Zertifikatskurs Dialogbegleitung:Es sind noch Plätze frei!!!

http://www.lvr.de/media/wwwlvrde/jugend/fortbildung/dokumente_59/flyerdialogbegleitungweb.pdf

Beim Landschaftverband Rheinland ist nachzulesen – wenn auch sehr versteckt und erst seit heute:

Sehr empfehlenswert!!!!! Durchgeführt von Jana Marek und Johannes Schopp, Dortmund. ( mehr s.u.)

„Zertifikatskurs Dialogbegleitung | 2012

Die dialogische Haltung ist ein ständiges Bemühen um Achtsamkeit und Präsenz, eine Sensibilisierung für die eigenen Wahrnehmungsmodelle, Urteile und Bewertungen. Im Dialog stehen gegenseitiger Respekt, Zuhören und sich authentisch mitteilen können im Mittelpunkt. Dies bietet Raum für die Entfaltung der Persönlichkeit als auch für die Kraft der Intelligenz der Gruppe.

Eingeladen daran teilzunehmen sind alle, die ihre dialogische Präsenz im Alltag schärfen wollen, um ihre Rolle und Haltung im Umgang mit Gruppen oder auch in der Einzelberatung zu reflektieren und neu zu gestalten. Die Weiterbildung bietet Impulse zur Anwendung von dialogischen Prinzipien und Arbeitsformen in der sozialen, pädagogischen und therapeutischen Arbeit.

Achts amkeit als Ziel
Die dialogische Haltung betont den radikalen Respekt vor der Unterschiedlichkeit und vor der Unvollkommenheit menschlicher Existenz. Im Dialog geht es darum wie ich mit Menschen in Beziehung trete und den Raum für Vertrauen und angstfreies Lernen und Arbeiten schaffe. Durch Verlangsamung und geübte Achtsamkeit werden unsere automatisierten Muster, die in unserem Unbewussten gespeichert sind und
die uns zu stereotypen (Re)aktionen verleiten, gewandelt. Ziel ist die Stärkung der Persönlichkeit sowie die Entwicklung einer dialogischen Achtsamkeit und Präsenz. Sie ist die Basis für Gestaltung von dialogischen Seminaren und Teamfortbildungen als auch für eine dialogische Beratung.

Dialog als Haltung
Dialogische Haltung ist mehr als Freundlichkeit und Wertschätzung. Sie bedeutet für die Dialogbegleiter, bereit zu sein, sich selbst in ihrem Menschsein in die Begegnung mit den Menschen einzubringen, gegenwärtig zu sein. Dieser Haltung liegen unterschiedliche dialogische Kernfähigkeiten zugrunde:

– selbst bereit sein zu lernen,
– von Herzen zu hören, zu sprechen und zu sehen,
– Annahmen und Bewertungen in Frage zu stellen und
– radikalen Respekt zu üben

Begleiten statt lenken
Die Dialogbegleiter lernen dialogische Lernprozesse mit Eltern, Kollegen, Jugendlichen, Kindern, Klienten zu begleiten. Hierzu ist ein geschützter »Raum« nötig, in dem sich die Dialogteilnehmer gegenseitig zuhören, Kraft tanken, sich auf sich selbst besinnen. Dadurch wird es möglich voneinander zu lernen, eigene Ideen und Inspirationen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen. Erfahrungswissen und Expertenwissen ergänzen sich gleichrangig.

Lernen in entspannter Atm osphäre
Im Dialog wird eine Atmosphäre geschaffen, die Menschen einladen und inspirieren soll, sich ohne Angst einzubringen. Dialogbegleiter können andere ermutigen und begeistern, wenn sie selbst Zuversicht und Mut in sich tragen, wenn sie selbst von ihrem Leben und ihrer Arbeit inspiriert sind und wenn sie die Haltung entwickeln, dass sich jeder Mensch stets weiter entwickeln kann.

Die Elemente der Weiterbildung basieren auf der Vermittlung der Theoriehintergründe, Selbsterfahrung,Biographiearbeit und
einer Sensibilisierung für die eigenen Wahrnehmungsmodelle, Urteile und Bewertungen. Die Arbeitsweise ist konsequent dialogisch, um die dialogischen Qualitäten am eigenen Leib zu erfahren. Ziel dieser Vorgehensweisen ist es, den Dialog über »gefühlte Einsichten« zu verstehen und verkörpern zu lernen.

Das dialogische Prinzip, das Konzept der fünf Ebenen, die Salutogenese, das AHLMOZ-Prinzip wie auch Dialogwerkstätten werden Schwerpunkte der Weiterbildung sein.

Abschluss der Weiterbildung
Das Praxisprojekt und die Abschlussarbeit bilden den Abschluss der Weiterbildung. Das Zertifikat berechtigt dazu, Dialogische
Seminare und Teamfortbildungen sowie Dialogische Beratung nach dem Konzept ELTERN STÄRKEN anzubieten. Das Konzept der Weiterbildung wurde von Johannes Schopp und Jana Marek entwickelt. Die Verantwortung für die Durchführung liegt bei Martina Leshwange vom LVR-Landesjugendamt Rheinland.

Informationen

Martina LESHWANGE
Tel 0221 809-6093, martina.leshwange@lvr.de

Referent/in

Johannes SCHOPP, Dipl. Sozialarbeiter, Fachreferent Elternbildung im Jugendamt Dortmund, Dialogprozess-Begleiter (Facilitator), Entwickler des Konzeptes ELTERN STÄRKEN, Mitglied im Beirat der Sinn-Stiftung von Prof. Dr. Gerald Hüther.

Jana MAREK, Diplom-Sozialpädagogin, Erzieherin, Dialogprozess-Begleiterin (Facilitator), Mitentwicklerin des Weiterbildungskonzeptes für Dialogbegleiter, Weiterbildungen u. a.
in systemischer Familientherapie, New Identity-Process

Zielgruppe

Mitarbeiter/innen von sozialen, pädagogischen, therapeutischen Einrichtungen und Institutionen, Erzieher/innen, Sozialpädagogen/innen, Sozialarbeiter/innen, Berater/innen
aus der Kinder- und Jugendarbeit, den Jugendhilfediensten, Offenen Ganztagsschulen, Kindereinrichtungen, therapeutisch arbeitende, Führungskräfte und andere.

Teilnehmerzahl

20

Anmeldeschluss

14. Juli 2012

Termin/Ort/Kosten

115/12   26.09.2012 – 29.09.2012
Bonn, Gustav-Stresemann-Institut
2 276,- (inkl. Verpflegung und Übernachtung im Einzelzimmer für die Teilnahme am gesamten Kurs). Bei dem Betrag handelt es sich um den Gesamtpreis für die Teilnahme an allen Modulen. Die Teilnahme an nur einem Modul ist nicht möglich. Der Bildungsscheck des Landes NRW kann in Anspruch genommen werden, zu finden unter http://www.arbeit.nrw.de. Weitere Termine: Modul 2: 5. bis 8. Dezember 2012; Modul 3: 20. bis 23. Februar 2013; Modul 4: 6. bis 7. Juni 2013 „

~ von Ulla Keienburg - 30. Mai 2012.

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