnern konnte. Es war ja schon mal gut, dass ich eingrenzen konnte,. dass sie entweder im Aeroexpress oder in einem der zwei Metrozüge liegen müsste, die wir genutzt haben, um zu den heimatlichen Gefilden zu gelangen. Wer allerdings Moskau kennt, oder schon mal durch die Menschenmassen in der Metro sich bewegt hat, und vor allem, wer um meine mehr schlecht als rechten Russischkenntnisse weiß, ahnt: Diese Erkenntnis verleitet nicht zu überschwänglichem Optimismus.

Auch wenn es nur Material ist, was da abhanden gekommen ist, und dann noch durch eigene Blödheit oder Unaufmerksamkeit: Mir war diese Kamera in den letzten Wochen so ans Herz gewachsen.  Als ich dann noch feststellte, dass es diese kleine, elegante Vielkönnerin momentan nicht einmal mehr zu kaufen gibt, stieg mein Frust.

Am Folgetag wurden dann mein Lebensgefährte und sein russischer Kollege in der Firma aktiv – sie telefonierten, organisierten. Niemand sagte etwas. Zumindest mir nicht. Ich wurde nur eingeladen zu einem Stadtspaziergang in der Innenstadt.  Bis dahin hatte ich zuhause lediglich eine halbherzige Nachricht an den Admin der Facebookseite von Aeroexpress geschrieben. Mich wohl erinnernd an das Glück, meinen Ipod vor zwei Jahren via Facebook wiederbekommen zu haben.  Die meldeten sich umgehend (auf Englisch), fragten nach Details, formulierten daraus eine Anfrage an die Zentrale und wollten sich melden, wenn sie etwas herausgefunden hätten. So weit, so gut. Die Zeit, zu der ich das Haus verlassen musste, um pünktlich zum „Spaziergang“ anzutanzen, rückte näher und ich hatte noch nichts gehört. So ging ich los.

In der Metro erzählte ich dann von meinem Briefwechsel mit Aeroexpress und fragte, ob denn der Kollege etwas erreicht habe. „Das sollte eigentlich eine Überraschung sein!“ hieß es. Es gibt eine Chance, sagte er mir. Aber ich solle mich nicht zu früh freuen.  So fuhren wir zu Lost & Found – Stelle am weißrussischen Bahnhof – und als hätte die Dame auf uns gewartet, zückte sie eine Plastiktüte – MIT MEINER KAMERA!  Ich kann es noch immer kaum fassen – aber sie wollte wohl zu mir zurück, bei mir bleiben! Soll noch mal irgendeiner sagen, Moskau sei gefährlich!

Das erste, was ich danach entdeckte,  als ich gen Himmel schaute:

moskau

und als ich den Blick wieder senkte:

paartall

Ich sage mal: DANKE!!! An mein Leben und die Menschen, die sich darin tummeln.

Demokratie ist… ja… was denn eigentlich?

Das Wort zum heutigen Sonntag – nachdenklich, rätselnd, erschöpft vom Verstehen-Wollen, noch immer neugierig auf das Eigentliche! Mögen die Kriegshandlungen ein Ende haben. Bitte.

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„Demokratie: eine Regierungsform, die freie Diskussion voraussetzt, doch nur erreichbar, wenn die Leute aufhören zu quatschen.“ Clement Attlee

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Es gibr soooooo viele Gesetze und Regulierungen. Die bieten natürlich an und provozieren geradezu, sich aufzulehnen oder „gegen“ sie zu sein. Wer aber tut was FÜR  Konstruktives? Mir kommt es so vor, als bereitete jede neue Regel einen neuen Nebenkriegsschauplatz. Und zum „Eigentlichen“ kommen wir dadurch nicht – was auch immer das sein mag.

Mir kommt dazu die Geschichte von Heinrich von Kleist „Über das Marionettentheater“ in den Sinn:

Sie existiert im Netz: HIER

oder hier im Kleist Archiv

Der wahre Meister der Fechtkunst fällt mir dazu ein….  Finten oder echte Angriffe? Auf was reagieren wir?

Eine wunderbare Geschichte, die ich immer mal wieder lese oder höre…  und so nicht vergesse, wie oft mich jemand zu täuschen oder  mich mit Finten zu ermüden versucht.  .-) Auf was ich so…

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Was für einen Spiegel braucht die Realität?

🙂

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Ich empfehle mitunter den natürlichen Spiegel….

Double Reality Double Reality or only one?

Er ändert das Wetter nicht – aber den Blick auf dasselbe. 🙂

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Supermoon

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Supermoon 12.7.2014

Gedanken fliegen, ruhen, winden sich.

Bank (34) – Schauplatz mit Licht

schauplatz

Ausgleichende Gerechtigkeit

Die Strafe, die ich oft verdient,
Ist sonderbarer Weise nie
Ganz pünktlich eingetroffen.

Der Lohn, der mir so sicher war
Nach menschlichem Ermessen
Das wurde leider offenbar
Vom Himmel auch vergessen.

Doch Unglück, das ich nie bedacht,
Glück, das ich nie erhofft
Sie kamen beide über Nacht.
So irrt Mensch sich oft.

Mascha Kaléko

Bank (32) (17) – Excuse me for a while

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„Eine Bank Dir wohl bekannt….“

titelten die HuChs aus dem Münsterland diese Bank.  Ja, wohl war! Nicht erst einmal habe ich da gehockt…. gelauscht, gesprochen, geschwiegen, geraucht, getrunken ( ja, ich! :-)) und konnte da einfach SEIN   🙂

Danke dafür Euch Beiden!

 

Ein Gefühl mir wohl bekannt:

„Excuse me for a while
While I’m wide eyed
And I’m so dam
‚caught in the middle.

….“

 

Einladung:   Wer auch seine oder ihre Bank hier sehen möchte… siehe Bank (32)- Imagine

Geschrei

reykjavik einfahrt

 

 

„Wenn man mit bloßem Geschrei ein Haus bauen könnte,

so hätte ein einziger Esel längst eine ganze Stadt errichtet.“

Aus Island

 

Überall

humps
Lerwick, Shetland Islands

 

Überall

Überall ist Wunderland.
Überall ist Leben.
Bei meiner Tante im Strumpfenband.
Wie irgendwo daneben.
Überall ist Dunkelheit.
Kinder werden Väter.
Fünf Minuten später
Stirbt sich was für einige Zeit.
Überall ist Ewigkeit.

Wenn du einen Schneck behauchst,
Schrumpft er ins Gehäuse,
Wenn du ihn in Kognak tauchst,
Sieht er weiße Mäuse.

Joachim Ringelnatz

AWAY is a way

In Between

over 50 zenit 2
on my way

Master oder was?

Nach  den vielen Entscheidungen, die in den letzten Wochen und Tagen von Regierungen aller Art getroffen wurden, musste ich mal in mein Archiv eintauchen!

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Danke an Annette Maria Böhm für das Zitat. Das kam mir wie gerufen!

„Die Meister sehen die Dinge, wie sie sind, versuchen jedoch nicht, sie zu kontrollieren. Sie lassen sie ihren eigenen Weg gehen und wohnen im Mittelpunkt des Kreises.“ Laotse

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