Optimismus(s)

„… it`s better to lose some of the battles in the struggles for your dreams than to be defeated without ever knowing what you`re fighting for.“ P. C.

waiting for the star

Days and Nights

Arstidir 2013 oyten

http://www.arstidir.com/

„Gabrielle“ – Filmfest Hamburg 2013

„Die Regisseurin Louise Archambault nimmt uns mit so viel Feingefühl, Warmherzigkeit, Humor und Respekt in die Welt von Gabrielle, dass sich dabei das ganze Universum öffnet“, begründet Programmleiterin Kathrin Kohlstedde die Wahl…

Dieses Universum  öffnet sich vor allem Menschen , die (noch) nicht hautnah mit dieser Art des „Anders- Seins“ im Alltag zu tun haben.

„Gabrielle – eine junge Frau mit Williams-Beuren-Syndrom – ist von ansteckender Lebensfreude und besitzt eine außergewöhnliche Begabung für Musik. Ihren Liebsten, Martin, lernt sie in einem Freizeitzentrum kennen, wo sie in einem Chor singen; die beiden sind unzertrennlich. Aber weil sie anders sind,..“ mehr dazu auf der Seite des Filmfest Hamburg 2013

Ich kann der Regisseurin und der Produzentin, aber besonders den Darstellern, nur danken: Für eine gelungene Antizipation der Realität von Menschen, die nicht ganz allein zurecht kommen – oft aber von Eltern unter – oder überschätzt werden. Sehr fein und leise reflektiert der Film die Beziehung zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern – und schätzt sehr die empathische Zuwendung der Betreuer – lässt den Unterschied zwischen  verlassen, allein und einsam klingen. Der Film lebt auch vom Weglassen – vor allem der Geräusche. So hat der Zuschauer zwangsläufig Teil an tiefsten Emotionen, ohne dass der Film dazu pathetisch sein muss. So gerne wird für Begeisterung der Ausdruck: „Großes Kino“ benutzt. In diesem Falle treffend.

 

ansteckende Lebensfreude
Gabrielle Marion-Rivard (Darstellerin), Alexandre Landry (Darsteller),
Louise Archambault (Regie), Kim McCraw (Produzentin)

Da ich in der ersten Reihe an den linken Rand des Kinos gequetscht saß, hatte ich am Ende die Chance, in zehn Sekunden der Regisseurin zu sagen: I am a „special ones“ mom – I wonna thank you for the film. I am happy with it – I am impressed.“  Sie musste noch in das zweite Kino, in dem der Film parallel gelaufen war. Offensichtlich war sie von der Rückmeldung überrascht, bedankte sich wirklich herzlich und weg war sie.

Produziert wurde „Gabrielle“, wie bereits „Monsieur Lazhar“ (Abschlussfilm Filmfest Hamburg 2011) von der Montréaler Firma micro_scope. Der deutsche Verleih Alamode Film bringt „Gabrielle“ voraussichtlich am 1. Mai 2014 in die Kinos.

Ich habe einen Tag gewartet, bevor ich das alles niederschreibe. Der Film arbeitet – weiter.

Ein MUSS   🙂

Complexity of Peace / Die Komplexität des Friedens

peace

„Ich fragte: „Was soll ich da tun?“
Ihre Antwort war: „Was willst Du tun?“
Ihre (Gegen)Frage war richtungsweisend für meine ganze Karriere…“ John Hunter

Inspirierend und ermutigend!
Inspiring and encouraging!

Thanx!
Danke!

Wenn Du weißt, wohin Du willst….. :-)

Weht da ein anderer Wind?

„Kein Wind ist demjenigen günstig, der nicht weiß, wohin er segeln will.“ Michel de Montaigne

Kein Beweis

rainbow over lehmweg herbst in hamburg

Danke an Wortfront!

Kein Beweis
Text und Musik: Roger Stein

Dass ich atme, ist noch kein Beweis, dass ich auch leb
Dass mein Herz schlägt, kein Beweis, dass ich auch beb
Dass ich was kriege, kein Beweis, dass ich’s was erstreb
Dass ich wohin komm, kein Beweis, dass ich irgendwas beweg

Bleibe in Bewegung – stell die Schuhe stets bereit.
Ein paar warme Socken sind noch keine Sicherheit
Bleibe in Bewegung – egal was auch passiert.
Irgendwer hat dich als Verlust bereits kalkuliert

….

mehr hier:      http://www.wortfront.com/html/CDs_PMA/pma-hoeren.html

Aus: Lieder eines Postmodernen Arschlochs – wortfront 2006

Gesang: Sandra Kreisler

Normal oder normiert?

normalität

 

Als dann meine Freundin am Wochenende zu mir sagte: „Du hast schon immer nach etwas gesucht, was es nicht gibt.“ musste ich schon schmunzeln. Es stimmt, ich habe lange Normalität für einen wünschenswerten Zustand gehalten.

Normal scheint aber lediglich die Normierung. Vom Kondom über Kältemittel in Klimaanlangen, Seitenzahlen bis Schulnoten, Wissensumfang bis Länderrechte, Türhöhen bis Hosenlängen, Schulmöbel  bis zum Intelligenzquotienten.

Mit den Grenzen der Normierung kenne ich mich aus. Normierung bedeuten vor allem Ab – und Ausgrenzung.

Ich bestreite nicht den Zweck einiger Normen, wenn es um die ( wenn auch oft vermeintliche) Sicherheit von Menschen geht. Stelle nur fest:

Wenn Menschen etwas noch nicht Geregeltes tun, weil sie es KÖNNEN, kommt schnell jemand und bekämpft seine oder ihre eigenen Ängste mit Regulierungen. #Politik

Als bei Facebook heute ein Bild auftauchte mit dem Satz: „One day, I`m gonna make the onions cry!“ dachte ich: JAAAAAA! Denn: Wenn ich mir nur vornähme zu tun, was ich schon kann, bliebe ich wohl unter meinen Möglichkeiten.

Mal schauen, ob und wie sich das auf größere Kontexte übertragen lässt.

Ich halte mal Herz und Hirn offen für neue Träume und Ziele.

 

 

 

 

Das haste jetzt davon!

Vom Rechthaben, Missionieren und Besserwissen

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Danke an Kathrin Elfmann.

Eine wunderbare Parabel

Unter diesem Aspekt lässt sich vieles betrachten.
Mir macht sie Freude!

Was fällt Euch dazu ein???

Der Preis der Freiheit

Der Preis der Freiheit

Careful

time is running – take care!

time is running

Träum weiter! – Frau Holle, Apple-Messias, Dorian Gray und die traumhaften Bedingungen für Alltag, Bildung und Arbeit

Was denken Sie, wenn Ihnen jemand den Satz sagt: „Träum weiter!“? Träumen wird mit unrealistischen Wünschen verwechselt – zu häufig flüchten sich Menschen in überhöhte Wunschträume anstatt in den (nächtlichen) Träumen ihren wahren Bedürfnissen und auch Gefühlen wieder auf die Schliche zu kommen. Wie nützlich das sein kann, beschreibt Stephan Grünewald in seinem neuesten Buch:

9783593398174„Die erschöpfte Gesellschaft“ 

Schon auf den ersten Seiten zückte ich einen Stift – um etwas anzustreichen. Ein wenig fürchtete ich, dass ich das alles schon mal gelesen haben könnte. Das haben Einleitungen wohl so an sich. Kaum  aber mit Kapitel 2 begonnen, schien mir plötzlich die Sprache wieder vertraut, diese morphologische, bildhafte, diese Ansammlung von…  ach, ist das nicht alles selbstverständlich?

Nein, das scheint es nicht zu sein. Mit jeder Seite, die ich las, häuften sich die unterstrichenen Passagen, die markierten Aussagen. Einerseits glich es einem „Wieder – Holen“ der bereits gelernten morphologischen Grundsätze, andererseits erfreute ich mich an den Kontexten, auf die Stephan Grünewald diese Sichtweisen anwandte.

„Die erschöpfte Gesellschaft“ , wie er sie beschreibt, bestätigt so viele der Gefühle, die in deutschen Gefilden entstehen: Das Bedürfnis nach Sicherheit, das Gefühl, einen aufgeräumten Schreibtisch haben zu müssen, für die Zukunft nur in Geldmengen zu denken, alle(s) gleich zu machen mit dem Ziele es besser messen zu können, Klons zu schaffen, etc.

Er rüttelt auf mit dem, was er schreibt. Während der Lektüre fühlte ich mich das eine oder andere Mal „erwischt“, trotzdem bin ich  dankbar für die Außensicht.  Es erlöst mich auf jeder dritten Seite davon, mich als Spinnerin zu fühlen und bestätigt spätestens auf den letzten Seiten, wieso es für mich persönlich so wahnsinnig schwer ist,  in der Automatisierung eines vorwiegend auf Performance ausgerichteten Arbeitsalltags zu funktionieren.  Spätestens seine Ausführungen zu Bildung und Arbeit sind komplett unterstrichen. Wenn  er die Rolle der Piraten mit der der Pechmarie deutet, das vielfach gewünschte Grundeinkommen mit der „bedingungslosen Mutterliebe“ vergleicht, den Kühlschrank zur Gefühlsapotheke erklärt, als Beispiel für die Gleichmacherei mit der Rhythmisierung der Woche aufwartet: dann kann die Unternehmung am Sonntagnachmittag schon mal einen Beigeschmack bekommen- aber nur, wenn Mensch humorlos ist. 🙂  Oder liegt es an meiner Selbstständigkeit, dass ich dem viel Heiteres entnehmen konnte?

Ich sage beschwingt: „TRÄUM WEITER!“

Unbedingt lesen!  Bitte! Virtuos geschrieben!  Für jeden etwas dabei!  Mich wunderte, wenn es nicht so wäre.

Nachdem ich etwa zwei Drittel des Buches gelesen hatte, drängte  sich mir das Bild auf: Ein Hamster, der von innen sein Laufrad aufbiegt….  #könnte ich doch nur zeichnen  🙂

Stephan Grünewald
Die erschöpfte Gesellschaft
Warum Deutschland neu träumen muss
2013, geb.   ca. 200 Seiten
 D 19,99 € / A 20,60 € / CH 28,90 Fr.*;
ISBN 978-3-593-39817-4
Auch als E-Book erhältlich.

Kinder – „Die netten ins Töpfchen, die fetten ins Kröpfchen“ S. Hamann

Mir freundlicher Genehmigung von Sybille Hamann reblogge ich diesen Artikel. DEN sollten alle lesen, die gerade Kinder in dem Alter haben, in dem das Thema Schule und Schule zur „Exklusion“ führen könnte. Ganz schleichend. Einfach so.

Ein Spiegel. Vor allem für eine tiefe Verunsicherung zum Thema Inklusion.

Inklusion ist nicht nur Sache der Politik. Jede und jeder trägt dazu bei, WIE sie stattfindet.
Danke an Sybille Hamann.

sonntagsspaziergang in moskau

„Versagt man seinem Kind etwas, in dieser Umgebung? Betoniert man seine Kreativität, hindert man es daran, sich zu entfalten? Früher hätte ich das befürchtet. Heute nicht mehr. Ich weiß nämlich, offen gesagt, immer weniger, worauf es in der Schule ankommt. Welche Erfahrungen wertvoll sind, welche weniger. Ich kann bloß zuschauen, was mein Sohn lernt. Er lernt zum Beispiel, dass Kinder, die anders ausschauen und anders aufwachsen, genau gleich empfinden können wie er. Mit Yasemin, einem pummeligen türkischen Mädchen, teilte er seine panische Angst vor dem Eislaufen; gemeinsam haben sie die überwunden, seither verbindet die beiden etwas. Er erfährt, dass manche Familien auf vierzig Quadratmetern leben, und es welche gibt, die gar kein Zuhause haben. Neben ihm sitzt Ruslan, ein Flüchtling aus Tschetschenien, manche Kinder lassen Ruslan nicht vom Jausenbrot abbeißen, weil er ganz schwarze Zähne hat, und unser Sohn hadert gerade damit, auf welche Seite er sich in solchen Momenten schlagen soll.“  mehr hier

http://www.sibyllehamann.com/2013/05/die-netten-ins-topfchen-die-fetten-ins-kropfchen/

Ausgebrannt….

Während in Moskau gerade in Massen die extrem leicht entzündlichen Pappelsamenwölkchen Kontaklinsenträger nerven und die Feuerwehr auf Trab halten, „rückt“ brandeins online schon am Tag vor dem ersten Juni den neuen Wolf Lotter „Selbstzünder“ „raus“. Er hat mit Manfred Lütz  gesprochen. Dessen Bücher ich sehr mag, dessen Vorträge ich kurzweilig und klar finde. Von ihm lerne ich jedes mal was Neues, wenn ich ihn lese oder höre.

Etwas spitzfindig könnte ich bemerken, dass der Name der Klinik falsch genannt wurde. Aber Herrn Lotter verzeihe ich das – irgendwie. Und außerdem hört sich ja Alexandria  statt Alexianer Krankenhaus auch nicht schlecht an.  Schließlich ist in Alexandria mal die Bibliothek ausgebrannt. Wer weiß schon, ob Lotter das nicht vielleicht im Kopf hatte, als er über Burnout schrieb. 🙂

Die Leistungsgesellschaft führt zum Burnout-Syndrom, heißt es. Wirklich?“

Nö, Tom. Da mach‘ ich nicht mit.“
Huckleberry Finn zu Tom Sawyer

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mit freundlicher genehmigung der redaktion “ brandeins“

http://www.brandeins.de/magazin/motivation/selbstzuender.html

Gerne gelesen, verschlungen habe ich den Artikel geradewegs. Leider bekomme ich das Heft hier nicht zu kaufen. Aber das wird es auch sicherlich noch Mitte des Monats geben, wenn ich wieder nach Hause komme.

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In  den Sinn kommt mir dazu ein wunderbarer Song von Ulla Meinecke:

Wer will schon Becky Thatcher sein?

„Wenn du mich fragst, wer ich wirklich bin.

dann war ich meistens Tom Sawyer, der träumt, er wäre Huckleberry Finn.“

„Machtreflexion – ein politischer Zwischenruf!“ Danke an Kurt Edler, HH

img_1731Am liebsten stellte ich den Text hier wortwörtlich ein.  Aber das mit den Zitaten ist mir inzwischen zu heikel.
Lest ihn bitte! Egal, ob Ihr Schüler, Lehrer, Eltern, Journalisten, Ärzte, etc. , Freunde dieser oder Politiker, Experten seid. Nehmt ihn als das, was er ist. Als einen Spiegel – vorgehalten von innen  und von einem Demokratiepädagogen.

„Brave New World? -Nachdenken über die aktuelle Form des Systemdefizits von Schule nach (Luhmann nennt es so, wir kennen es auch schon von Kant: Das pädagogische Paradoxon „Tu freiwillig, was ich will, das du tust.“) Kurt Edler hat, wie ich finde, in seinem schönen Text den Finger genau in die Wunde gelegt, an der viele viele Schüler, die ich kenne, leiden: Die Erwachsenen sprechen über sie, beurteilen und bewerten sie, beschämen sie – ohne sie auch nur anzuhören, geschweige denn ernst zu nehmen, was sie über sich selbst mitteilen. Und die „neuen Instrumente“ können auch noch dazu benutzt werden, dass die Schüler sich selbst in diese Rolle des alles kontrollierenden Überichs begeben …“http://www.edlerhh.de/pdf/ke_machtreflexion_-_ein_zwischenruf.pdf

ADHS – LOOSE YOUTH – worldwide

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„ADHS – LOOSE YOUTH“ Sydney 2013

Kennt irgendjemand von Euch einen Lehrer oder eine Lehrerin, die als Kinder mit Ritalin behandelt wurden UND sich später für den Regelschuldienst entschieden haben?

 

Does anybody of you know a teacher, who was diagnosed with ADHD in his youth and treated with Ritalin AND  finally decided to work in a normal school?

Please let me know! German or English speaking!

Mich interessiert tatsächlich sehr, ob aus Ritalin-Opfern im Kontext Schule und Bildung auch Tätige werden.

Die Narzissmusfalle – Reinhard Haller

SU_Haller_DieNarzissmusfalle_Text.indd Anleitung zur Menschen- und Selbsterkenntnis

 „Die Zeichen der Zeit stehen auf Narzissmus. Dieser wird gesellschaftsfähig. Alles spricht für eine Änderung der gesellschaftlichen Stimmung, für Etablierung von Egozentrik und Arroganz, Überindividualisierung und Entsolidarisierung.  Die Sünden der Vergangenheit werden zu Tugenden der Gegenwart, der frühere Makel zum neuen Ideal. Der Ichling beherrscht die Szene, Arroganz das Auftreten und Coolness die Emotionalität.“

Mit einem Leserhinweis warnt Reinhard Haller  uns vor – auch ob seines Gebrauchs der maskulinen Sprachform.  Diese „wird in diesem Buch nicht deshalb bevorzugt, weil Narzissmus wie die meisten schlechten Eigenschaften bei Männern (noch) häufiger vorkommt als bei Frauen. Es geschieht der besseren Lesbarkeit willen. Sie wissen ja: ´Der Gender und die Genderin, die machen uns das Lesen hin.` Unvermeidlicherweise werden Sie glauben, in den angeführten Beispielen jemanden aus ihrer Umgebung zu erkennen. Seien Sie versichert, dass alle personenbezogenen Daten so verändert wurden, dass eine Identifizierung unmöglich ist.“ (S.8)

Da mag der geneigte Experte vielleicht  noch denken: Viel  Neues wird es wohl nicht geben. Die Quellen klingen wie eine Fachliteraturliste: abgearbeitet als Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss der analytischen oder tiefenpsychologischen Therapieausbildung.  „Nirgends wird der Narzissmus inniger gepflegt als unter denen, die vorgeben ihn heilen zu können.“ Spätestens bei diesem Satz auf Seite 44 ist hoffentlich auch der Fachmann geläutert. Die Kenntnis um die Phänomenologie  des Narzissmus ist halt das Eine. Die Ursachen: das Andere. Diese  schildert er mit Einblicken in Eltern -Kind –Beziehungen, anhand  der Wirkungen leistungsorientierter Erziehung, Er beschreibt die gängigen Hypothesen und Versuche, sie zu heilen. Und fasst zusammen: „Eine komplexe Störung hat komplexe Wurzeln. Der Narzissmus bleibt auch in seinen Ursachen, was er ist: einzigartig.“

Einzigartig auch die Weise, wie Reinhard Haller schreibt. Der Chefarzt einer psychiatrisch- psychotherapeutischen Klinik mit dem Schwerpunkt Abhängigkeitserkrankungen  wird  als renommierter Gerichtspsychiater immer wieder mit der Begutachtung in großen  Kriminalfällen betraut. Seine Analysen psychischer Störungen und spektakulärer Verbrechen sind in den internationalen Medien gefragt.

Auf jeder Seite des Buches findet sich mindestens eine Eintrittskarte ins Kopfkino.  Auf jeder dritten hängt  – im übertragenen Sinne versteht sich – ein Spiegel.  Es konfrontiert die Leser bestenfalls mit seinen eigenen Bewertungen  – besonders mit denen für ihr Umfeld.  Phänomene wie Entwertung, Egozentrizität, Empfindlichkeit, Empathiemangel als Indikatoren für Narzissmus – jeder kennt sie, jeder nutzt sie.  Sein Buch ist ein respektvoller und schonungsloser Spiegel.

Er räumt auf mit den gewöhnlichen, nur negativen Konnotationen des Narzissmus als Egoismus, Selbstverliebtheit, Arroganz und Ich-Sucht, den gesunden und den krankhaften den Formen des Narzissmus.

Leicht schreibt er über den schwerwiegenden Stoff, verdaulich formuliert er, wie wichtig diese Selbstliebe ist,  um Selbstwert zu entwickeln. Er überlässt die Leser nicht sich selbst bei ihrer auflebenden Selbst – und Fremdbewertung. Er widmet den verschiedenen Gesichtern des Narzissmus eine Galerie: 13 Bilder mit ebenso vielen Empfehlungen für den ggf. notwendigen Umgang mit deren Wirkung. Jeder reflektierte Mensch wird feststellen, dass er oder sie sich in allen Beschreibungen ein bisschen wieder findet.

Ein erholsames Buch, ein herausforderndes Werk, ein wertschätzendes Wieder- Holen der klassischen Theorien. Ein bewegender Spiegel des Umgangs der Menschen unter – und miteinander. Auf-  und erfrischend. Empfehlenswert! Sehr!

208 Seiten, ECOwin Verlag , Salzburg 2013, Gebundene Ausgabe  21, 90 €,   ISBN 978-3-7110 – 0037 – 8

www.ecowin.at

refelctions  Diese Rezension wird in der nächsten Ausgabe des  Counseling Journal des BVPPT erscheinen.  BVPPT     

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Christo: Cary: Culture:

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Die größte bisher geschaffene Innenraumskulptur der Welt.

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Die Skulptur im Inneren des Gasometers wurde aus 20 350 Quadratmetern lichtdurchlässigem Gewebe und 4 500 Metern Seil gefertigt.

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Im aufgeblasenen Zustand erreicht sie bei einem Gewicht von 5,3 Tonnen eine Höhe von mehr als 90 Metern, einen Durchmesser von 50 Metern und ein Volumen von 177 000 Kubikmetern.

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Innenschau der anderen Art

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Christo: Big Package: Oberhausen

http://www.christojeanneclaude.net

Tourdaten – River Cloud 2 – 2013

Eine Flusschiffsreise, bei der ich immer Land sehe!  🙂

nürnberg 2013      River Cloud 2   –

      Themenkreuzfahrt „Fotografie“

      29.06.2013  ab Nürnberg
      06.07.2013 inBudapest

Let us in – We want to work

johannesEs ist nicht mehr lange hin….

Bald ist wieder der 21.3.

Internationaler Down Syndrom Tag!

 

 

 

 

 

http://www.ds-int.org/organizations/deutsches-down-syndrom-infocenter

Väter – doch überschätzt?

Väter - doch überschätzt?

Überfüllte Kinder?

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Sydney Opera House – Hier lernt sogar die Sonne etwas über sich

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First Impressions

„The sun did not know how beautiful its light was, until it was reflected off this building.“

Louis Kahn, Architekt

 

 

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Weltkulturerbe UNESCO
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Louis Kahn , Architekt

 

ONE BILLION RISING – STRIKE DANCE RISE

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 Die Deutschen Aktiven:      www.onebillionrising.de

About One Billion Rising

ONE IN THREE WOMEN ON THE PLANET WILL BE RAPED OR BEATEN IN HER LIFETIME.

ONE BILLION WOMEN VIOLATED IS AN ATROCITY

ONE BILLION WOMEN DANCING IS A REVOLUTION

On V-Day’s 15th Anniversary, 14 February 2013, we are inviting ONE BILLION women and those who love them to WALK OUT, DANCE, RISE UP, and DEMAND an end to this violence. ONE BILLION RISING will move the earth, activating women and men across every country. V-Day wants the world to see our collective strength, our numbers, our solidarity across borders.

What does ONE BILLION look like? On 14 February 2013, it will look like a REVOLUTION.

ONE BILLION RISING IS:

A global strike
An invitation to dance
A call to men and women to refuse to participate in the status quo until rape and rape culture ends
An act of solidarity, demonstrating to women the commonality of their struggles and their power in numbers
A refusal to accept violence against women and girls as a given
A new time and a new way of being

Der geplatzte Traum – Elternalltag in Unternehmen!

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Geplatzter Traum?

ohne  weitere Worte

Wann ändert sich da wohl was? Und vor allem: WIE?

 

http://www.caritas.de/magazin/kampagne/familie/kampagne/hintergrund/ueberstundenmutterkind

Aufwindige Angelegenheiten

ulla beim groundhandling 2001
Almunecar 2001 Ulla beim Groundhandling

Ich suchte ein paar Tage lang nach meinem Ipod – vergeblich, wie sich herausstellte.

Gefunden habe ich aber andere Relikte – aus „alten“ Zeiten. Die unnützen habe ich entsorgt,  mit den anderen betrieb ich ein wenig Vergangenheitsbewältigung. Ich fand eine CD mit pixeligen Fotos aus dem Jahre 2001 – den Zeiten, in denen ich noch per Gleitschirm abzuheben versuchte und heile zu landen. Ein letztes Foto gemeinsam mit meinem Fluglehrer Davor, der sich kurz darauf ins Koma flog. Erschütternde Erinnerungen. Und auch gute. Immerhin habe ich die Sonderpilotenlizenz „gemacht“. Ich habe Gegenden Afrikas von oben gesehen, habe Casteluccio, Almunecar und Norma erkundet, Ramsau, Planai, Dachstein und Bregenz. Das Flugbuch besitze ich  noch.  An meinem Geburtstag 2005 genoss ich in vollen Zügen den schönsten Flug meines Lebens- in Iten, Kenia an der Abbruchkante des Rift Valley. Fluglehrer Elmar nahm mich, auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin, via Funkverbindung „an die Hand“. Mein Spitzname: „Sprich mit mir!“ Warum?  Mein 13. Flug während der Ausbildung war ein Disaster. Endete auf dem Dach des Rechtsanwalts von Schladming. Ich heile – aber schwer geschockt – war „Opfer“ eines ungenau eingstellten Funkgerätes, das den Kontakt (nur) auf den Abstand von 50 m (fünfzig) zwischen den Funkgeräten gewährleistete. Bis wir das herausgefunden hatten, gab es eine Menge Streit. Als Kindergartenkind in Sachen Freiflug nicht optimal – um es mal nett zu sagen.  Ich bin trotzdem wieder gestartet –  habe aber nie die Leichtigkeit zurück bekommen, mit  der ich angefangen hatte.

Es erfüllte mich schon mit Stolz, den vielen Leinen Frau geworden zu sein. Nach dem ersten Abheben am Übungshang der Flugschule Ramsau  glaubte ich zu wissen, wie Sucht entsteht. Unvergesslich: die unendlichen Stunden, in denen ich mich mit Wetterkunde, Geräte – und Flugtechnik befasste, die Prüfungen. Dank an Anna, Franz, Karen, Erwin, Peter, den fliegenden Pizzabäcker, Josie, und vielen Anderen der Flugschule Aufwind.  Auch an Ralf, der wirkte, als habe man ihn schon mit dem Gleitschirm  gewickelt und der heute eine eigene Fluschule betreibt:(Airstetik). Auch an all die Menschen, mit denen ich zusammen lernte, übte, fluchte, nach Wind suchte oder vor zu viel desselben flüchtete. Geduld und Demut lernte ich in der Zeit noch ausführlicher, als ich es je gewollt hätte. Und meine Schweinehunde haben seither Namen. 🙂  Während der ersten Woche – wir schleppten die Schirme und Gurtzeug zu Fuß den Berg hoch – trug ich gern das T- Shirt mit der Aufschrift: „What am I doing here?“  Das Ziel: der erste Freiflug. Den musste ich mir, wie alle anderen, hart erschleppen.

Einer meiner Lieblingssongs aus der Zeit 😉

Mit diesem ersten Freiflug wusste ich, was mich dort in der Luft erwartet, unter dem Schirm, in meinem Gurtzeug. Eine neue Stille, begleitet von Geräuschen des Windes, der durch die Leinen pfiff, ab und zu eine Anweisung durch den Kopfhörer, das Piepen des Höhenmessers, der sicht – und hörbar auf dem Knie befestigt war. Ansonsten war ich mit mir allein, wach, aufmerksam, neugierig. Nicht nur einmal habe ich in die Innenpolster meines Helms geweint wegen des überwältigenden Gefühls, das mich ereilte: tief gerührt und stolz. Wie eine Belohnung für all die Anstrengungen zuvor. Die Anspannung stieg mit der Vorbereitung auf die Landung.Oder wenn der Wind dich nicht einfach so hinabließ. Fühlen konnte ich auch die Bedeutung des Wortes Aufwind: Ansporn, Aufschwung, Ermutigung, Mut, Schwung, Antrieb, Auftrieb – alles Begriffe, die als Synonyme für „Aufwind“ genutzt werden.

Die Entscheidung, nach dem schönsten Flug meines Lebens wieder zu starten, nahm mir meine Gesundheit ab. Ich hänge doch mehr an meinem Leben als am Schirm. Fast vier Jahre hat der nova- x- act auf meinem Dachhboden gelegen, und immer wieder kam die Frage auf: Vielleicht doch noch mal…? NEIN. Stand dann 2009 fest. Prompt erinnerte ich mich daran, dass Greenpeace den gebrauchen könnte. Es dauerte nicht lange, bis einer vor der Tür stand und die Spende hoch erfreut entgegen zu nehmen. Der Abschied tat weh, war es ja nicht nur der Schirm sondern ging einher mit der Einsicht, dass ich für dieses Unterfangen nicht (mehr) geschaffen bin. Was einst als wirklich heilend begonnen hatte (ich hatte mit dem ersten Mitflug eine posttraumatische Schlaflosigkeit nach meinem Autounfall überwunden), entpuppte sich am Ende als zu wenig für mich einschätzbaren (wenn auch mitunter positiver) Stress. Mein Körper bescherte mir als Reaktion auf solchen 2005 auch Fluguntauglichkeit. Tja… Auf meinem Lebensabschnittsgefährt Volvo klebt noch immer das Reklameschild für die Flugschule Aufwind, kaum mehr sichtbar für andere – aber für mich immer noch eine Erinnerung an die Zeit, in der ich gefühlt über mich hinausgewachsen bin.

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Ulla – Waiting for the Wind , Casteluccio 2003

Gleitschirmfliegen ist toll – und ich kann es jedem raten, der seine Grenzen mal anders austesten will oder eine ausgiebige Nachhilfestunden in Sachen Demut und Geduld braucht. 🙂 Mir half es auch, den Begriff „Freiheit“ für mich neu zu definieren. 🙂

Heute morgen habe ich mir noch mal einen Filme und Fotos von den Paraglidingreisen angesehen. Ich bin ordentlich herum gekommen, habe unfassbar beeindruckende Natur erlebt und gesehen. Im Leben wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dort jemals hinzukommen. Geschweige denn, dass ich von ihnen gewusst hätte.

Die Neugier auf die Ferne ist geblieben. Inzwischen folge ich ihr per Schiff und Flugzeug, per Metro oder Auto, per Trolley – oder Überlandbus, Bahn oder zu Fuß. Und ich habe so immer mindestens eine Hand frei – für meine Kamera.

Ein neues erfolgreiches Jahr hat begonnen – die Neujahrsansprache

Read here:    Ein neues erfolgreiches Jahr hat begonnen – die Neujahrsansprache.

 

Die GermanysNextKanzlerin hat gesprochen …äääh geschrieben.

Resilience – a different approach

Today a friend came along, visiting me. We talked about our children. He proudly talked about his sons, living in Borneo, having a company documentating by film stories about Orang Utans for The BBC, winning prices, etc. When I went to their website I found out, they documentated also the „Resilience Project“.

A lot of people are talking about „Resilience“ today. In Germany or in the US they focus on personal resilience of employees, children, organisations and sometimes about companies.

In Indonesia they try to increase the resilience of communities.

And how the people of care international do it, is documentated by BPI  Borneo Productions International

Resilience

Understanding different views on and approaches to Climate Change Adaption, Disaster Risk Reduction and Poverty Reduction

A project of The European Commission and Care International.

I was very impressed by the project itself AND the way the film is done.

Thanx to Dylan Vaughn for coffee, chat, cookies and especially for the hint.  And thanx to all of the people, who are involved in that special project. It seems to be a very smart way to make people feel empowered to deal with their challenges!

I think, I have to send it to www.futurechallenges.org, maybe they can deliver it as „good practise“.

Radikal Führen! Neuer Spreng(er)stoff!

Santa Fe 2009 im Sommer. Reinhard Sprenger und ich trafen uns nach Ankunft in einer, mir von dort ansässigen Freunden, empfohlenen Bikerkneipe zum Lunch. Es war heiß. In T – Shirt und Jeans gekleidet von der Anreise noch gezeichnet. Es stellte sich schnell heraus, dass er den Freund kannte, den ich gerade besuchte. Hat der doch seine Solaranlage geprüft. Die Welt ist klein. Schnell fragte ich ihn, ob er etwas Neues zu  „seinen Themen: Management, Verantwortung und Führung“ zu sagen habe. Er schüttelte den Kopf: „Was soll sich an einer Grundhaltung ändern? Es ist schön, dass sich die Bücher gut verkaufen – aber viele Firmen haben sich damit „begnügt“, mich als Keynotespeaker zu buchen, viel Geld bezahlt, und dann die Mitarbeiter sich selbst überlassen.“ Der vierfache Vater wollte auch nichts zum Thema Bildung sagen. Er winkte respektvoll ab. Das sei nicht seine Sache. Ob es jemals noch etwas von ihm gebe in Sachen „Management“, das wisse er nicht- noch nicht.

Auf seinem blauen -Shirt strahlte eine Gitarre. Grund genug, ihn von seiner Leidenschaft Musik sprechen zu lassen.  Er brauche Santa Fe mitunter, wenn er mal einen Text fertigstellen, einen Gedanken zu Ende denken und Musik komponieren wolle. Über seine erste CD Eigensinn : „Die war noch mit erhobenem Zeigefinger entstanden“. Und seine zweite? “ Wie das Leben so spielt“ sei echter, lebendiger und emotionaler,  persönlicher, eben mehr er selbst.

Seine Bücher hatte ich alle gelesen. Ich stöbere immer mal wieder darin. Die Werke retteten mich vor allem über die Zeit  meiner letzten „Festanstellung“.   Fühlte ich mich doch bestätigt in meinem Erfahrungen. Und auch in meinem Erwartungen an die, die mich zu führen meinten, das aber wohl verwechselten mit: Kontrolle, Machtgehabe, Gängeglung, Manipulation, Lob und Tadel.

Hätte ich während dieser Zeit schon Sprengers Musik auf den Ohren gehabt,  wäre ich wohl schwungvoller durch den Alltag gekommen, hätte vielleicht meinen „Blues“ etwas rockiger untermalt gewusst. Seit 2009 begleiten mich seine Songs auf meinen Reisen als Freelancer.

Er erschien mir so nah bei sich selbst, dass ich nicht mehr daran dachte, diesen Eindruck an eine Zeitung zu verkaufen. Ich behielt das einfach in guter Erinnerung.  Nicht mal ein Foto hatte ich geschossen.

Was ich nach dem gemeinsamen Mittagsessen nicht gedacht hätte: Jetzt – drei Jahre später, gibt es ein neues Buch von Sprenger: „Radikal Führen“ wieder bei campus. „Der erfahrene Leser wird mich fragen: Steht in Ihrem Buch etwas Neues?“ Erlauben Sie mir die Gegenfrage: Wann wurde jemals etwas Neues geschrieben?… Allerdings ein Buch, das die Kernaufgaben von Führung archäologisch herauspräpariert, gab es noch nicht. Ein Buch, das umfassend unter Vermittlung  der systemischen Vorgaben und individueller Eigenschaften beschreibt, was an Führung wirklich zeitlos und essenziell ist, das gab es noch nicht.“  Wer nach den Ideen dieses Buches führe, der führe radikal,  so Sprenger, weil er die Wurzeln der Führung verstanden habe.

Ich genieße das Buch, die Haltungen, die Forderungen, die Angebote. Es lohnt sich auch, das Werk bei audible.de herunterzuladen und es sich anzuhören. Es ist gut aufbereitet, gesprochen und klingt vor allem so, als hätte ich es nicht das letzte Mal gehört.

Es braucht offensichtlich Menschen wie Reinhard Sprenger, der Menschen mag, ihnen vertraut UND der als „Managementguru“ gilt, bevor solche Positionen gehört werden.

Diese zeichnet etwas aus: Sie machen einen Unterschied. Sie sind „Beitragende“! Sie nehmen sich ernst, aber nicht so wichtig. Danke dafür!

Schockierend!

Köln am Morgen 2011
Köln am Morgen

„Die Tatsache, dass eine (im konventionellen Sinn) technisch fehlerhafte Fotografie gefühlsmäßig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind, zu glauben, dass technische Perfektion den wahren Wert eines  Fotos ausmacht.“ 

(Andreas Feininger)