Für den einen mag es unscharf sein, was es da zu sehen gibt…. Andere entdecken …?
Wer sich nicht genug Zeit nimmt genau zu gucken, sieht gar nichts. 🙂

Welcome to my Reality!

Fremd- Finden
„Finden ist die Verbform von Glück, es ist das, was mir, einem Erfinder ohne Genie, den Alltag putzt. Egal, ob Pilze, Schlüssel oder die Frau fürs Leben – Finden ist das, worum es im Leben geht.
Für Einsteiger empfehle ich das gezielte Finden. EC-Karte, Ostereier, Feuilleton-Teil? Je geringer die Hoffnung, desto größer der Jubel; Qual ist Teil des Fiebers. Aber Finden ist auch eine Frage der Haltung. >Ich muss die Schlüssel suchen< oder >Ich will sie finden!<
Mein Schwiegervater etwa ist der Finde-Fachmann, nimmt Körbchen und Messer: >Ich gehe in die Pilze.> So jemand muss gar nicht erst suchen. Finden schenkt Kraft für zwischendurch: Der gewaschene Zwanziger in der hinteren Hosentasche, die Brille in der Duplokiste. Das unverhoffte Finden überrumpelt, rettet ganze Tage und ist leider viel zu selten. Ich habe für mich das Fremd-Finden entdeckt. In der Bahn bleibt ein Bibliotheksbuch liegen. Natürlich nehme ich es mit, recherchiere den Besitzer: >Hallo. Ich habe Ihr Buch /Portemonnaie/ Kaugummipapier gefunden.<
Finden ist ein Akt der Freiheit, Erfolgsdruck zerstört es!“
Georg Cadeggianini
gefunden im Kalender „Der andere Advent 2011“ www. anderezeiten.de
…wird als Name gebraucht, als Ziel formuliert, als Wunsch geäußert. Es wird damit viel Geld verdient. Verbundenheit gilt als gute Qualität und als erstrebenswert.
Noch viele Menschen fürchten sie – die Verbindlichkeit und Verbundenheit – vor allem in ihrem engsten Kreise.
Vielleicht lässt sich an den länger werdenden Abenden in der Adventszeit solche genießen:
Geschichten vorlesen, gemeinsam backen, essen, sprechen, singen, musizieren, zuhören, trösten, einander ermutigen, vieleicht nur sein. Da sein.
Ich wünsche Eltern und Kindern, Lehrern und Schülern, Männern und Frauen, Chefs und Mitarbeitern, dass sie sich weder unterwerfen noch gegeneinander auflehnen müssen, dass sie gemeinsam lernen – was auch immer es über sich selbst und andere zu lernen gibt.
Ich wünsche eine besinnliche und ermutigende Adventszeit.
Taucher bergen Deutschlands wertvollstes Gut des 20.Jahrhunderts – Demokratie.
Ile de Pins/Deutschland 2030: Ungeklärt ist bis dato, wer sie versenkt, entsorgt, sich ihrer entledigt, sie umgebracht hat. Ob es ein Freitod war, ihr das Gästezimmer in der Regierung Merkel nicht gefallen hat. Ob sie eine Weltreise auf einem Kreuzfahrtschiff gebucht hatte und im Pazifik dann entschied, sich zumindest in einem Taucherparadies unerkannt abzuseilen. Reedereien meldeten damals den Verlust nicht, um die mitfahrenden Gäste nicht zu beunruhigen. Das Fundstück spricht für sich selbst und stellt Forderungen.“

Bleibt mir die Frage: Wie widerstandskräftig – oder fähig ist die Demokratie?
Ggf: Förderungswürdiges Forschungsthema in der Resilienzforschung?
Können wir uns erlauben, auf sie zu verzichten?
Demokratie bewegt

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
Rainer Maria Rilke, 21.9.1902, Paris
What if you lose one on the Red Square in Moskau? .-)
Public Viewing auf dem Roten Platz – UEFA.

André Ballin, Moskau. Seit 70 Jahren lässt er sich geduldig streicheln und über die Nase fahren. Inzwischen ist die Schnauze des Bronzehundes in Moskaus Metrostation „Platz der Revolution“ schon ganz abgerieben und blank.

Was sich alles so lernen lässt in einer Woche Moskau .-) Der eine oder andere Fettnapf ist schon mal gesichtet 🙂
Und ganz sicher werde ich mich morgen noch mal auf mein Gepäck setzen, bevor wir wieder abreisen. .-)

„Kinder sind die Opfer der Laster der Erwachsenen“ Mihail Chemiakin Bildhauer
Die Figuren stehen für Drogensucht und Krieg, Armut und unverantwortliche Wissenschaft, Gier, Diebstahl, Alkoholismus, Prostitution, Ingnoranz und Indifferenz…
Mihail Chemiakin ist ein Künster von Weltruf. http://en.wikipedia.org/wiki/Mihail_Chemiakin
„Ich schuf die Skulpturkomposition „Kinder sind die Opfer der Laster der Erwachsenen“ als ein Symbol und Aufruf zum Kampf, um die heutige und die künftigen Generationen zu retten. Jahrelang wurde behauptet und pathetisch ausgerufen „Kinder sind unsere Zukunft!“ Jedoch braucht man Bände, um alle Verbrechen der heutigen Gesellschaft gegen die Kinder aufzuschreiben. Ich als Künstler rufe Sie nun auf, zurückzuschauen, um den Kummer und die Schrecken zu hören und zu sehen, unter denen unsere Kinder heute leiden. Alle vernünftigen und ehrlichen Menschen müssen nachdenken, ehe es zu spät ist. Seien Sie nicht gleichgültig, Kämpfen Sie und tun Sie Ihr Bestes, um die Zukunft von Russland zu retten.“ 2.September 2001 enthüllt.

Gilt das wirklich nur für Russland?
Der Tag begann mit der Einfahrt in den Hafen von New York City, Manhattan. Viele der Mitreisenden waren ängstlich, fühlten sich nicht sicher. Es könnte ja was passieren an dem Tag. Aber: Wie sollten wir das aber wissen, ohne an dem Tag dort zu sein?
Wir sahen das neue Tower – erleuchtet in den Farben der Flagge: Rot, Weiss, Blau. Nur für diesen Tag hatten sie das Tower mit den Lichterteppichen überzogen.
The day started with arriving NYC by ship. A lot of people were afraid, felt unsecure. Maybe there could have happened something – but: How to check that out without being there? This experience was awesome. We could see the new tower enlightened in blue; red and white. Only for that day they covered the tower with the lights.

Nachdem wir das Schiff verlassen hatten, liefen wir durch NYC – mit dem Ziel , am Washington Square die Ausstellung „Obituaries to Prayer Flags“ by Carla Shapiro in der Joshua Church zu besuchen.
After leaving the ship we walked through NYC – heading Washingtion Square to visit the exhibition „Obtuaries to Prayer Flags“ by Carla Shapiro at Joshua Church

Mir war es eine große Hilfe, an dem Tag die Ausstellung der mir bekannten Fotografin gemeinsam mit Freunden zu besuchen.
NYC war so friedlich an dem Tag.
It was a big help for me to visit my friends exhibition.
NYC was so peaceful that day.
Impressions 9 11 2011 and 9 13 2011
Für die Hinterbliebenen bietet das „911 Memorial“ ein Areal, in dem sie auf ihre Weise trauern oder sich erinnern können. Kein Pathos, klare Struktur, im „Angebot“ auch das Gefühl von Sicherheit. Die Sicherheitsoffiziere allesamt freundlich und hilfsbereit – wohl die Idee des Memorials verkörpernd. Ich bin noch immer beeindruckt und tief berührt von der Atmosphäre des „weltweiten Miteinanders“.
What for and whoever attacked the WTC – the only feeling I could find words for: They attacked the freedom, they attacked people – and a lot of them lost their relatives, friends, colleagues, companions. For them the 911Memorial offers a space where they can remember in their own way. No pathos, clear structure, offering the feeling of security. The officers are friendly and supportive – they are presenting what the 911 Memorials idea is. I am still deeply impressed and touched by the atmosphere of a „worldwide together“.
Ich bin am 13. September dagewesen. Und habe mich während des Besuches auch an den Tag in 2001 erinnert. Ich stand gerade vor einem Wäschetrockner im Waschsalon, als mein Handy klingelte. “ Geh mal schnell nach Hause und schalte den Fernseher an. Die WTC Towers brechen gerade ein!“ Ich konnte das natürlich nicht glauben. Meine Abwehrmechanismen arbeiteten wirklich gut. Nicht einmal vorstellen hätte ich es mir können, dass so etwas passiert. Weder Herz noch Hirn konnten irgendeinen „Anker in meiner Biographie“ finden. Vielleicht hat es deshalb so lange gedauert, bis ich akzeptiert hatte, dass das wohl die „Realität“ war – und nicht irgendein Science Fiction oder Horrorfilm. Ich habe mich so hilflos gefühlt, dass ich entschied nach Berlin zu fahren. Vielleicht war das irrational, aber mir hat es geholfen. Es erschien mir sicherer, als in Köln zu bleiben. Ich wohnte bei Freunden – und wir haben uns umeinander gekümmert – haben die Ohnmacht gemeinsam ausgehalten. Wir ahnten, dass sich jetzt vieles ändern könnte – hatten aber gemeinsam keine Ahnung, was das (auch für uns) bedeuten könnte.
I visited the 911 Memorial on September 13th, 2011. Remembering the day of the attack. I was standing in front of a laundry in the center of Cologne. The cellphone rang and a friend asked me to go home quickly, watching television.“The WTC Towers are collapsing.“ he said. I couldn`t really believe. My defense mechanisms were working well. I didn`t have any idea something like that could happen. My heart and my brain couldn`t “ find any anchor in my biography“ – maybe that is the reason why it took so long to accept, that this attack is reality. Not a science fiction or horrorfilm. I felt so scared, that I decided to travel to Berlin. Maybe that was irrational. But it let me feel more safe than staying in Cologne. I spent some days with friends- and we took care of each other. We knew, the world would change now – without having any clue of how that would go on.
Seit 2008 verfolge ich nun den (Wiederauf)Bau des WTC in NYC. Die U -Bahn Station unter dem WTC ist die Endstation des „E- Train“. „Last Stop“ für mehr als 3000 Menschen. „Last Stop“ für viele Freiheiten, für echte Demokratie, für…. ach, das möge sich jeder selbst ausmalen.
Was für eine Analogie!
Since three years I am following the (re)construction of the World Trade Center area in NYC. The E Trains „Last Stop“ is under the WTC. The „Last stop“ for more than 3000 people. What an analogy!
Als ich mich 2008 das erste Mal , überraschend weil ungeplant, dem Baugelände näherte, dachte ich: Hier ist es irgendwie kälter als überall sonst in Manhattan. Ich habe das so gefühlt – und fühle es noch immer.
When I entered the area for the first time three years ago, I thought, it`s colder there than everywhere else in NYC. A little bit colder. I felt like that – and I still do.
Ich habe mich „blessed“ gefühlt, an dem 10. Jahrestag dort sein zu können, gemeinsam mit lieben Freunden. Danke an diese!
I felt blessed to be there on that day together with dear friends. Thanx to them.
„Der Gewinn eines langen Aufenthaltes außerhalb unseres Landes liegt vielleicht weniger in dem, was wir über fremde Länder erfahren, sondern in dem, was wir dabei über uns selbst lernen.“
Roger Peyrefitte (*1907), frz. Schriftsteller u. Politiker
In diesem Sinne 🙂

Ich habe eine Verabredung mit mir auf dem Atlantik! Und bin sehr gespannt, was ich über mich auf den Azoren lerne! 🙂
„Demokratie: eine Regierungsform, die freie Diskussion voraussetzt, doch nur erreichbar, wenn die Leute aufhören zu quatschen.“ Clement Attlee

Es gibr soooooo viele Gesetze und Regulierungen. Die bieten natürlich an und provozieren geradezu, sich aufzulehnen oder „gegen“ sie zu sein. Wer aber tut was FÜR Konstruktives? Mir kommt es so vor, als bereitete jede neue Regel einen neuen Nebenkriegsschauplatz. Und zum „Eigentlichen“ kommen wir dadurch nicht – was auch immer das sein mag.
Mir kommt dazu die Geschichte von Heinrich von Kleist „Über das Marionettentheater“ in den Sinn:
Sie existiert im Netz: HIER
oder hier im Kleist Archiv
Der wahre Meister der Fechtkunst fällt mir dazu ein…. Finten oder echte Angriffe? Auf was reagieren wir?
Eine wunderbare Geschichte, die ich immer mal wieder lese oder höre… und so nicht vergesse, wie oft mich jemand zu täuschen oder mich mit Finten zu ermüden versucht. .-) Auf was ich so reagiere… Jaja, der Baum der Erkenntnis 🙂
Viel Spaß…
One day in the Adirondacks – I took my time to watch – and I got a lot more than by running around.
A mallard duck screaming to defend her ducklings, minks hunting for them, a loon always diving, an otter – rarely seen -, fireflies, plants, bees, and an enviroment with clear water, nice air, cool wind. I feel grateful and blessed to have the chance to get all that!
Amazing nature! I like to take care – because I am a part of it.