World Down Syndrome Day – 21.3.

Am 14.  März hat Saatchi  die Antwort auf eine Emailanfrage in diesen wunderbaren Beitrag zum WeltDown SyndromTag 2014 am 21.3.  verwandelt.

Unter dem Titel:  Empfehlung an eine zukünftige Mutter berichtete Timm Nudd dazu am 14. März

„Jeder hat das Recht, glücklich zu sein“

Eine schwangere Mutter schickte eine Email an  CoorDown, Italiens nationale Organisation für Menschen mit Down Syndrom. Die zukünftige Mutter hatte herausgefunden, dass ihr Kind diese genetische Besonderheit hat und ist nun ängstlich.

„Was  wird mein Kind für ein Leben haben?“ fragte sie.

Saatchi & Saatchi Italy nahmen diese Nachricht zum Anlass un als Ausgangspunkt für einen Beitrag zum WDSD, in dem 15 Menschen mit Down Syndrome  „FutureMom“ antworten,  um ihr  eine bessere Vorstellung von dem zu schaffen, was sie erwarten könnte – an Freude und an Herausforderungen – ,wenn ihr Sohn auf die Welt kommt.

Saatschi arbeitet nun das dritte Jahr für Coor Down. Deren letzten zwei Kampagnen gewannen 11 Löwen in Cannes für die Agentur.  Das diesjährige Thema des World Down Syndrome Days (21.3.)  ist das Recht auf Glück und Wohlgefühl für Menschen mit Down Syndrom.  Das Ziel ist, eine Kultur der Vielfalt und Integration in der Gesellschaft zu verbreiten – speziell in den Schulen und in der Wirtschaft.

„Everyone has the right to be happy,“ says the new spot’s on-screen tagline.

Via Osocio.

CREDITS
Client: CoorDown
Agency: Saatchi & Saatchi Italy
Executive Creative Director: Agostino Toscana
Creative Directors: Luca Lorenzini, Luca Pannese
Art Director: Luca Pannese
Copywriter: Luca Lorenzini
Director: Luca Lucini
Production Company: The Family Film
Agency Producer: Sabrina Sanfratello
Head of TV: Raffaella Scarpetti
Original Music: Alessandro Cristofori, Diego Perugini for Stabbiolo Music
Postproduction: XChanges Vfx
Color Grading: Band
Audio Postproduction: Top Digital; Cat Sound International
Voiceover: Pasquale Anselmo

Why I dance!

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Veröffentlicht am 18.04.2012

For a full list of credits, please see the end of the video. / Vous trouverez une liste complète des références au générique de la vidéo.

This video was created to support the goals of Ontario Dances. Ontario Dances is a program of the Ontario Arts Council (OAC).

In 2013, the Ontario Arts Council will celebrate 50 years of support to the hundreds of artists and arts organizations across the province. Among these are the dance organizations, dancers and choreographers who produce and create in Ontario. OAC support helps ensure that dance lovers throughout the province have access to their work.

The Ontario Arts Council would like to thank all of the performers who shared their passion for dancing in the making of this video.

Supermann statt Waschi Baschi

Supermann statt Waschi Baschi

Das Schweizer Projekt DER TEILZEITMANN unterstützt Männer dabei, Karriere und Familie zu vereinbaren, Teil 2 der Serie „Halbe-halbe“

„Männer, die Teilzeit arbeiten, sind so rar wie Bären in Schweizer Wäldern. Und wenn mal einer auftaucht, wird er zum Problemfall, wird verjagt oder abgeschossen“, schrieb vor zwei Jahren sarkastisch die Schweizer Frauenzeitschrift Annabell. Waschi-Baschi werden Männer, die sich mehr Zeit für ihre Kinder nehmen, in konservativen Schweizer Kreisen gern spöttisch genannt. In den Nachbarländern findet man nicht viel schmeichelndere Worte, „Papa Poule“ (Papa Glucke) zum Beispiel in Frankreich oder „Döppcheskicker“ im Kölschen Sprachgebrauch.

Michaela Schnhöft  hatte kürzlich ein längeres Gespräch mit einem jungen Geschäftsführer aus der Buchbranche, der ebenfalls befürchtete, für seine Kollegen zu einer Art Waschi-Baschi zu werden.

Das kann man doch keinem erzählen! LOB – Magazin


Danke an Claudia Groth, für die langen Gespräche, für die Offenheit und für die vielen gelassenen Momente, für klare Worte und eine Menge Herz

Danke an Nicole Beste-Fopma, dass sie dieses Interview inzwischen freigegeben und veröffentlicht hat. Viel zu lange habe ich das gar nicht mitbekommen. NUN aber:

Work-Life-Balance – Im Leben mit einem schwer behinderten Kind?

Als der Begriff „Work-Life-Balance“ aufkam, fühlte sich jeder angesprochen. Man half Managern beim Bügeln, Claudia GrothAngestellten bot man Sport, Ernährungstipps, vermittelte Wohnungen, bot Prophylaxe und Raucherentwöhnung in den Firmen an. Sogar Masseure tauchten in der Mittagspause auf. Haushaltshilfen, Fensterputzer, Reinigungen, der Pflegedienst, Betriebskitas: Was die organisatorischen Belange betraf, entpuppten sich Angebote wie diese als gewinnträchtige Dienstleistungen.

 

Was aber machen Mütter, die nicht „einfach nur“ Kinder haben, sondern ein schwerbehindertes Kind versorgen? Welche Chancen haben diese „pflegenden“ Mütter, sich dem Alltag erholsam zu entziehen, der ihnen die anstrengendste Arbeit beschert? Sie werden bescheiden oder kreativ!

Ulla Keienburg unterhielt sich über dieses sensible Thema mit Claudia Groth aus Berlin.

Was denken Sie, wenn Sie den Begriff „Work Life Balance“ hören?
Hm, wörtlich übersetzt heißt es: Gleichgewicht zwischen Arbeit und (Privat-)Leben. So einfach ist es aber leider nicht. Es gibt ja noch weitere Bedingungen, die eine Balance, und damit meine ich vor allem ein persönliches Wohlbefinden, ermöglichen. Mir fallen da z.B. noch Familie, Gesundheit oder soziale Sicherung ein. Und ein Zustand des Gleichgewichts lässt sich nicht nur aus eigener Kraft erreichen, sondern ist auch abhängig von äußeren Faktoren.

Aus welchen Gegebenheiten heraus denken Sie so?
Ich bin Mutter zweier Kinder, eines davon schwerstbehindert und pflegebedürftig. Da ist nicht viel mit „Work Life Balance“. Als Vorsitzende des Kinder Pflege Netzwerk e.V. kenne ich genügend Einzelschicksale, die mich diese Aussage so verallgemeinern lässt.

Wie stufen Sie Ihre persönliche Situation bezüglich „Work Life Balance“ ein?
Meine Tochter hat die Pflegestufe III. Über die anerkannten mehr als sechs Stunden Pflege täglich hinaus benötigt sie eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. An „Work“ im Sinne einer geregelten Arbeit zum Lebensunterhalt und „Life“ im Sinne von Erholung, sozialen Kontakten, Freizeit, Familie usw. ist nicht zu denken.
Die „Balance“ versuche ich nach meinen und den Möglichkeiten der Familie auf anderem Wege zu erreichen. Ich hatte mich die ersten neun Lebensjahre meiner Tochter von meinem erlernten Beruf freistellen lassen und ein Fernstudium abgeschlossen, um freischaffend berufliche Anerkennung und auch Freude zu finden. Freiberuflich deshalb, weil es mir nur mit höchstflexiblen Arbeitszeiten überhaupt möglich ist, meinen Kunden eine qualitativ gute Arbeit abzuliefern. Mittlerweile bin ich in meinen Beruf mit verkürzter Arbeitszeit zurückgekehrt, aber das ist schon „knackig“. Die Nachmittags-Betreuerinnen meiner Tochter sind fest eingeplant, damit ich die vereinbarte Arbeitszeit auch tatsächlich erfüllen kann. Und vom Arbeitgeber ist höchstes Entgegenkommen gefordert, denn irgendwas ist immer: ein Anruf aus der Schule, eine Betreuerin fällt kurzfristig aus, ein Behandlungstermin kann für meine Tochter nur zu einer bestimmten Tageszeit arrangiert werden …
Das weitere Leben wird ebenfalls bestimmt von der Versorgung insbesondere der Tochter, von Arzt- und Therapiebesuchen, Hilfsmittelversorgung – und viel, sehr viel Bürokratie. Das Leben meiner mit einer seltenen chronischen Erkrankung lebenden Tochter muss hier in Deutschland vor allem anderen erst einmal VERWALTET werden. Ein unbeteiligter Dritter kann sich kaum vorstellen, wie viel Lebenszeit es kostet, berechtigte Ansprüche einzufordern und durchzusetzen.
In meiner knappen freien Zeit engagiere ich mich ehrenamtlich im Verein. Das erfordert zwar viel Logistik, befriedigt aber ungemein und trägt so zu meinem persönlichen Gleichgewicht bei.

Was an Ihrer Situation halten Sie dank Ihres Erkenntnisstandes für änderbar?
Ich gehöre ja eher zu der Sorte Menschen, die sehen, was sie vorfinden und dann versuchen, das Beste daraus zu machen. Aber wenn ich mir etwas wünschen könnte, wären es vor allem flexiblere Arbeitszeitmodelle, eine Rentenprämie für pflegende Angehörige, aber auch gesellschaftliche Anerkennung für Pflegende und Mütter, Abbau der Bürokratie und eine Belebung des gesellschaftlichen Solidargedankens. Mit viel Idealismus und Änderungswillen wären die genannten Punkte auch erreichbar.

Was halten Sie für unabänderlich?
Unabänderlich ist in meinem Beispiel eigentlich nur die fehlende Gesundheit meines Kindes. Natürlich bin ich keine Träumerin. Ich sehe auch, dass die anderen Punkte – zumindest kurz- bis mittelfristig – nicht änderbar sein werden. Am ehesten ließen sich noch die Arbeitszeiten flexibilisieren. Das kann auch ein einzelnes Unternehmen für sich allein vorantreiben. Die anderen Themen unterliegen einfach zu vielen unterschiedlichen Interessen.

Was sind Sie bereit, unabhängig vom Staat, schon heute zu tun für die Zeit a) nach dem aktiven Erwerbsleben und b) wenn die Kinder aus dem Haus sind?
Falls ich bis dahin nicht komplett desillusioniert bin, werde ich mich sicher auch weiter ehrenamtlich engagieren und versuchen, die Gesellschaft nach meinen Möglichkeiten mit zu gestalten. Das „Elternsein“ endet ja nicht, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Bei unserer Tochter wird das „Sorgen“ nicht aufhören, nur weil sie in einer Einrichtung lebt. Im Moment fühlt es sich so an, als bestimmten ihre Bedürfnisse für immer mein Leben, unser Leben.

Was erwarten Sie von Ihrem Lebenspartner bezüglich der Kinder, und was erfüllt er davon?
Ich glaube, dass in einer Familienkonstellation wie unserer mit einem schwer kranken Kind eher wieder die alten Rollenbilder greifen. In den meisten Fällen, die ich kenne, übernimmt der Mann die Rolle des Ernährers, die Frau hütet Haus und Kinder. Ich bin unter der Woche allein, da mein Mann bundesweit in Kundenprojekten tätig ist. Ich erwarte von meinem Lebenspartner hauptsächlich die Übernahme der Vaterrolle für beide Kinder in der knappen Zeit, die er zu Hause ist. Bei unserem gesunden Sohn klappt das auch ganz gut. Bei unserer Tochter tut er sich schwerer, weil sie durch ihren Betreuungs- und Pflegebedarf natürlich ungleich mehr Zeit fordert als unser Sohn.
Die Rolle als mein Lebenspartner kommt dabei zugegebenermaßen zu kurz. Da haben wir noch nicht die richtige „Work Life Balance“ gefunden. Aber das lässt sich ja eventuell spätestens nachholen, wenn die Kinder aus dem Haus sind.

Was erwartet er von Ihnen?
Da haben wir nie drüber gesprochen. Jeder hat seine Rolle angenommen und versucht sie bestmöglich auszufüllen.

Sie haben die Rollen nie definiert. Woher stammt Ihrer Meinung nach das Rollenbild, das Sie beide bestmöglich auszufüllen versuchen?
Da sind wir beide Produkte unserer Erziehung und Sozialisation. Und das traditionelle Rollenbild meines Mannes und seiner Familie hat sich durchgesetzt. Letztlich war das Argument des Höherverdienenden ausschlaggebend. Da sind wir sicherlich kein Einzelfall.

Was erwarten Sie vom Staat?
An den Staat habe ich keine großen Erwartungen mehr. Es herrscht das Recht des Stärkeren – und des Informierten. Ich würde behaupten, mich ganz gut in diesem System zurechtzufinden. Daher ist mir um mich und meine Familie nicht bange. Aber um weniger informierte Eltern in ähnlicher Situation und unsere Gesellschaft ist mir bange.

Was erwarten Sie von der Kommune?
In der Kommune hat man noch eher die Chance, auf der menschlichen Ebene etwas zu erreichen oder zu verändern. Natürlich alles in unserem höchstbürokratisch deutschen Rahmen. Und wer mal mit unserem Sozialleistungssystem in Berührung gekommen ist, stellt fest, dass sich der Staat bewusst immer mehr aus seiner Steuerungs- und Gestaltungsfunktion herauszieht und damit die Schwächsten der Gesellschaft in die Obhut anderer übergibt, deren Motive für ihr Engagement nicht immer nur gute sind.

Was erwarten Sie von Ihrem Arbeitgeber und dem Ihres Mannes?
Von meinem Arbeitgeber wünsche ich mir noch mehr Bereitschaft, flexiblere Arbeitszeitmodelle zu entwickeln, die Telearbeit zu ermöglichen oder auch Arbeitnehmer/-innen eine sozialrechtliche Beratung anzubieten. Das Thema „Pflege“ wird allgemein mehr Berufstätige beschäftigen, wenn auch eher in dem Zusammenhang, dass deren Eltern pflege- und hilfsbedürftig werden. Vom Arbeitgeber meines Mannes erwarte ich eigentlich keine Reformen, da mein Mann diese ja gar nicht benötigt und daher auch nicht einfordern würde, weil ich ja den „Joker“ gezogen habe.

Was erwarten Sie von Ihrer Krankenkasse?
Von Krankenkassen sowie von öffentlichen Stellen erwarte ich, dass sie ihrer Auskunfts- und Informationspflicht nachkommen und Anträge mit Augenmaß und fair bearbeiten.

Was erwarten Sie von sich selbst?
Mehr Gelassenheit.

Was verschafft Ihnen denn Gelassenheit?
Oh, wenn ich das wüsste! Wenn meine Tochter einmal für ein paar Tage in der Kurzzeitpflege ist, stelle ich fest, dass mein Zustand schon ein viel gelassenerer ist. Das ist allerdings sehr abhängig von der Betreuungsqualität der Einrichtung und der Haltung, die meinem Kind und uns als Eltern und Familie entgegen gebracht wird. Und da gibt es große Unterschiede. Ich selbst habe das Gefühl, dass eher äußere Umstände zu meiner Gelassenheit beitragen könnten. Da wird´s mit der Gestaltung dann schon schwierig.

Wenn Sie gelassener wären: Was wäre anders?
Die Herausforderungen, die das Leben bereithält, wären dann nicht so dramatisch. Und ich wäre eher „bei mir“. Durch die Pflege und Betreuung meiner Tochter führe ich ja in der Regel ein Leben für zwei. Da verliere ich mich selbst schon mal leicht aus den Augen.

Was hat sich Ihres Erachtens für wen am meisten verändert, seit Ihre Tochter auf der Welt ist?
Für mich hat sich alles verändert. Mein kompletter Lebensweg hat eine Wendung genommen, die er sonst nie genommen hätte. Nicht, dass wir uns da falsch verstehen! Ich bin sehr dankbar für meine Tochter und für die Chancen, die sich dadurch für mich eröffnet haben. Ich hätte z.B. kein zweites Studium absolviert, würde mich wahrscheinlich bis zum heutigen Tage nicht ehrenamtlich engagieren, hätte viele interessante und vor allem starke Menschen nicht kennengelernt und nicht dieselben Kompetenzen erworben, die ich jetzt habe. Aber unsere Tochter verlangt eine ungleich höhere Verantwortung und auch persönliche Einschränkung von mir als ein gesundes Kind. Bei ihr geht es mitunter täglich um lebenswichtige Entscheidungen. Zeit ist so kostbar! Und ich bin beruflich sehr eingeschränkt. Sie ist für mich also zum lebensbestimmenden Faktor geworden, im positiven wie im negativen Sinne.
Unser Sohn hat im Alter von drei Jahren eine sehr besondere Schwester bekommen. Er ist ernster, selbstständiger und vernünftiger als andere Kinder in seinem Alter, hat einen ganz wunderbaren Humor und ist sehr selbstbewusst. Er kann sein Leben weitestgehend so leben wie er es auch mit einer gesunden Schwester hätte leben können, da ich versuche, ihn weitestgehend von einer Verantwortung für seine Schwester zu entbinden. Ich bin sehr stolz auf ihn.

Für meinen Mann hat sich verändert, dass ich als seine Lebenspartnerin weitestgehend ausfalle. Beruflich ist er seinen Weg gegangen und geht ihn weiter. Privat wuppe ich auch den restlichen Laden, da er nur an den Wochenenden da ist.

Wieso klingen Ihre Aussagen so unglaublich moderat? Wieso wirkt alles so aushaltbar oder machbar?
Da sagen Sie was. Das, was wirklich abgeht, kann man niemandem erzählen. Oft denke ich: Wenn ich die Umwelt mit der vollen Wahrheit konfrontieren würde, wären alle total überfordert, weil die sich das gar nicht vorstellen können – und ich selbst stehe als hysterische Zicke da. Das liegt so außerhalb der Phantasie der Menschen, die die Situation nicht nachvollziehen können. Zu oft werden wir, und ich darf aufgrund der Erfahrungen im Kinderpflegenetzwerk von WIR sprechen – verletzt, gedemütigt und durch Ignoranz oder Formalia gekränkt. Deshalb erwarten wir auch nicht viel.

Wie ist es denn im Kreise der betroffenen Familien?
Was mir lange nicht klar war: Es gibt eine Hierarchie der Behinderungen. Die schwerstmehrfachbehinderten Menschen kommen dabei am schlechtesten weg. Die Gesetzeslage fördert das leider auch noch. Was ich z.B. nie erwartet hätte: Unter Müttern behinderter Kinder gibt es eine fast komisch anmutende Konkurrenz. Während sich andere Mütter auf dem Spielplatz, in Pekip-Gruppen oder im Gebärdensprachkurs für Untereinjährige gegenseitig über die Erfolge der Kinder definieren, spielen die Mütter behinderter Kinder oft das Spiel: „Wem geht es schlechter?“ Und einige versuchen dann noch, so zu tun, als wenn sie das alles viel besser schaffen als man selbst. Das ist ermüdend.

Was ist Ihr Traum?
Mein ganz persönlicher Traum ist eine Art Kinderhotel, in das Eltern ihre pflegebedürftigen, aber auch gesunden Kinder für eine kurze Zeit von ein paar Tagen oder einigen Wochen geben könnten. Wenn ich z.B. wegen einer Krankheit oder eines Unfalls ausfallen würde, hätte ich keinen Ort, an dem ich meine Kinder unter der Woche gut versorgt wüsste. Zumindest, was unsere Tochter betrifft, können die Großeltern keine Versorgung leisten, die über ein paar Stunden hinausgeht. Mit dem richtigen Betreuungskonzept könnte mir so eine Einrichtung helfen, etwas gelassener durchs Leben zu gehen.

Was täten Sie am liebsten JETZT?
Meine Rolle einmal für ein paar Wochen an den Nagel hängen , auf eine einsame Insel entschwinden und mit mir Urlaub machen. Und diesen Zustand dann so lange wie möglich in den normalen Alltag hinüber retten.

Vielen Dank für das Gespräch.

LOB Magazin

LOB-Magazin.de – Beruf, Familie, Pflege – Für berufstätige Mütter und Väter – Das kann man doch keinem erzählen!

Kontrastprogramm à la Moskau

Da war dieser Frauentag. Dieser 8. März. An dem ich auf ein wenig Sonne wartete. Am Nachmittag wenigstens. Grauhimmelbeschäftigung: Gegenüber weht seit fünf Tagen eine Plastiktüte im noch winterlichen Baumwipfel. Immer wieder wollte ich die Kamera in die Hand nehmen und es festhalten. Heute habe ich es mir gegönnt. Fotos aber waren – ob des schillernden Graus – nicht aussagekräftig, befand ich. Ich filmte. Und während ich dem Rhythmus der Tütenbewegung folgte kam mir der Beat der Musik von Arstidir mal wieder in den Sinn.

Um sieben Uhr am Abend dann, die Sonne war wohl schon, noch unter grau, hinter den Häuserreihen verschwunden. Der Himmel war dann wolkenfrei. Und noch leicht blau.
Also: nichts wie vor die Tür. Im Brauhaus gab es dann BUNT: An Frauen, Zigarettenschachteln, Früchten und Getränken. Nicht zu vergessen: Handycover!

colourfulevening

8. März in Russland: Was Frauen wollen

Ich bin ja noch selten in meinem Leben an dem letzten Arbeitstag vor dem 8.März in Moskau durch die Straßen gelaufen. KEINE Frau ohne Blumen in der Hand! In der deutschen Presse fand ich heute online auch Artikel wie: „Wir lieben Floristik!“ Über den unsäglichen ZEIT Artikel „Was will das Weib?“ lasse ich mich lieber nicht aus. Es wird Zeit, keine Zeit mehr zu verschwenden, um die ZEIT zu solchen Themen zu „konsultieren“.
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Meine Russischlehrerin erzählte mir, dass ansich die russischen Frauen, die am 08.03.1917 zu Tausenden in St. Petersburg gegen Krieg und Hunger protestierten, die eigentlichen Revolutionärinnen des Landes waren.
Der Russische Frauentag, gefeiert am 8. März, hat nichts mehr mit einem Kampf um Gleichberechtigung, Arbeits- und Wahlrechte zu tun.
Der Weltfrauentag wird in Russland seit 1913 gefeiert. Als durch die Oktoberevolution 1917 laut Bolschewisten alle gleichberechtigt waren, „mussten“ die Frauen hier nicht mehr um Rechte aller Art kämpfen. Höre ich die eine oder andere Frau hier argumentieren, empfinden sie diese heute mitunter als Pflichten. rose 3
So entwickelte sich in Russland der urspünglich als Frauen-Kampftag gedachte 8.März zum arbeitsfreien Nationalfeiertag, einer Mischung aus Valentins- und Muttertag. Mit vielen Blumen und Liebeserklärungen stimmt frau sich hier auf den Frühling ein. Überall: In Büros, Schulen, Familien und natürlich auch unter vier Augen. Jungen überraschen ihre Mutter, Oma, Mitschülerin, und Männer ihre Ehefrau, Tochter, Arbeitskolleginnen mit einer Aufmerksamkeit. Blumen, immer nur in ungerader Zahl verschenkt, sind Pflicht. Wer nicht im Fettnapf stehen will, schenkt sie in weiß oder rot. Ansonsten lieben russische Frauen Parfum, Schmuck, Pralinen….. offensichtlich ändert sich daran laut Umfragen der letzten Jahre nichts.
Mastercard hat mal erhoben, was der russsische Mann trotz Finanzkrise so an Geld ausgibt, um die Frauen um sich herum zu beglücken. Der Moskauer zückte 2009 durchschnittlich um die 120 €, der St. Petersburger ungefähr 109 €.

Den Herren in Festanstellung wird hier nahegelegt, bitte für den letzten Arbeitstag vor diesem legendären Frauentag alle Damen in seinem Department zu bedenken. Die Gefahr, ansonsten in Ungnade zu verfallen, scheint groß. 🙂
Ja, in  Moskau erwarten die Damen eine Menge Tand und die Geschäftsleute freuen sich ein Loch in den Bauch und über volle Kassen.
Da dieser Tag in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, wird der arbeitsfreie Tag am Montag dafür spendiert. Hier gibt es keine arbeitsgeberfreundlichen Feiertage. Fällt hier ein Feiertag auf einen Samstag oder einen Sonntag, wird der freie Tag in der folgenden oder in der laufenden Woche gewährt. Tja, so geht das auch. 🙂

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Was auch immer Ihr feiert oder feiern wollt!

Alles Gute zum 8. März, liebe Frauen!

 

Ein letzter Fund…..

Der ein oder andere Mensch aus meinem Bekanntenkreise könnte das kennen. 🙂

Und passt erschreckend gut zu dem, was ich hier gerade erlebe…. beste Grüße aus Moskau.

Bank ( 25) – „It will be so good to see you“

bank 25 klein

„This is Harry. As a boy Harry was very very shy.“

 

„If you right now are in a shell… you should know that you`re not alone…“

I know about a lot of children (and adults as well) who feel like being in a shell……

May they listen….

Peter Kurzeck – „Ich will nicht mehr zur Arbeit gehen!“

Sonntagsgedanken – oder doch Alltagsgedanken? Danke für diesen Beitrag! Mögen das doch bitte ganz viele Menschen hören! Niemand muss Schriftsteller werden, wenn er nicht mehr „zur Arbeit“ geht. Aber darüber nachzudenken, wie fremdbestimmt das eigene Leben ist, lohnt! Auch, wenn andere das mitunter nicht „kapieren“!

Gefahrenzone

stolpergefahr klein
Achtung Stolpergefahr!

 

Wer will das schon? (2) DIE Option schlechthin :-)

ich kann weil

weil ich will was ich mussZwar nicht immer leicht…..  aber lernbar.

„Song for Marion“ oder „Na, wie geht`s Euch Lieblingsmenschen?“

25.2. 2014  Im letzten Jahr um diese Zeit kam dieser Film in die Kinos. Offensichtlich gab es da auch bei mir Zeiten, in denen meine Stimme nicht so wollte wie ich. 🙂 Gestern ging mir wieder dieser Film durch den Kopf und durchs Herz. Deshalb weise ich gern noch mal drauf hin!

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2013

Da ich eh nicht sprechen konnte… habe ich mich in meinem geliebten Holikino in die Spätnachmittagsvorstellung begeben.

Von dem Film hatte ich schon gehört! War gespannt! Sehr neugierig!

Und wenn er mich auch an „Wie im Himmel“ erinnert hat:

gruppe

Eine eigene, liebevolle Geschichte: Über Ehe, Vertrauen, Krebs, Liebe, Väter und Söhne, Respekt, Duchsetzung, Freunde, Musik, Einsamkeiten, Zuversicht..

Englisch, bildstark, vom Spiegel zerrissen, von anderen eher beschrieben als bewertet… aber egal….  mir hat er sehr gefallen.

Ich mag Vanessa Redgrave, Terence Stamp – und ich mag sie in diesen Rollen!

Song for Marion, Großbritannien 2012, 93 Min., FSK ab 0, von Paul Andrew Williams, mit Terence Stamp, Gemma Arterton, Christopher Eccelston, Vanessa Redgrave

Sie nennen das Genre „Dramedy“. Da ist was dran.

Bank (24) – Wenn ich mal keine Worte finde, …

… kann ich mich der Weisen anderer erfreuen. Schön, dass es das gibt.

bank 24

Gute Nacht.

Über kurz oder lang oder: warum haben manche meiner Bücher einen Beipackzettel?

Zu Risiken und Nebenwirkungen einer innigen Beziehung zwischen Buch und LeserIn befragen Sie Ihren…….  ich weiß nicht, wen Sie fragen – ich frage Jarg!  🙂

… oder: Das sind Freunde!

Freundschaft

„Freunde sind mir die, mit denen ich

Essen und trinken und reden kann.

Die mich in meiner Küche kennen,

Und denen ich sage: Komm setz dich ran.

(Keine Probleme und Komplikationen:

Wie füttert man den? Ist der Schnaps gut genug?)

Mit denen ich gemeinsam in den Jahren

Meine und ihre Lasten abtrug:

Krankheit der Kinder und Weltüberdruss.

Mit denen ich die Nächte zerrede.

Und doch kommt es nie zu einem Schluss.

Das kann auch über Fernen bestehen.

Auch wenn man sich lange Zeit nicht sieht:

Halten wir nur aneinander fest,

Was immer sonst auch mit uns geschieht.

Freundschaften sind wie Abenteuer,

An die man sein ganzes Leben setzt.

Versagt man oder wird man verraten,

Hat man sich mehr als die Haut verletzt.“

Eva Strittmatter

Danke, dass ich solche Freunde habe!

In diesem Sinne wünscht Euch von Herzen

eine gute Woche

Ulla

Travelbuddy – Auf eine sonnige Pause in Hamburg

 

beliya in teufelsbrück

Windbewegte Pause in Teufelsbrück mit Krissy

beliya hamburg (2)

www.beliya.de

Bank (23) – Wirkweisen

bank 23
Problem oder Lösung? 😉

„Kein Mensch hat das Recht zu diktieren, was andere Menschen wahrnehmen, erstellen oder produzieren sollten. Aber alle sollten ermutigt werden, sich selbst, ihrer eigenen Wahrnehmungen und Gefühle bewusst zu werden und Vertrauen in ihren kreativen Geist wachsen zu lassen.“
Ansel Adams, Fotograf  (20.2.1902 – 22.4.1984)

Die Fotografie ist ein wunderbares Mittel, um sich auszudrücken. Sie ist ein guter Spiegel für das, was wir sehen und vor allem, WIE wir sehen.

Bilder erzählen Geschichten – immer über mindestens zwei Menschen: Den Fotografen und den Betrachter.

Deshalb ist die Fotografie für mich zu einem der wichtigen Mittler geworden für das, was ich die Lehre der Beziehungsaufnahme und Beziehungsgestaltung nenne.

Mögen die Menschen neugierig sein auf die Wirkung ihrer Bilder, Geschichten und Produkte – und mutig ihre eigene Intention und Haltung mit den Reaktionen darauf abzugleichen.

Travelbuddy in Rot – Abhängen in Buenos Aires

3. Stop: Buenos Aires Argentinien

Dem Flugzeug knapp entkommen – nach einem Nachtflug – schlug mir Hitze entgegen. Noch mit Daunenjacke, drei Fleecejacken übereinander, einem Sweatshirt, T Shirt bekleidet (puhhhhhhhhhhhh, schwitz) dachte ich: Jetzt erst mal die Falttasche auspacken und das viele Zeug ablegen und darin verstauen. Dazu war Zeit, bis der Koffer kam. Unversehrt und vollständig kamen sie an – wenn ich auch später feststellen musste, dass die TSA beide Koffer geöffnet hatten, um sie zu kontrollieren. #baggagechecknotice  Da sich die Argentinier inzwischen bei der Passkontrolle wie die Amerikaner auch die Augen und die Fingerabdrücke maschinell ablichten lassen, dauerte es eine Weile, bis ich vor der Tür auf Kollegen und Mitreisende traf. Bis dahin hatte sich der Schlüsselanhänger schon wieder entfaltet und rief förmlich danach, mal ausgelüftet zu werden. Wie es in einem solchen Gepäckfach wohl riecht?

Erfolgreich auf der AIDAcara gelandet, konnten wir zwar nicht umgehend unsere Kabinen beziehen, aber ausstrecken konnten wir uns schon. Nach knapp 30 Stunden Flug hieß es dann: Abhängen auf Deck 6. 🙂

beliya in buenoas aires
Und wie immer gab es einen Ohrwurm auf der Anreise! Gespielt hatte er ihn natürlich auch schon in Buenos Aires. Sting… Shape of my Heart.

www.beliya.de

For I know one thing

 

by your side 2

 

Ich konnte mich nicht entscheiden. Wonderful! Wonderful!

„For I know one thing,
Love comes on a wing,

…“

 

Getting older at Kap Hoorn

kap hoorn

„Früher hätte ich in den Keller gehen müssen, um meine alten Platten durchzuwühlen. Heute reicht ein Klick. Mal sehen, ob Du dich erinnerst!“

Danke an den OldMan für diesen Geburtstagsgruß ans Ende der Welt. 🙂

Herzlichen Dank noch mal für all die bunten Glückwünsche, die mich dort erreichten! Solche machen das Älterwerden geradezu schön 🙂

This Must Be THE Place – Home

„Home
That’s where I want to be
But I guess I’m already there
I come home
You lifted up your wings
I guess this must be the place“

SHAWN COLVIN LYRICS
„This Must Be The Place (Naive Melody)“
(originally by Talking Heads)

Home
It’s where I want to be
Pick me up and turn me round
I come home
Born with a weak heart
I guess I must be having fun

But the less we say about it the better
Let’s make it up as we go along
Feet on the ground
Head in the clouds
I’m okay, I know nothing’s wrong

Hi ho
Got plenty of time

Mm, yeah
Hi ho
You got light in your eyes

And you’re standing here beside me
I love the passing of time
Never for money
Always for love
Cover up and say good night
Say good night

Home
That’s where I want to be
But I guess I’m already there
I come home
You lifted up your wings
I guess this must be the place

Because I can’t tell one from another
Did I find you or you find me?
There was a time before we were born
If someone asks this is where I’ll be

Hi ho
We drift in and out

Mm, yeah
Hi ho
Sing into my mouth

And out of all those kinds of people
You got a face with a view
And I am just an animal looking for a home
To share the same space for a minute or two

Will you love me until my heart stops?
Will you love me until I’m dead?

You got eyes that’ll light up
Eyes that look through
Cover up the blank spot
Hit me on the head

Say good night
Say good night
Say good night

Travelbuddy – FUTURE crossing the ocean

beliya on the ship

 

www.beliya.de

Ganz in Rot – Travelbuddies 2014

rot beliyaEs klingelte. Ein Schlüsselanhänger, gewonnen bei beliyas Fashionweek Verlosung, kam heute ins Haus geschneit. Ok,…. nicht geschneit… sagen wir so: Er erreichte mich pünktlich vor meiner Abreise nach Buenos Aires.

Wer noch nicht weiß, was beliya ist, welche Idee sich dahinter verbirgt, der oder die folge einfach mal dem Link. ——> beliya

beliya kreiert Taschen  und Accessoires mit gutem Zweck: Jeder Kauf ermöglicht einem Kind den Schulbesuch für ein Jahr. Alle Designerstücke bestehen aus edlen Upcycling-Materialien: Sofaleder-Retouren und Überschüssen aus Prêt-à-Porter-Kollektionen.

Da ich selbst gaaaaaaaaaaaaaaanz viel für beliya übrig habe, weil ich dieses Projekt mag und das Team., und die Idee… etc….. habe ich beschlossen:

Johannes aus Namibia

Dieser wunderbare Schlüsselanhänger ( wie es sich für Ulla gehört: in ROT), an dem auch die sogenannte „Taschenpatenschaft“ für einen sechsjährigen Jungen namens JOHANNES aus Oviti in Namibia hängt,  wird mit mir herumzureisen!

An ihm wird (auch) meine Bordkarte baumeln! Wer also Lust hat, den Geschichten dieses Reisebegleiters zu folgen: Es gibt eine neue Rubrik  im Blog „Travelbuddies“.

Dann packe ich mal weiter. 🙂

 

Dance Ability – THE Chance to Dance for ALL

IMG-20111222-00031In the early 1990 s I organized (and joined) one of the first Danceability-Workshops in Germany. We invited Alito Alessi and Emery Blackwell – the founders from Eugene, Oregon –  to Dortmund and had deep experiences during the three days we spent together with 30 people of all ages, professions, IQs and competences in dance. I am really proud and thankful to be part of the movement – today only in my heart and brain – but I am still  searching for dialogue – in different ways. Till today Alito Alessi certified danceability teachers in 40 countries all over the world.

When I watched this video – I felt again why I love this kind of chance to dance.

Danceability 25 Year Anniversary

Until today I think contactimprovisation is one of the most respectful and effective ways to communicate – listening to your bodies, finding the rolling point of contact, letting grow something third, something new between you and your partner. May the sense of dialogue grow more and more beside the prefered monologues of our times. May the dialogue be a healthy alternative to the competitions.

“Every man’s foremost task is the actualization of his unique, unprecedented and never-recurring potentialities, and not the repetition of something that another, and be it even the greatest, has already achieved.”
Martin Buber

I am a Daddys Girl….

Am Bilderrahmen an der Wand neben meinem Schreibtisch klemmt eine durch Jahr(zehnt)e strapazierte Postkarte. Meine Mutter hatte sie gefunden, als sie den inzwischen ihren Schreibtisch mal wieder anders sortieren wollte. glückwunsch
Eine  Karteikarte mit pfarrersüblichen Notizen. Römer 12, 12. „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal,…“.
Auf der anderen Seite der Karte – ich weiß nicht, welche Vorder- oder Rückseite sein soll – lese ich: „Meiner lieben Ursula zum Geburtstag 1977 – immer – Dein Vater – der, solange er lebt, immer für Dich da sein möchte!“

Er hätte heute 90 Jahre alt werden sollen. (1924  – 1986).

Sometimes I ring up heaven – you`re still alive. missya. happy birthday.

Sünde oder Ungehorsam

„Nicht die Sünde wurde geboren, als Eva den Apfel pflückte.

Geboren wurde an diesem Tag vielmehr eine großartige Tugend, Ungehorsam genannt.“

Oriana Fallaci

suchmaschine
🙂

Die Sonntagsleserin: KW #03 – 2014

Mit herzlichem Dank an die „Sonntagsleserin“, die nach ausgiebiger Recherche, zumindest mir, eine Liste neugierstiftender Bücher und Blogs in den Sonntagmorgen „geseufzt“ hat. Danke für die Begeisterung. 🙂

Lila Wolken vs Traurige Konjunktive

Leben…“… wir Geschichten, die wir später gern erzählen.“

mitternacht in reykjavik 2008
Bis die Wolken lila sind

 

 

 

ich habe es probiert: Erst jedes eimzeln, dann beides gleichzeitig zu hören 🙂 Die Wirkung potenziert sich! Grandios. 🙂

Eid des Sokrates

der eid des sokrates

Danke an Wikipedia!!! Und an die, die ihn geschrieben,  wieder gefunden und geteilt haben!

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Eid des Sokrates

Der Eid des Sokrates (auch sokratischer Eid) ist ein Eid für Lehrer, den der Pädagoge Hartmut von Hentig als pädagogisches Pendant zum antiken Eid des Hippokrates, den Ärzte früher bei ihrer Approbation leisten mussten, entworfen hat.

Sein Text lautet:

„Als Lehrer/in und Erzieher/in verpflichte ich mich,

  • die Eigenheiten eines jeden Kindes zu achten und gegen jedermann zu verteidigen;
  • für seine körperliche und seelische Unversehrtheit einzustehen;
  • auf seine Regung zu achten, ihm zuzuhören, es ernst zu nehmen;
  • zu allem, was ich seiner Person antue, seine Zustimmung zu suchen, wie ich es bei einem Erwachsenen täte;
  • das Gesetz seiner Entwicklung, soweit es erkennbar ist, zum Guten auszulegen und dem Kind zu ermöglichen, dieses Gesetz anzunehmen;
  • seine Anlagen herauszufordern und zu fördern;
  • seine Schwächen zu schützen, ihm bei der Überwindung von Angst und Schuld, Bosheit und Lüge, Zweifel und Misstrauen, Wehleidigkeit und Selbstsucht beizustehen, wo es das braucht;
  • seinen Willen nicht zu brechen – auch nicht, wo er unsinnig erscheint; ihm vielmehr dabei zu helfen, seinen Willen in die Herrschaft seiner Vernunft zu nehmen;
  • es also den mündigen Verstandsgebrauch zu lehren und die Kunst der Verständigung und des Verstehens;
  • es bereit zu machen, Verantwortung in der Gemeinschaft zu übernehmen und für diese;
  • es auf die Welt einzulassen, wie sie ist, ohne es der Welt zu unterwerfen, wie sie ist;
  • es erfahren zu lassen, was und wie das gemeinte gute Leben ist;
  • ihm eine Vision von der besseren Welt zu geben und Zuversicht, dass sie erreichbar ist;
  • es Wahrhaftigkeit zu lehren, nicht die Wahrheit, denn „die ist bei Gott allein“.

Damit verpflichte ich mich,

  • so gut ich kann, selbst vorzuleben, wie man mit den Schwierigkeiten, den Anfechtungen und Chancen unserer Welt und mit den eigenen immer begrenzten Gaben, mit der eigenen immer gegebenen Schuld zurechtzukommen;
  • nach meinen Kräften dafür zu sorgen, dass die kommende Generation eine Welt vorfindet, in der es sich zu leben lohnt und in der die ererbten Lasten und Schwierigkeiten nicht deren Ideen, Hoffnungen und Kräfte erdrücken;
  • meine Überzeugungen und Taten öffentlich zu begründen, mich der Kritik – insbesondere der Betroffenen und Sachkundigen – auszusetzen, meine Urteile gewissenhaft zu prüfen;
  • mich dann jedoch allen Personen und Verhältnissen zu widersetzen – dem Druck der öffentlichen Meinung, dem Verbandsinteresse, dem Beamtenstatus, der Dienstvorschrift, wenn sie meine hier bekundeten Vorsätze behindern.“

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Klare Worte! Leider noch nicht selbstverständlich!

Den Lehrern einen solchen Eid  wirklich abzunehmen, halte ich für eine sehr gute Idee!!

An jenem Tage….

an jenem tage

An jenem Tage,
der kein Tag mehr ist vielleicht wird er sagen:
Was tretet ihr an
mit euren Körbchen voller Verdienste,
die klein sind wie Haselnüsse und meistens hohl?
Was wollt ihr
mit euren Taschen voller Tugenden,
zu denen ihr gekommen seid aus Mangel an Mut,
weil euch Gelegenheit fehlte
oder durch fast perfekte Dressur?
Habt ihr euch davon nicht befreit?
Wissen will ich:
Habt ihr die andern angesteckt mit Leben?

nach Joachim Dachsel

 

 

Driven to tears

in the middle of the night…

 

 

 

…..this sound makes me feel home and comfy and happy and moving and laugh and enjoy and wakes me up again ……. (yeah)