
„Man schließt die Augen der Toten behutsam; nicht minder behutsam muss man die Augen der Lebenden öffnen.“
Jean Cocteau

Welcome to my Reality!

















Dieses Stück auf einer Single war eine meiner ersten. Danke Bill Withers!




Nun war es soweit. Gefühlt lang vor ihrer Zeit. Danke Regy für Deine Ein- und Ansichten, Deine Klänge und guten Töne. Mit denen kann ich leben.
Sie hat sich ergeben. Gute Reise, Regy.


(c) Leif Parsons, Toronto gefunden in der NY Times Rubrik Art in Isolation
Ja, diese Karikatur gefällt mir. Seit vielen Jahrzehnten sinniere ich darüber, wie sich der Begriff „Persönlicher Raum“ darstellen lässt. Nun kommt Corona. Und nun halten die Menschen ausnahmsweise mal so viel Abstand, wie es eigentlich nötig ist, damit keine:r hoch oder herabschauen muss, wenn wir kommunizieren. Aufrecht, versteht sich. Im wahrsten Sinne des Wortes. Zumindest wenn Menschen unterschiedlich lang sind. Und zum ersten Mal laufen Menschen nicht (völlig) unbedacht und ungefragt durch die Kinesphäre ihrer Mitmenschen.
(Um den Körper herum befindet sich die ‚Kinesphäre‘, die Bewegungskugel, deren Umkreis man mit normal ausgestreckten Gliedmaßen ohne Veränderung des Standortes – also des Ortes, auf dem das Körpergewicht ruht – erreichen kann. Die gedachte Innenwelt dieses Bewegungsraums kann mit Händen und Füßen berührt werden, und alle ihre Punkte sind erreichbar.)
Als Tanztherapeutin befasse ich mich gerne und viel mit der Wahrnehmung des jeweils eigenen im öffentlichen Raum. Bin immer wieder fasziniert von den kulturellen Unterschieden. Bin aber auch immer wieder erstaunt, wie wenige Menschen- trotz allem Selbstoptimierungsdrangs- wissen, wo sie anfangen und wo sie aufhören, ihre Grenzen kennen – oder gar die der anderen (für)wahr nehmen- im wahrsten Sinne des Wortes.
Dass wir nicht alle gleich sein müssen, ist selbstverständlich. Wenn wir eine ähnliche Haltung, Respekt, Wachheit, Aufmerksamkeit, Echtheit im Kontakt mit anderen walten lassen, kann wirklich Wunerbares entstehen. 🙂 Bis hin zu berührender Kunst!

Vielleicht war ich ja in einem anderen Leben mal ein Astronaut! 🙂

Ich war heute auf dem Dachboden. Der Paragliderbär, den ich offensichtlich da oben eingesperrt hatte, wollte ahbauen. Ist aber unter dem Dach hängen geblieben. Da geht es ihm wie mir. Es ist zum „unter die Decke gehen“.
Ich habe 2005 meinen letzten Gleitschirmflug selbst gemacht. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich es aufgeben. Ich habe damals entschieden, dass ich doch mehr am Leben hänge als am Schirm. 🙂 Lange Jahre hat er auf dem Dachboden geruht. Irgendwann habe ich ihn Greenpeace gespendet. Die Maßfliegerkombi hängt noch da. 🙂 Mitfliegen will ich schon noch mal.
Sinnbildlich habe ich in den letzten Monaten den Schirm zu Fuß hoch auf die Planai geschleppt. Und am letzten Samstag sollte es losgehen. Dann blieb die Welt stehen. Und ich stehe jetzt noch oben am Startplatz und warte auf Wind aus der nützlichsten Richtung. Das kann wohl dauern. Grüße vom „Hang“.
Möge für Euch der richtige Wind wehen, egal was Ihr gerade vorhabt oder braucht. 🙂
Bis der richtige Wind wieder für meine Projekte weht, bin ich aufmerksam und tagträume einfach. 🙂


Es ist mal wieder Welt Down Syndrom Tag. #WDSD. Es gibt diesen „Feiertag“ noch nicht so lange – aber es gibt ihn wunderbarerweise an diesem 21.3. 🙂

Ich danke meinem Sohn Johannes für alles, was wir gemeinsam bislang auf die Beine gestellt haben, durchgestanden und vor allem überlebt. Dass ich ihn gerade nicht besuchen darf, ist der Tatsache geschuldet, dass er in einer betreuten Wohngemeinschaft lebt. Doch wir wissen unsere Smartphones zum Glühen zu bringen, um uns gegenseitig zu Tränen zu rühren, uns zu trösten, zu ermutigen, zu erheitern. Einer Freundin habe ich einen Song geschickt, den er aktuell als Reaktion auf die Besuchsbeschränkung für mich mitgesungen und aufgenommen hat. Und auch sie hat geheult. „Du musst viel richtig gemacht haben.“ schrieb sie. Wahrscheinlich ist das so. Ich bin sehr stolz auf ihn und auf unsere Verbindung. Bei allen faktischen Abhängigkeiten: Die gefühlte Sicherheit erlaubt viel Freiheit. Für uns beide.
Ja, sie entwaffnen uns. Ja, sie mögen sich. Ja, sie mögen Menschen, die ehrlich mit sich selbst und anderen sind. Ja, sie sind echt. Ja, das fordert uns heraus. Weil wir uns so schwer tun damit, in den Spiegel zu schauen. Und wer sich drauf einlässt, erlebt diese Menschen als Spiegel seinerselbst. Wenn sich doch nur mehr trauten. Mitunter ein Geschenk. Weil sie uns zeigen, um was es im Kern geht. Sie reagieren auf das, was uns oft nicht bewusst ist. Vor allem an unserer Haltung. Sie reagieren auf das, um was es EIGENTLICH geht. 🙂 Nicht immer leicht. Ausgesucht haben wir uns das beide nicht. Aber wohl das Beste draus gemacht. Ich habe viel gelernt mit ihm. Über uns. Über mich. Über ihn.
Chapeau!
„Was ist das Beste für Dich an Deinem Leben?“ wird Reid gefragt. „Dass ich bin, wie ich bin. Und daran habe ich Freude.“