Es war wunderbar. Für mich ein bisschen anstrengend. Aber dieser außergewöhnliche Duft! Es roch nach den Bergen, den Adirondacks. Nach einem Regentag zuvor, der das Wasser für so manch eingesackten Schuh im Matsch geliefert hatte, schien gestern die Sonne. Wunderbar. Durch die vielen Bäume, Sträucher und all das Gestrüpp. Die wilden Tiere beschränkten sich auf Mosquitos, kleine Frösche und Kröten. Das Gefahrenpotenzial hielt sich also in Grenzen. 🙂
Als ich auf dem Rückweg das Schild „Watch out for bears“ sah, wurde mir im Nachhinein schon ein bisschen mulmig. Nicht nötig. Ich weiß. 🙂
So werde ich weiter auch diese kleinen Reisen unternehmen. Die sind einfach gut für mich. 🙂 Der Glückskeks bestätigt(e) diese Erfahrungen. 🙂
Sommer ist etwas Wunderbares, erst recht der langsam ausklingende Sommer. Der mit den wärmenden Sonnenstrahlen und dem kühlen Wind, den Kolibris und Spechten, Squirrels und Bluejays, den Rehen und Chipmonks, den Bussarden, Falken und diversen Adlern. Noch auf dem Balkon das Büro einrichten, in der Ferne mal einen Feurwehr-, Polizei-, oder Krankenwagen hören, das Tuten der Loks der langen Züge, die an den Bahnschranken vorbeituckern. Mitunter denke ich: Filmkulisse. Aber das liegt wohl daran, dass ich viel zu lange nicht hier war. Jetzt bin ich es aber. 🙂 Und ich liebe es.
Im goldenen Licht der untergehenden Sonne präsentieren sie sich: die autoverrückten Schrauber. Stolze Besitzer ausgefallener Wagen, alter, gepflegter, aufgemotzter Autos.
Und in Deutschland wollen sie den Verbrennungsmotor abschaffen. 🙂
Immer wieder die gleiche Erfahrung. Eine Seele braucht einfach mehr Zeit, um anzukommen.
Die Sonne scheint, die Wanderschuhe sind ihre ersten Meter gelaufen (worden), der erste Bio-Burger mit Fleisch von grasgefütterten Kühen, Appledonuts als Nachtisch, ganz schön heimatlich. 🙂
Ich freue mich jetzt schon auf die wunderbaren Herbsttage hier- den Indian Summer.
Nach einem stillen Tag gestern, einem überwältigenden Glücksgefühl über das überwältigende Glücklichsein meines Sohnes, einer durchgeschlafenen Nacht, einem guten Kaffee, gelingenden Vorbereitungen für meine Reise und lieben Nachrichten von Freunden: Wie ich diese Momente liebe. Diese Momente, wenn ich das Gefühl habe, alles ist gut und richtig. Genau so, wie es gerade ist.
„Der Trick is‘ atmen, die Antwort einfach nich‘ zu fragen“ Casper
„You have no responsibility to live up to what other people think you ought to accomplish. I have no responsibility to be like they expect me to be. It’s their mistake, not my failing.“ – Richard P. Feynman
„Das Buch der Natur ist das Buch des Schicksals. Sie wendet die riesigen Seiten, Blatt um Blatt, und kehrt zu keinem einzigen zurück.“ Ralph Waldo Emerson
Einunddreißig Tage auf der arosa silva. Achttausend Stromkilometer Donau. Dreimal Wien, dreimal Budapest, sechsmal Mohacs, zweimal Sulina, einmal Braila, einmal Bukarest, dreimal Belgrad, zweimal Tulcea, einmal Rousse, einmal Bratislava, viermal Katarakten, viermal Eisernes Tor, einmal Pecs, dreimal Thaimassage, drei Welcomes und drei Farewells, zweimal For Sale Gulaschsuppe, zweimal Lavendeleis, unzählige Regenbögen, Blitze und Donner, diverse Gigabite Datenvolumen voller Bilder von Wolken, Brücken, Spiegelungen, Licht, Sonne, Schleusen. Es gab viele reiche Begegnungen mit Menschen, viele neugierige Gäste, viel Humor, viele Geschichten, viele Kameras und Smartphones, deren Potenzial neu entdeckt uznd genutzt wurde.
Leider hat meine kleine Lumix sich das Genick gebrochen. Sie ist mir beim Besuch des Felsenklosters bei Rousse aus der Hand gerutscht, als ich ein wenig Geld für eine Kerze spenden wollte. War nichts mehr zu machen.
Eine Woche habe ich es ausgehalten. In Linz habe ich sie noch mal gefunden. Dieses kleine Wunderwerk gab es als Ausstellungsstück. Ich konnte nicht widerstehen. Den Vorgängerbody werde ich rahmen. So viele Geschichten hängen an dieser kleinen Kamera. Die neue ist schwarz. 🙂
Ich bin dankbar für die Chancen, Erlebnisse, Erfahrungen, die Zeit und die Räume, die Fürsorge, die Feedbacks, all die postiven Rückmeldungen, Begegnungen, die vielen An-, Ein-, Um-, und Aussichten, Gelegenheiten, Suppen ohne Beine, all die Freundlichkeit und den Humor. Und ich bin sogar „erleichtert“. Minus vier Kilo. Sagt die Waage. 🙂
Flusskreuzfahrten sind wirklich die Königsklasse der Erholung! Danke arosa für diese Aufträge.
Und ich danke Euch – fürs Mitlesen, Mitreisen, Mitfreuen, Mitsehen.
Bis demnächst – dann mal wieder auf hoher See.
Am Freitag bin ich morgens in Passau in meinen Diesel gestiegen ( ja, ich liebe ihn! :-)) und hab mich auf den Weg gemacht. Entlang der A3 – in Würzburg habe ich entschieden: Ich fahre dann mal durch bis zum Veluwemeer- nach Holland. Den Stau, der mich 208 Minuten Verzögerung gekostet hätte, habe ich umfahren können. Und bin so mit nur dreißig Minuten Verspätung in Hoophuizen gelandet. Unter blauem Himmel, bei moderaten Temperaturen. Intensivstation für die Seele. Wunderbar.
900 km nordwestlich von Passau – am nächsten Tag. Rücklings am Veluwemeer, NL – Freundinnenzeit 🙂
„Ich bin nicht nur überzeugt, dass das, was ich sage, falsch ist, sondern auch das, was man dagegen sagen wird. Trotzdem muss man anfangen, davon zu reden. Die Wahrheit liegt bei einem solchen Gegenstand nicht in der Mitte, sondern rundherum wie ein Sack, der mit jeder neuen Meinung, die man hineinstopft, seine Form ändert, aber immer fester wird!“ R. Musil
Jetzt hätte ich gern für eine Weile meine Ruhe vor Ämtern, Richtern, Beamten, Gutachtern, Amtsschimmeln, Rechtsstuten, …. die Liste der Menschen ist lang, die ich gerade nicht über mein Leben und meine Zeit bestimmen lassen möchte.
Ich habe heute einen all- in- one Widerspruch mit anhängiger Beschwerde fertiggestellt. Gegen diese Entscheidungen und die Vorgehen der Krankenkasse/Pflegekasse im Zuge der Überleitung von der Pflegestufe in den Pflegegrad für meinen Sohn, den ich gesetzlich vertrete. Da war alles schief gelaufen. Geschrieben habe ich daran schon länger. Und recherchiert. Und Hilfen habe ich bekommen. In Form von Anrufen, Ermutigungsmails, whatsapp Nachrichten, Korrekturlesen, mich Aushalten, wenn ich so aufgebracht und angespannt bin. Danke dafür. 🙂
Das Abstruse daran: ALLE Beteiligten auf der „ANDEREN“ der „gegnerischen“ Seite sind festangestellte Mitarbeiter irgendwelcher Lobbyvereine wie Krankenkassen, MDK, Pflegeversicherung, Gutachter, Verbände, Gerichte, Anwälte, Berater – alle bekommen Geld für die Maßnahmen, die sie betreiben, die sie beauftragen, Gesetze, die sie verabschieden, etc…. Nur die Betroffenen nicht! Die machen das entweder selbst oder ihre gesetzlichen Vertreter sind gefragt. Die Betroffenen und deren Vertreter*nnen MÜSSEN Fristen einhalten. Die Verursacher der Rechtsbrüche NICHT. Ein (Alb)Traum. Bei den Kranken- und Pflegekassen darf sich gut bezahltes, komplett ungeschultes und kenntnisfreies Volk tummeln und Textbausteine versenden, die nicht einmal rechtens sind. Unfassbar, wie viel UNKENNTNIS da herrscht um die Durchführung der Überleitungen von Pflegestufen in die Pflegegrade. Als könnten die nicht auch mal recherchieren. Und die Arbeit bleibt dann an den Betroffenen hängen. Und wir erteilen denen dann auch noch succeessive Nachhilfe in Sachen Durchführungsverordnung und Rechtslage bezgl. des Pflegestärkungsgesetzes. Empfinde ich als äußerst kritisch. Vielleicht sollte ich denen mal eine Rechnung schreiben – für die Nachhilfe.
Wenn es außen so laut ist, helfen Klänge wie diese, um all die kleinen Dinge zu hören … und die Erinnerungen wach zu rufen an all die kleinen Dinge, die ich sehe – die in uns und um uns.
Als meine Freundin mich fragte, ob ich da schon mal gewesen sei, habe ich aus tiefster Seele verneint. Hätt` ich bei sein müssen, dachte ich bei mir. Nicht, dass ich wüsste.
Nach einem typischen ungarischen Mittagsmahl machten wir uns auf den Weg nach dort. Wir parkten außerhalb des Stadtkerns an der Donau. Die Sonne schien. Wir wanderten durch kleine Gassen. Die vielen frischgrünen Farbtöne an den Bäumen in Kombi mit den Sonnenstrahlen stimmten mich geradezu sommerlich. Eis essen wollten resp. sollten wir. Eis ohne Zucker und ohne Milch dafür mit Lavendel. Um zu dem Laden zu gelangen, mussten wir einen Marktplatz überqueren. Und da passierte es. Déjà vu. Plötzlich war sie da. Die Erinnerung an den Winter 2014. Dezember. Kreuzfahrt mit vielen amerikanischen Gästen. Pat with the red hat. Michael Jackson in Marzipan. Katrin als Begleiterin. Tja…. an den Namen dieses Ortes konnte ich mich nie erinnern. Ich war zu beschäftigt damit, mich warm zu zittern.
Nun sind wir andere Wege gegangen, haben andere Läden besucht. Die Sonne genossen. Den Ausblick über die Stadt und den blauen HImmel. Kaffee an der Donau getrunken. DAS Ensemble an Erlebnissen war an dem verregneten, kalten Dezembertag – damals – anders zusammengestellt. Ich lerne halt nie aus. .-)
Danke an meine Freundinnen aus Budapest für einen unvergesslichen Tag .-)
Vor einer Stunde hat es noch geschüttet, und jetzt scheint die Sonne. So wechselhaft war nicht nur das Wetter in den letzten Wochen. Tod, Krankheit, Behörden, Gericht und Alltag haben sich in schillernden Farben präsentiert. Als ich in der letzten Woche diesen Baum wieder sah, noch zwei Wochen zuvor tot wirkend, habe ich ihn den „Never give up“- Baum getauft. Der Frühling halt. 🙂 Er steht da mitten in der Heide wie ein trotziges „Ätsch“. 🙂 Habt einen erfrischenen Samstag.
„I never said I wanted a ‚happy‘ life but an interesting one. From separation and loss, I have learned a lot. I have become strong and resilient, as is the case of almost every human being exposed to life and to the world. We don’t even know how strong we are until we are forced to bring that hidden strength forward.“ Isabel Allende