Legendärer Abend:
Erst begegnet uns knapp auf Augenhöhe ein Paraglider,
und kaum war die Silhouette in der Dämmerung verschwunden, gab es den malerischen Mondmoment. 🙂
Einhelliger Kommentar der Anwesenden:
Boah!
🙂
ich sage nur: Der Fluss kann was!

Welcome to my Reality!
Der Unterschied zwischen einer gewöhnlichen Erfahrung und einer besonderen liegt in den Details –
entdeckt entlang des Weges!
Ich freue mich auf bekannte und mir neue Ufer!
Und noch mehr freue ich mich auf die besonderen Erfahrungen.
Wieder mal unterwegs…. diesmal auf der Donau!
Auch mit offenen Augen, Herz, Hirn, Kamera, Stift, Papier und Regenschirm.
Das Geisterschiff am Kellersee.
Ich musste einfach noch mal hin – zum Fischbrötchen Cafe. Selbst bei Regen lässt es sich wunderbar draußen auf der Terrasse mit Seeblick sitzen. Drei Blässhuhnküken schreien nach ihrer Mutter, pubertierende Stockenten eifern den Erpeln nach, Am Ufer rätseln Menschen über eine braune Ente mit grauem Schnabel und grauen Füßen ohne Zopf. Oder erzählen einander den neuesten Tratsch aus dem Dorf. Ein Angler kehrt von See zurück – leise, unauffällig, noch grauer als der Himmel. Kinder rutschen mit Bobby Cars auf dem Hof des Cafes, aus einem Busch klingt Musik. Einige Radfahrer pausieren nach der Radtour um den See, andere starten hier – mitunter auch zur Kellerseefahrt mit dem Ausflugsdampfer Luise.
Das ist für mich bisher der einzige Ort, an dem Matjesbrötchen und Cappucino zusammen bestellt auch zusammen schmecken . 🙂
Am Kellersee ist halt manches anders. 🙂
Der Russische Stör (Acipenser gueldenstaedtii), Ossietra-Stör oder Waxdick ist eine gefährdete Stör-Art. Er wurde nach dem deutsch-baltischen Naturforscher Johann Anton Güldenstädt benannt.
Der russische Stör wird bis zu 2,35 Meter lang und mehr als hundert Kilogramm schwer. Subfossile Überreste vom Schwarzen Meer hatten eine Länge von drei Metern.
Ob er irgendwann zwischen der oberen und der unteren Hälfte eines Brötchens seinen Platz findet…. wird sich zeigen. 🙂
Seehütte Malente – das Fischbrötchen Cafe – Kurzurlaub für die Seele
Machtgebärde oder Dankbarkeit?
Ein Symbol für das Verhältnis von Kirche in Staat in Russland
Mehr dazu bei wikipedia
Was haben wir

übersehen,
vergessen,
nicht mitbekommen,
verdrängt,
aufgeschoben,
ignoriert,
vernächlässigt,
genossen,
gebilligt,
genutzt,
konsolidiert,
hingenommen,
abgewehrt,
geschluckt,
verdaut,
gescheut,
genehmigt,
gekauft,
verramscht,
geglaubt,
geleugnet,
abgesegnet,
unterstützt,
deligiert,
missverstanden,
zugelassen,
dass wir so manipulierbar geworden sind, und es so vieles gibt, was bei uns heute Trauer, Ohnmacht, Wut und Ärger schafft?
Was genau müssen wir wieder verlernen?

Zeit, die wir uns nehmen, ist die Zeit, die uns was gibt.
Ernst Ferstl
„Artikel 1
Es wird erlassen, daß jetzt die Wahrheit zählt,
daß jetzt das Leben zählt
und daß wir alle Hand in Hand
für das wahre Leben arbeiten.
Artikel 2
Es wird erlassen, daß jeder Wochentag,
auch der Dienstag, der aschfarbenste,
das Recht hat, sich in einen Sonntagmorgen zu verwandeln.““
….
Der Verlag „Peter Hammer“ hat freundlicherweise die Nutzung befristet erlaubt.
Nun müsst Ihr Euch das Buch kaufen – falls ihr es noch irgendwo finden könnt. 😦 Sorry! Oder mir schreiben 🙂
© Thiago de Mello, Gesang der bewaffneten Liebe
© Peter Hammer Verlag Wuppertal, Deutschland 1976
© Übersetzung: Catharina Wendt, Berlín 1976
„Man darf die Völker ins Verderben hetzen,
weil das den Regeln ihrer Welt entspricht.
Doch sich der Bosheit hilfreich widersetzen,
das darf man nicht!“
Erich Kästner
Leider setzen sich Ängste, Zweifel oder Beschwerden viel eher fest im Geiste der Menschen als das, was als positiv zu verzeichnen wäre. Mit Flüchen und Pöbeleien, Besserwisserei und Abwertung erzielen, auch kleine, Menschen so viel mehr Aufmerksamkeit als mit gütigen Äußerungen, Beschreibungen oder Betrachtungen.
Respektvoller Umgang miteinander, das echte Gespräch, der Dialog und auch Demut erscheinen vergleichsweise anstrengend. Sie wirken jedoch – tief und lange.
Mir scheint, dass mehr denn je in Familie und Schule Machtverhältnisse bestimmt werden. Funktionieren ist wichtiger als glücklich sein, Gehorsam gewinnbringender als Eingenständigkeit. Kinder übernehmen aus Angst (vor was auch immer) die Meinungen ihrer Eltern oder Lehrer. Opportunismus wird gut geheißen. Kinder sind zu einem Produkt geworden.
Deshalb kann im Dickicht der gefühlten Anforderungen an Eltern und Kinder heute ganz schön viel schief gehen. Und es kann viel gelingen.
Ich wünschte, die Kids hätten (wieder oder endlich) die Chance, das eine oder andere Problem mal selbst zu lösen, Mütter könnten mal wieder gelassener werden. Und Väter…. ja, was wünsche ich denen eigentlich?? Mut?
Das wäre menschlich.
Mich wunderte nicht, wenn sich Frau Merkel (stellvertretend für die Führungsriege unserer Republik) diesen Text „auf die Fahne geschrieben“ hätte – und diese Wortkombination die einzige Antwort auf an sie gerichtete Fragen wäre. Vielleicht ist es ja auch die Marke ihrer Bekleidung, ihres Friseurs, ihrer Souffleuse, ihres Ansinnens.
An ihr scheint alles abzuperlen, was viele Bürger des Staates bewegt.
Was hat sie gesagt? Wir sollten froh sein, dass wir unsere Meinung sagen dürften?
Ihre Haltung, unser Problem! Genau…
Als dann meine Freundin am Wochenende zu mir sagte: „Du hast schon immer nach etwas gesucht, was es nicht gibt.“ musste ich schon schmunzeln. Es stimmt, ich habe lange Normalität für einen wünschenswerten Zustand gehalten.
Normal scheint aber lediglich die Normierung. Vom Kondom über Kältemittel in Klimaanlangen, Seitenzahlen bis Schulnoten, Wissensumfang bis Länderrechte, Türhöhen bis Hosenlängen, Schulmöbel bis zum Intelligenzquotienten.
Mit den Grenzen der Normierung kenne ich mich aus. Normierung bedeuten vor allem Ab – und Ausgrenzung.
Ich bestreite nicht den Zweck einiger Normen, wenn es um die ( wenn auch oft vermeintliche) Sicherheit von Menschen geht. Stelle nur fest:
Wenn Menschen etwas noch nicht Geregeltes tun, weil sie es KÖNNEN, kommt schnell jemand und bekämpft seine oder ihre eigenen Ängste mit Regulierungen. #Politik
Als bei Facebook heute ein Bild auftauchte mit dem Satz: „One day, I`m gonna make the onions cry!“ dachte ich: JAAAAAA! Denn: Wenn ich mir nur vornähme zu tun, was ich schon kann, bliebe ich wohl unter meinen Möglichkeiten.
Mal schauen, ob und wie sich das auf größere Kontexte übertragen lässt.
Ich halte mal Herz und Hirn offen für neue Träume und Ziele.
Ganz unsicher war ich. Kann ich als Touristin die Stadt nach der Katastrophe überhaupt so erfassen, wie sie sich selbst gern gesehen fühlte? Knappe drei Wochen nach dem Höchststand des letzten Hochwassers wanderte ich also durch die Gassen der Altstadt – bei schönstem Wetter.
Empfangsszenario:
Noch ist das Wasser sichtbar: an den Wänden, in den Gassen – und wohl riechbar in den Räumen der vielen Galerien und Geschäfte der kleinen Altstadt Passaus. Überall ist oder wird auf Durchzug gestellt.
Der Blick senkend war klar: Dem Kopfsteinpflaster und seinen Verzierungen konnte das Wasser nur bedingt etwas anhaben.
Spannend auch, was sich so oberhalb der moosbraunen Ränder zwischen
Straße und Mauern fand.
Ich hoffe, dass die folgende, recht frisch wirkende, künstlerische Drohung das nächste Hochwasser beeindruckt. 🙂
Es gab aber noch eine Alternative:
Tja , bis dahin hat es wohl gestanden, das Wasser.

Wären da nicht überall die Markierungen:
Unvorstellbar.
Tapfere Passauer Altstadt!

Eine Flussschiffreise mit der River Cloud II von Nürnberg nach Budapest bedeutet auch: Viele Höhenunterschiede, die zu bewältigen sind. Da helfen Schleusen.
Die Aussichten aus dem Kabinenfenster auf Wasserlinienhöhe können einen dann schon zur Geduld nötigen. 🙂
In der Nacht vom 29.6. – 30.6.2013 habe ich mal länger aus dem Fenster geschaut.
Musik: Joe Löhrmann http://www.mytravelingpiano.com/
Bilder : Copyright Ulla Keienburg, Hamburg, 2013

Das Essen wurde in einer durchsichtigen Plastikschale (15×15 cm) geliefert – aufgeteilt in zwei Fächer. Pustasalat in dem einen, und die durch Zellophan geschützte, klappbare Gabel + vier Minizwiebäcke in dem zweiten Fach. Das Ganze kalt und verschweißt, als käme es soeben aus dem Kühlregal eines Discounters. Ein „Nonstop You“ Aufkleber markierte das Produkt. 🙂
Ich konnte nicht widerstehen, die Kotztüte auf einen Herstellernachweis hin zu checken.
Alles aus einer Hand…
Catering Logistics.
Sicher haben sie es geschafft: Die Gästemahlzeit unter 1 €.
Eines jedoch: Wäre in allen Fliegern so viel Platz zum Sitzen wie in dem Flieger gestern, schmierte ich mir für die Reise glatt selbst zuhause ein paar Stullen.


…und wolkenlos – vor allem in Sachen Internet- ist wohl eine Illusion. Wirklich verwundern sollte niemanden, dass im großen Stil gesucht, kontrolliert, gefahndet wird. Die Regierenden ( von was auch immer) fühlen sich angegriffen. Je unsicherer sie sich fühlen, um so stärker wollen ihre „Über“Macht konsolidieren. Je weniger sie der Menschen Denken und Handeln kontrollieren zu können meinen, um so rigider re(a)gieren sie. Das „Stilmittel der Übertreibung“ kommt mir in den Sinn.
Alles schaukelt sich hoch.
Menschen „schaffen“ mitunter Indizien, anhand derer sie „auffliegen“. Damit sind sie manchmal AUCH aus einem anstrengenden (Lügen)-Konstrukt befreit. Oder sie „erlösen“ sich mit „Aus -Versehen“- Aktionen von belastenden Umständen. Die Leidensfähigkeit hat dann ein Ende. Der unbewusste Überlebenswille siegt. Whistleblower rufen so ambivalente Gefühle in Menschen hervor – Held oder Verräter? Snowden beschäftigt weltweit die Regenten. Mollath die Politiker im Lande. Jede(r) Angestellte ist an Betriebsgeheimnisse gebunden, egal ob ihm oder ihr die Sachen in den Kram passen, jede Familie hütet ihre Geheimnisse, die meisten Mitarbeiter eines Teams reden mehr übereinander als miteinander, Missbrauchskontexte wie Kirche und Schule reagieren mindestens so aggressiv wie verdrängend auf diese Art der „Veröffentlichungen“. Doch irgendwann hält es einer nicht mehr aus. Wunderte mich nicht, wenn selbst der letzte Papst deshalb das Handtuch geworfen hätte.
So viel Ohnmacht, so viel Kummer, so viele Machtgesten, so heftiges Machtgerangel. Alles sicherlich zu erklären, zu verstehen – aber nicht immer und wenn, dann schlecht auszuhalten.
Ich kann nur hoffen, dass so viele Menschen wie möglich gut für sich sorgen – und so präzise wie möglich Altruismus von Eigennutz unterscheiden können – bei anderen und bei sich selbst.
Mir fehlen mal wieder die „eigenen“ Worte. Vor allem zu der Politik, die gerade weltweit von Regierenden angeblich zu unserer aller Sicherheit betrieben wird. Gerne „rette“ ich mich dann mit der Lektüre Erich Kästners.
Das heutige Fundstück entstammt „Sekundärliteratur“: den Schriften von Christoph Gutknecht:
„Der Zweck heiligt die Mittel:
Der Unsinn liegt bei diesem Grundsatz in seiner Formulierung. genauer im Verb. Denn wieso sollte den Zweck die Mittel heiligen? Zumal derjenige, auf den dieser Ausspruch zurückgeht, wirklich kein Heiliger war. Es war der florentinische Diplomat, Geschichtsschreiber Philosoph und Dichter Niccolò Machiavelli (1469 – 1527), der in seinem berühmt gewordenen Buch “ Il Principe“ (Der Fürst, 1513) mit genauer Kenntnis der zeitgenössischen Politik auf der Basis sorgfältiger Studien der Antike die Praktiken tyrannischer Machtstrukturen ungeschminkt dargestellt hat. Er empfahl für Italien auf dem Wege zu einer Republik die Etablierung der absoluten Macht eines Herrschers, der sich – ungeachtet aller moralischen und religiösen Bedenken – der Gewalt, des Betrugs, der List und des Eidbruchs bedienen könne: `Il fine giustifica i mezzi“ der Zweck rechtfertigt die Mittel.
Daß auch andere Autoren Machiavellis Maxime – wenn gleich in modifizierter Form – vertreten haben, erläutern im einzelnen Kurt Böttcher et.al. (1981:181), die u.a. auf die Schriften der Jesuitenpatres Hermann Busenbuam (1652) und Benedictinus Pereira (1576) sowie auf einen Brief Blaise Pascals (1656/57) und auf Thomas Hobbes` Werk „De cive“ verweisen.
Erich Kästner (1899 – 1974) hat das von Machiavelli geschilderte Prinzip der Staatsräson kompromißlos aufs Korn genommen – in einem Sechszeiler, dem er die scharfzüngige Überschrift verlieh:
Der Zweck : der heiligt die Mittel oder Religion als Politik und Politik als Religion Der Zweck sagt ihr, heiligt die Mittel? Das Dogma heiligt den Büttel? Den Galgen? Den Kerkerkittel? Fest steht trotz Schrecken und Schreck: Die Mittel entheiligen den Zweck!“
aus: Christoph Gutknecht
Lauter blühender Unsinn: Erstaunliche Wortgeschichten von Aberwitz bis WischiWaschi