„The sky is always there for me, while my life has been going through many, many changes. When I look up the sky, it gives me a nice feeling, like looking at an old friend.“ Yoko Ono
Gestern war ich zum 90.Geburtstag der Professorin geladen, bei der ich 1982 in Münster mein Sportexamen absolviert habe. Sie hat immer an mich geglaubt. Sie tut es noch. Je älter ich werde, umso mehr weiß ich zu schätzen, welch positiven Einfluss das auf mich (gehabt) hat , wie sehr es mich angehalten hat, bei mir zu bleiben – auch, wenn das mitunter sehr, sehr anstrengend war (ist). Es war ein unglaubliches Treffen vieler Münsteraner Sportler*innen aus den 70ern und 80 ern. Wunderbar, inspirierend, nährend, bestätigend. Liebe Illa Sabath – hab` Dank für Dein langes, kluges, herzliches, reges, engagiertes, gründendes, treibendens, umtriebiges Leben – und die Menschen, die Du um Dich geschart hast und scharst – für die DU Dich ehrlich interessierst. Danke für das Erlebnis.
Heute Abend hatte ich die Wahl: Psychonanlytischer Salon oder #hamburgsingt . Ich habe mich fürs Singen entschieden. War gut. Hat wirklich gut getan. Das mache ich wieder. Yoga für Seele und Stimmbänder.
„Wo gesungen wird, da lass dich nieder. Böse Menschen haben keine Lieder.“
Mir fiel dieser alte Spruch ein. Weiß nicht. woher er kommt. Aber die Stimmung war, als wenn das stimme.
„Never tell your problems to anyone… 20% don`t care and the other 80% are glad you have them.“ Lou Holtz
Rums. Knall. Sitzt.
Richtig! denke ich. Und blättere weiter in der Lektüre. Blätterte aber wieder zurück. Bin unruhig. Hat der das so gemeint, wie es da steht? Habe ich das richtig vestanden? „Erzähle nie jemandem von deinen Problemen. 20% interessiert es eh nicht und 80% sind froh, dass DU es hast.“ So habe ich es zumindest verstanden. Oder so ist die Variante, die ich aushalten kann. Sie sind froh, dass nicht sie es haben.
Oder sind die FROH, dass Du oder ich sie haben?
Das war wie eine Eintrittskarte ins Kopfkino:
Wer gehört alles zu den 80%?
Wer könnte es gut finden, dass ich das Problem oder DU die Probleme hast und nicht er oder sie?
Wer vedient an den Problemen anderer?
Oder an deren (scheinbarer) Lösung oder Linderung?
Wer kann sich wie damit fühlen?
Was ist rechtens?
Was fühlt sich richtig, was falsch an?
Was nützlich oder nicht zu gebrauchen?
Lässt sich das verstehen, erklären?
Und lässt sich das aushalten? Und wenn, dann wie?
Nicht, dass ich mir nicht solche Fragen schon zuvor gestellt hätte.
„Now, on this road trip, my mind seemed to uncrinkle, to breathe, to present to itself a cure for a disease it had not, until now, known it had.“ Elisabeth Berg, The Year of Pleasures
„Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.“ Friederich Dürrematt
„You become excellent when you fly at a level that creates a wide gap between where you were before and where you are now. Fly like the eagle, the eagle flies as if it never remembered it was once an egg.“ Israelmore Avivor
Ich kann mich nicht erinnern, dass mich je die Leseprobe eines wissenschaftlichen Buches soooooo gerührt hätte. Mal ab von den Ergebnissen seiner Studie wählt Andre Frank Zimpel die respektvollsten, menschlichsten Äußerungen, die ich je zu dem Phänomen Trisomie 21 und seinen Wirkungen auf Menschen und unsere Gesellschaft im deutschsprachigen Raum gelesen habe. Bisher. Ich freue mich auf das Buch wie auf eine Schachtel bester Pralinen. Ein Geschenk. Freue mich jetzt schon, es rezensieren zu dürfen. Habe mich bei dem Gedanken erwischt: „Siehste! Sag ich doch!“ .-)
„The only safe thing is to take a chance.“ Elaine May
Noch vor Weihnachten hatte ich das Vergnügen, Bodo Wartke in Hamburg live zu erleben. Ja, und bei dieser Frage: „Was, wenn doch?“ wurde mir wieder mal warm um Hirn und Herz. Und wenn es doch geht? Wie oft habe ich dafür Risiken in Kauf genommen! Und wie oft hat es geklappt! Ich bin sehr dankbar, dass ich immer wieder das „Geht doch!“ erlebe. 🙂 Stay mutig!
Gestern Mittag flogen wir bei 20°C in LA ab – kamen bei minus 20°C in Albany, NY an. Um Mitternacht. DAS war hart – und kalt.
Ich danke Euch für Eure Begleitung. Noch wirkt es geradzu surreal, dass ich an all den Orten gewesen sein soll. Doch weiß ich Eines. Es war eine der schönsten und lustigsten Reisen, die ich so ganz privat unternommen habe. Ich liebe es einfach, nur ein paar Eckpunkte zu haben. Und aus den dazwischen liegenden Freiheiten zu wählen. 🙂
Nun muss ich mich an den Schnee in Kombi mit grauem Himmel gewöhnen. Das ist der erste graue, der auch nach Abzug des Morgennebels in den letzten acht Tagen zu bleiben droht.
Hier ist heute Feiertag. Irgendwas feiern sie bzgl. vergangener und amtierender Präsidenten. Ein „day off“, wie sie es nennen. Oder „holiday“. Auf jeden Fall ein stressfreier Tag. 🙂