Wenn Firmen und Organisationen doch nur so funktionierten!!! Wünschen kann sich jeder alles! 🙂
Bank (32) (13) – Someone you love
Ich wage, auch die dreizehnte Bank anzuzeigen. Ich bin ja keine Fluggesellschaft, die diese Reihe weglassen muss, weil es zu viele abergläubische Kunden gibt. 🙂
Inzwischen haben mir so viele Menschen Bänke geschickt, dass ich ganz gerührt bin. Vielen Dank dafür!
Die Pause, die mir die schwachnetzige Donau bzgl. des „Bank (32)- Projektes“ beschert hat, ist nun vorbei.
Jetzt geht es weiter!
Die nächste Runde startet mit einer, die wohl in Griechenland steht.
Man möge mich korrigieren, wenn es nicht stimmt.

HuCh- dachte ich, als ich sie geschickt bekam. 🙂 Der Herr Brecht, der hat da doch mal was verfasst. Wovon er schrieb, das kennen die Sender – und viele Menschen mehr.
Morgens und abends zu lesen
Der, den ich liebe
Hat mir gesagt
Daß er mich braucht.
Darum
Gebe ich auf mich acht
Sehe auf meinen Weg und
Fürchte von jedem Regentropfen
Daß er mich erschlagen könnte.
To read in the morning and at night
My love
Has told me
That he needs me.
That’s why
I take good care of myself
Watch out where I’m going and
Fear that any drop of rain
Might kill me.
Bertold Brecht
Auch wissen sie, worüber Tina Dico singt.
Ein neues Lied, mit dem sie gerade ihr neues Album ankündigt!
Welcome back und Dank für die Bank.
Durchgeschleust oder eingenordet?
Zuhause! Überraschungen auf der ganzen Linie. Mein Auto war sicher geparkt, die Wohnung belebt, der Zug hat mich noch über Bremen gefahren, der Taxifahrer hatte wohl seit Längerem keine Tour gen Hoheluft gewagt und stand mindestens dreimal vor Absperrungen. Doch konnte ich mich relativ schnell mit den Nachwehen meiner Küchenrenovierungen befassen: Abstruse Rechnungsschreiben, nicht nachvollziebare Entscheidungen bei Erstattungen, moderates Schriftenaufkommen, Ruhe in der Straße ( wegen der Sperrungen). Einfach zuhause. Schön!
Nun kehrt hier wieder Alltag ein. Eine kurze Pause zwischen dem Unterwegssein. Auch eine Art Schleuse.
Sinnige Analogien habe ich von der Fahrt mitgebracht. Schleusen ist halt nicht einfach, erfordert Geschick, Orientierungssinn, Präzision und Kooperation. Auch einen Obulus muss der Durchreisende mitunter entrichten. (Manchmal reicht ein Flasche Wein). Es lässt sich doch viel lernen auf so einer Reise.:-)
Ich werde sehen, wie gut ich den neuen Wasserstand des Alltags nach dem Wochenende aushalten und nutzen kann, wie viel Treibgut sich findet, was nicht durch den Filter ging. 🙂
„Think of all the beauty still left around you and be happy.“ Anne Frank
Belgrad – Nach dem Regen ist vor dem Regen
So sah es noch aus zwischen Sonnenaufgang und Anlegen in Belgrad.
Es war ein langer Spaziergang. Erst durch die City. Von dem einen als Einkaufsmetropole bezeichnet, von mir eher als wiederbelebte Stadt empfunden. Sonnig war es und heiß.

Unterbrochen von einer Kaffeepause liefen wir der Nase nach. Mal rechts, mal links, mal geradeaus. Fuhren mit der Straßenbahn von dem Wunsch beseelt, die Bahn möge an unseren Schiff anhalten. Klarer Fall von verdacht. Sie hielt zwar an der Donau – aber laufen mussten wir noch. Ein ganz schön langes Stück, entlang des abgesoffenen Ufers. In der Haut der Gastronomen dort möchte ich nicht stecken!

So haben wir noch mal – unverhofft, Wirkungen der Katastrophe der letzten Wochen gesehen. 😦
Plötzlich zog sich der Himmel zu. „10 Minuten noch – und dann geht es los!“ dachten wir bei uns. Kaum hatten wir den Fuß auf das Schiff gesetzt, begann es zu hageln! Lucky us!

Ihr lieben Follower, Neugierige, treue Leser und Leserinnen. Habt einen schönen Abend. Gruß aus Belgrad
Malerische Grüße von der Donau
Heute begegnete uns das Schwesterschiff arosa mia – auf dem Weg in den Süden. Das war glatt eine Unterbrechung aller Aktionen wert.
Bevor ich das erste Mal ein Flussschiff betreten hatte, war ich noch der Meinung, auf einer Strecke wie dieser müsste sich mal eben ein Buch schreiben lassen. So viel Zeit, hatte ich geglaubt, habe man da.
Inzwischen weiß ich es besser: Ich komme zu nichts. Ständig gibt es was zu sehen. Vor allem während der Fahrt verändert sich stetig die Sicht. Die Pappelwälder, mal junge, mal ältere. Kühe, die scheinbar im Wasser stehen, gemeinsam mit Schweinen und Pferden die Ufer oder momentan auch die kleinen entstandenen Inseln bevölkern.
Die Häuser und Baracken in allen Fertigungs – oder Verfallszuständen. Kaum nachvollziebhar.
Störche feiern gerade in diesen Sümpfen Party, Pelikane verfolgen uns. Reiher aller Art sammeln sich an den Ufern. Mitunter wirkt es, als bewegten sie sich nicht. Schon um herauszufinden, ob sie lebendig sind oder als Atrappe in den Boden gesteckt waren, ruhte der Blick auf ihnen. Ab Sonnenaufgang bin ich wach – und klebe neugierig am Fenster und komme trotzdem immer erst als letzte zum Frühstück.
Was auch immer ich während der Fahrt auf Fotos versuche festzuhalten, entspricht selten der Weite , die ich empfinde, wenn ich die Ufer betrachte. Gut, dass Gehirn und Herz einfach größer sind als Linse und Sensor einer Kamera.
Und vor allem besser! 🙂
The missing picture – View from the Spa
Tulcea – die Zweite
Schäfchenwolken, Wetterwechsel, andere Beduerfnisse.
Mal in den Spiegel geschaut habe ich und spontan das Bedürfnis entwickelt, im Spa Bereich aus dem Fenster zu schauen.
Glück hatte ich! Noch war der Ausblick nicht durch rin paeckchenparkendes Schiff verstellt.
Schick gemacht fuer den Landgang ging es in die City of Tulcea. Restliche Lei verpulvern.
Es ist, was es ist……sagt die Vernunft.
Prost Eistee!
Der letzte Morgen der ersten Etappe – very well!
Der letzte Abend war höchst unterhaltsam. „Doch noch mal schnell miteinander sprechen!“ An Deck gestanden und gemeinsam gesungen, die untergehende Sonne genossen, die Wirkung der untergegangenen Gluehkugel beobachtet. Uns gegenseitig gezeigt, was fuer Zauberkuenste so ein Handy mit einem rot- goldenen Horizont zeigen kann. Gelacht, getrunken, Karten getauscht und um Mitternacht dann noch ein Wunschkonzert bekommen. Der Bayer hat geduldig dem Westfalen die Texte von Hubert von G., STS und Reinhard Fendrich übersetzt. (ich weiss nicht, wie man all die Namen der Österreicher schreibt – sorry) Den Tresen haben wir erst verlassen, nachdem wir andächtig „Der Mond ist aufgegangen“ mitgesummt hatten.
Der letzte Morgen der ersten Etappe – very well!
Der letzte Abend war höchst unterhaltsam. „Doch noch mal schnell miteinander sprechen!“ An Deck gestanden und gemeinsam gesungen, die untergehende Sonne genossen, die Wirkung der untergegangenen Gluehkugel beobachtet. Uns gegenseitig gezeigt, was fuer Zauberkuenste so ein Handy mit einem rot- goldenen Horizont zeigen kann. Gelacht, getrunken, Karten getauscht und um Mitternacht dann noch ein Wunschkonzert bekommen. Der Bayer hat geduldig dem Westfalen die Texte von Hubert von G., STS und Reinhard Fendrich übersetzt. (ich weiss nicht, wie man all die Namen der Österreicher schreibt – sorry) Den Tresen haben wir erst verlassen, nachdem wir andächtig „Der Mond ist aufgegangen“ mitgesummt hatten.
After the rain – Danube heading Braila
Die Natur hat uns gestern nichts erspart. Sonne, Strand, lauen Wind, heftigsten Regen zum Abschied, bei der Ausfahrt gen Norden zweimal Regenbogen und einen traumhaften Sonnenuntergang. Während sich die anderen dem Abendessen hingaben, lauschte ich dem Alarm der Wasservögel im Schilf. Da war vielleicht was los. Zeit des Brütens. Ab und zu eine Horde Pelikane, auf Strommasten nisten Störche, die anderen lassen sich selten sehen. Hie und da mal ein Fischreiher, mal ein Karl Heinz. Sorry, eine Stockente. 🙂
Schon befremdlich, wenn einem auf diesem Stueck ploetzlich ein Containerschiff entgegen kommt. Immerhin ist Sulina der beste Einfahrthafen vom Schwarzen Meer in die Donau.
Ovid hat hier wohl eine Weile gelebt. Piraten haben hier ihr Grab bekommen. Die unwahrscheinlich zuvorkommenden Menschen dort haben es mir angetan.
Sulina ist ueber das Straßennetz nicht erreichbar. Nur mit Schiffen oder Booten. So gelangen dann wohl auch die Autos dorthin.
Freue mich auf ein zweites Mal Sulina…. in ein paar Tagen.
Bank (33) – Romanian Impressions
Tulcea am Abend. Nach eindrucksvollem Deltatrip, nach vielen Regentagen, dem Hochwasser entkommen , uns in Sicherheir wiegend.
Während in der Heimat die Menschen vor dem Fernseher dem Duell der Fußballvereine folgen, mischen wir uns unter das Volk der Rumänen.
Milde Luft, günstiger Kaffee, freies Wlan…. 😉
Einen spannenden Abend wuensche ich.
Morgen geht weiter nach Sulina, zum 0 Punkt der Donau an der Grenze zum Schwarzen Meer.
Guten Tag aus Tulcea
Guten Morgen vom Fluss. #Belgrad
Belgrad bei Nacht
Budapest bei Nacht
Travelling from Vienna to Budapest
Greetings from Wurst-Town :-)
Bedenke: „Das Mutti“ ist nur EINE Rolle als Frau! #muttertag
8.20 Uhr. Muttertag. Diesmal auf einem Flussschiff während der Anfahrt auf Wien. Allein werde ich wach – schon lange auch ohne Kindergeschrei. Sogar ohne Wecker.
Mein erster Gedanke heute wieder: Eine Karikatur aus der Brigitte von 1988. Den dazugehörigen Artikel „Das Mutti“ hatte ich damals aus dem Heft gerissen – und er hat es bis heute in den (tatsächlich noch physisch im Büro vorhandenen) Ordner „AKTUELLES“ geschafft. Immer wieder ist er in diesen gewandert, weil er nie, wenn das auch erschreckend ist, veraltete. Bevor ich ihn aber abtippte, gönnte ich mir einen Blick ins Netz. Und siehe da: Nicht nur mir war er all die Jahre wichtig geblieben. BRIGITTE weiß, was Frauen wünschen. .-) Danke!
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“Das Mutti” von Fee Zschocke, erschienen 1988 in BRIGITTE:
Meine geheimnisvolle Verwandlung vollzog sich an einem ganz normalen Montag, nachmittags 17.45 Uhr MEZ, von einer Minute auf die andere. Aus der Spezies “Frau” (w., besondere Kennzeichen: leichtsinnig, fröhlich bis albern, sinnlich, kapriziös, attraktiv, witzig, mit einem Hang zum Luxus und zum schönen Phlegma) wurde die Gattung “das Mutti” (s., besondere Kennzeichen: bieder, belastbar, besorgt, ernsthaft, genügsam, nervös, 24 Stunden voll im Einsatz).
Das Mutti ist streng geschlechtsneutralund kommt überall auf der Welt vor; gehäuft auf Kinderspielplätzen. Zu erkennen ist das Mutti an seiner bellenden oder schrillen Tonlage: “Stefan! Sofort runter da, sonst setzt es was!!”, und an einem rastlosen Betätigungsdrang (bevorzugte Tätigkeiten: stricken, Rotz abwischen, backe-backe-Kuchen-machen, Mützen ab- und aufsetzen, Apfelsinen schälen, Fläschchen schütteln, Küsschen oder Knüffe verteilen). Sitzt das Mutti wider Erwarten mal ganz ruhig da, ist zumindest der Fuß in Bewegung: der schaukelt den Kinderwagen. Das Mutti tritt niemals allein auf, sondern ist stets rudelweise von seinen Jungen umgeben. Sind diese noch klein, trägt das Mutti sie in einer textilen Ausbuchtung vor Bauch und Rücken geschnallt (ähnlich dem australischen Känguruh, jedoch bewegt sich das Mutti nur selten hüpfend vorwärts). Wenn die Jungen größer sind und aufrecht gehen können, übt es geduldig die Tätigkeit des “Spazierenstehens” aus. Während das Mutti-Junge sich im Matsch suhlt, jedes Steinchen auf seine Verwendbarkeit untersucht, Grashalme frisst oder tiefsinnig sein Spiegelbild in Pfützen betrachtet, bleibt das Mutti einfach stehen. So verbringt es einen Großteil seiner Zeit, in Kälte und Nässe ausharrend, stumm, schicksalsergeben.
Mutti ist frau nicht von Geburt an, zum Mutti wird sie gemacht. Viele Frauen bezeichnen diesen Hergang als äußerst lustvoll; wahrscheinlich gibt es deshalb so viele Muttis in der Welt. Die wenigsten machen sich klar, was die Mutti-Metamorphose bedeutet. Auf jeden Fall ist es ein irreversibler Prozess: einmal Mutti – immer Mutti. Was sich auch darin ausdrückt, dass manche “Vatis” (m., besondere Kennzeichen: oft aushäusig, meist paschamäßig auf Draht und windelmäßig unerfahren, auch – oder gerade – nach der Geburt der Jungen unentwegt um die begehrenswertere Spezies “Frau” herumbalzend) es fortan neutral “Mutti” nennen. Für die Aufzucht (siehe auch “Sozialisation”) sind stets wir Muttis allein zuständig – eine Aufgabe, in der wir für den Rest unseres Lebens aufzugehen haben.
Durchdrungen von der existentiellen Wichtigkeit des Brutpflegetriebs, werden wir durch ständige Adrenalinausschüttung offensichtlich jahrelang zu Höchstleistungen angetrieben. Einem Mutti – und darin erweist sich die ausgesprochene Widerstandsfähigkeit dieser äußerlich schutzbedürftigen, innerlich aber erstaunlich zähen Gattung – macht es nichts aus, drei- bis viermal pro Nacht das warme Nest zu verlassen, um die brüllenden Jungen mit Nahrung zu versorgen. Ein Mutti ödet es nicht an, täglich den immergleichen Brei zu bereiten und den immergleichen Spielplatz mit den immergleichen Mit-Muttis aufzusuchen und dort die immergleichen Gespräche zu führen.
Wer sich als Artfremder mit uns Muttis unterhalten will, fühlt sich binnen kurzem außen vor.Haben wir Muttis doch eine Art Geheim-Code entwickelt, mit dem wir uns mühelos untereinander verständigen: Da wimmelt es plötzlich von Worten wie Strampelpeterfixies, Paidi, Peaudoux oder Osh-Kosh, es gibt Duplos, den Snuggli, den Schniedelwutz oder den Pipi-Mann, die Tut-tut-Bahn, das Tatü-Tata und das Hoppe-Hoppe; da schwirren so exotische Begriffe durch die Luft wie “Apgar-Test”, “Phimose”, “Ur-Vertrauen”, “rechtsdrehender Joghurt” oder “Drei-Monats-Koliken” … Kurz: Besonders Jung-Muttis, die sich in ihrem früheren Dasein als Frau profiliert haben, indem sie ihr Abi mit “Eins” und ihr Examen mit “cum laude” gemacht haben, machen in der Regel eine seltsame intellektuelle Regression durch. Wie alle Muttis dieser Welt verfallen sie in eine Art frühkindlicher Stammel-Sprache, deren Hauptbestandteil das Diminutiv ist (“Will Dodolein jetzt Heia-Heia machen? Aber erst kriegt Dodolein noch ein Küssilein . . .”).
Die Mutti-Metamorphose ist in allen Bereichen des täglichen Lebens spürbar. Statt “Die Liebe in den Zeiten der Cholera” liest das Mutti jetzt “Die Häschenschule”, statt raffiniertem “Kaninchen in Senf-Sauce” bereitet es gesunden, salzlosen Blumenkohl, statt zu “Cabaret” geht es ins Kindertheater zu “Peterchens Mondfahrt”. Und beim Shopping halten wir Muttis nicht etwa nach einem getupften Ballon-Rock für uns, sondern nach einer strapazierfähigen Latzhose für das Jüngste Ausschau, genügsam, wie wir nun mal sind.
Am verblüffendsten aber ist die optische Verwandlung der Muttis. Knallenge Calvin-Klein-Jeans, spitzenbesetzte BH’s unter schimmernden Seidenblusen, verführerische Stöckel oder ausgeflippte 50er-Jahre-Klamotten – alles passé. Das Mutti, ewig mit Brei bekleckert und ewig in Zeitnot, hat sein farbenfrohes Kleid abgelegt, mit dem es einst Vati zur Balz aufforderte. Bequeme Jeans, Turnschuhe, ein weites Sweatshirt – so etwa sieht der Einheits-Look des mitteleuropäischen Mutti-Tiers aus. Verhaltensforscher sprechen inzwischen schon von einem deutlich ausgeprägten “Mimikry-Effekt”: Je grauer und eintöniger der Alltag des Muttis zwischen Küche-Kacke-Kindergarten ist, desto grauer und einfallsloser kleidet es sich.
Und Vati?Vati, der all das gewollt und verursacht hat? Vati schmollt. Er fühlt sich, zumindest im ersten Jahr, um all das betrogen, was ihm bis dahin lieb und teuer war: seine ungestörte Nachtruhe. Sein geregeltes Sexualleben. Seine spontanen, ausgedehnten Kneipen-Touren. Seine saubere, untadelig aufgeräumte Wohnung. Seine stets perfekt angezogene Vorzeige-Frau. Seine Vorrangstellung im Herzen derselben. Statt dessen sitzt er da mit diesem völlig fremden Wesen, dem Mutti, und leidet unter dem sogenannten “Baby-Schock” – Symptom: nächtliche Schweißausbrüche bei der ersten lautstarken Unmutsäußerung des Babys, ein heftiges, langanhaltendes Gefühl der Unzulänglichkeit dem Mutti gegenüber (“Was, zum Teufel, ist ‘teiladaptierte Milch’ …?”) und des Ausgeliefertseins, das oft klaustrophobische Züge annimmt (“Hier komm’ ich nie mehr raus, das geht jetzt zwanzig Jahre lang so weiter …”), nie gekannte seelische Wechselbäder von unbändigem Stolz bis zur ohnmächtigen Wut.
Unter dieser Schockeinwirkung – also im Stadium der Unzurechnungsfähigkeit – erliegen manche Väter gern der nächstbesten Versuchung, deren Name “Weib” ist, und trennen sich vom Mutti. Doch es nützt alles nichts. An einem x-beliebigen Mittwoch, um 13.34 Uhr, ist es mal wieder soweit: ein zarter Schrei – und aus einer “Frau” wird ein “Mutti” . . .
Quelle: http://www.brigitte.de/liebe-sex/kinder-familie/das-mutti-568027/
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„Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts.“ Simone de Beauvoir
Einen schönen zweiten Sonntag im Mai wünsche ich.
Bank(32) (12) – Count to Ten

Ab Kopenhagen – Joachim Ringelnatz
Kein Kaviar, kein’ Kokosnuß,
Kein Obst noch Weinbergschnecken –
Am Tage, da ich reisen muß,
Da will mir nichts mehr schmecken.
Lebe wohl, du schönes Kopenhagen!
Wie ist das schlimm: Entbehrlich sein.
Was kümmert dich im Grunde mein
Schweres Herz und mein leerer Magen.
Der mein Gepäck zur Bahn gebracht,
Der Mann kennt keine Tränen.
Im Gegenteil: er grüßt und lacht
Vergnügt. So sind die Dänen.
Wie stets nach dreißig Tagen
Bricht eine neue Welt entzwei.
Mich hat ein Mädchen hier umgarnt,
Ein Wunderweib! – Vorbei! Vorbei!
Nun sitz ich still im Wagen.
Jedoch ich will nicht klagen.
Vor Taschendieben wird gewarnt.
Lebe wohl, du schönes Kopenhagen.
Einladung: Wer auch seine oder ihre Bank hier sehen möchte… siehe Bank (32)- Imagine
Bank (32) (11) – Teach me to dance
Wie oft habe ich in den letzten Wochen an Zusammenbrüche und andere Katastrophen gedacht, habe sie zu bewältigen versucht….. dann schickte mir Etelka diese Bänke aus Griechenland. Danke! Die haben mich auf eine neue Fährte gelockt.

Zwischendurch wurde ich schon „gelobt“, doch die gegebenen Umstände wunderbar „umbewerten“ zu können. Danke nochmal dafür! .-)

Was bleibt mir da anderes, als mich an Alexis Sorbas zu erinnern. Er baute seine Seilbahn, und als er sie vorführen wollte, brach sie zusammen, komplett. Weil er in der Lage war, das Scheitern von seiner Person zu trennen (unglaublich), kam von ihm die – für mich zumindest unvergessliche – Frage: „Hast du schon mal etwas so wunderbar zusammenbrechen sehen?“
„Teach me to dance!“ war die Antwort seines Mitstreiters. Ja, Tanzen hilft! 🙂
Einladung: Wer auch seine oder ihre Bank hier sehen möchte… siehe Bank (32)- Imagine
Der Herr Rilke und die Dinge
R(h)apsody in Yellow – Even when I lose
R(h)apsody in Yellow

Die Autobahnen auszulassen, hatte ich dem Navi aufgetragen. Meine große Kamera ließ ich daheim. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass mich nach diesen stressigen Wochen die Lust hätte ereilen können, (mir) ein Bild machen zu wollen.
Es kam, wie es kommen musste. Gelb, Gelb, Gelb…..
So hielten halt Handy- und Kompaktkamera her. 🙂
Einen angenehmen Abend wünsche ich.
What is „Good Life“ ?
Heute mal wieder eine Weisheit: von Herrn Rogers! Nicht neu, aber immer noch wahr. 🙂 Ein schönes Wochenende!
TAKK from Árstíðir :-)

If somebody wants to know, what they sent this for .-) https://ullakeienburg.wordpress.com/2014/04/26/a-song-for-me/
Or get a TAKK yourself from them for becoming a backer 🙂 : Check this out: http://kck.st/1icK8o3
Bank (32) (9) – Draw the Line
Hej, Hej…. Da werden die Titel gleich mitgeliefert! Ich hätte es mir auch denken können. 🙂 Kenne ich doch Kathrin nicht anders als vorwiegend „schräg“ denkend, verbindend, transferleistend. So viele Ideen wie sie muss Mensch erst mal haben. Auch zu ihr fällt mir das Zitat von Herta Müller ein: „Ich habe mir nie vorgenommen, zu schreiben. Ich habe damit angefangen, als ich mir nicht anders zu helfen wusste.“ Zumindest mir tief aus der Seele gesprochen.

Die Muschelbank erinnert mich an die Ufer eines Flusses, auf dem ich bald bis in den Süden der Ukraine reisen darf. An einem solchen Platz möchte ich mich niederlassen, um enTlich 🙂 das Buch „Lepleja“ von ihr zu lesen. „Eine existenzphilosophische Phantastik. Ein rund 600 Seiten starker Science Fiction Roman. Eine universelle Liebesgeschichte. Der Ort, an dem das entsteht, was wir »Jetzt« nennen.“ Ich laufe also Gefahr, dass gegen Ende der Lektüre nur ein Zettel da liegt, auf dem steht: „Bank“. Wenn ich dann von dem kippe, falle ich nicht so tief! 🙂

Als ich „Samenbank“ las, hatte ich keine Lust, mich hinzusetzen. Doch musste ich sofort an unsere unendlich erholsam bösen Threads denken, mit denen wir uns das eine oder andere auf der Seele Liegende von derselben phantasieren und schimpfen. Danke an Kathrin dafür .:-)

Ganz versöhnlich stimmt mich, wenn ich Kathrin lausche. Singend, musizierend, von Klaus P. Rausch begleitet oder produziert. Dann wünschte ich mir, diese Bank stünde unter der Brücke! Unter der Brücke, unter der sie mit ihrer Zaubertinte eine Linie zieht oder ziehen lässt…. zwischen … ja, zwischen was eigentlich????? Nein, das Universum kann es nicht sein. Dessen Bestandteil ist sie – nachweislich.
„Der Augenblick ist flüchtig, doch…. verknüpft mit einem Song wird er unsterblich.“
Den Text des Stückes konnte ich nicht genau ent“ziffern“: Ein kurzes Telefonat reichte! Doch werde ich mein Rätseln nicht entfernen! Fündig werden andere dann hier:
Was ich auch erst erfahren habe, nachdem ich das hier alles so „zusammen“ brachte: Das Album ist tatsächlich Teil des Buches! Treffer! Freu!
Einladung: Wer auch seine oder ihre Bank hier sehen möchte… siehe Bank (32)- Imagine
Bank ( 32) (8) – Lieder ohne Worte
„Da ist noch eine,. schrieb Hille. Durch Venedig wanderten sie gerade. “ SO viel Kitsch! Das muss ich festhalten!“ beschloss sie. Da wir schon mal zusammen eine Reise gewagt haben, sehe ich sie förmlich da stehen – und ihr Smartphone auf diese mobile, gondelnde Bank richten.
„Es waren so viele Menschen zu der Zeit in Venedig“, berichtet sie noch. Unvorstellbar viele. Gibt es da Menschen, die nicht Verkäufer oder Touristen oder Gondoliere sind? Frage ich mich.
Vemedig verbinden die meisten mit Karneval, Markusplatz – und die, die da waren: auch mit Glasfiguren und Pinocchio.

…auf einer solchen Bank gesessen, bevor er seine Gondellieder in den Reigen der Lieder ohne Worte aufnahm.
Das venezianische Gondellied dieser unsagbar schönen Sammlung spielte Barenboim (ein):
Es muss da irgendwo Ruhe geben in dieser Stadt. Ich bin mir sicher. Sonst hätten solche Lieder nicht zustandekommen können. Beim Genuss dieser Musik mag ein jeder seine oder ihre eigene Reise antreten und sich durch die Kanäle des eigenen inneren Venedigs gondeln lassen. 🙂
Einladung: Wer auch seine oder ihre Bank hier sehen möchte… siehe Bank (32)- Imagine
Bank (32) (6) – Woanders und hier

Liebe Katrin: Erinnerungen an winterliche Zeiten lassen glatt die Sonne mehr genießen! Dank für die Bank – und die Musik, die Du gleich mitgeliefert hast.
Passt! 🙂
Einladung: Wer auch seine oder ihre Bank hier sehen möchte… siehe Bank (32)- Imagine
A Song for me
They sing, they string, play piano, and pick guitars.
I first thought about a backing. No big deal. I did it. The reward would be T-Shirt, etc.
Last night I changed my mind – and my pledge.
Their „appreciation“ of my „backing“: „We´ll write and record a song for you on a subject of your choosing.“
It is so much more worth having „my“ song, customized – only for me.
For me: Better than any kind of „thing“ I could buy or wear or show or use.
That is so „Ulla“ – that I couldn`t resist. 🙂
Their third album is in the making and they need (y)our help to finish it!
Check this out: http://kck.st/1icK8o3
„THINGS you own end up owning you!“ (Tylor Durden in Fight Club)
Im Dichtergarten
Im Dichtergarten sitzen
drei Männer schweigend und schauen
sich eine Blume an
mit gerunzelter Stirn
über den Brauen
fängt einer zu dichten an
Er schreibt über die klare Reinheit
und über den zarten Duft
des weißen Blütenkelchs
und über die laue Luft
Dem nächsten kommt sein Denken
einfach nicht in Gang
er kann sich schwerlich entscheiden
zu einem Strophenklang
und will er’s noch so gern
in schöne Worte kleiden
Der dritte aber schweigt nur
er dichtet niemals mehr
er hat sein Ziel verloren
sein Herz ist gedankenleer
(Benn Wederwill, 2007)
und passend dazu von https://ullakeienburg.wordpress.com/
Vermutung
Reine Klarheit war vielleicht sein Ziel,
und um diese zu ertragen
muss er mutig Leere wagen
Leere, die die meisten schreckt,
weil sie gar Gefühle weckt,
die Mensch nicht kann, nicht will, nicht soll
der Ängste davor übervoll
flüchtet er sich an bekannte Orte
in Worte.
(Ulla K.)
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(Bildquelle: https://fbexternal-a.akamaihd.net/safe_image.php?d=AQB-ysAddhyU_anv&w=608&h=400&url=http%3A%2F%2Fupload.wikimedia.org%2Fwikipedia%2Fen%2F5%2F58%2FDuchampBrothers.jpg)

























