Was ist Glück? oder: Finden ist ein Akt der Freiheit

Wenn Engel reisen (-;

Fremd- Finden

„Finden ist die Verbform von Glück, es ist das, was mir, einem Erfinder ohne Genie, den Alltag putzt. Egal, ob Pilze, Schlüssel oder die Frau fürs Leben – Finden ist das, worum es im Leben geht.

Für Einsteiger empfehle ich das gezielte Finden. EC-Karte, Ostereier, Feuilleton-Teil? Je geringer die Hoffnung, desto größer der Jubel; Qual ist Teil des Fiebers. Aber Finden ist auch eine Frage der Haltung.  >Ich muss die Schlüssel suchen< oder >Ich will sie finden!<

Mein Schwiegervater etwa ist der Finde-Fachmann, nimmt Körbchen und Messer: >Ich gehe in die Pilze.> So jemand muss gar nicht erst suchen. Finden schenkt Kraft für zwischendurch: Der gewaschene Zwanziger in der hinteren Hosentasche, die Brille in der Duplokiste. Das unverhoffte Finden überrumpelt, rettet ganze Tage und ist leider viel zu selten. Ich habe  für mich das Fremd-Finden entdeckt. In der Bahn bleibt ein Bibliotheksbuch liegen. Natürlich nehme ich es mit, recherchiere den Besitzer: >Hallo. Ich habe Ihr Buch /Portemonnaie/ Kaugummipapier gefunden.<

Finden ist ein Akt der Freiheit, Erfolgsdruck zerstört es!“

Georg Cadeggianini

gefunden im Kalender „Der andere Advent 2011“ www. anderezeiten.de

~ von Ulla Keienburg - 11. Dezember 2011.

5 Antworten to “Was ist Glück? oder: Finden ist ein Akt der Freiheit”

  1. das Finden eines echten, erlaubten kostenlosen Parkplatzes im Athener Zentrum – Glücksgefühl. Nun ist der Tag gemacht, es kann nix mehr schief gehen.
    Aber im Ernst: der Mann hat Recht. Finden ist ein Akt der Freiheit. Picasso sagte: ich suche nicht, ich finde.

  2. Hat dies auf Ulla Keienburg s Blog rebloggt und kommentierte:

    Einen wunderbaren zweiten Advent wünsche ich Euch!

  3. Was aber, wenn die Wirklichkeit jegliche Phantasie, meine Phantasie noch um Längen übertrifft?
    So wie hier am Kap Hoorn. Jetzt, heute, ein halbes Jahr später zehre ich noch dermaßen von dieser Reise ans Ende der Welt…
    Ein Jeder hier wollte wissen, wie es war, dort, im Süden, am Kap. Ich kann sagen es war aufregend, es war atemberaubend, es war wundervoll aber all das sagt NICHTS denn es war UNBESCHREIBLICH. Es ist im Kopf, es kommt immer wieder, fast täglich, Gänsehaut. Es ist einfach schön, dies erlebt zu haben. Es macht mich glücklich.

  4. «Fremd-Finden» — eine schöne Sache. Danke für den Tip!

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