
Jonathan Swift

Welcome to my Reality!


„Der Grund, warum Menschen hier gern leben. Weil die Leute hier erst fühlen, dann denken, dann reden. Das Leben ist nicht dasselbe. Hier im Norden. An der Elbe!“

„Bei etwas Nachdenken gibt es jeden Tag Grund zum Feiern. Auf irgendeiner Baustelle unseres Lebens ist immer Richtfest!“
© KarlHeinz Karius
Ich wünsche mir manchmal, das Leben und seine Ereignisse wären so übersichtlich wie diese Straße.


Danke an PLUS!
Sicherlich könnte am Sprachgebrauch herummäkeln, könnte die Auswahl problematisch finden – ich aber mag diesen ehrlichen Versuch, eine Antwort auf die Frage zu finden. Danke an Michael.


„Wo steht denn diese Bank?“ habe ich nur gefragt. „Irgendwo in Frankreich..“. sagt zumindest die Ortsangabe des Telefonbetreibers. Nun – was fällt mir dazu ein?
Gott in Frankreich, Käse, Wein, Normandie, Altlantik , Mittelmeer. Der Nase und dem Herzen nach bin ich durch Youtube geschlendert.
Und habe mich mit mir geeinigt – auf Rilke….. Danke für die Inspiration: Etelka!
Einladung: Wer auch seine oder ihre Bank hier sehen möchte… siehe Bank (32)- Imagine
Als ich meinen Weg nach Moskau plante, war ich mutig. Mal eine neue Fluglinie- SAS. Nach der Erfahrung mit Brussel Airlines dachte ich wohl: Es kann nur besser werden. Am Montag morgen startete ich noch im Dunkeln mit einem wirklich netten Taxifahrer zum Hamburger Flughafen, wurde freundlich bei SAS empfangen. Die Dame am Counter schaute mich an und fragte, ob sie mal checken solle, ob ich auch einen passenden Platz bekommen habe beim Online Check in. Überraschung! Hatte ich!
Im Flugzeug dann entspannte Flugbegleiter. Beim Wechsel des Fliegers in Kopenhagen (was für ein kuscheliger Flughafen :-)) dann Ruhe, Übersicht, freundliche Menschen, und das alles, obwohl es früh am Morgen war.
Die Skandinavier haben was, dachte ich so bei mir. Und wurde auch in Stockholm überrascht. Noch leiser, noch bequemer, noch entspannter. Das Essen war gut ( und das habe ich wirklich selten erlebt).
In Moskau, ebenso ein neuer Flughafen für mich zur Landung, Sheremetjevo (gerne auch von uns als `Sheremettwurst´ betitelt sowie wir Domodedovo (oder so ähnlich) gerne Domodüsseldorf nennen.)
Ganz schnell war ich durch die Passkontrolle, gecheckt von einer heiteren Beamtin. Unter dem lichtdurchfluteten Dach die Treppen herunter, schnell angerufen, dass ich nur noch meinen Koffer holen muss, wurde ich auch schon am Ausgang erwartet. Mensch, ich bin ein Glückskind. Ein Handyfoto musste aber noch sein.

Trotzdem müde haben wir uns nach dem Genuss eines neuen Getränkes (Sanddorneisdrink – seeeehr lecker) per Aeroexpress auf den Weg Richtung Innenstadt gemacht. Meine Kamera zückte ich schon mal, weil ich mir sicher war, dass es irgendetwas zu entdecken und festzuhalten geben werde.

Das war dann auch das letzte Foto, das ich mit meiner Kamera geschossen habe, bevor ich sie achtlos habe im Zug liegen lassen. 😦 Gemerkt habe ich es erst daheim. Und umgehend setzte Selbstärger ein. „Ich dachte, sowas passiert Fotografen nicht!“ war der Kommentar meines Untermieters in Hamburg, dem ich das ein wenig verschämt gestand. Das dachte ich auch immer. Ich überlegte, wann ich das letzte Mal die Kamera in der Hand hatte, an was ich mich erinnern konnte. Es war ja schon mal gut, dass ich eingrenzen konnte,. dass sie entweder im Aeroexpress oder in einem der zwei Metrozüge liegen müsste, die wir genutzt haben, um zu den heimatlichen Gefilden zu gelangen. Wer allerdings Moskau kennt, oder schon mal durch die Menschenmassen in der Metro sich bewegt hat, und vor allem, wer um meine mehr schlecht als rechten Russischkenntnisse weiß, ahnt: Diese Erkenntnis verleitet nicht zu überschwänglichem Optimismus.
Auch wenn es nur Material ist, was da abhanden gekommen ist, und dann noch durch eigene Blödheit oder Unaufmerksamkeit: Mir war diese Kamera in den letzten Wochen so ans Herz gewachsen. Als ich dann noch feststellte, dass es diese kleine, elegante Vielkönnerin momentan nicht einmal mehr zu kaufen gibt, stieg mein Frust.
Am Folgetag wurden dann mein Lebensgefährte und sein russischer Kollege in der Firma aktiv – sie telefonierten, organisierten. Niemand sagte etwas. Zumindest mir nicht. Ich wurde nur eingeladen zu einem Stadtspaziergang in der Innenstadt. Bis dahin hatte ich zuhause lediglich eine halbherzige Nachricht an den Admin der Facebookseite von Aeroexpress geschrieben. Mich wohl erinnernd an das Glück, meinen Ipod vor zwei Jahren via Facebook wiederbekommen zu haben. Die meldeten sich umgehend (auf Englisch), fragten nach Details, formulierten daraus eine Anfrage an die Zentrale und wollten sich melden, wenn sie etwas herausgefunden hätten. So weit, so gut. Die Zeit, zu der ich das Haus verlassen musste, um pünktlich zum „Spaziergang“ anzutanzen, rückte näher und ich hatte noch nichts gehört. So ging ich los.
In der Metro erzählte ich dann von meinem Briefwechsel mit Aeroexpress und fragte, ob denn der Kollege etwas erreicht habe. „Das sollte eigentlich eine Überraschung sein!“ hieß es. Es gibt eine Chance, sagte er mir. Aber ich solle mich nicht zu früh freuen. So fuhren wir zu Lost & Found – Stelle am weißrussischen Bahnhof – und als hätte die Dame auf uns gewartet, zückte sie eine Plastiktüte – MIT MEINER KAMERA! Ich kann es noch immer kaum fassen – aber sie wollte wohl zu mir zurück, bei mir bleiben! Soll noch mal irgendeiner sagen, Moskau sei gefährlich!
Das erste, was ich danach entdeckte, als ich gen Himmel schaute:
und als ich den Blick wieder senkte:
Ich sage mal: DANKE!!! An mein Leben und die Menschen, die sich darin tummeln.
25.2. 2014 Im letzten Jahr um diese Zeit kam dieser Film in die Kinos. Offensichtlich gab es da auch bei mir Zeiten, in denen meine Stimme nicht so wollte wie ich. 🙂 Gestern ging mir wieder dieser Film durch den Kopf und durchs Herz. Deshalb weise ich gern noch mal drauf hin!
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2013
Da ich eh nicht sprechen konnte… habe ich mich in meinem geliebten Holikino in die Spätnachmittagsvorstellung begeben.
Von dem Film hatte ich schon gehört! War gespannt! Sehr neugierig!
Und wenn er mich auch an „Wie im Himmel“ erinnert hat:
Eine eigene, liebevolle Geschichte: Über Ehe, Vertrauen, Krebs, Liebe, Väter und Söhne, Respekt, Duchsetzung, Freunde, Musik, Einsamkeiten, Zuversicht..
Englisch, bildstark, vom Spiegel zerrissen, von anderen eher beschrieben als bewertet… aber egal…. mir hat er sehr gefallen.
Ich mag Vanessa Redgrave, Terence Stamp – und ich mag sie in diesen Rollen!
Song for Marion, Großbritannien 2012, 93 Min., FSK ab 0, von Paul Andrew Williams, mit Terence Stamp, Gemma Arterton, Christopher Eccelston, Vanessa Redgrave
Sie nennen das Genre „Dramedy“. Da ist was dran.
„Freunde sind mir die, mit denen ich
Essen und trinken und reden kann.
Die mich in meiner Küche kennen,
Und denen ich sage: Komm setz dich ran.
(Keine Probleme und Komplikationen:
Wie füttert man den? Ist der Schnaps gut genug?)
Mit denen ich gemeinsam in den Jahren
Meine und ihre Lasten abtrug:
Krankheit der Kinder und Weltüberdruss.
Mit denen ich die Nächte zerrede.
Und doch kommt es nie zu einem Schluss.
Das kann auch über Fernen bestehen.
Auch wenn man sich lange Zeit nicht sieht:
Halten wir nur aneinander fest,
Was immer sonst auch mit uns geschieht.
Freundschaften sind wie Abenteuer,
An die man sein ganzes Leben setzt.
Versagt man oder wird man verraten,
Hat man sich mehr als die Haut verletzt.“
Eva Strittmatter
Danke, dass ich solche Freunde habe!
In diesem Sinne wünscht Euch von Herzen
eine gute Woche
Ulla
An jenem Tage,
der kein Tag mehr ist vielleicht wird er sagen:
Was tretet ihr an
mit euren Körbchen voller Verdienste,
die klein sind wie Haselnüsse und meistens hohl?
Was wollt ihr
mit euren Taschen voller Tugenden,
zu denen ihr gekommen seid aus Mangel an Mut,
weil euch Gelegenheit fehlte
oder durch fast perfekte Dressur?
Habt ihr euch davon nicht befreit?
Wissen will ich:
Habt ihr die andern angesteckt mit Leben?
nach Joachim Dachsel
Kein Mensch ist perfekt – Nur das Leben ist es manchmal
Danke an die Macher und an die caritas für diesen Spot!
Als ich heute meine Bücher für die anstehende Reise zusammen suchte, meine Kamera und Zubehör vorbereitete, fiel mein Blick wieder auf das Buch: The Life of a Photograph von Sam Abell.
Zweieinhalb Jahre ist es her, dass ich an einem Workshop teilnahm, in dem ich mehr über Fotografie lernte als je zuvor. Es waren nicht „Technik“ und „Tricks“ als vielmehr die unschlagbare Motivation und der „Inner attitude“ des Sam Abell, die mich aufrüttelten.
Als ich während des Workshops damals meine Zweifel an meinem geplanten Foto-„Ratgeber“ äußerte, meine Ängste formulierte, dass der eine oder andere Fachmann der Fotografie das nicht „richtig“ finden könne, was ich da schreibe, ging er kurz in sich.
Als Ergebnis: Der Titel des Buches könnte sein: „What would Ulla say?“ In dem Moment legte sich ein Schalter um. Ich gebe zu: Selten habe ich mich so „empowered“, so bestärkt gefühlt wie durch diese Begegnung. Ich habe zwar nie dieses Buch gemacht – doch seither blogge ich. Und ich habe mich ermutigt gefühlt, MEINEN Blick auf die Welt, Gedanken und Emotionen in den Aufnahmen sichtbar zu machen. Auf der letzten Reise sagte mir eine Teilnehmerin der Fotoworkshops, ich habe ihr „den Zahn gezogen“, perfekt sein zu müssen, technisch einwandfreie Fotos produzieren zu müssen. Sie fühle sich befreit und habe wieder Lust zu experimentieren, sei wieder bei sich angekommen. Dafür sei sie dankbar. DAS Gefühl kenne ich gut. Ebenso „befreit“ fühlte ich mich durch den Dialog mit Sam Abell. Danke dafür.
Wenn ich heute über Bildkomposition nachdenke, dann höre ich auch immer noch mal seine Stimme, seine Hinweise, erinnere seine Passion für das, was er tut.
Wenn das mal nicht das Wichtigste ist, was ein Mensch haben muss, wenn er etwas gut machen will: Leidenschaft.
Für die, die Englisch verstehen, teile ich gerne den Vortrag und auch das Interview. Beides von National Geographics produziert. Sein Buch und seinen Vortrag finde ich persönlich brilliant. Und wer das Interview genau anhört (und mich ein wenig kennt), wird wissen, wieso es mich so (be)rührt. Viel Freude damit!
Nachdem ich heute schon den ganzen Tag „brand eins“ höre und lese, muss ich schmunzeln. Am meisten beeindruckt hat mich tatsächlich bisher der Leitartikel von Wolf Lotter über Hoffnung, Chancen, Wiederholungen und Geduld.
Die Schlüsse, die Wolf Lotter aus den „Wiederholungen“ zieht, die Art, diese mit dem gesellschaftlichen Leben in Verbindung zu bringen, berührt mich.
Zu Wiederholungen anderer Art hat Mark Twain eine aufschlussreiche Geschichte geschrieben:

Ein Hoch auf alle Chancen, die sich ergeben, wenn sich Unerledigtes zeigt. (Vielleicht ja auch manchmal in Form von 10 Cent Stücken) 🙂
„Out beyond ideas of wrongdoing, and rightdoing, there is a field. I will meet you there.“
–Rumi
Vielleicht weiß Stoltenberg mehr über die Wirkung gewaltfreier Kommunikation als Politiker anderer Regierungen.
Mir gefällt seine Reaktion.
„“Norwegen will auf die tödlichen Anschläge mit noch mehr Offenheit und Demokratie antworten. Ministerpräsident Jens Stoltenberg unterstrich das Bekenntnis zur Verteidigung der Meinungsfreiheit… er habe viele wichtige Signale bekommen, dass Norwegen nach den Anschlägen „eine noch offenere und tolerantere Demokratie sein wird als vorher“, sagte der Regierungschef.“