Highlight

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(c) Ulla Keienburg 26.6.2016  Leipzig

Entfacht

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„Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit duch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.“ G.C. Lichtenberg

 

Early Bird in Berlin

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Es fühlt sich an, als habe ich alles richtig gemacht. Eine störungsfreie Fahrt nach Leipzig,  ein spannendes Fußballspiel, ein ausgelassenes und herzerwärmendes Konzert, zwei Stunden am Gleis mit historischen Zügen des Leipziger Bahnhofs, die erste Etappe des Heimwegs im Tiefschlaf … und jetzt zum Sonnenaufgang auf ein erstes warmes Getränk am ZOB in Berlin. Noch klingen die Lieder. Meine Stimme ist arg strapaziert. Mehr klangvoll gegrölt als gesungen haben wir – durchgehend. Drei Stunden immerhin. 😉

Unheimlich, Udo, wirklich unheimlich!

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Es war wunderbar.

3:0 – FC Panik – Atlantik Arena

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Zwischendrin

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Morgens um Acht am ZOB

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Nur mal so

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Sommertheater

 

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Nach den Berichten über die Aktionärsversammlung blieb mir heute nichts anderes, als diese Bühne amüsant zu finden.

 

 

Tja…. Hot Stuff für einen Tag

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Tourdaten 2017 – A-ROSA silva

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Donaudelta Rumänien

a-rosa silva : 6.5. – 16.5.2017

Ab Passau über Wien, Budapest, Mohács, Belgrad, Giurgiu (Bukarest), Oltenita (Bukarest),  Tulcea, Sulina, Brailla (Rumänien), Oltenita (Bukarest),

 

 

donau arosa 2014 ulla keienburg (15)
Donaudelta Rumänien

 

 

a-rosa silva :  16.5. – 27.5.2017

Bukarest, Tulcea, Sulina, Fetesti, Oltenita (Bukarest), Rousse, Belgrad, Novi Sad, Mohács, Budapest, Wien, Krems und Melk nach Passau.

 

 

 

donau arosa 2014 ulla keienburg (55)
Donaudelta Rumänien

a-rosa silva:

27.5.- 6.6.2017

25.7. -4.8. 2017

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Donaudelta Rumänien

 

 

a-rosa silva :  4.7. -14.7.2017

Ab Passau über Wien, Budapest, Mohács, Belgrad, Giurgiu (Bukarest), Oltenita (Bukarest),  Tulcea, Sulina, Brailla (Rumänien), Oltenita (Bukarest),

 

 

donau arosa 2014 ulla keienburg (62)
Donaudelta Rumänien

 

 

a-rosa silva :  14.7. – 25.7. 2017

Bukarest, Tulcea, Sulina, Fetesti, Oltenita (Bukarest), Rousse, Belgrad, Novi Sad, Mohács, Budapest, Wien, Krems und Melk nach Passau.

Bürokraten, diesseits und jenseits des Rheins — form7

Es ist ein Kuriosum. Vor allem Deutschland und Frankreich können historisch als die Länder betrachtet werden, die sich bei der Organisation der bürgerlichen Gesellschaft in hohem Maße verdient gemacht haben. Während die Revolution im Wesentlichen und mit Wucht in Frankreich zuhause war, konnten die Deutschen damit weniger anfangen. Dafür taten sie, besonders in Preußen das, […]

über Bürokraten, diesseits und jenseits des Rheins — form7

Mindestens Drei

drei mehr
„Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab.“  K. R. Popper

 

Nützlicher als Latein

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„Man muss lernen, nein zu sagen. Das nützt einem mehr, als Latein lesen zu können.“  Charles Haddon Spurgeon

Wen(n) Hilfe Kraft kostet

In Frankreich gibt es keine Schulpflicht, keine Anwesenheit in Schulgebäuden. Eltern werden dort weder verwarnt noch bestraft, wenn sie ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Vielleicht ist das der Grund, warum es so anmutende außerschulische Orte gibt, an denen Jungen und Mädchen sich messen und so gemeinsam lernen – unweigerlich.

kinder in lyon
Leidenschaft pur am Samstag Nachmittag

 

 

„Diese ganze monströse Maschine ist Jahr für Jahr in Tätigkeit, um den Willen zu zerstören, die Energie zu vermahlen udn die Lebenskraft des Kindes in Rauch aufgehen zu lssen. Um der Zukunft willen wird gering geachtet, was es heute erfreut, traurig macht, in Erstaunen versetzt, ärgert und interessiert. Für dieses Morgen, das es weder versteht, noch zu verstehen braucht, betrügt man es um viele Lebensjahre.“ *     (Janusz Korczak) 1995

 

* (Janusz Korczak) 1995, Wie man ein Kind lieben soll  11. Auflage, Göttingen S. 45

….gefunden in einem äußert empfehlenswerten Buch zur inklusiven Lernkultur von André Frank Zimpel Einander helfen.  Vandenhoek &Ruprecht

„Wer viel hat, dem wird gegeben; wer wenig hat, dem wird genommen. Fairer als dieses Matthäus Prinzip ist im Bildungssystem das Normalisierungsprinzip: Starke helfen Schwachen. Gibt es einen dritten Weg? JA. Den Hyperzyklus: Allen wird geholfen, alle helfen. Der Nobelpreisträger Manfred Eigen untersuchte ihn in Computersimulationen: Rot fördert Grün, Grün dafür Gelb, Gelb wieder Rot, etc.

Aber: Wird Hilfsbereitschaft nicht häufig ausgenutzt? Inklusive Lernkultur in der Praxis zeigt: Helfen stärkt die Helfenden in ihrem Selbstwertgefühl, Hilfen beim Lernen zu verkraften, kostet dagegen Kraft, manchmal mehr als das Helfen selbst.“

Auch wenn André Frank Zimpel sich aus der Sicht des „Förderschwerpunktes Geistige Entwicklung“ dem Thema nähert, ist die aufmerksame Lektüre eine Einladung, die eigene Haltung zu Lernen, Helfen, Lehren zu reflektieren, zu be – oder überdenken. Das eine oder andere AHA – Erlebnis inklusive.

Ich frage mich, wieso die Lektüre von André Frank Zimpel nicht eh Pflichtlektüre für ALLE Helfer und das gesamte dienende und bestimmende  Bildungs- und Erziehungspersonal ist.

Personal War

personal war
„Aus mangelnder Selbsteinschätzung entstehen so viele Fehler wie aus übertriebener Selbstachtung.“ Charles Louis de Montesquieu ( 1689 – 1755)

Am Ende des Tages…

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„Man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden.“ (Epiktet)

Soulfood a la Teufelsbrück

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Die Maske

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„Eine Maske erzählt immer mehr als ein Gesicht.“ Oscar Wilde

Die Maske Bildung

Vorhin kam mir kurz, ausnahmsweise mal wieder, der Begriff „Bildung“ in den Sinn: Mir stellten sich die Nackenhaare hoch; ich bekam einen Kotzreiz und konnte mich kurz nicht darüber einkriegen, dass so viele Menschen, Organisationen, Gesetzgeber, Projektentwickler, NGO, Stiftungen, überhaupt Wichtigtuer damit momentan solche Unsummen an Geld umsetzen. Projektitis vom Feinsten. Offensichtlich ist „Bildung“ als DAS Manipulationsinstrument schlechthin ausgemacht worden.

Mich graust es gerade. Sehr. So ähnlich, wie es mich vor dreißig Jahren gegraust hat. In der Schule war ich damals noch. Schon auf der anderen Seite des Pultes.

Ich habe es einfach nicht länger ertragen. Diese Abrichterei von Kindern. Heute muss Mensch nicht mal mehr Lehrer sein.  Bessere Geschäfte macht er gar außerhalb der Schule. Indem er sich über sie beschwert, das System angreift, sich zum Experten erklärt, weiß, was für andere gut ist, Geige, Ballet und Chinesisch unterrrichtet, Angst macht, Glück verspricht und Erfolg, Ratgeber schreibt, etc….

Ich höre ja schon auf…..

und abgeregt hab ich mich auch schon wieder.Vor allem, nachdem ich vernommen habe, dass Reto Friedli die Peter Gläsel Schule in Herford übernommen hat. 🙂 Es gibt eben doch Gute   .-)

Einer kann sich nicht beweisen

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„Einer hat immer unrecht: aber mit zweien beginnt die Wahrheit. – Einer kann sich nicht beweisen; aber zweie kann man bereits nicht widerlegen.“ (Friedrich Nietzsche 1897)

 

Die Wahrheit liegt nicht in der Mitte…

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„Ich bin nicht nur überzeugt, dass das, was ich sage, falsch ist, sondern auch das, was man dagegen sagen wird. Trotzdem muss man anfangen, davon zu reden. Die Wahrheit liegt bei einem solchen Gegenstand nicht in der Mitte, sondern rundherum wie ein Sack, der mit jeder neuen Meinung, die man hineinstopft, seine Form ändert, aber immer fester wird!“

Robert Musil, Das hilflose Europa? oder Reise vom Hundertsten ins Tausendste, 1922

Augen auf. Und dann das!

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„Weiß ist nicht nur die Abwesemheit von Farbe, es ist eine scheinende und verstärkende Farbe, so wild wie Rot, so entschlossen wie Schwarz…“ G.K. Chesterton

Heute Morgen um sieben Uhr. Laut. Ich hatte vergessen, den Wecker abzustellen. Der Anblick nach dem Augenaufschlag jedoch war schön. Licht ist was Schönes. Was richtig Schönes. Habt einen guten Tag.

The New … whatever

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(c) ulla keienburg 2016

„Erst hat das Auto das Pferd verdrängt. Jetzt sind wir an der Reihe.“ unbekannt

Ich war schon neugierig – habe glatt gefragt., ob ich mich da mal hineinsetzen darf. Wollte ausprobieren, ob der BUDD E was für Menschen mit langen Beinen ist. Durfte nicht. „Nur die Ingenieure.“ Sagten sie.  Na, dann ist das so. Wenn das der Bulliersatz werden soll………

 

Vielleicht erlebe ich das ja nicht mehr. 🙂

Normal oder normiert?

Das musste heute noch mal raus! 🙂

Avatar von Ulla KeienburgUlla Keienburg s Blog

normalität

Als dann meine Freundin am Wochenende zu mir sagte: „Du hast schon immer nach etwas gesucht, was es nicht gibt.“ musste ich schon schmunzeln. Es stimmt, ich habe lange Normalität für einen wünschenswerten Zustand gehalten.

Normal scheint aber lediglich die Normierung. Vom Kondom über Kältemittel in Klimaanlangen, Seitenzahlen bis Schulnoten, Wissensumfang bis Länderrechte, Türhöhen bis Hosenlängen, Schulmöbel  bis zum Intelligenzquotienten.

Mit den Grenzen der Normierung kenne ich mich aus. Normierung bedeuten vor allem Ab – und Ausgrenzung.

Ich bestreite nicht den Zweck einiger Normen, wenn es um die ( wenn auch oft vermeintliche) Sicherheit von Menschen geht. Stelle nur fest:

Wenn Menschen etwas noch nicht Geregeltes tun, weil sie es KÖNNEN, kommt schnell jemand und bekämpft seine oder ihre eigenen Ängste mit Regulierungen. #Politik

Als bei Facebook heute ein Bild auftauchte mit dem Satz: „One day, I`m gonna make the onions cry!“ dachte ich: JAAAAAA! Denn: Wenn ich mir nur…

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On the road again

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Wo stehe ich?

LYonGestern fragte mich    puenktchenundwortgestoeber.wordpress.com,  wie ich dieses Foto gemacht habe.

Ich nehme das mal zum Anlass, einen Aufsatz  zu posten, den ich mit freundlicher Genehmigung des Verfassers Mark Citret und Hilfe von Dylan Vaughn übersetzt habe.

Denn Mark hat sich m.E. zu den Bedingungen für ein gelungenes Foto konstruktiv und ermutigend geäußert. Vor einigen Jahren habe ich an einem seiner Workshops teilgenommen. Drei Tage, Schwarz-Weiß, digital, versuchend, inspirierte er mich, mal anders über die Bedingungen für meine Aufnahmen und das Ergebnis zu sinnieren, wieder gütig mit mir und meinen Fehlversuchen zu sein. Verzeihlich, humorvoll, zum Durchhalten animierend, wertschätzend und…  ach lest selbst.

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„Where to Stand, Where to put the Edges“

 „Es gibt nichts Schlimmeres als den scharfen Ausdruck eines verwirrten Konzeptes!” Ansel Adams

 Wenn Fotografen ins Plaudern kommen, egal ob in Gesprächen, Büchern, Workshops oder Vorträgen,  wird oder kann das Thema “Licht” zu geradezu mystischer Wichtigkeit avancieren. Das ist verständlich. Licht ist unser Rohmaterial. Wenn Rembrandt oder Vermeer uns in ihren Bildern ein sinnliches und einhüllendes „Gefühl“ für Licht präsentieren,  ist es ein Effekt: kreiert vor ihrem geistigen Auge und gestaltet auf der Leinwand. Als Fotografen manipulieren wir mitunter das Licht, oder richten es direkt auf unser Motiv, aber wir kreieren es nicht im Bild selbst. Wenn das Licht nicht vor der Kamera ist, dann wird es auch nicht auf dem Foto sein. Das ist die elementare Kraft unseres Mediums. Wir vertrauen auf unsere Sensibilität für das Licht und auf unsere Fähigkeit, seine Qualitäten zu nutzen.

Es ist aber eine gefährliche Falle, die Qualität des Lichts als das einzige oder gar als das vorrangige Ziel zu definieren. Während des Fotografierens das „schöne“, das „enthüllende“, oder einfach nur das „dienlichste“ Licht einzufangen, ist nicht mehr als nur die erste Gelegenheit, nicht zu scheitern. Und tatsächlich, die meisten unserer Fotografien misslingen und das aus den verschiedensten Gründen. George Bernhard Shaw sagte mal: “Fotografen sind wie Kabeljau. Sie produzieren Millionen von Eiern in der Hoffnung, dass eines zu Nachwuchs werde.“ 

Die Qualität des Lichts in einem Bild ist solange unbedeutend, bis das Licht hilft etwas auszudrücken. Dieses “Etwas” könnte als “emotionaler” oder “konzeptioneller” Content charakterisiert werden, schlicht gesagt, einfach als „Idee“. In anderen Worten: Hat dieses Foto irgendwas zu sagen?

 Konzept und Ausführung

Ein Bild zu machen könnte beschrieben werden als die Folge zweier grundlegender Ereignisse. Eine initialisierende Inspiration für das Bild und die darauf folgende Herstellung dieses Bildes. Es kann auch gedacht werden als „Konzept“ und „Ausführung“. Die Inspiration oder die Idee für das Foto ist eine Reaktion zwischen einer Wahrnehmung des Fotografen, seiner Philosophie,  seinen Gefühlen und Kenntnissen und der Wirkung des Lichts auf Objekte oder Gegenstände. Mitunter wird es auch „Des Fotografen Vision“ genannt. Die Anziehungskraft eines bestimmten Subjektes kann mit seinen „eigentlichen“, seinen „wörtlichen“ Qualitäten zu tun haben. Seine Signifikanz kann symbolisch oder als Katalysator wirken und eine viel tiefere emotionale Bedeutung schaffen, gerade wenn die eigentliche Form bestehen bleibt. 

(Westons Paprikaschoten kommen mir in den Sinn.)*

(*Weston hat Paprikaschoten fotografiert und sie durch seine Perspektive aussehen lassen wie eine Skulptur von Hans Arp) 

Die eigentliche Motivation, des Fotografen Vision (ich finde kein besseres Wort),  ist ein Aspekt der Fotografie,  der unmöglich zu unterrichten  – und aus diesem Grund auch nicht bewusst zu lernen ist. Es ist ein intuitives Geschehen, und diese intuitive Bewusstheit wächst und entwickelt sich, wenn wir unser Leben bewusst erleben und aufmerksam für seine Lektionen sind.

Diese Art der „Bildung“ dauert  das ganze Leben lang, und Du wirst nie fertig sein damit!

Aber: eine Menge Techniken für die Produktion und Darstellung eines Fotos können unterrichtet und gelernt werden. Mit diesen Techniken ausgerüstet kann es gelingen, zum „Handwerk“ ermächtigt, seine ureigenste Vision zum Ausdruck zu bringen, was auch immer die sein mag.

Technik” und  „Handwerk”

 Die Wörter Technik  und Handwerk werden oft benutzt, als bedeuteten sie dasselbe und seien austauschbar. Ja, sie fallen beide unter die Kategorie „Ausführung“, und beide haben mit dem physikalischen Akt der Herstellung zu tun. Doch könnte es nützlich ein, sie zu definieren und sie als unterschiedliche Instanzen zu denken. „Technik“ bezieht sich auf das Beherrschen der physischen Schritte dieses Prozesses. Wir sagen, dass die eine gute Technik haben,  die diese Schritte auf einem hohen Level von Kontrolle und Genauigkeit nutzen. Wir sagen auch, jemand habe eine schlechte Technik, wenn wir das Gegenteil beobachten.

Technik bezieht sich auf „operationalisierbare Fähigkeiten“, und kann diskutiert, objektiv gemessen, quantifiziert, unterrichtet und gelernt werden.

Das Handwerk erfordert von dem Fotografen ein klares Konzept  und die nötigen technischen Fähigkeiten, um diese Idee auszudrücken und weiter zu entwickeln.

Man könnte sagen, dass Technik die Kenntnis ist, WIE man etwas tun, während „Handwerk“ , das einiges der Kenntnisse um das Wie  braucht, bedeutet, auch zu wissen, WANN ich etwas mache,  und am allerwichtigsten: WARUM.

Jede dieser Techniken der Darstellung, des Entwickelns, Druckens, etc. muss gemeistert werden.  Auf welchem Level auch immer es gefordert ist. Es mag sein, dass einer ein beschränkter Techniker ist,  aber trotzdem ein exzellenter Handwerker ist. Ganz einfach, weil seine Technik exakt für das ausreicht, was seine Idee erblühen zu lassen.    

Andererseits kann jemand ein perfekter Techniker sein, aber wenig des Handwerks beherrschen, weil der Ausdruck seiner Fähigkeiten nichtssagend ist. Dies führt in eine verstörende Richtung: Es ist nicht ungewöhnlich, dass Fotografen mit wenigen oder gar keinen konzeptionellen Grundlagen (in anderen Worten: die nichts zu sagen haben) diese fehlende Substanz durch den Einsatz der Technik auf höchstem Niveau zu kompensieren versuchen. Die Fähigkeit, dieses technische Fachwissen zu präsentieren, sollte aber nicht mit „Handwerk“ verwechselt werden.

Es gibt aber noch einen anderen Aspekt im Prozess des Fotografierens, der in den meisten Diskussionen übersehen oder für selbstverständlich erachtet wird, aber der Kern des Fotografierens ist. Es ist die Berücksichtigung der folgenden Fragen: „Wo stehe ich?“ und “Wo setze ich den Rahmen?”  Diese Fragen sind der Dreh- und Angelpunkt zwischen Inspiration  und der Umsetzung des Planes für das Bild. Wo stehe ich und welchen Unterschied wird es machen? “Wo platziere ich meine Kamera?“  oder “Wo stelle ich mich hin?” Diese Fragen gehören direkt zu dem Prozess, eine lineare Beziehung zwischen den „beteiligten Subjekten“ herzustellen. Die exakte Position des Objektivs bestimmt dann die relative Position aller Objekte VOR der Kamera. Das Objektiv muss genau an dem Punkt des „Raumes“ platziert sein, von dem aus die Elemente perfekt arrangiert werden können.

Aus der Frage „Wo setze ich die Grenzen?“ ergeben sich zwei zusammenhängende Ueberlegungen: „Welche Informationen möchte ich auf jeden Fall IM Bild haben?“ und „Und welche will ich außen vor lassen?“.

Die erste ist relativ einfach zu beantworten: Du siehst, was Du erreichen willst und entscheidest Dich für ein Objektiv, das die entsprechenden optischen Fähigkeiten liefert. 

Final zu entscheiden, was auf jeden Fall ausgeschlossen sein soll, ist schon schwieriger; die Grenzen festzulegen und damit das Subjekt zu isolieren, aus dem Chaos dessen, was es umgibt, aus allem Unwesentlichen und Ablenkenden. Um Alfred Stieglitz zu zitieren: „Alles im Foto sollte einen Grund haben,  warum es darin ist.“ 

Jedem erfahrenen Fotografen ist bewusst, wie selten all diese Probleme gleichzeitig UND zufriedenstellend gelöst werden können. Das ist die Natur der Fotografie, eben ein extrahierender Prozess zu sein. Ein Prozess durch den ein Subjekt aus der existierenden Realität „extrahiert“ wird; im Gegensatz zum additiven Prozess des Malens, oder dem subtrahierenden Prozess des Bildhauens aus Holz, Stein oder Wachs.

Es ist ein stetiger Kompromiss: Der Spot kann genau richtig sein, aber die Brennweite der Linse gibt es nicht her; “der ideale“ (Spot) kann mitten auf  einer belebten Straße liegen, die es aber nötig macht, einen sichereren Ort zu finden, der dann aber ggf.  weniger ästhetisch wirkt; Ort und Linse mögen richtig sein, aber es kann ein aufdringliches Element geben, das sich nicht entfernen lässt oder dem nicht zu entkommen ist, das die Aufnahme ultimativ ruinieren würde.  Das ist einer der gewichtigen Gründe, warum Shaw uns mit einem Kabeljau vergleicht.

Es gibt so viele Gründe, zu scheitern.

Die Fähigkeit der Fotografen, erfolgreich das “Wo stehe ich?” und “Wo setze ich die Grenzen?” zu klären, entscheidet letztlich darüber, ob sie es schaffen oder nicht.

 Jeder kann erregt oder inspiriert sein durch etwas, das er sieht. Es ist das Wissen darum, die Quelle der Erregung ausfindig zu machen, also den ersten und entscheidenden Schritt zu gehen, der sowohl die Inspiration als auch die Präsentation beinhaltet. Um es dann „zu Papier zu bringen”, wo es (mit) anderen kommunizieren kann, nutzt man die angemessene “Technik”. So wird es eine Art Rückmeldung zu dem Konzept und ist bestenfalls deckungsgleich mit der ersten Idee.

 

Mark Citret
1988

Thank you again to  Mark Citret   &  Dylan Vaughn .

 

In einem Crowdfundingprojekt hat er unlängst sein neuestes Buch produziert. Ich konnte es nicht lassen – und freue mich auf meine Exemplar. Ende Juni ist es wohl „available“.

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http://www.all-about-photo.com/article.php?title=mark-citret-parallel-landscapes&id=170

Endlosschleifen

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„Ich werde nie versuchen dich zu verstehen!“  „Gut. Dann lass uns tun, was wir nicht können!“  Peter T.Schulz

 

 

Ach Du lieber Himmel

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„Auch die Augen haben ihr täglich Brot: den Himmel!“   R.W. Emerson

Der Verkehr in Hamburg war so zäh, dass erst der eine oder andere Blick in den Himmel zur Beruhigung half. Oh. Oh.  Ich vergesse  oder verdränge das eben mitunter.

Gottseidank kenne ich meine Beruhiger. 🙂

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Neue Konturen :-)

Es war mal alles anders in den letzten Tagen. Heilsam anders. Drei Tage an der Ruhr, bei Sonne und Miniregengüssen, im Schatten der riesigen Bäume. Das Wasser plätscherte, Schafe kommentierten lauthals, Hühner gackerten, der Wind wehte leicht durch die dunkelroten Blätter einer Blutbuche, Stimmen von Menschen aller Generationen. Mutige Experimente gab es. Und das alles im Dialog – mit uns selbst, mit den anderen, mit dem, was uns umgab.

Egal: Ich habe lecker gegessen, mich in diesen Tagen innerlich tragen lassen – anders eben, als herkömmlich. Gelassen hinnehmen können, dass es ganz schön unruhig sein kann im Leben. 🙂

Und mich zu freuen, dass sich unter den Teilnehmern eines solchen Seminars auch ein Meister  der Haarkunst tummelt.

 

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Im Garten. unter den Bäumen, an der Ruhr, unter freiem Himmel bin ich so zu einem neuen Haarschnitt gekommen. Schon witzig, wenn einem jemand die Haare schneidet, der mich gerade an drei Tagen erlebt hat.  Das Ergebnis: Er hat mich erfasst. Der Schnitt ist nicht nur gut, er passt auch zu mir.  🙂

Das Leben ist schon gut zu mir.  🙂

In vielerlei Hinsicht aufgeräumt, zurechtgerückt, reflektiert und aufnahmebereit sortiere ich jetzt mal meinen Alltag in Hamburg.

 

Auf den Hin und Herfahrten habe ich im Auto Udo Lindenbergs „Stärker als die Zeit“ lauthals mitgesungen.“Konsequenz hat einen Namen, und der fängt mit U…. an!“  Laut gelacht! Danke Udo – auch für Wörter wie „Lebensänderungsschneiderei“. Oder Sätze : „Ich habe tausend Pläne, aber einen Plan B hab ich nicht.“

 

Eine Art von Zuhause – Der Dialog

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Von der Freiheit eines be- oder geachteten Raumes.