Auf Gegenseitigkeit

oder „Gesetzt den Fall, Du kannst nicht schlafen“

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(c) Ulla Keienburg 2011

 

http://www.youtube.com/watch?v=-eRoJTo19as&feature

Für immer jung

safe

Komme gerade wieder von einem Besuch bei meinem Sohn, habe auch Freunde und Familie gesehen. Gute Nachrichten wie anstrengede, finale und herausfordernde gab es. Und während ich all die Geschehnisse in meinem Hirn und meinem Herzen beweg(t)e, hör(t)e ich „Für immer jung“ von Wolfgang Niedecken. Passt, dachte ich.  „Dass Du auch für andere da bist – und dass dir ab und zu wer hilft..“ – Ja, das wünsche ich allen, denen ich mich verbunden fühle und bin dankbar für alle Hilfe, die ich bekomme und für die Menschen, die meine annehmen.

 

Lyrics:
„Op dat dä Herrjott op dich oppassb un dir jede Wunsch erfüllt,
dat du och für andre do bess un dir aff un zo wer hilf.
Et ess okay, wenn du noh Stääne jrievs, spring övver jede Zung,
dann blievs du für immer jung.

Für immer jung, für immer jung.,
dann blievs du für immer jung.

Op dat du opwääß zo ’nem Joode, däm die Wohrheit jet bedügg,
dä sing Fahn nie enn dä Wind hängk, sich verstellt für andre Lück.
Op dat du immer couragiert bess, leidenschaftlich, fründlich un
du weeß sinn, dann blievste jung.

Für immer jung, für immer jung.,
dann blievs du für immer jung.

Op dat ding Häng immer ze dunn hann, dat du dich wehrs, wenn dir jet stink,
dat du dir joot merks, wo du herküss un wo ding wohre Fründe sinn.
Op dat dieh Häzz immer enn Dur schläät, singe Takt hällt, singe Schwung,
dann blievs du für immer jung.

Für immer jung, für immer jung.,
dann blievs du für immer jung.“

 

In diesem Sinne – ein schönes Wochenende!

Forget it and play!

Forget it!
Forget it!

 

„To SEE is to forget the name of what we are looking at.“  Paul Valery

 

Living in a Playful Collage: Hanoch Piven at TEDxJerusalem

Ein neues erfolgreiches Jahr hat begonnen – die Neujahrsansprache

Read here:    Ein neues erfolgreiches Jahr hat begonnen – die Neujahrsansprache.

 

Die GermanysNextKanzlerin hat gesprochen …äääh geschrieben.

Point of view

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Alles ist relativ!  🙂

„Und wenn wir in der Lage sind, alle Ansichten gleichermaßen zu betrachten, werden wir vielleicht fähig, uns auf kreative Weise in eine neue Richtung zu bewegen.“

David Bohm

 

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Darauf könnte ich verzichten. Für immer.

Einfach klicken:       Darauf könnte ich verzichten. Für immer..

Was bleibt? Was geht?

neujahrsgruß 2013

Die Blume der Frauen

La Flor de las Mujeres (Die Blume der Frauen).  Floralis Genérica

Die Blume der Frauen
Die Blume der Frauen

Buenos Aires, November 2012. Diese monumentale Blume richtet(e) sich automatisch nach dem Sonnenlicht. Sie öffnet(e) sich am Morgen und schloss sich am Abend mit der untergehenden Sonne. Aus der Mitte strahlte nachts ein rotes Licht. Ebenso schloss sie sich, wenn der Wind zu stark wehte. In vier speziellen Nächten ließen sie die „La Flor de las Mujeres“ geöffnet. Am 25.Mai, 21. Sptember, 24. und 31. Dezember.

Anfangs hat es viel Krach um die „Blume der Frauen“ gegeben. Viele protestierten gegen dieses Kunstwerk-  erschien es doch irrsinnig, so viel Geld für eine Skulptur auszugeben, wenn so viele Menschen in Buenos Aires Hunger und Not leiden. Trotzdem ließ ein privater Investor sie von Lockheed Martin Aircraft Argentina aufstellen. Die Firma hatte 2002 Garantie für 25 Jahre gegeben- auf die Elektronik und die Funktion des Öffnens und Schließens.

Dem Architekten Eduardo Catalano nach bedeutet „Floralis “ „zur Flora gehörig speziell zu den Blumen“, und Genérica  bedeutet für ihn, „…dass sie alle Blumen der Welt repräsentiert.“

2010 wurde es dann „stillgelegt“, um die Blume vor Schaden zu schützen. Sie steht seither zu jeder Tageszeit offen. Die Gefahr geht von einem der Blütenblätter aus, das schon zu Beginn nicht korrekt installiert wurde. Catalano selbst hat das früh vermerkt.  Und dass die Garantiereparatur nicht mehr sicher ist, ist der Tatsache geschuldet, dass Lockheed Martin Aircraft Argentina 2009 verstaatlicht wurde. Na denn Prost!

Weihnachten – Anfang und Ende

Frohe Weihnachten 2012
Frohe Weihnachten 2012

„Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie uns kennen ein für allemal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei – Es ist ohnehin schon wenig genug.“ Max Frisch, Tagebuch 1946-1949; Frankfurt: Suhrkamp 1950)(

Zwischen Spitzbergen und Ushuaia, Bangkok und San Diego, Hamburg und Moskau  begegnete mir viel, stellte und stelle ich mich Herausforderungen, nutze Chancen, finde Begegnung und Dialog.

Ich danke allen, denen ich im letzten Jahr begegnen, durfte, konnte, sollte, musste, wollte. Für einmalige Eindrücke, Freundschaft, Liebe, Vertrauen, Neugier, Zutrauen, Dialog, Begleitung, Beratung, Neues, Wertvolles, Einzigartiges, Aufträge,  Nachfragen, Erledigtes, Erfragtes, Gesprochenes, Gelesenes, Gesehenes, Erledigtes… Für Bilder und Worte, Herausforderungen und Ruhe, für Visa und Hilfe, Umarmungen und  Rückendeckung, konstruktive Kritik und Kooperation ….

und wünsche allen, die das hier erreicht:

Ein gutes und entspanntes Weihnachtsfest und einen erfolgreichen Jahreswechsel. Für 2013 wünsche ich den Mut zum Unterwegssein und die Chuzpe, das Leben als das zu nehmen, was es ist: ein Abenteuer!

Herzlichst

Ulla

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Niemand hat das Recht zu gehorchen“ – Hannah Arendt

ilovemyjournals

Hannah Arendt:

Inhaltsangabe & Details

FSK ab 6 freigegeben

„Hannah Arendt (Barbara Sukowa) arbeitet als Reporterin für „The New Yorker“. 1961 nimmt sie im Auftrag der Zeitung am Eichmann-Prozess in Jerusalem teil. Die anerkannte Philosophin und Schriftstellerin will anhand des Prozesses den Charakter des verantwortlichen Nazis verstehen. Zu diesem Zweck protokolliert sie akribisch das Verfahren, das weltweit für Aufsehen sorgt. Sie verarbeitet ihre Erfahrungen in mehreren Artikeln. Dadurch entsteht ihr berühmtestes und zugleich umstrittenes Werk „Eichmann in Jerusalem – Ein Bericht von der Banalität des Bösen“, das bei vielen aufgrund ihrer Darstellung des Angeklagten auf ein zwiespältiges Echo stößt. Arendt sieht in Eichmann nicht das große Monster, für das ihn die Menschen halten. Vielmehr sieht sie in ihm einfach nur einen Täter, der seine Befehle bestmöglich ausführen wollte. Ihre Sicht und Erkenntnis hat für die Frau weitreichende Konsequenzen – Freunde lösen sich von ihr und im Alltag erfährt sie Ächtung und Ausgrenzung. Jedoch bleibt sie standhaft, denn sie will verstehen, auch wenn dies heißt, die Gedanken dahin zu führen, wo sie wehtun.“ Quelle http://www.filmstarts.de/kritiken/198292.html

Ich freue mich sehr auf den Film über eine der mutigsten Frauen, von denen ich weiß.

Habe nicht zu hoffen gewagt, dass sich jemand an die Verfilmung traut.

Rezension folgt nach dem Besuch des Films.

 

 

 

 

 

Extra Legroom – Die wiederkehrenden Leiden der langen U.

Extra Legroom? :-)
Extra Legroom? 🙂

Ungefähr so groß fühlen sich Beine und Füße an, wenn kein Platz für Füße und Beine vor dem Sitz im Flugzeug existiert.

Und sie wachsen – gefühlt….  Oder schieben die Fluggesellschaften die Sitze immer noch mehr zusammen? 🙂

In dem Augenblick

adventsgruß 2012

DAS MYSTERIUM LEBEN

In dem Augenblick, in dem man sich
endgültig einer Aufgabe verschreibt,
bewegt sich die Vorsehung auch.
Alle möglichen Dinge, die
sonst nie geschehen wären, geschehen,
um einem zu helfen.
Ein ganzer Strom von Ereignissen
wird in Gang gesetzt
durch die Entscheidung,
und er sorgt zu den eigenen Gunsten
für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle,
Begegnungen und materielle Hilfen,
die sich kein Mensch vorher
so erträumt haben könnte:
Was immer Du kannst, beginne es.
Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie.

J.W .v .Goethe

Die Hand…

„The Hand“ by Mario Irrazábal, 1982
seen by Ulla in Punta del Este 2012

„Verbringe nicht die Zeit

mit der Suche nach

einem Hindernis.

Vielleicht ist keins da.“

Franz Kafka

Wenn die Sonne scheint…

… zeigen die Deutschen ihr wahres Gesicht! 🙂

Liegenreservierer
Liegenreservierer

Muss ich dazu was sagen? 🙂

Ist es möglich?

Diese Gesichter habe ich erst beim Betrachten des Bildes gesehen. Als ich die Kamera spontan zückte, war mir noch nicht klar, was mich genau dazu bewegt hat.

Ist es möglich?

Ist es möglich, daß man Jahrtausende Zeit gehabt hat, zu schauen, nachzudenken und aufzuzeichnen, und daß man die Jahrtausende hat vergehen lassen wie eine Schulpause, in der man sein Butterbrot ißt und einen Apfel?
Ja, es ist möglich.


Ist es möglich, daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht, wie die Salonmöbel in den Sommerferien?
Ja, es ist möglich.


Ist es möglich, daß die ganze Weltgeschichte mißverstanden worden ist? Ist es möglich, daß die Vergangenheit falsch ist, weil man immer von ihren Massen gesprochen hat, gerade, als ob man von einem Zusammenlauf vieler Menschen erzählte, statt von dem Einen zu sagen, um den sie herumstanden, weil er fremd war und starb?
Ja, es ist möglich.


Ist es möglich.

Rainer Maria Rilke

Rilke Projekt Live – Schönherz & Fleer – Paul McCandless – Matthias „Maze“ Leber – Ali Neander – Tommy Baldu – Willy Wagner – Marius Kisauer – Rachel Turner Houk

Kategorie:

Musik

Lizenz:

Standard-YouTube-Lizenz

November über den Wolken

Diving into Hamburg

Der Pilot nannte es Inversionswetterlage.

Für mich war es vorwiegend eine traumhafte Sicht, die  sich mir nach dem Auftauchen aus Moskaus Wolken bis zum Eintauchen in das Wolkenmeer über Hamburg bot.

„Wenn die Bäume kahl sind, wenn am Himmel die tiefroten Farben des Sonnenuntergangs schwimmen und das vergilbte Gras übergolden, dann gewahrst du mit Entzücken, wie alles verlischt, was jüngst noch in dir brannte.“
(Gustave Flaubert, November)

Wie oft denn (noch)?

Mark Twain
Mark Twain

Wie oft  sollten wir Sätze, Fragen, Formulierungen, Termini, Predigten, Nachrichten,  Anliegen, Kritik oder was auch immer wiederholen,  wenn wir wollen, dass uns die, an die sie gerichtet sind, noch, wieder, trotzdem oder gerade deswegen zuhören und sich etwas davon annehmen?

Ich habe selbst keine Ahnung – nur weiß ich sicher, wann ich selbst genervt bin von solchen, wann ich selbst abschalte  – und im übertragenen Sinne à la Mark Twain nur 10 Cent zück(t)e.

Gebetsmühlenartig?

Gezielt aber selten?

Viel hilft viel?

Habt ihr noch Ideen, Wege oder Unterlassungsvorschläge?

 

Danke!

Full impact – Über die Begegnung mit Sam Abell

Als ich heute meine Bücher für die anstehende Reise zusammen suchte, meine Kamera und Zubehör vorbereitete, fiel mein Blick wieder auf das Buch: The Life of a Photograph von Sam Abell.

Zweieinhalb Jahre ist es her, dass ich an einem Workshop teilnahm, in dem ich mehr über Fotografie lernte als je zuvor. Es waren nicht „Technik“ und „Tricks“  als vielmehr die unschlagbare Motivation und der „Inner attitude“ des Sam Abell, die mich aufrüttelten.

Als ich während des Workshops damals meine Zweifel an meinem geplanten Foto-„Ratgeber“ äußerte, meine Ängste formulierte, dass der eine oder andere Fachmann der Fotografie das nicht „richtig“ finden könne, was ich da schreibe, ging er kurz in sich.

Als Ergebnis: Der Titel des Buches könnte sein: „What would Ulla say?“ In dem Moment legte sich ein Schalter um. Ich gebe zu: Selten habe ich mich so „empowered“, so bestärkt gefühlt wie durch diese Begegnung. Ich habe zwar nie dieses Buch gemacht – doch seither blogge ich. Und ich habe mich ermutigt gefühlt, MEINEN Blick auf die Welt, Gedanken und Emotionen in den Aufnahmen sichtbar zu machen. Auf der letzten Reise sagte mir eine Teilnehmerin der Fotoworkshops, ich habe ihr „den Zahn gezogen“, perfekt sein zu müssen, technisch einwandfreie Fotos produzieren zu müssen. Sie fühle sich befreit und habe wieder Lust zu experimentieren, sei wieder bei sich angekommen. Dafür sei sie dankbar. DAS Gefühl kenne ich gut. Ebenso „befreit“ fühlte ich mich durch den Dialog mit Sam Abell. Danke dafür.

Wenn ich heute über Bildkomposition nachdenke, dann höre ich auch immer noch mal seine Stimme, seine Hinweise, erinnere seine Passion für das, was er tut.

Wenn das mal nicht das Wichtigste ist, was ein Mensch haben muss, wenn er etwas gut machen will: Leidenschaft.

Für die, die Englisch verstehen, teile ich gerne den Vortrag und auch das Interview. Beides von National Geographics produziert. Sein Buch und seinen Vortrag  finde ich persönlich brilliant. Und wer das Interview genau anhört (und mich ein wenig kennt), wird wissen, wieso es mich so (be)rührt. Viel Freude damit!

 

 

 

Hoffnung kann was

Nachdem ich heute schon den ganzen Tag „brand eins“ höre und lese, muss ich schmunzeln. Am meisten beeindruckt hat mich tatsächlich bisher der Leitartikel von Wolf Lotter über Hoffnung, Chancen, Wiederholungen und Geduld.

Die Schlüsse, die Wolf Lotter aus den „Wiederholungen“ zieht, die Art, diese mit dem gesellschaftlichen Leben in Verbindung zu bringen, berührt mich.

Zu Wiederholungen anderer Art hat Mark Twain eine aufschlussreiche Geschichte geschrieben:

Mark Twain
Mark Twain

Ein Hoch auf alle Chancen, die sich ergeben, wenn sich Unerledigtes zeigt. (Vielleicht ja auch manchmal in Form von 10 Cent Stücken) 🙂

 

Resilience – a different approach

Today a friend came along, visiting me. We talked about our children. He proudly talked about his sons, living in Borneo, having a company documentating by film stories about Orang Utans for The BBC, winning prices, etc. When I went to their website I found out, they documentated also the „Resilience Project“.

A lot of people are talking about „Resilience“ today. In Germany or in the US they focus on personal resilience of employees, children, organisations and sometimes about companies.

In Indonesia they try to increase the resilience of communities.

And how the people of care international do it, is documentated by BPI  Borneo Productions International

Resilience

Understanding different views on and approaches to Climate Change Adaption, Disaster Risk Reduction and Poverty Reduction

A project of The European Commission and Care International.

I was very impressed by the project itself AND the way the film is done.

Thanx to Dylan Vaughn for coffee, chat, cookies and especially for the hint.  And thanx to all of the people, who are involved in that special project. It seems to be a very smart way to make people feel empowered to deal with their challenges!

I think, I have to send it to www.futurechallenges.org, maybe they can deliver it as „good practise“.

Congrats Mr. Obama!

 

There is hope, a lot of hope now.

Democrats, Republicans AND the Heroes of the North….

Vermont Islanders are special
Poltisches Outing vor dem Dorfshop: „Heroes welcome“
North Hero, Vermont

Inzwischen weiß ich auch, was „Sandernistas“ bedeutet: Senator „Bernesto „Che“ Sanders“ – ein Sozialist, der von den Vermontern 2006 in den Senat gewählt wurde. Er hat damals 66% von den Vermontern bekommen….Der Thread, den es zu ihm 2006 gab, ist sehr aufschlusreich.

Zudem bin ich neugierig, was heute in dem Inselort los ist. Greetings to North Hero, VT U.S.A…..

Diese Diagnosen…

wird nicht abgefragt, weil die Pharmaindustrie Rotalin loswerden will.

 

<span style="color: #800000;"><a href="http://www.proctors.org/education/sopa"><span style="color: #800000;">Proctors School of Performing Arts</span></a></span>
Proctors School of Performing Arts

Proctors School of Performing Arts

Ich mag die Werbung!!! Sie scheint mir so viel respektvoller als Bewegte zu sedieren.

 

Bis zum Mond

Washington © Ulla Keienburg 2012

Wozu mir ausgerechnet dieses Zitat zu meinem Besuch in Washington einfiel….  das weiß ich noch nicht.

Ich weiß nur: Kurz bevor ich diese Aufnahme machte, berührte ich ein Stück vom Mond. Eine schräge Erfahrung, das gebe ich zu. In dem Museum nahe des Capitols lag es zwischen Pershing, Doppeldeckern, Transportmaschinen und Spendenaufforderungen- unauffällig fast, direkt am Eingang des für Besucher kostenlosen Smithonian National Air and Space Musuems.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun wünsche ich mir, dass die Amerikaner es schaffen, eine gute Entscheidung für das Stück Erde zu treffen, auf dem sie leben.

Das bunte Leben

Happy Birthday

Als ich vor 29 Jahren morgens in Flensburg zu einer Routineuntersuchung ins Krankenhaus kam, schmückte das bunte Herbstlaub noch die Bäume. Niemand ahnte zu dem Zeitpunkt, dass dieses bunte Treiben mit das erste sein würde, was mein Sohn erblicken sollte. Ausgerechnet war etwas anderes: Grauer November hieß es,  etwa die Mitte des Folgemonats. Die Untersuchungen hatten kritische Herztöne ergeben. So packte man mich in ein viel zu kurzes Bett und monitorte den lieben langen Tag die Bewegungen seines Herzschlages. Ich schreibe hier so selbstverständlich : „seines“. Damals wusste ich noch nicht, ob das Kind eine Friederike oder ein Johannes würde. Um 18:00 Uhr beim Schichtwechsel der Hebammen dann eine flotte Entscheidung: Kaiserschnitt.

Um 18:18 Uhr: Der erste Schrei, den ich selbst jedoch nicht gehört habe.

Am Tag danach die ungeschickt und unglücklich formulierte Vermutung, dass „mit dem Kind etwas nicht in Ordnung“ sei. „Sehen Sie mal zu, wie Sie es ihrer Frau beibringen. Ihr Kind hat wahrscheinlich ein Down Syndrom!“ war die Ansage an den Vater auf dem Krankenhausflur. Als hätte er damit nichts zu tun. Der saß dann an meinem Bett und brachte ebenso hilflos nur heraus: „Du musst jetzt ganz stark sein, Unser Kind hat wahrscheinlich Down Syndrom.“ Bis heute habe ich nicht vergessen, welche Gewalt Worte haben können. In dem Moment war alles leer. Ich fühlte alle Pläne, die ich je für Johannes gehegt hatte, wie durch eine Explosion zerstört.

ICH wurde ganz stark im Leben mit MEINEM Sohn. Ich wurde aber auch sehr empfindlich, kämpferisch, blieb mit meinem Sohn neugierig, erfuhr Diskriminierung, lernte Chancen zu finden, verkaufte meine Haltung nicht, gab mein Gehirn nicht an Firmentüren ab, und mein Herz verschloss ich auch im Job nicht. Ich lernte immer wieder: Ich bin nicht geeignet für Anpassungsversuche, reagiere allergisch auf Machtmissbrauch, lese zwischen den Zeilen und höre nie auf zu fragen: „Um was geht es eigentlich?“

Die Kombi aus allem garantierte uns ein vielseitiges, buntes Leben. Kein Wunder, dass ich diesen Tag gerne zwischen bunten Blättern verbringe- am liebsten gewärmt von niedrigstehender Sonne.

Happy Birthday, Johannes! Danke, dass es Dich gibt! Stolz bin ich auf Dich und Dein Leben und auch auf das, was wir gemeinsam gelernt und geschafft haben.  Stay cool  🙂

 

 

Radikal Führen! Neuer Spreng(er)stoff!

Santa Fe 2009 im Sommer. Reinhard Sprenger und ich trafen uns nach Ankunft in einer, mir von dort ansässigen Freunden, empfohlenen Bikerkneipe zum Lunch. Es war heiß. In T – Shirt und Jeans gekleidet von der Anreise noch gezeichnet. Es stellte sich schnell heraus, dass er den Freund kannte, den ich gerade besuchte. Hat der doch seine Solaranlage geprüft. Die Welt ist klein. Schnell fragte ich ihn, ob er etwas Neues zu  „seinen Themen: Management, Verantwortung und Führung“ zu sagen habe. Er schüttelte den Kopf: „Was soll sich an einer Grundhaltung ändern? Es ist schön, dass sich die Bücher gut verkaufen – aber viele Firmen haben sich damit „begnügt“, mich als Keynotespeaker zu buchen, viel Geld bezahlt, und dann die Mitarbeiter sich selbst überlassen.“ Der vierfache Vater wollte auch nichts zum Thema Bildung sagen. Er winkte respektvoll ab. Das sei nicht seine Sache. Ob es jemals noch etwas von ihm gebe in Sachen „Management“, das wisse er nicht- noch nicht.

Auf seinem blauen -Shirt strahlte eine Gitarre. Grund genug, ihn von seiner Leidenschaft Musik sprechen zu lassen.  Er brauche Santa Fe mitunter, wenn er mal einen Text fertigstellen, einen Gedanken zu Ende denken und Musik komponieren wolle. Über seine erste CD Eigensinn : „Die war noch mit erhobenem Zeigefinger entstanden“. Und seine zweite? “ Wie das Leben so spielt“ sei echter, lebendiger und emotionaler,  persönlicher, eben mehr er selbst.

Seine Bücher hatte ich alle gelesen. Ich stöbere immer mal wieder darin. Die Werke retteten mich vor allem über die Zeit  meiner letzten „Festanstellung“.   Fühlte ich mich doch bestätigt in meinem Erfahrungen. Und auch in meinem Erwartungen an die, die mich zu führen meinten, das aber wohl verwechselten mit: Kontrolle, Machtgehabe, Gängeglung, Manipulation, Lob und Tadel.

Hätte ich während dieser Zeit schon Sprengers Musik auf den Ohren gehabt,  wäre ich wohl schwungvoller durch den Alltag gekommen, hätte vielleicht meinen „Blues“ etwas rockiger untermalt gewusst. Seit 2009 begleiten mich seine Songs auf meinen Reisen als Freelancer.

Er erschien mir so nah bei sich selbst, dass ich nicht mehr daran dachte, diesen Eindruck an eine Zeitung zu verkaufen. Ich behielt das einfach in guter Erinnerung.  Nicht mal ein Foto hatte ich geschossen.

Was ich nach dem gemeinsamen Mittagsessen nicht gedacht hätte: Jetzt – drei Jahre später, gibt es ein neues Buch von Sprenger: „Radikal Führen“ wieder bei campus. „Der erfahrene Leser wird mich fragen: Steht in Ihrem Buch etwas Neues?“ Erlauben Sie mir die Gegenfrage: Wann wurde jemals etwas Neues geschrieben?… Allerdings ein Buch, das die Kernaufgaben von Führung archäologisch herauspräpariert, gab es noch nicht. Ein Buch, das umfassend unter Vermittlung  der systemischen Vorgaben und individueller Eigenschaften beschreibt, was an Führung wirklich zeitlos und essenziell ist, das gab es noch nicht.“  Wer nach den Ideen dieses Buches führe, der führe radikal,  so Sprenger, weil er die Wurzeln der Führung verstanden habe.

Ich genieße das Buch, die Haltungen, die Forderungen, die Angebote. Es lohnt sich auch, das Werk bei audible.de herunterzuladen und es sich anzuhören. Es ist gut aufbereitet, gesprochen und klingt vor allem so, als hätte ich es nicht das letzte Mal gehört.

Es braucht offensichtlich Menschen wie Reinhard Sprenger, der Menschen mag, ihnen vertraut UND der als „Managementguru“ gilt, bevor solche Positionen gehört werden.

Diese zeichnet etwas aus: Sie machen einen Unterschied. Sie sind „Beitragende“! Sie nehmen sich ernst, aber nicht so wichtig. Danke dafür!

„Brain Cloud“ oder „Wo bin ich nur mit meinen Gedanken?“

Not lost but found in San Diego
Not lost but found in San Diego 2012

Definition of brain cloud

brain cloud

n. a condition when one’s mind is elsewhere and something is forgotten or done incorrectly because of it.

Oops! I must have had a brain cloud.

🙂

Erzählt oder vermessen?

organic?

Ich mag: Die Geschichten der Menschen, die ihre Sicht der Welt erzählen – mit Bild und Wort –  und „ihre“ Welt mit den darinlebenden Menschen nicht nur „wissenschaftlich“ messen, berechnen und zu beweisen versuchen.

1,2,3….oder doch 4?

one two three four….

 

„Nichts bewahrt uns so gründlich vor Illusionen wie ein Blick in den Spiegel.“

Aldous Huxley

Wenn das stimmt, müsste ich mich fragen: „Ist es eine Illusion, dass ich nur eine bin? 🙂

 

Demographischer Wandel – Eine Idee?

Auf diesem Bild ist wunderbar zu erkennen, dass nicht jeder Pflegebedürftige alt sein muss, und nicht jeder alte Mensch im Rollstuhl sitzt.

Sollte ich das vielleicht mal an die schicken, die sich bei der Regierung mit den Themen Inklusion, Pflege und Betreuung zu befassen haben?????

 

Eine Idee für Deutschland?
Eine Idee für Deutschland?