…, dass Du tanzt

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„Wer die Wahl hat, sollte seine Stimme erheben statt seine Stimme abzugeben.“
Exler, Georg Wilhelm

Vor der eigenen Tür

Wer auch immer wo, wann und wie vor der eigenen Tür fegt: Mensch tue es bitte jetzt. Egal wo auf der Welt.

Ulla Keienburg s Blog

vor der eigenen tür „Vor der eigenen Tür fegen und innere Ruhe erübrigen all das Weltverbesserungsgetue.“ © Peter Henatsch (*1943), Dipl.-Ingenieur

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Wahlvorbereitungen

Gefährliche Verführbarkeit

In unseren Landen macht sich eine Stimmung breit, eine Fehlervermeidungskultur, eine Angstkultur. Aus was für Gründen auch immer wird extrem reguliert, kontrolliert, damit die Kontrolleure sich und ihre Auftraggeber sichern können.

bitte ruhig verhalten
„Stille Unterordnung unter Willkür schwächt, stille Unterordnung unter Notwendigkeit stärkt.“ Jean Paul

Als ich am Montag meine Wahlunterlagen und auch die für meinen Sohn beim Amt abholen wollte, scherzte ich. Mal wieder.

„Muss ich nicht noch irgendwas unterschreiben, mit dem Sie sich selbst absichern?“ fragte ich, sicherlich etwas zynisch aber scherzhaft. Hatte ich doch in den letzten Wochen so oft Kontrollen über mich und meinen Sohn ergehen lassen müssen mit der Begründung: „Wir wollen doch nur prüfen, ob sie nicht ggf. zu den Missbrauchern von Sozialleistungen gehören!“

„Oh, wo Sie es gerade sagen!“ antwortet die wirklich nette Beamtin. „Ich komme in Teufels Küche, wenn Sie mir das nicht unterschreiben.“ und schiebt mir einen schwarzweißen Vordruck über den Tresen. „Wir wollen Wahlbetrug ausschließen. Und deshalb müssen Sie bestätigen, dass Sie für nicht mehr als fünf Menschen als Betreuerin die Wahlunterlagen verantworten.“ Wow, dachte ich nur.

Zehn Minuten später. Beim Antrag des Reisepasses habe ich dann meine Frage modifiziert: „Und? Haben Sie vielleicht auch noch ein Formular, dass ich Ihnen unterschreiben muss, damit Sie auch auf der sicheren Seite sind?“  „Ach ja!“ sagt sie. „Sie müssen mir bestätigen, dass Sie keine weitere Staatsangehörigkeit beantragt haben.“ Volltreffer. dachte ich nur.

Warum ich das erzähle?

Weil mir an diesem Gedenktag heute wieder klar wird, was eine Angstkultur bewirkt. Was Gefolgschaft und Verleugnung erzeugen, und welche Grausamkeiten gegen Menschen unternommen werden. Und dazu muss man offensichtlich nicht  ausschließlich einer bestimmten Nationalität angehören. Es reicht, wenn ich Mensch bin – dem Angst und Bange wird, wenn der Konsum über die Humanität, wenn Gehorsam über Denken, wenn Sicherheit über Lebensqualität gestellt wird. Und – ich gebe zu – gerade an Tagen wie diesen bin ich froh, dass ich mit meinem Sohn in diesen Zeiten und in diesem Land hier lebe. Wie lange aber kann ich mir noch sicher sein, dass aus dem Verdacht des „Missbrauch der Zuwendungen wegen seiner Behinderung“ nicht irgendwann wieder die Konnotation „Ballastexistenz“ wird? Mir graut es vor diesen Gedanken.

Ich habe meine Fingerabdrücke hinterlassen – vom linken und vom rechten Zeigefinger. Für den neuen Pass. Ohne zu wissen, was sie je daraus schließen werden, außer dass ich ich bin.

Ich habe meine Kreuzchen für die Senatswahl gemacht. Ohne wirklich zu wissen, was deren eigentliche Agenda ist.

Herzlich willkommen in einer Republik, in einer Welt, deren Politiker mit ihrem Misstrauen Menschen zwingt, andere Menschen zu fürchten.

Um mein Gemüt zu beruhigen, mir mein Vertrauen in mich selbst und mein Umfeld zu erhalten, lausche ich mal Giora Feidman.

Liebe Österreicher vor der Wahl….

Ist das ein Wahlplakat?  🙂

 

ösiland

 

Sorgt gut für Euch – macht Kreuze. Passt auf Euer Land auf.

Hinterm Nullpunkt lauert Schwarz

Die Reise entlang der Donau war inspirierend. Viele der Aufnahmen, die ich gemacht habe, bekommen gerade einen anderen „Wert“ für mich. Nach der Wahl betrachte ich die Fotos des Nullpunkts im Donaudelta mit einem Schmunzeln. Einem anderen Schmunzeln als vor der Wahl.
Nach dem Nullpunkt geht es ins „Schwarze“ Meer. Es wurde mal gesprochen: „Die Donau verliert. genährt und strapaziert von den Zuflüssen aus zehn Ländern, sich und ihren Namen im „Schwarzen Meer.“

 

donaudelta stare
Hinter der Grenze lauert (nur noch) Schwarz.

Lässt sich das nicht übertragen auf die momentanen Optionen der bundesdeutschen Regierungspoltik?

Naja, nur mal so ein Gedanke.

doanudelta
Vielfalt im Donaudelta

Wer neugierig auf die Gegend, ihre Charakteristik und die Menschen dort ist, findet unter folgender Adresse noch viel Aufschlussreiches über das beispielhafte „Multikultiland“. http://www.donaudelta.de/

he doesntcare
Over all!

Aussichten

langebank

Freiheit

frau freiheit
OMG!

„Der Gedanke, dass sich die gleichen Dinge zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich anfühlen, könnte zu den wichtigsten Erkenntnissen (…) gehören.“  Eva Lohmann: Kuckucksmädchen

Wenn Du weißt, wohin Du willst….. :-)

Weht da ein anderer Wind?

„Kein Wind ist demjenigen günstig, der nicht weiß, wohin er segeln will.“ Michel de Montaigne

Bis zum Mond

Washington © Ulla Keienburg 2012

Wozu mir ausgerechnet dieses Zitat zu meinem Besuch in Washington einfiel….  das weiß ich noch nicht.

Ich weiß nur: Kurz bevor ich diese Aufnahme machte, berührte ich ein Stück vom Mond. Eine schräge Erfahrung, das gebe ich zu. In dem Museum nahe des Capitols lag es zwischen Pershing, Doppeldeckern, Transportmaschinen und Spendenaufforderungen- unauffällig fast, direkt am Eingang des für Besucher kostenlosen Smithonian National Air and Space Musuems.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun wünsche ich mir, dass die Amerikaner es schaffen, eine gute Entscheidung für das Stück Erde zu treffen, auf dem sie leben.

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