

Welcome to my Reality!







Gestern fand ich in meinem Archiv ein Foto, mit dem ich vor Jahren mal eine Beratung eröffnet habe. „If you fear change, you can leave it here.“ Das Bild zeigt eine Schale mit Kleingeld. Schmunzeln musste ich – mal wieder. Wie so oft frage ich mich, wann ändern Menschen sich, ihre Sichtweise oder die Situation, in der sie sich befinden. Es gehört sicherlich dazu, zu akzeptieren, wenn ich Situationen nicht ändern kann. Aber ich kann mir meine Reaktion auf die Situation anschauen. Kann mich selbst herausfordern, mich meiner Haltung versichern. Ich kann meine Wunden akzeptieren, kann Verletztheit ohne Aussicht auf Heilung respektieren. Darin liegt eine Menge Kraft. Das klingt schon nach Kür. Eines aber erlebe ich schon mein Leben lang – geändert wird erst etwas, wenn jemand sich selbst in seinem eigenen Mist nicht mehr ertragen kann. Klingt simpel.
Zwecks Recherche zu einem Artikel griff ich – auch mal wieder – in meinem Bücherregal nach den Notizen aus der Haft von Dietrich Bonhoeffer. “ Von der Dummheit. Sie ist ein gefährlicherer Feind des Guten als das Böse. Weil sie, im Gegensatz zum Bösen, kein Unbehagen in den Menschen zurücklässt – und der Dumme zudem auch noch restlos mit sich zufrieden ist. “ (Dietrich Bonhoeffer. Widerstand und Ergebung. Briefe u. Aufzeich-nungen aus der Haft, hrsg. von E. Bethge.TB Siebenstern. Gütersloh 1985. S. 14 f.)
Ich empfehle sie sehr, diese Aufzeichnungen und Briefe aus der Haft. So viele Themen, die allein dieser Text Von der Dummheit in den Blick rückt….. Egal ob Missbrauch, Macht, Selbständigkeit, Verantwortung – echte Gesprächs- und Denkanstöße.
Bewegung – innere und äußere braucht es dazu. Möge sie an die Grenzen der Komfortzonen führen. Möge sie gelingen. Die Veränderung. Die Befreiung.

An den und mit den Deichbauern abhängen – das ging heute gut. 🙂 Wenn sonst auch der Meldorfer Speicherkoog arg gebeutelt wird von Wasser, Sturm und Flut – heute war nur Ruhe dort und Frieden. Ein paar Schafe blökten, Pferde mit Decken gewärmt grasten auf den Weiden, Spaziergänger ruhten auf den wenigen Bänken und sonnten sich, Kinder spielten bei auflaufendenm Wasser am Ufer. Radler fuhren leicht. Heilsam, einfach nur heilsam.

Nordsee ist einfach ein Rezept für heilende Momente. Ich glaub, ich muss da mal länger Urlaub machen. Das verspreche ich mir mal. 🙂
Ich dachte auch an Reinhard Mey – und während mich noch diverse Fragen bewegten, fand ich seinen „Einhandsegler“. Lange nicht mehr gehört, immer schon geschätzt, passt. 🙂

Am Sonntag habe ich mir die Ausstellung von Michael Wolf im Haus der Photographie (Deichtorhallen) angeschaut. Proppenvoll war es. Wahrscheinlich dem Regen geschuldet, der am Nachmittag herunterschüttete. LIFE IN CITIES titelt er seine Ausstellung. Beeindruckend, beklemmend, verstörend, belebend, nötigend, beengend, neugierig machend, herausfordernd, erleichternd sind seine Objekte, Bilder, Arrangements zum Thema Leben in Städten. All das ist auch sein Blick auf die Welt, in der er sich jeweils ganz und gar befindet. Der Mustererkenner. Der Musterbrecher. Wer sie noch nicht gesehen hat…. Unbedingt.
Für die unter Euch, die einen Herzschrittmacher haben – Ihr solltet angemessenen Abstand halten von der Installation „The Real Toy Story“ – es wurden aberwitzig viele Magnete verwendet, um das Gesamtkunstwerk zu konstruieren. Um die Warnung lesen zu können, musste ich ganz dicht an die Installation herantreten. Ich bin sehr froh, dass mein Herz von allein schlägt.
Ich gehe auf jeden Fall noch einmal hin:
TALKING ABOUT ART: KÜNSTLERGESPRÄCH MIT MICHAEL WOLF
Moderation: Ingo Taubhorn, Kurator im Haus der Photographie


„I really don`t know life at all!“ Joni Mitchel


Fühlt Euch eingeladen zu einer dreiviertel Stunde guter, klangvoller, anregender, dankbar stimmender Musik, Stimme und Texten, die zumindest mein Herz berühren. 🙂

Ich sage einfach mal DANKE – für einen wunderbaren Geburtstag, scheinbar unendlich eintrudelnde Glückwünsche, wunderbare Spiele, ebenso so entspannte Gäste, sinnige Mitbringsel, hochprozentige Geschenke, helfende Hände, kalorienreiche Kuchen, ein Blumenmeer – und soooo viel Liebe. Danke.



30 Jahre gibt es sie jetzt. Die Band Station 17- und solange kenne und liebe ich sei auch schon. Diese Band und ihre Musiker und Musikerinnen. Freu mich, heute mit ihnen im Ballsaal bei Übel&Gefährlich dieses Ereignis zu begehen. Dieses Jubiläum dieser inklusiven Band, die es auch schon gab, als sich die UN und die Bundesregierung nur bedingt Gedanken gemacht haben – und es noch integrativ genannt wurde – das „Projekt“. 🙂
„It’s Galatime – STATION 17 hat Geburtstag!
Seit seiner Gründung im Jahre 1989 hat das inklusive Krautrock-Kollektiv STATION 17 eine lange und bewegte Reise hinter sich. Neun Studio- und Zwei Remix-Alben, über 800 Konzerte in vielen europäischen Ländern, zwei abendfüllende Dokumentarfilme und zahlreiche Kollaborationen mit Künstler*innen wir HOLGER CZUKAY, FETTES BROT, GUDRUN GUT, ANDREAS DORAU, DJ KOZE, DIE TOTEN HOSEN u.v.a. säumen die Bandgeschichte der Pioniere der inklusiven Musikproduktion. Grund genug die Historie der Band im Rahmen eines Galakonzertabends Revue passieren zu lassen und gebührend zu befeiern. Neben einer speziellen Setlist, die zahlreiche lange nicht gehörte Songs aus der STATION 17-Historie wieder auf die Bühne bringen wird, gibt es an diesem Abend auch ein musikalisches Wiedersehen mit namenhaften Weggefährten: Dokter Renz, Björn Beton und König Boris weitläufig bekannt als FETTES BROT, Strizi von den Wahlberlinern FRITTENBUDE, New Wave-Legende ANDREAS DORAU und JA, PANIK-Kopf und Sound-Artist ANDREAS SPECHTL geben sich die Gala-Ehre und werden mit STATION 17 gemeinsame Tracks und Favoriten live zu Gehör bringen.
Und damit nicht genug – An diesem Abend wird darüber hinaus auch noch die Veröffentlichung einer Werkschau gefeiert, welche die komplette Bandgeschichte umspannt, als auch das Release des brandneuen Werks „Ausblick“, dem experimentellen Zwilling des 2018 erschienen Albums „Blick“ (Bureau B).“
Station 17 ist ein Projekt von barner 16.
pres. by 917xfm – Hamburgs Musiksender & Mit Vergnügen Hamburg







Nebel – bereits am Morgen. Eine Einladung an mich selbst. Ganz leise ist es. Still und eingekehrt. Umhüllend, reflektierend, schützend – aber auch herausfordernd. Nichts, in was ich mich spiegeln könnte. Nichts, was mir begegnet – außer mir selbst. Sonntags im Nebel – beseelt von der Hoffnung, er möge sich lichten, der Nebel um alles, was zu erkennen ich gewünscht habe. Der Tag ist nun um. Der Nebel noch nicht. Doch ich bin klarer mit mir als noch am Morgen. 🙂 Und da kommt doch ein alter Wunsch in mir hoch – der immer wiederkehrende:

Guten Tag. Es riecht nach Regen und nach Freitag. Machen uns gleich auf den Weg gen Rheinland, um einem Freund „die letzte Ehre zu erweisen“, wie so etwas wohl genannt wird. Danke an Rusty für die Inspiration. Eine schöne Begleitung für die Reise. 
Es kommt ja nicht ganz so oft vor bei mir, dass mich ein Buch unerwartet anspringt. Trifft. Mitten ins Herz. Oder ins Hirn. Oder überhaupt. Im Falle dieses Buches hat mir schon der Titel ein Feuerwerk an Assoziationen beschert.
Am 22. Januar 2019 stellt Ernst Paul Dörfler sein Buch „Nestwärme. Was wir von Vögeln lernen können“ im W3 in Hamburg vor.
„Ein Leben mit der Sonne statt nach der Uhr, faire partnerschaftliche Beziehungen, Gewaltverzicht und klimaneutrale Mobilität – was können wir von Vögeln lernen? „Nestwärme“ ist ein überraschendes Buch über das Sozialverhalten unserer gefiederten Nachbarn, ein Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – und eine augenzwinkernde Aufforderung, das eigene Leben hin und wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Der vielfach ausgezeichnete Naturschützer Ernst Paul Dörfler hat ein berührendes Buch über das geheime Leben der Vögel geschrieben, die oft friedvoller und achtsamer miteinander umgehen als wir Menschen.“
Hamburg | Dienstag, 22. Januar 2019
Beginn: 19:00 Uhr
Ort: W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit BUND und NABU
Ich bin sehr verliebt in seine beflügelnde Haltung, seine Sicht auf die Hierarchie unserer Erdbewohner, seine Neugier und seinen Hang zu sinnlicher Sprache. Seine Vergleiche mit der menschlichen Natur und Kultur haben mich als Vogel- und Menschenliebhaberin verzückt. Und wer mich kennt, weiß: Ich schwärme für Vögel aller Art – ohne dafür eine Ornithologin sein zu müssen. Und die Neugier auf ihn als Person, seine Geschichte und Geschichten wird sicher auch andere befallen – wenn sie nur erst mal das Buch in der Hand halten. Spätestens am 22. Januar 2019 sollte das klappen.
Ich habe schon Verabredungen getroffen für den Abend. Erst mal mit Freunden – um ihm gemeinsam im W3 zu lauschen. Und die Verabredung im Vorfeld mit ihm kriege ich hoffentlich auch noch hin. Dann gibt es mehr.
Wen treffe ich von Euch?
Für die Insider: Reiherente Norbert, Karl Heinz und Frau Barbara hätten ihre helle Freude. 🙂 Quak 🙂


Ja, jetzt ist es klar. Micha, Du bist gegangen. Für immer. Schön, dass es Dich in unserem Leben gab. Und weiter gibt. Als Erinnerung. Schön, noch mal visavis mit Dir gesprochen zu haben. „Haste das eine nicht, haste das andere. Irgendwas ist immer.“ sagtest Du an Weihnachten. Extrem ermattet, müde, erledigt, erschöpft hast Du geklungen. Kein Wunder. Gewünscht haben wir uns alle, dass bald Hilfe kommt. Nun hast Du es geschafft. Ins Licht. In den Frieden.
