„Plötzlich ein Sorgenkind“ – Achtung Spiegel! …und weiter gehts

Ich hätte ihn sicher schon früher entdeckt, wenn ich in den letzten Wochen mehr im Netz unterwegs gewesen wäre. Gefunden hat mich der Brief trotzdem. Tja, auch das Netz lebt von Begegnungen. Oder die Begegnungen leben auch vom Netz? Egal:

Was mir heute besondere Freude macht: Als ich den Link fand mit dem „Offenen Brief an die Autorin von „Plötzlich ein Sorgenkind““ begrüßt mich die Seite von Ulrike Sennhenn mit meinem Lebensmotto. „Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe!“  Mir war oder ist das Volksweisheit bekannt – gerne aber glaube ich, dass Götz W. Werner das gesagt hat – und sicherlich nicht nur einmal.

 

Hier geht es zu dem Offenen Brief!

 

 

Liebe “Anonyma”,

über mein Netzwerk bekam ich den Link zur Leseprobe Ihres Buches …  und ich habe mir Ihr Buch sofort am nächsten Tag gekauft und an einem Nachmittag ausgelesen. Auch wenn ich mich schon seit Jahren mit der Thematik befasse – ich bin immer wieder auf’s Neue berührt und erschüttert. Wie kann das nur sein, dass sooo viele Menschen, die mit einem Kind “zu tun” haben, das Offensichtliche nicht wahrnehmen können? Oder – nicht wahrnehmen wollen? Auf eine unbewusste Art?…

http://www.place2grow.de

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Plötzlich ein Sorgenkind: Aus dem Leben einer aufmerksamkeitsgestörten Familie
Anonyma

Schon mit den ersten Seiten des Buches war klar, das lege ich so schnell nicht aus der Hand. Tatsächlich zum Mitfühlen formuliert. So begleitete ich mal das „Sorgenkind“ Lenja, mal die Mutter selbst, mal die kleine Schwester und mal den Vater / Ehemann durch die Wirren der Unerträglichkeiten und badete mit ihnen vorübergehend in dem Meer der Demütigungen. Demütigungen, die nur entstehen, wenn Kinder (und deren Familie) als Symptomträger des Systems in den Diagnostik- und Reparaturapparat geschickt werden.
Das Buch lebt von Lenjas Unglück. Könnte man meinen. Ob aber Lenja nicht mit der Lehrerin klar kommt oder die Lehrerin nicht mit ihr, ob es doch eher die Mutter ist, die die Wirkung dieser toxischen Beziehung auf die Tochter nicht aushält und welche Rolle dem Vater zukommt, der sich nicht einbinden lässt in die Aktionen wider die Ohnmacht und die Teilhabe…

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Travelbuddy – FUTURE an Bergen, N – beliya

FUTURE hat sich ganz wohl gefühlt in Norwegen.

Windgeschützt vom Schiff aus auf die Bucht von Bergen schauen – das hat ihm gefallen  –  meinem Schlüsselanhänger  🙂

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Das Kind, das von meinem FUTURE- Schlüsselanhänger profitiert, heißt Johannes.  🙂

Ich weiß auch nicht, wie sie darauf gekommen sind, mir ausgerechnet diesen Namen zu gönnen. 🙂

http://www.beliya.de/schulkinder.html

Ihr dürft den Beitrag gerne teilen! Die Kinder, denen durch beliya geholfen wird, könnten es gut gebrauchen!

Nein, nicht das Teilen des Beitrags! 🙂 Aber dessen Wirkung, wenn noch mehr Menschen darauf aufmerksam werden.

Danke an Euch!

 

„Der Vollzeitvater“ in LOB

 

Der Vollzeitvater:  Respekt und Reden – das Miteinander macht`s!

LOB: E – Magazin für berufstätige Mütter und Väter Ausgabe 3/2014

Rubrik:   So macht er das!

von Ulla Keienburg

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(c) Wolf Ehrhardt 2014

 

Wolf Ehrhardt (46) aus Berlin Mitte ist seit 20 Jahren selbstständig. Der gelernte Koch und Schauspieler ist inzwischen Investmentfachmann für Innovationen und Prototypen. Als getrenntlebender Vollzeitvater der inzwischen 7- jährigen Elli ein rücksichtvoller, liebender, bissiger, einsichtiger, fordernder und ständig verhandelnder Organisierer.

Er erlebt und betitelt sich als „Vollzeitvater“. Als das, was nach der „Vollzeitschwangerschaft“ komme, sagt er amüsiert. Auch wenn Elli eine Woche bei ihm und eine Woche bei ihrer Mutter lebe, Vater sei er in jedem Moment und nicht nur in Teilzeit. Also auch in den Momenten, in denen Elli nicht in seiner unmittelbaren Nähe sei.

Im von ihm ge – und erlebten Alltag sieht das so aus: Alles ist gut organisiert, Elli hat klare Rahmenbedingungen. Die Wohnungen liegen gleichweit von der Schule entfernt. Die Tochter kann immer frei entscheiden, wann sie Vater oder Mutter sehen oder sprechen möchte. Sie tauschen sich regelmäßig aus und entscheiden wichtige Dinge das Kind betreffend immer gemeinsam. Jeder wird gehört, und ihre jeweiligen Bedürfnisse werden so weit wie möglich respektiert. Konflikte, Streits oder Missverständnisse zwischen den Eltern werden in der Regel abseits von Ellis Wahrnehmung geklärt, „…denn sie haben sehr oft nichts, aber auch gar nichts mit Elli zu tun und deshalb besteht auch keine Notwendigkeit, sie an schlechten Energien teilhaben zu lassen!“ sagt er.

Selbstverständlich ist das alles für ihn nicht. Wolf ist als Selbständiger angewiesen auf Flexibilität. Auch wenn er es selbst für unerlässlich hält, getroffene Absprachen einzuhalten, gelingt ihm das nicht immer. Da aber die Kommunikation zwischen den beiden Eltern so gut ist, können sie sich umgehend kontakten, sich das mitteilen und eine für alle Seiten gute Lösung organisieren. Sie vertrauen nicht darauf, dass es sich schon irgendwie ergibt. Ellis Mutter kennt den Alltag als Selbständige mit allen Höhen und Tiefen. Und Wolf ist froh, dass sie inzwischen durch eine Festanstellung das bieten kann, was die beiden „relativ verlässliche Arbeitszeiten“ nennen.

Wolf weiß eines sicher: Getrennt zu leben heißt nicht gleich „alleinerziehend“ zu sein. Er schätzt besonders Kita, Hort und Ganztagsschule. Auch andere Bezugspersonen gehören s.E. für Elli dazu. Ein enger und regelmäßiger Austausch zwischen allen – den beiden Elternteilen, Großeltern, mit befreundeten Eltern von Spielkameraden oder Lehrern und Erziehern und natürlich zwischen Eltern und Kind zu Bedürfnissen, Notwendigkeiten oder Unannehmlichkeiten – hält alles in Balance. Wolf E.: „Meine wichtigste Entscheidung war, mich selbst auch als Vater zu akzeptieren, unabhängig vom sozialen Status, Bildungsgrad oder beruflicher Position; mir der Verantwortung, aber auch der eigenen Begrenzungen bewusst zu werden. Elli braucht keinen Superman, der einfliegt, Geschenke bringt und dann wegschwebt. Elli braucht eine Person, zu der sie Urvertrauen hat. Einen Vater, zu dem sie immer kommen kann, ohne sich beweisen zu müssen, diesen Menschen, von dem sie weiß, dass der auch nicht immer alles weiß.“

Neugierig geworden auf mehr? Ulla Keienburg hat mit Wolf Ehrhardt ausführlich gesprochen: Interview

Travelbuddy- FUTURE am Polarkreis – beliya

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Future in Tromsoe

 

Ein sonniger Tag in der Stadt am Polarkreis. Ein unerwartet milder Wind gab Auftrieb für Paraglider, die Sonne wärmte die Gemüter nach kalten Tagen. Draußen sitzen und über den Fjord schauen – z.B. direkt auf die Eismeerkathedrale.

Genuß pur!  auch für beliyas FUTURE 🙂

Back home – Hamburg kann auch Wolken

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Hamburg kann auch Wolken

 

Es ist nicht ganz so einfach wieder daheim zu landen. Leichter gemacht haben es mir die Überraschungen, die ich überall fand.

Im Kühlschrank eine Kiste mit süßen, salzigen und minzigen Köstlichkeiten, auf der Ablage im Flur ein wohl sortierter Stapel Post, der Nachbar gab mit ein Päckchen. Eine Pensonärin aus meinem Fotokurs auf dem Fluss bedankte sich mit zwei Gläsern selbstgeimkertem Honig dafür, dass sie mit ihrem Handy  wieder fotografieren konnte. Ich hatte nicht aufgegeben, den Fehler zu finden – und ihn zu guter Letzt auch noch behoben. Unbezahlbar, so ein Dank!

Vielen Dank an all die guten Geister in meinem Leben!  🙂

 

 

Bye, bye Spitzbergen

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Bei traumhaftem Licht verliessen wir Spitzbergen. Nicht satt sehen konnte ich mich an den Spiegelungen, Bewegungen des Wassers durch Boote und Wind. Svalbard bei Sonne – damit hatte ich nicht gerechnet. Als wir vor zwei Jahren die Insel besuchten, präsentierte sie sich unter arg grauem Himmel.

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Morgens im Camp Barentz traf ich wieder auf Husky Vodka :-). Es war schon ein komisches Gefuehl, sich darüber zu freuen, einen Hund wieder zu treffen. Diesmal habe ich mir gegönnt,  die Waffeln mit Erdnussbutter und Himbeersauce in Ruhe zu verspeisen und einen guten Kaffee zu trinken, während wir dem Vortrag über Eisbären lauschten. Eine deutsche Biologin, die gerade  ihren Master in Svalbard an der Uni gestemmt hatte, erzählte so lebendig von dem Leben der Ersten in der Nahrungskette, dass ich ihr noch stundenlang hätte zuhören können.
Wir waren auf sie angewiesen, da wir das Camp nicht unbewaffnet verlassen durften.

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Es ist verboten, Eisbären zu töten.  Doch kommt es vor, dass in Notwehr mal einer zur Strecke gebracht wird. Da diese Tiere voller Giftstoffe sind, die sie sich mit dem Verzehr kleinerer Tiere einhandeln, werden sie auch nicht gegessen. Inuits verspeisen sie wohl noch. Allerdings nicht ohne Folgen für die Menschen dort. Sollte also in Svalbard mal ein Eisbär dran glauben muessen, landet er schon mal auf der Speisekarte eines einheimischen Restaurants. Dort versichern sich Besitzer und Koch aber, indem sie die Hungrigen noch vor dem Mahl unterschreiben laesst, dass sie dieses auf eigene Verantwortung zu sich nehmen.

Schon die Einfahrt morgens um 4:00Uhr bei gefühlten Minusgraden war erschütternd grandios.

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Es war einfach ein runder Tag, ein Geschenk!

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the duck is leaving 😦  #privatejoke

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Immerhin gibt es etwas mehr als 2000 Einwohner, die heute den Nationalfeiertag begehen. Geschaefte sind geschlossen,  Cafes offen. Als wir ankamen, schien die Sonne. Einer Sache kann man sich hier sicher sein: Das Wetter ist sehr flexibel. 🙂
Spaeter mehr. Gruesse von Eiderenten, Gryllteisten, aggressiven Kuestenseeschwalben,  einer Robbe, Austernfischern, Papageientauchern,  Kolkraben, Dreizehenmoewe , dem Wasser, den Wellen, den Wolken, der Pyramide und nicht identifizierbaren Mitgliedern der Familie der Limikolen. Off for Akuyeri

Travelbuddy – FUTURE am Schwarzen Meer- beliya

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Future am Strand – Mündung der Donau ins Schwarze Meer – Sulina

Bank ( 32) (16) – Himmelwärts

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Himmelsbank, hat er sie genannt, der Holger. Das passt doch wunderbar, wenn ich bedenke. dass der „Heilige Geist“ just „entsendet“ wurde.  Entsendung hat sich in den letzten Jahren bei mir eher im Sinne der Entsendung von Angestellten ins Ausland eingeprägt. Expatriats werden diese genannt. Ob in der biblischen Variante der Heilige Geist auch einen Job erledigen sollte?   Zumindest ist wohl bei ihm die Rückkehr ausgeschlossen.

Was auch immer wir tun: wir sollten es von Herzen tun. So oft, wie wir weg gehen, können wir auch wieder kommen. Nur sollten wir akzeptieren, dass uns das Unterwegssein verändert. Manche mehr, manche weniger. Immer aber kehren wir anders zurück als wir gestartet sind. Gut so!

Im Radio läuft momentan andauernd der Song: Am I wrong?

Ich weiß gar nicht, wieso er mir gerad zu dem Thema einfällt.  🙂 *augengenhimmleldrehundpfeiff

Einladung:   Wer auch seine oder ihre Bank hier sehen möchte… siehe Bank (32)- Imagine

Das Lied vom Meer! Erinnerungen

Viel zu feiern gibt es an dem heutigen Tag. Mein Patenkind hat ihr Abitur, mein Bruder Geburtstag – und wordpress gratulierte mir zum 4. Geburtstag meines Blogs! Er „fliegt“, wie sie es nennen, vor allem, weil Ihr, liebe Follower, ihn lest und betrachtet, teilt, kommentiert, diskutiert, fragt, antwortet und den Like Button nutzt. Habt Dank für Eure Treue! Keep in touch! Ich werde weiter machen. Eure Ulla

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Avatar von Ulla KeienburgUlla Keienburg s Blog

Als ich dieses Lied heute morgen noch mal hörte, erinnerte ich mich:

Mitunter feiere ich den 5.Juni! Überlebte ich doch vor vielen Jahren nur knapp, dass meines Volvos (neuer) Reifen hinten rechts platzte. Zwischen Mundelsheim und Pleidelsheim. Auf der linken Spur. Mit 120 km/h. Einhellige Meinung von Polizisten und Krankenwagenpersonal: Wäre das kein Volvo gewesen,wäre sie tot.

Seither weiß ich, dass es auf der Autobahn Bordsteinkanten gibt. Seither bin ich täglich dankbar, dass ich lebe. Seither bin ich sicher: Ich war noch nicht fällig. 🙂

Seither fahre ich erst recht Volvo.

Ich glaube, dass mich meine Neugier und meine Zuversicht schon durch Vieles gerettet und vor Vielem bewahrt haben. Aber seit diesem Tag lasse ich keine Gelegenheit mehr aus,  Neues zu lernen, zu sehen, zu erleben. Und wenn was gar nicht geht – dann lasse ich es. 🙂

Nichts ist selbstverständlich! NICHTS!

Musikvideo zu gleichnamigen Song von Oliver Steller (Text:…

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Bank (32) (15) – House of home

Aus Russland kommt die nächste Bank. Gesandt von dem Wasservogel schlechthin. Danke an Reiherente Norbert!

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Die deutsche Ente schickt eine Bank in Novgorod

 

 

Reiherente Norbert stammt aus Norddeutschland, rezitiert gerne Gedichte. Zu ihm kam mir der gute Theodor Storm in den Sinn.

An die Freunde

Wieder einmal ausgeflogen,
Wieder einmal heimgekehrt;
Fand ich doch die alten Freunde
Und die Herzen unversehrt.
Wird uns wieder wohl vereinen
Frischer Ost und frischer West?
Auch die losesten der Vögel
Tragen allgemach zu Nest.

Immer schwerer wird das Päckchen,
Kaum noch trägt es sich allein;
Und in immer engre Fesseln
Schlinget uns die Heimat eln.

Und an seines Hauses Schwelle
Wird ein jeder festgebannt;
Aber Liebesfäden spinnen
Heimlich sich von Land zu Land.

Theodor Storm (1817 – 1888), eigentlich Hans Theodor Woldsen, deutscher Jurist, Dichter und Novellist

Seit ich im letzten Jahr bei dem Arstidir Konzert in der Nähe von Bremen nicht nur Myrra Ros kennengelernt habe sondern auch deren Agentin. gibt es eine Verbindung  für mich zwischen Deutschland, Moskau und Reykjavik. Meine Musikwelt ist auch einfach noch mal größer geworden. Vielen Dank an Maria Chelnokova für Frühstück in Moskau und die sichere Erkenntnis – das sich findet, was sich finden soll.

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Maria aus Moskau schickt welche von Kreta 🙂

Funny travellers world.

 

Myrra Rós – The house the home

 

Einladung:   Wer auch seine oder ihre Bank hier sehen möchte… siehe Bank (32)- Imagine

Synchronicity – Diversity

Wenn Firmen und Organisationen doch nur so funktionierten!!! Wünschen kann sich jeder alles! 🙂

Durchgeschleust oder eingenordet?

Zuhause! Überraschungen auf der ganzen Linie. Mein Auto war sicher geparkt, die Wohnung belebt, der Zug hat mich noch über Bremen gefahren, der Taxifahrer hatte wohl seit Längerem keine Tour gen Hoheluft gewagt und stand mindestens dreimal vor Absperrungen. Doch konnte ich mich relativ schnell mit den Nachwehen meiner Küchenrenovierungen befassen: Abstruse Rechnungsschreiben, nicht nachvollziebare Entscheidungen bei Erstattungen, moderates Schriftenaufkommen, Ruhe in der Straße ( wegen der Sperrungen). Einfach zuhause. Schön!

 

Nun kehrt hier wieder Alltag ein. Eine kurze Pause zwischen dem Unterwegssein. Auch eine Art Schleuse.

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Sinnige Analogien habe ich von der Fahrt mitgebracht. Schleusen ist halt nicht einfach, erfordert Geschick, Orientierungssinn,  Präzision und Kooperation. Auch einen Obulus muss der Durchreisende mitunter entrichten. (Manchmal reicht ein Flasche Wein). Es lässt sich doch viel lernen auf so einer Reise.:-)

Ich werde sehen, wie gut ich den neuen Wasserstand des Alltags nach dem Wochenende aushalten und nutzen kann, wie viel Treibgut sich findet, was nicht durch den Filter ging. 🙂

„Think of all the beauty still left around you and be happy.“ Anne Frank

 

 

Belgrad – Nach dem Regen ist vor dem Regen

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So sah es noch aus zwischen Sonnenaufgang und Anlegen in Belgrad.

Es war ein langer Spaziergang. Erst durch die City. Von dem einen als Einkaufsmetropole bezeichnet, von mir eher als wiederbelebte Stadt empfunden.  Sonnig war es und heiß.

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Summertime

Unterbrochen von einer Kaffeepause liefen wir der Nase nach. Mal rechts, mal links, mal geradeaus. Fuhren mit der Straßenbahn von dem Wunsch beseelt, die Bahn möge an unseren Schiff anhalten. Klarer Fall von verdacht. Sie hielt zwar an der Donau  – aber laufen mussten wir noch. Ein ganz schön langes Stück, entlang des abgesoffenen Ufers. In der Haut der Gastronomen dort möchte ich nicht stecken!

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Das ist mir echt zu hoch

So haben wir noch mal  – unverhofft, Wirkungen der Katastrophe der letzten Wochen gesehen. 😦

Plötzlich zog sich der Himmel zu. „10 Minuten noch – und dann geht es los!“ dachten wir bei uns. Kaum hatten wir den Fuß auf das Schiff gesetzt, begann es zu hageln! Lucky us!

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The End!

Ihr lieben Follower, Neugierige, treue Leser und Leserinnen. Habt einen schönen Abend. Gruß aus Belgrad

Someone who cares – Árstíðir

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strange world

 

Das ist das erste Mal, dass ich wieder so stabiles Netz habe, um via youtube Musik zu hören. Da konnte ich mir die Neuigkeiten von Árstíðir nicht verkneifen!

Noch nicht zuhause angekommen und doch wächst damit meine Vorfreude auf Island!

Project Update #7: Árstíðir – Music from the heart of Iceland. Our third album. by Arstidir

Malerische Grüße von der Donau

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Heute begegnete uns das Schwesterschiff arosa mia – auf dem Weg in den Süden.  Das war glatt eine Unterbrechung aller Aktionen wert.

Bevor ich das erste Mal ein Flussschiff betreten hatte, war ich noch der Meinung, auf einer Strecke wie dieser müsste sich mal eben ein Buch schreiben lassen. So viel Zeit, hatte ich geglaubt, habe man da.

Inzwischen weiß ich es besser: Ich komme zu nichts. Ständig gibt es was zu sehen. Vor allem während der Fahrt verändert sich stetig die Sicht. Die Pappelwälder, mal junge, mal ältere. Kühe, die scheinbar im Wasser stehen, gemeinsam mit Schweinen und Pferden die Ufer oder momentan auch die kleinen entstandenen Inseln bevölkern.

Die Häuser und Baracken in allen Fertigungs – oder Verfallszuständen. Kaum nachvollziebhar.

Störche feiern gerade in diesen Sümpfen Party, Pelikane verfolgen uns. Reiher  aller Art sammeln sich an den Ufern. Mitunter wirkt es, als bewegten sie sich nicht. Schon um herauszufinden, ob sie lebendig sind oder als Atrappe in den Boden gesteckt waren, ruhte der Blick auf ihnen. Ab Sonnenaufgang bin ich wach – und klebe neugierig am Fenster und komme trotzdem immer erst als letzte zum Frühstück.

Was auch immer ich während der Fahrt auf Fotos versuche festzuhalten, entspricht selten der Weite , die ich empfinde, wenn ich die Ufer betrachte. Gut, dass Gehirn und Herz einfach größer sind als Linse und Sensor einer Kamera.

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Und vor allem besser!   🙂

 

Tulcea – die Zweite

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Schäfchenwolken, Wetterwechsel, andere Beduerfnisse.
Mal in den Spiegel geschaut habe ich und spontan das Bedürfnis entwickelt, im Spa Bereich aus dem Fenster zu schauen.
Glück hatte ich! Noch war der Ausblick nicht durch rin paeckchenparkendes Schiff verstellt.

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Schick gemacht fuer den Landgang ging es in die City of Tulcea. Restliche Lei verpulvern.

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Es ist, was es ist……sagt die Vernunft.

Prost Eistee!

Der letzte Morgen der ersten Etappe – very well!

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Der letzte Abend war höchst unterhaltsam. „Doch noch mal schnell miteinander sprechen!“ An Deck gestanden und gemeinsam gesungen, die untergehende Sonne genossen, die Wirkung der untergegangenen Gluehkugel beobachtet.  Uns gegenseitig gezeigt, was fuer Zauberkuenste so ein Handy mit einem rot- goldenen Horizont zeigen kann. Gelacht, getrunken, Karten getauscht und um Mitternacht dann noch ein Wunschkonzert bekommen. Der Bayer hat geduldig dem Westfalen die Texte von Hubert von G., STS und Reinhard Fendrich übersetzt.  (ich weiss nicht, wie man all die Namen der Österreicher schreibt – sorry) Den Tresen haben wir  erst verlassen, nachdem wir andächtig „Der Mond ist aufgegangen“ mitgesummt hatten.

Der letzte Morgen der ersten Etappe – very well!

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Der letzte Abend war höchst unterhaltsam. „Doch noch mal schnell miteinander sprechen!“ An Deck gestanden und gemeinsam gesungen, die untergehende Sonne genossen, die Wirkung der untergegangenen Gluehkugel beobachtet.  Uns gegenseitig gezeigt, was fuer Zauberkuenste so ein Handy mit einem rot- goldenen Horizont zeigen kann. Gelacht, getrunken, Karten getauscht und um Mitternacht dann noch ein Wunschkonzert bekommen. Der Bayer hat geduldig dem Westfalen die Texte von Hubert von G., STS und Reinhard Fendrich übersetzt.  (ich weiss nicht, wie man all die Namen der Österreicher schreibt – sorry) Den Tresen haben wir  erst verlassen, nachdem wir andächtig „Der Mond ist aufgegangen“ mitgesummt hatten.

After the rain – Danube heading Braila

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Die Natur hat uns gestern nichts erspart. Sonne, Strand, lauen Wind, heftigsten Regen zum Abschied, bei der Ausfahrt gen Norden zweimal Regenbogen und einen traumhaften Sonnenuntergang. Während sich die anderen dem Abendessen hingaben, lauschte ich dem Alarm der Wasservögel im Schilf. Da war vielleicht was los. Zeit des Brütens. Ab und zu eine Horde Pelikane, auf Strommasten nisten Störche,  die anderen lassen sich selten sehen. Hie und da mal ein Fischreiher, mal ein Karl Heinz. Sorry, eine Stockente. 🙂

Schon befremdlich, wenn einem auf diesem Stueck ploetzlich ein Containerschiff entgegen kommt. Immerhin ist Sulina der beste Einfahrthafen  vom Schwarzen Meer in die Donau.

Ovid hat hier wohl eine Weile gelebt. Piraten haben hier ihr Grab bekommen.  Die unwahrscheinlich zuvorkommenden Menschen dort haben es mir angetan.
Sulina ist ueber das Straßennetz nicht erreichbar.  Nur mit Schiffen oder Booten. So gelangen dann wohl auch die Autos dorthin.
Freue mich auf ein zweites Mal Sulina….  in ein paar Tagen.

Budapest bei Nacht

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Die Stadt in der Stadt – das Parlament

 

Wir haben nur selten Netz – und wenn, dann instabil und kurz. Große Worte werdet Ihr also hier nicht finden. Bis Ende Mai werde ich (mir) auf diese Weise ein Bild machen!

Bedenke: „Das Mutti“ ist nur EINE Rolle als Frau! #muttertag

8.20 Uhr. Muttertag. Diesmal auf einem Flussschiff während der Anfahrt auf Wien. Allein werde ich wach – schon lange auch ohne Kindergeschrei. Sogar ohne Wecker.

Mein erster Gedanke heute wieder: Eine Karikatur aus der Brigitte von 1988. Den dazugehörigen Artikel „Das Mutti“  hatte ich damals aus dem Heft gerissen – und er hat es bis heute in den (tatsächlich noch physisch im Büro vorhandenen) Ordner „AKTUELLES“ geschafft. Immer wieder  ist er in diesen gewandert, weil er nie, wenn das auch erschreckend ist, veraltete. Bevor ich ihn aber abtippte,  gönnte ich mir einen Blick ins Netz. Und siehe da: Nicht nur mir war er all die Jahre wichtig geblieben. BRIGITTE weiß, was Frauen wünschen.  .-) Danke!

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“Das Mutti” von Fee Zschocke, erschienen 1988 in BRIGITTE:

Meine geheimnisvolle Verwandlung vollzog sich an einem ganz normalen Montag, nachmittags 17.45 Uhr MEZ, von einer Minute auf die andere. Aus der Spezies “Frau” (w., besondere Kennzeichen: leichtsinnig, fröhlich bis albern, sinnlich, kapriziös, attraktiv, witzig, mit einem Hang zum Luxus und zum schönen Phlegma) wurde die Gattung “das Mutti” (s., besondere Kennzeichen: bieder, belastbar, besorgt, ernsthaft, genügsam, nervös, 24 Stunden voll im Einsatz).

Das Mutti ist streng geschlechtsneutralund kommt überall auf der Welt vor; gehäuft auf Kinderspielplätzen. Zu erkennen ist das Mutti an seiner bellenden oder schrillen Tonlage: “Stefan! Sofort runter da, sonst setzt es was!!”, und an einem rastlosen Betätigungsdrang (bevorzugte Tätigkeiten: stricken, Rotz abwischen, backe-backe-Kuchen-machen, Mützen ab- und aufsetzen, Apfelsinen schälen, Fläschchen schütteln, Küsschen oder Knüffe verteilen). Sitzt das Mutti wider Erwarten mal ganz ruhig da, ist zumindest der Fuß in Bewegung: der schaukelt den Kinderwagen. Das Mutti tritt niemals allein auf, sondern ist stets rudelweise von seinen Jungen umgeben. Sind diese noch klein, trägt das Mutti sie in einer textilen Ausbuchtung vor Bauch und Rücken geschnallt (ähnlich dem australischen Känguruh, jedoch bewegt sich das Mutti nur selten hüpfend vorwärts). Wenn die Jungen größer sind und aufrecht gehen können, übt es geduldig die Tätigkeit des “Spazierenstehens” aus. Während das Mutti-Junge sich im Matsch suhlt, jedes Steinchen auf seine Verwendbarkeit untersucht, Grashalme frisst oder tiefsinnig sein Spiegelbild in Pfützen betrachtet, bleibt das Mutti einfach stehen. So verbringt es einen Großteil seiner Zeit, in Kälte und Nässe ausharrend, stumm, schicksalsergeben.

Mutti ist frau nicht von Geburt an, zum Mutti wird sie gemacht. Viele Frauen bezeichnen diesen Hergang als äußerst lustvoll; wahrscheinlich gibt es deshalb so viele Muttis in der Welt. Die wenigsten machen sich klar, was die Mutti-Metamorphose bedeutet. Auf jeden Fall ist es ein irreversibler Prozess: einmal Mutti – immer Mutti. Was sich auch darin ausdrückt, dass manche “Vatis” (m., besondere Kennzeichen: oft aushäusig, meist paschamäßig auf Draht und windelmäßig unerfahren, auch – oder gerade – nach der Geburt der Jungen unentwegt um die begehrenswertere Spezies “Frau” herumbalzend) es fortan neutral “Mutti” nennen. Für die Aufzucht (siehe auch “Sozialisation”) sind stets wir Muttis allein zuständig – eine Aufgabe, in der wir für den Rest unseres Lebens aufzugehen haben.

Durchdrungen von der existentiellen Wichtigkeit des Brutpflegetriebs, werden wir durch ständige Adrenalinausschüttung offensichtlich jahrelang zu Höchstleistungen angetrieben. Einem Mutti – und darin erweist sich die ausgesprochene Widerstandsfähigkeit dieser äußerlich schutzbedürftigen, innerlich aber erstaunlich zähen Gattung – macht es nichts aus, drei- bis viermal pro Nacht das warme Nest zu verlassen, um die brüllenden Jungen mit Nahrung zu versorgen. Ein Mutti ödet es nicht an, täglich den immergleichen Brei zu bereiten und den immergleichen Spielplatz mit den immergleichen Mit-Muttis aufzusuchen und dort die immergleichen Gespräche zu führen.

Wer sich als Artfremder mit uns Muttis unterhalten will, fühlt sich binnen kurzem außen vor.Haben wir Muttis doch eine Art Geheim-Code entwickelt, mit dem wir uns mühelos untereinander verständigen: Da wimmelt es plötzlich von Worten wie Strampelpeterfixies, Paidi, Peaudoux oder Osh-Kosh, es gibt Duplos, den Snuggli, den Schniedelwutz oder den Pipi-Mann, die Tut-tut-Bahn, das Tatü-Tata und das Hoppe-Hoppe; da schwirren so exotische Begriffe durch die Luft wie “Apgar-Test”, “Phimose”, “Ur-Vertrauen”, “rechtsdrehender Joghurt” oder “Drei-Monats-Koliken” … Kurz: Besonders Jung-Muttis, die sich in ihrem früheren Dasein als Frau profiliert haben, indem sie ihr Abi mit “Eins” und ihr Examen mit “cum laude” gemacht haben, machen in der Regel eine seltsame intellektuelle Regression durch. Wie alle Muttis dieser Welt verfallen sie in eine Art frühkindlicher Stammel-Sprache, deren Hauptbestandteil das Diminutiv ist (“Will Dodolein jetzt Heia-Heia machen? Aber erst kriegt Dodolein noch ein Küssilein . . .”).

Die Mutti-Metamorphose ist in allen Bereichen des täglichen Lebens spürbar. Statt “Die Liebe in den Zeiten der Cholera” liest das Mutti jetzt “Die Häschenschule”, statt raffiniertem “Kaninchen in Senf-Sauce” bereitet es gesunden, salzlosen Blumenkohl, statt zu “Cabaret” geht es ins Kindertheater zu “Peterchens Mondfahrt”. Und beim Shopping halten wir Muttis nicht etwa nach einem getupften Ballon-Rock für uns, sondern nach einer strapazierfähigen Latzhose für das Jüngste Ausschau, genügsam, wie wir nun mal sind.

Am verblüffendsten aber ist die optische Verwandlung der Muttis. Knallenge Calvin-Klein-Jeans, spitzenbesetzte BH’s unter schimmernden Seidenblusen, verführerische Stöckel oder ausgeflippte 50er-Jahre-Klamotten – alles passé. Das Mutti, ewig mit Brei bekleckert und ewig in Zeitnot, hat sein farbenfrohes Kleid abgelegt, mit dem es einst Vati zur Balz aufforderte. Bequeme Jeans, Turnschuhe, ein weites Sweatshirt – so etwa sieht der Einheits-Look des mitteleuropäischen Mutti-Tiers aus. Verhaltensforscher sprechen inzwischen schon von einem deutlich ausgeprägten “Mimikry-Effekt”: Je grauer und eintöniger der Alltag des Muttis zwischen Küche-Kacke-Kindergarten ist, desto grauer und einfallsloser kleidet es sich.

Und Vati?Vati, der all das gewollt und verursacht hat? Vati schmollt. Er fühlt sich, zumindest im ersten Jahr, um all das betrogen, was ihm bis dahin lieb und teuer war: seine ungestörte Nachtruhe. Sein geregeltes Sexualleben. Seine spontanen, ausgedehnten Kneipen-Touren. Seine saubere, untadelig aufgeräumte Wohnung. Seine stets perfekt angezogene Vorzeige-Frau. Seine Vorrangstellung im Herzen derselben. Statt dessen sitzt er da mit diesem völlig fremden Wesen, dem Mutti, und leidet unter dem sogenannten “Baby-Schock” – Symptom: nächtliche Schweißausbrüche bei der ersten lautstarken Unmutsäußerung des Babys, ein heftiges, langanhaltendes Gefühl der Unzulänglichkeit dem Mutti gegenüber (“Was, zum Teufel, ist ‘teiladaptierte Milch’ …?”) und des Ausgeliefertseins, das oft klaustrophobische Züge annimmt (“Hier komm’ ich nie mehr raus, das geht jetzt zwanzig Jahre lang so weiter …”), nie gekannte seelische Wechselbäder von unbändigem Stolz bis zur ohnmächtigen Wut.

Unter dieser Schockeinwirkung – also im Stadium der Unzurechnungsfähigkeit – erliegen manche Väter gern der nächstbesten Versuchung, deren Name “Weib” ist, und trennen sich vom Mutti. Doch es nützt alles nichts. An einem x-beliebigen Mittwoch, um 13.34 Uhr, ist es mal wieder soweit: ein zarter Schrei – und aus einer “Frau” wird ein “Mutti” . . .

Quelle: http://www.brigitte.de/liebe-sex/kinder-familie/das-mutti-568027/

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„Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts.“  Simone de Beauvoir

Einen schönen zweiten Sonntag im Mai wünsche ich.

Der Herr Rilke und die Dinge

Ohne Licht ist alles nichts

Das Küchendrama hat ein Ende.
JETZT kann ich wieder in anderen Dingen finden!

R(h)apsody in Yellow

rhapsody
R(h)apsody

Die Autobahnen auszulassen, hatte ich dem Navi aufgetragen. Meine große Kamera ließ ich daheim. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass mich nach diesen stressigen Wochen die Lust hätte ereilen können, (mir) ein Bild machen zu wollen.

Es kam, wie es kommen musste. Gelb, Gelb, Gelb…..

So hielten halt Handy- und Kompaktkamera her. 🙂

Einen angenehmen Abend wünsche ich.

TAKK from Árstíðir :-)

dankeschönvonarstidir
Thanx Árstíðir for that lovely kind of  TAKK!!!!

 

If somebody wants to know, what they sent this for   .-)   https://ullakeienburg.wordpress.com/2014/04/26/a-song-for-me/

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Bank (32) (9) – Draw the Line

Hej, Hej…. Da werden die Titel gleich mitgeliefert! Ich hätte es mir auch denken können. 🙂 Kenne ich doch Kathrin nicht anders als vorwiegend „schräg“ denkend, verbindend, transferleistend. So viele Ideen wie sie muss Mensch erst mal haben. Auch zu ihr fällt mir das Zitat von Herta Müller ein: „Ich habe mir nie vorgenommen, zu schreiben. Ich habe damit angefangen, als ich mir nicht anders zu helfen wusste.“  Zumindest mir tief aus der Seele gesprochen.

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Muschelbank

Die Muschelbank erinnert mich an die Ufer eines Flusses,  auf dem ich bald bis in den Süden der Ukraine reisen darf. An einem solchen Platz möchte ich mich niederlassen, um enTlich 🙂 das Buch „Lepleja“ von ihr zu lesen.  „Eine existenzphilosophische Phantastik. Ein rund 600 Seiten starker Science Fiction Roman. Eine universelle Liebesgeschichte. Der Ort, an dem das entsteht, was wir »Jetzt« nennen.“ Ich laufe also Gefahr, dass gegen Ende der Lektüre nur ein Zettel da liegt, auf dem steht: „Bank“. Wenn ich dann von dem kippe, falle ich nicht so tief! 🙂

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Samenbank

Als ich „Samenbank“ las, hatte ich keine Lust, mich hinzusetzen. Doch musste ich sofort an unsere unendlich erholsam bösen Threads denken, mit denen wir uns das eine oder andere auf der Seele Liegende von derselben phantasieren und schimpfen. Danke an Kathrin dafür .:-)

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Sandbank

Ganz versöhnlich stimmt mich, wenn ich Kathrin lausche. Singend, musizierend, von Klaus P. Rausch begleitet oder produziert. Dann wünschte ich mir, diese Bank stünde unter der Brücke! Unter der Brücke, unter der sie mit ihrer Zaubertinte eine Linie zieht oder ziehen lässt…. zwischen … ja, zwischen was eigentlich?????  Nein, das Universum kann es nicht sein. Dessen Bestandteil ist sie – nachweislich.

„Der Augenblick ist flüchtig, doch…. verknüpft mit einem Song wird er unsterblich.“

Den Text des Stückes konnte ich nicht genau ent“ziffern“: Ein kurzes Telefonat reichte! Doch werde ich mein Rätseln nicht entfernen! Fündig werden andere dann hier:

 

Was ich auch erst erfahren habe, nachdem ich das hier alles so „zusammen“ brachte: Das Album ist tatsächlich Teil des Buches!  Treffer! Freu!

 

Einladung:   Wer auch seine oder ihre Bank hier sehen möchte… siehe Bank (32)- Imagine

Beobachtete Bewegung – Bewegte Beobachtung – Grundsätzliche Überlegungen

28.4.2014

In den letzten Tagen habe ich mich häufiger zu Themen „Erziehung, Pädagogische Arbeit im Kontext Inklusion, etc.“ geäußert.

Aus diesem Anlass werde ich diesen Beitrag noch mal „nach vorn“ holen, um ihn  „durch mich (hindurch)“ noch mal „nach außen“ zu bringen.

 

 

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7.3.2011

Die Diskussionen um Bildung bleiben bewegt. Kaum wieder am Schreibtisch, erinnere ich mich an einen Text, der nicht erst einmal publiziert wurde. Es scheint Erkenntnisse zu geben, die relativ unabhängig von der Zeit sind.

Beobachtete Bewegung – bewegte Beobachtung

Ulla Keienburg

Wenn Tränen tropfen, glauben wir, ein Mensch sei traurig. Das stimmt, statistisch gesehen, sicherlich auch. Doch haben wir diesen Menschen gefragt? Oder haben wir in unseren Biografien gelernt, etwas anzunehmen und auf der Basis dieser Annahmen zu (re-)agieren? „Ich habe gedacht, du hättest gedacht, ich hätte gedacht…Und deshalb habe ich….“  Wie oft verlieren wir uns in Erklärungen!

Wer hat heute den Mut, hinzuschauen? Was könnten wir alles entdecken, Großes, Kleines, Wichtiges, wenn wir uns die Zeit nähmen, hinzuschauen, hinzuhören, hinzufühlen, zu fragen?

Kinder haben uns gegenüber einen riesigen Vorteil. Sie lernen viel schneller, sie verarbeiten zügiger, sie sind aufmerksamer, mutiger, neugieriger – wenn wir Großen sie lassen. Die Natur hat sich schon etwas dabei gedacht, wenn sie den Kindern in den ersten vier Jahren abverlangt – und gleichzeitig die psychischen und hirnphysiologischen Voraussetzungen dafür geschaffen hat –, so schnell und so viel wie möglich zu lernen, unter welchen Bedingungen auch immer.

Die Hirnforschung verifizierte in den letzten Jahren mit viel Aufwand, was Freud und Kollegen längst als Grundlage ihrer Betrachtung des Menschen und des Umgangs mit ihm verstanden. Die ersten Jahre sind die entscheidenden. Nun bekommen Psychoanalyse und Entwicklungspsychologie endlich die Wertschätzung, die sie schon lange verdient haben. Vertreterinnen und Vertreter dieser Disziplinen hatten bereits gewagt, „mindestens eine halbe Stunde am Tag das Gegenteil von dem zu denken, als das, was in der Wissenschaft als gesichert gilt“, um Albert Einstein zu zitieren. Sie hatten gewagt, hinzuschauen, haben viele Menschen beobachtet, haben das ausführlich getan, haben sich davon bewegen lassen, haben erkannt und tun das heute ebenso.

Kinder lernen anders, schneller und mehr als wir Erwachsenen. Sie sind die Meister ihrer Lernprozesse, solange sie in Beziehung zu sich, zu den Menschen, zu den Dingen und zur Natur sind. Dann können sie nichts anderes als lernen. Nicht lernen geht nicht.

So haben Kinder seit Olims Zeiten gelernt, was sie sollen, nicht unbedingt was sie wollen und hätten lernen können. Normen entstanden. Keiner weiß so recht, wie. Naturverhältnisse, Kulturen, Traditionen, politische Verhältnisse und ihnen entsprechende Menschenbilder waren es, die diese Normen beeinflussten.

Im vorletzten Jahrhundert bereits hatten Fröbel und Pestalozzi dafür plädiert, Kinder als aktive Mitgestalter ihrer Lernprozesse zu sehen, hatten erkannt, dass Kinder alles, was man ihnen beibringt, nicht mehr selbst lernen können. Später wurden Inhalte, Bewegungsformen, Regeln, Zeiten und Ziele festgelegt, aus denen fast jeder herausfallen muss, weil kaum ein lebendiger Mensch hineinpasst.

Angst vor Eigenständigkeit und Überraschendem hat Menschen im Bereich der Bildung und Betreuung verführt, zu regulierenden Maßnahmen zu greifen, anstatt die Lernprozesse, die Kinder durchlaufen, zu achten und sie zu steuern, indem sie Umwelten der Kinder zu Lernumwelten werden lassen. Andererseits: Der Mensch ist in seinem Berufsalltag einem hohen Maß an Fremdbestimmung ausgeliefert. Wie soll er, eingedenk dessen, gegenüber emotionalen und unkonventionellen Lernprozessen von Kindern offen sein?

Grundannahmen über Kinder

Die Psychomotorik z.B. geht davon aus, dass jeder Mensch sich jede Erfahrung merkt, dass sich jede Erfahrung in den Bewegungen niederschlägt, dass man selbst in späten Jahren zum Beispiel noch den Schmerz fühlt, den ein aufgeschlagenes Knie verursachte, eine Ohrfeige oder ein verschlucktes Apfelstück. Aber auch ein Streicheln, einen Gute-Nacht-Kuss. Der Körper speichert jede Erfahrung psychischer und physischer Natur.

Die Bewegung ist das Erste und Wichtigste, das Kinder entwickeln. In ihren ersten Lebensjahren lernen sie, den Kopf zu heben, sich abzustützen und aufzusetzen, zu greifen, zu sitzen, zu krabbeln, zu laufen. Zu essen und zu trinken. Jeder Entwicklungsschritt geschieht, weil sie etwas erreichen wollen.

Häufig werden die Kleinen hingesetzt, bevor sie sich aufsetzen können. Sie werden aufrecht durch die Weltgeschichte getragen, bevor sie sich selbst aufrichten können. Sie werden aufgestellt, ohne dass sie eine Motivation oder gar die körperlichen Voraussetzungen haben, sich an etwas hochzuziehen, geschweige denn die psychische Stabilität, die Eindrücke zu verarbeiten, die sie nun empfangen.

Jede körperliche Entwicklungsphase ist gekoppelt an die psychische und intellektuelle Entwicklung. Kinder, die nicht die Chance hatten, sich ausgiebig zu bewegen, selbst zu entdecken, wie man sich hinsetzt, läuft, krabbelt, haben nachweislich später Schwierigkeiten mit der Sprach- und Zahlenwelt. Wem zuliebe also setzen wir die Kinder hin, beschleunigen via Krankengymnastik die Bewegungsentwicklung?

Kinder brauchen ihre Zeit. „Entwicklungsrückstände“, also eine defizitäre Betrachtung und Bewertung der kindlichen Entwicklung, sind Grund für die endlosen „Reparatur“-Maßnahmen, die es niemand anderem als den Erwachsenen ermöglichen sollen, die Eigenwilligkeit der Kinder leichter auszuhalten. Erst müssen die Kinder den Erwachsenen zuliebe stehen, bevor sie sich selbst hinstellen können, und dann müssen sie zur Therapie, weil ihnen Entwicklungsschritte wie Krabbeln oder Aufrichten fehlen, was sich womöglich auf die Sprachentwicklung oder die feinmotorischen Fähigkeiten auswirkt. Immer öfter müssen sie etwas tun, das ihrer natürlichen Entwicklung nicht entspricht. Eine gemeine Falle…

Grundlegende Kenntnisse über die körperliche und seelische Entwicklung der Kinder sollten verpflichtend sein für Menschen, die mit Kindern arbeiten.

Grundannahmen über Menschen, die mit Kindern arbeiten

Menschen, die mit Kindern arbeiten, müssen sich selbst begegnen, um zu einer befriedigenden Bewältigung ihres (Arbeits-)Alltags zu gelangen. Da sie dies aufgrund eines hohen Maßes an Fremdbestimmung nicht gewohnt sind und es, verschiedener Ängste wegen, nicht von sich aus tun, muss einer solchen Begegnung mit sich selbst ein hohes Maß an Versorgung vorausgehen.

Erzieherinnen und Erzieher, Pädagoginnen und Pädagogen haben ihren Beruf und den entsprechenden Arbeitsbereich aufgrund ihrer persönlichen Geschichte gewählt. Wenn auch zunächst vielleicht unbewusst, streben sie damit eine Begegnung mit ihrer eigenen Person an.

Über die grundlegenden emotionalen und fachlichen Fähigkeiten, um diese Begegnung zu vollziehen und sie für sich, im Team und für die Arbeit mit den Kindern und deren Eltern zu nutzen, verfügen sie. Deshalb verstehen wir eine Arbeitsweise wie zum Beispiel in diesem Workshop als „Verständigungsangebot an als zumindest potentiell kompetent und aktiv gedachte Persönlichkeiten“[1]. Daraus rekrutieren sich auch die Kompetenzen, die wir den Menschen, die in dem wichtigen Bereich der frühkindlichen Förderung tätig sind, zutrauen und abfordern. Sie kennen den Katalog der Kompetenzen aus den Zielen der frühkindlichen Förderung für Kinder:

  • Wahrnehmungskompetenzen
  • Bewegungskompetenzen
  • emotionale Kompetenzen
  • soziale Kompetenzen

Die genannten Kompetenzen beziehen sich jedoch nicht ausschließlich auf abprüfbare Fähigkeiten der Kinder. Jeder beobachtende Mensch, insbesondere in Lernkontexten, sollte sie auch bei sich selbst überprüfen, verifizieren und erweitern.

Dazu schlage ich folgende Fragen vor:

  • Welche Grundhaltungen bewegen mich, treiben mich an?
  • Kann ich die Unterschiedlichkeit der Menschen wirklich akzeptieren?
  • Nach welchen Vorgaben wurde ich selbst erzogen?
  • Was rührt der Blick, insbesondere der längere und zielgerichtete, auf das mir anvertraute Kind in mir selbst an?
  • Definiere ich mich über die Erfolge, die ein Kind dank meiner „Förderarbeit“ erbringt?
  • Wie nah bin ich damit dem Bild der Mutter, die das „gelungene“ Kind für ihre „Leistung“ und das „gestörte“ Kind für ihr „Versagen“ hält?
  • Welchen Druck erzeugt es bei mir, Kinder fördern zu sollen?
  • Wozu will ich Kinder „fördern“?
  • Wonach halte ich Ausschau, wenn ich ein Kind beobachte?
  • Welche Ressourcen entdecke ich, welche bleiben mir vielleicht verborgen?
  • Was verstellt möglicherweise meinen Blick?
  • Wie viel mehr achte ich auf Probleme als auf Lösungen?
  • Wie bedeutet für mich Elternarbeit? Arbeit mit Eltern? Bearbeitung von Eltern? Gar eine Last, eine Störung, Kontrolle? Oder Hilfe, Partnerschaft?
  • Wie weit ist der Beruf der Erzieherin für mich ein Kompromiss zwischen halbmännlichem Karrierewunsch und exklusiver Mutterschaft? Immerhin liegt das Erzieherinnendasein so dicht am „Mutterarbeitsbereich Liebe“, dass die Tätigkeit inklusive der relativ geringen Bezahlung am unteren Ende des pädagogisch-professionellen Bereichs rangiert.
  • Gestehe ich mir Ängste, Inkompetenz, Unsicherheit zu und (wie) äußere ich diese?
  • Die Bildungsvereinbarungen verpflichten mich plötzlich zur Beobachtung und Dokumentation von kindlichen Lernprozessen. Kann ich überhaupt beobachten, ohne selbst beteiligt zu sein?

Grundannahmen zur Beobachtung

„Dabei geht es zunächst darum, das, was uns bewegt, zuzulassen und bewusst zu beschreiben. Dadurch sind wir eng mit dem Geschehen verbunden; wir spüren, wenn uns das Verhalten eines Kindes berührt, eine ganz persönliche Nähe zu den Ereignissen. Wir werden an unsere Kindheit erinnert, Ereignisse, die wir schon vergessen haben, werden neu belebt, aber auch Lebensprobleme, die uns im Alltag bewegen, tauchen gleichsam in der Beobachtungssituation auf und beschäftigen (bewegen) uns: Wir nehmen Ähnlichkeiten zwischen unserer und der Situation des beobachteten Kindes wahr und merken, dass das Geschehen auch mit uns etwas zu tun hat. Dieser Blick kann uns den Blick auf die Struktur der Entwicklung des Kindes versperren. … Wir sind keine Apparate, die seelenlos, unbeteiligt, ,objektiv΄ registrieren, was ist. Wir sind immer beteiligt, das heißt, Teile des Prozesses.“[2]

Was bedeutet das für uns?

  • Dass wir unser pädagogisches Verhalten und unsere Rolle regelmäßig überdenken.
  • Dass wir den Mut haben sollten, die Ereignisse auch aus der Perspektive der Kinder, Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu betrachten.
  • Dass wir uns als Lernende verstehen.
  • Dass wir uns als Begleiterinnen und Begleiter der Kinder verstehen.
  • Dass wir uns die Frage stellen, was uns persönlich im schlimmsten und im besten Falle passiert, wenn wir unsere Haltung auf diese Weise verändern.
  • Dass wir unser Handeln jederzeit auch in Frage stellen.

Mütter, Väter, Erzieherinnen, Erzieher und andere Erwachsene schaffen ein förderliches Umfeld für Kinder, wenn sie selbst in den Spiegel schauen, ihre eigenen Begrenzungen, Chancen und Fähigkeiten erkennen und zunehmend unabhängiger davon die Potenziale der Kinder wahrnehmen, ihnen also mehr Raum, Zeit und Gelegenheit für selbsttätige Erfahrungen schaffen und lassen.

Aufgabe der Erwachsenen ist es, gesellschaftliche Vereinbarungen zu kennen und sie verantwortlich als Ziel und Rahmen anzusehen. Wenn Erwachsene sich als Lernende verstehen und mit Kindern dem Bedürfnis nachgehen, sich zu entwickeln, steht  Bildung tatsächlich nichts im Wege.

In dem rasanten Tempo, in dem Wissen veraltet, ist Bildung die wichtigste Grundlage, um Strategien zu entwickeln, mit denen der Mensch, ob klein oder groß, sich neues und notwendiges Wissen aneignen kann. Wir als Erwachsene haben die Aufgabe, uns selbstverständlich als Vorbild zu verhalten. Das sollte beinhalten, dass wir uns als Lernende zeigen, dass wir akzeptieren, dass nicht alles gelingt, dass wir warten, wenn es sich lohnt, dass wir uns ein Bewusstsein über unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten, Chancen, Wünsche und Begrenzungen verschaffen.

Grundannahmen zur Selbstbeobachtung

Wie habe ich mich selbst bei der Beobachtung erlebt?

  • Was fühle ich?
  • Was denke ich?
  • Was halte ich für gefährlich? Ist es das wirklich? Woher weiß ich das?
  • Um was geht es eigentlich?

Die Selbstbeobachtung ist die wichtigste Erfahrung und ein unverzichtbares Instrument in der Arbeit mit Kindern, insbesondere mit ganz kleinen Kindern.

Niemand hat diese Forderung in seiner Ausbildung zur Pädagogin, zum Pädagogen – welcher Kategorie auch immer – angetragen bekommen. Erst der therapeutische Bereich hat als notwendig erachtet, die eigene Biografie als Grundlage für die Struktur der eigenen Handlungs- und Denkweisen und die Berufswahl zu erachten und sie entsprechend zu reflektieren. Erst durch den Bereich der therapeutischen Arbeit sind das Bedürfnis und die Notwendigkeit, sich zu entwickeln, identifiziert worden. Die Tradition der Supervision hat sich daraus entwickelt. Leider wurde sie lange zum Zweck der Intervention genutzt und wird erst gewährt, wenn intern unlösbare Probleme in Einrichtungen und bei Trägern auftauchten.

Doch heute verfügen wenige einzelne Menschen in den Einrichtungen über entsprechende Ausbildungen und lassen ihre (Er-)Kenntnisse in ihre Arbeit einfließen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Instrumente, die zunächst zur eher unbeteiligten Beobachtung von Kindern und deren Lernprozessen gedacht waren, auch als Selbstbeobachtungsinstrumente einsetzen. Bildungs- und Lerngeschichten zum Beispiel kann jedes Team, jede Erzieherin und jeder Erzieher für sich als Spiegel benutzen. Teamspiele wurden entwickelt, die zur Reflexion der Stimmung in den Teams dienen. Mitarbeiterbesprechungen werden genutzt, um einander zu spiegeln.

Eines ist sicher: Die Kinder sind mit ihrem sichtbaren Verhalten Spiegel der Stimmung und Haltung in den Einrichtungen, Spiegel der Beziehungen zwischen den Erzieherinnen und Eltern, und sie sind ein Spiegel der inneren Haltung ihnen gegenüber. Wenn wir das akzeptieren, bleibt uns nur, Antworten auf die immer wiederkehrenden Fragen zu finden:

  • Warum sehe ich, was ich sehe, und wozu sehe ich es so, wie ich es sehe?
  • Warum rege ich mich auf?
  • Warum und wozu bewegt mich das Erkannte?

Wir werden schnell hinter alte Setzungen kommen, schnell auf die Werte, die uns, vielfach unbewusst, regieren. Umwege erhöhen die Ortskenntnis.

Die uns anvertrauten Kinder zeigen deutlich, welchen Interessen sie gerade nachgehen.

Unsere Aufgabe ist es, ihre Handlungslogik zu entschlüsseln. Nur dann können wir sie begleiten und Prozesse steuern mit dem Blick auf das Ziel. Wenn wir diese Aufforderung ernst nehmen, sollten sich bald unsere Angebote an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder und der jeweiligen Situation orientieren.

Literatur:

Dorothee Eichendorf und Ulla Keienburg „Beobachtete Bewegung – bewegte Beobachtung“ in: Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) „Guck mal“, ©Verlag Bertelsmann Stiftung , Gütersloh 2005, S.124 – 136

Westphal, Erich: Bewegen als Lebensweise. Unveröffentlichtes MS Universität Oldenburg, 1989

Keienburg, Ulla: „Dass ich mich habe, darauf wäre ich nie gekommen“. Zeitschrift für Humanistische Psychologie, Heft 2/1998, 61 ff


[1] Funke, J. Zit in. Keienburg, U.: „Dass ich mich habe, darauf wäre ich nie gekommen“. Zeitschrift für Humanistische Psychologie, Heft 2/1998

[2] Westphal, E. Zit. in: Keienburg, U.: „Dass ich mich habe, darauf wäre ich nie gekommen“. Zeitschrift für Humanistische Psychologie, Heft 2/1998

Bank (32) (7) – Sehnsucht…

…hat die Sonntagsleserin geweckt.
Sehnsucht nach Zeit und nach Orten und Gegenden, in denen wir uns überraschen lassen (können), in denen wir ausprobieren, wie es uns bekommt, wenn wir nicht wissen, was hinter der nächsten Ecke auf uns zukommt. Wo wir aus dem Staunen nicht mehr herauskommen und vor allem mit dem konfrontiert sind, dem wir zuhause am besten ausweichen (können): Uns selbst! In einer solchen Gegend wird plötzlich unsere „andere“ Neugier wach. Mich ereilen in Momenten wie diesen (wenn auch noch nicht in Neuseeland) neben vielem Anderen Demut und Dankbarkeit.

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„Die Bank steht in Neuseeland, war, als wir sie 2006 fanden, schon ein bisschen heruntergekommen, und das Wetter war auch nicht gerade Postkartenidylle. Aber ein wunderschöner Ort und wir hatten ZEIT und wussten noch nicht, wo wir abends sein würden. Alles entspannt, alles offen.“

Danke Anna!

Mich bringt es zu der Frage: Wie weit müssen wir reisen, um festzustellen, dass unser eigenes Paradies in (be)greifbarer Nähe ist? 🙂

 

Einladung:   Wer auch seine oder ihre Bank hier sehen möchte… siehe Bank (32)- Imagine